Einmal die Welt von oben ……

Die Skipperin wollte heute hoch hinaus. Riggcheck war angesagt. Gesagt, getan. Den Bootsmannsstuhl ausgepackt, die Skipperin eingepackt und ab in die luftige Höhe. Dabei sind noch ein paar nette Bildchen entstanden.

Merbaerchen von oben -teilweise!

Meerbaerchen von oben -teilweise!

Blick von der Marina in Richtung Stadt

Blick von der Marina in Richtung Stadt

Und Blick flussabwärts auf die neue Klappbrücker

Und Blick flussabwärts auf die neue Klappbrücker

 

 

Heute spät nachmittags war noch eine Info-Veranstaltung von Leuten aus Fidschi. Haben über die allgemeine Situation und über die besondere Situation nach dem Cyclone Winston gesprochen. Nebenbei der stärkste, seit Wetteraufzeichnungen in Fidschi gemacht werden. Anyway, es gab Wurst vom Grill, ein Bierchen dazu und viele Infos. Ach so, der Riggcheck ist zur Zufriedenheit ausgefallen. Also wird „Meerbaerchen“ in absoluter Bestform starten. Wir freuen uns auf die Tropen.

Veröffentlicht unter Neuseeland | 2 Kommentare

Dieses blöde Hoch…

…verschwindet einfach nicht. Es sitzt fest östlich von Neuseeland und eiert schon seit Tagen da rum. Mal wird es dicker, dann wieder dünner, mal wird es länger, dann wieder kürzer, aber es verändert seine Position so gut wie überhaupt nicht. Und das heißt, das wir permanent Nordwind haben, den wir so gar nicht gebrauchen können. Es ist zum Mäuse melken! Einziger Trost ist, dass wir nicht die Einzigen sind, die auf den Absprung warten. Es gibt schon fast kein anderes Gesprächsthema mehr. Wir hocken hier sozusagen auf gepackten Koffern bzw. gepacktem Stauraum. Alle Reparaturen sind erledigt, alle Einkäufe, bis auf die frischen Sachen, sind getan. Alle Rechnungen sind bezahlt (knirsch!). Obwohl wir uns bei der Rechnungsstellung von Ray Roberts Marine nicht beschweren können. Die haben alle Rechnungen, die unverschämter Weise der sogenannte Bootselektriker geschrieben hat, auf ihre eigene Kappe genommen und nicht an uns weiter berechnet. Das nennen wir echt fair! Auch die Stunden, die ihr Mitarbeiter bei der Suche nach dem Fehler bei uns abgeleistet hat, haben sie uns nicht in Rechnung gestellt. So sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt fehlt uns zu unserem Glück eben nur noch der richtige Wind. Aber der wird auch noch kommen!

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Dieses blöde Hoch…

Die Einkaufsliste schrumpft

Wir liegen endlich in den letzten Zügen vor der Abreise nach Tonga. Alle Arbeiten, die wir uns vorgenommen hatten, sind erledigt, Vorräte rangeschleppt – gut, dass wir unsere Drahtesel haben. Die mussten in letzter Zeit als Packesel her halten. Jetzt warten wir nur noch auf unser Wetterfenster, dann können wir die letzten frischen Sachen einkaufen, wie Obst, Gemüse und Fleisch, dann kann es losgehen. Ein paar Tage wird es noch dauern. Das letzte Wetterfenster ist gerade durch und nun warten wir auf das nächste Tiefdruckgebiet, auf dessen Rückseite wir dann mit Südwind nach Nordosten segeln wollen. Mit Glück wird das Mitte bis Ende der kommenden Woche sein. Abwarten und Tee trinken.

Hier in Whangarei ist alles in Aufbruchstimmung. Der Winter naht und fast alle wollen wieder in die Tropen. Viele wie wir nach Tonga und Fiji, etliche aber auch nach Neukaledonien und dann weiter nach Indonesien oder Australien. Hier trennen sich die Wege. Von Rosi und Klaus von der Salmon haben wir uns heute endgültig verabschiedet. Die beiden sind quasi auf dem Heimweg nach Deutschland. Hilde und Hermann von der Pacifico sind schon am letzten Freitag los. Die zwei werden wir aber spätestens in Fiji wieder treffen.

Veröffentlicht unter Neuseeland | 1 Kommentar

Wir warten…

…auf die Rechnung. Der Chef von Ray Roberts Marine tut sich echt schwer damit, unsere Endabrechnung fertig zu stellen. Bei dem ganzen Mist, der im Laufe der diversen Reparaturen passiert ist, kann er uns natürlich nicht alle Stunden, die dabei drauf gegangen sind, aufs Auge drücken. Vor einer Woche hatten wir schon einmal nach der Rechnung gefragt und gestern wieder. Aber er ist immer noch nicht damit durch. Mal sehen, was am Ende dabei raus kommt 🙂

Heute Abend bekommen wir Besuch. Rainers Cousin Michael aus Australien hat sich für ein paar Tage angekündigt. Er haust zwar nicht bei uns an Bord, sondern hat sich in einem Motel einquartiert, aber wir werden sicher ein paar schöne Tage zusammen verbringen.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Wir warten…

Ein ganzes Jahr lang war er krank…

…nun röhrt er wieder, Gott sei Dank!

Unser alter Generator ist wieder zum Leben erweckt worden. Hat auch lange genug gedauert! Vor gut einem Jahr hatte ein Ventil seinen Geist aufgegeben und erst hier in Neuseeland hatten wir die Chance, einen kompetenten Monteur und auch die Ersatzteile zu bekommen. Die waren zwar mehr als 4 Wochen unterwegs, sind aber nun endlich am Dienstag hier eingetroffen. Heute war der spannende Moment gekommen. Alles wieder eingebaut, die Zylinderkopfdichtung angebracht und dann der Probelauf. Start, ein paar Umdrehungen, und dann: peng! Motor hängt! Große Augen beim Monteur und besonders beim Skipper. Was war denn nun schon wieder? Hört unsere Pechsträhne denn gar nicht auf? Zylinderkopf wieder runter und es spritzte lustig jede Menge Wasser raus. Wo kam das denn her? Lange Rede, kurzer Sinn, der Monteur hatte eine Dichtungspaste zwischen Zylinderkopf und Dichtung geschmiert und zu guter Letzt hatte sein Drehmomentschlüssel nicht richtig angezeigt. Der Kopf war viel zu locker. Zum Glück ist nichts weiter passiert und nachdem alles wieder richtig sauber, trocken und dicht war (ohne Paste!), lief das gute Teil ohne Mucken an, schmiss am Auspuff ordentlich Wasser raus und produzierte den lang ersehnten Strom. Das Gedröhne und Geschepper war wie Musik in unseren Ohren.

Veröffentlicht unter Neuseeland | 2 Kommentare

Unser Stiefkind fordert sein Recht ein

Diesmal glücklicherweise nicht spät abends, wie sonst immer. Stiefkind ist natürlich unsere Abwasserpumpe. Die schwächelte schon sein ein paar Tagen, aber man drückt sich halt gerne vor dieser Schweinearbeit (im wahrsten Sinne des Wortes). Aber heute ging kein Weg dran vorbei. Bevor die Pumpe wieder streikt, wenn gerade der Tank rappelvoll ist, sind wir heute rechtzeitig tätig geworden. Übeltäter war „Unverdautes“: Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Sesamsaat hatten die dicke Rheinstrom-Pumpe fast lahm gelegt. Zukünftig werden die Körner nur noch geschrotet verbacken und nicht mehr im Ganzen. Der Skipper hatte die vertrauensvolle Aufgabe, die Pumpe in ihre Einzelteile zu zerlegen und die Bordfrau hatte mal wieder die tolle Aufgabe, die Schweinerei wegzumachen. Alte Lappen, Gummihandschuhe und jede Menge Reinigungsmittel und später noch Sagrotan haben ihr die Arbeit erleichtert. Gestunken hat es trotzdem ;-( . Aber es hat sich gelohnt, jetzt pümpelt sie wieder (die Pumpe, nicht die Bordfrau!), wie es sich gehört.

Ansonsten haben wir die Wartezeit auf unsere Ersatzteile auch nicht tatenlos vergehen lassen. Das Deck ist bis auf den Eingangsbereich neu lackiert und segmentweise mit Anti-Rutsch-Anstrich gemalt. Meerbaerchen sieht wieder richtig schick aus.

Übrigens: an der Zylinderkopf-Front hat sich Neues ergeben: die Ersatzteile sind tatsächlich heute in Auckland angekommen und gleich auf den Weg nach Whangarei gebracht worden. Mit Glück kommen sie morgen hier an und werden Mittwoch endlich eingebaut.

Veröffentlicht unter Allgemein, Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Unser Stiefkind fordert sein Recht ein

Ende gut, alles gut

Nun hat sich die Lage entspannt. Wir bekommen den „zerschossenen“ Sterling-Regler vom Verursacher ersetzt und müssen auch die für die „Kaputt-Reparatur“ nichts bezahlen. Wär ja auch noch schöner! Der neue Regler ist schon unterwegs von England und dürfte bis zum Ende dieser Woche hier eintreffen. Die Spezialdichtungen für unseren Generator sind auch auf dem Weg aus Deutschland zu uns und so scheinen wir tatsächlich in der nächsten Woche fertig zu werden. Kaum zu glauben.  Mit neuer Energie geladen hat die Bordfrau dann auch heute angefangen, das Achterschiff neu zu lackieren. Laut Wetterbericht sollte heute ein wunderschöner, trockener Tag werden. Fing auch so an. Nur leider kamen am Nachmittag plötzlich dicke, schwarze Wolken angerauscht. Die Drohungen zum Himmel haben auch erst geholfen, aber dann hat sich Petrus mit seiner Bewässerung doch durchgesetzt. Zum Glück war die Farbe soweit angetrocknet, dass der Regen ihr nichts mehr anhaben konnte. Mit einem Fensterleder und einigen Balanceakten konnte das Wasser noch entfernt werden, damit die Sonne dies nicht in den neuen Lack brennen konnte, um schöne, dicke Blasen zu bauen, die dann wieder abzuschleifen wären.  Schwein gehabt! Morgen und übermorgen soll es aber wirklich trocken bleiben. Dann ist der Rest vom Deck dran und am Freitag, wenn Petrus ein Einsehen mit uns hat, wird der Antirutsch-Belag aufgemalt.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Ende gut, alles gut