Doppelt happy

Heute war ein doppelter Glückstag. Zuerst bekamen wir heute Mittag den Bescheid von der Immigration, dass wir bis zum 30.06.2022 im Lande bleiben dürfen. Das ist schon mal ein dicker Stein, der uns vom Herzen geplumpst ist. Eigentlich können die ja gar nicht anders, weil rundum alles zu ist, aber man weiß ja nie. Jetzt haben wir Sicherheit und können entspannt dem Sommer entgegen sehen.

Das zweite Glück musste sich die Bordfrau redlich erarbeiten. Schon seit Tagen steht sie an der Reling und versucht, einen der Snapper, die sich unter dem Boot tummeln und den Bewuchs abknabbern, zu erwischen. Ohne Erfolg. Egal welche Art von Köder, die kommen ran, schnuppern und verziehen sich wieder unters Boot. Ob sie dabei noch die Zunge raus strecken, war nicht zu sehen, aber zu erahnen.

Heute dann ein letzter Verzweiflungsakt. Köder waren keine mehr da. Ein Stück Käse war der letzte Versuch. Und siehe das: der Käse war kaum eine Minute unter Wasser, da zog es schon heftig.  Ein dicker Kahawai, der kaum über die Reling zu hieven war. Der Kescher musste her.

Kahawai

Na gut, der Zeitpunkt war ideal so kurz vor der Dämmerung. Die Sonne war gerade hinter dem Horizont verschwunden und das ist vermutlich die richtige Zeit.

Kaum war der Kahawai im Eimer versenkt, aus dem er dann munter wieder raus hüpfte und dann im Cockpit lag, hing schon der nächste Fisch am Käse. Diesmal ein Snapper. Nicht so groß wie der Kahawai, aber eine Mahlzeit.

Der Käptn durfte sich dann auch gleich mit Messer bewaffnet ans Ausnehmen machen. Da hat die Bordfrau noch so ihre Probleme mit.

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„Über den Wolken“

von Reinhard Mey war eines seiner Lieblingslieder, die er immer wieder gerne gesungen und auf seiner Gitarre begleitet hat.

Jack (Mitte) mit Freunden

Wie wir gerade erfahren haben, hat Jack am vergangenen Mittwoch seine letzte Reise angetreten und sitzt jetzt sicherlich mit seiner Gitarre „über den Wolken“.

Wir haben Jack vor ca. 6 Jahren in der Waitui-Marina ind Savusavu/Fiji zum ersten Mal getroffen und sofort einen Guten Draht zueinander gefunden. Bei einigen Jam-Sessions haben wir zusammen gesungen – Jack gesungen und gespielt und wir eher geträllert bzw. gebrummelt und hatten viel Spaß zusammen.

Wir werden ihn und seine Musik vermissen! R.I.P.

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Mal wieder im Lockdown

Unverhofft kommt oft. Da denkt man an nichts Böses und schon wird man voll erwischt. Eilmeldung am Montag: neue Covid-Fälle mit der Delta-Variante in Auckland entdeckt – eingeschleppt aus Australien. Und diese Infizierten sind fröhlich durch die Gegend gereist und wussten nichts von ihrer Ansteckung. Jetzt werden alle möglichen Kontakte dieser Personen durchforstet und das Land total runter gefahren. Erst einmal Auckland und Coromandel, wo diese Leute hin gereist waren, die höchste Stufe 4 ab Dienstag um 23.59 Uhr für eine Woche, der Rest des Landes für 3 Tage. Heute dann bei der Pressekonferenz wurde die Warnstufe 4 für den Rest des Landes ebenfalls bis Dienstag Nacht verlängert. Hoffen wir mal, dass das dann auch durchgestanden ist.

Eigentlich stört uns der Lockdown nicht wirklich. Einkaufen können wir immer noch, allerdings nur mit Maske und Schlange stehen, weil nur eine bestimmte Anzahl von Kunden in den Supermarkt darf. Einige Leute spinnen auch hier und hamstern, was das Zeug hält. Mehl und Nudeln sind gerade Mangelware. So schnell, wie die Regale leer geräumt werden, können die Supermarktmitarbeiter gar nicht nachladen.

Wir konnten gestern aber noch ganz gut unseren Einkaufszettel für eine Woche abarbeiten und sind jetzt gerüstet für ein paar Tage „in der Wildnis“, weit ab von allen Ansteckungsgefahren.

Ankern vor Long Beach

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Eine Front jagt die nächste

… und das im Wochentakt. Alle paar Tage kommt so ein Tiefdruckgebiet aus der Tasmansee angerauscht, mal mehr südlich, mal mehr nördlich an Neuseeland vorbei. Entsprechend haben wir mal Starkwind aus westlichen Richtungen, dann wieder aus Ost. So bleiben wir immer in Bewegung. Kommt der Wind aus dem westlichen Quadranten, verpieseln wir uns ins Te Puna Inlet. Kommt er aus Osten, haben wir verschiedene Möglichkeiten bei den Inseln in der Bay of Islands. Dumm ist nur, dass der Wind gerne mal von Ost über Nord nach West dreht, und das vorzugsweise nachts. Liegt man dann nach Ost geschützt, ist das wunderbar, nur wenn der Winddreher kommt, liegt man wieder total ungeschützt und ist Wind und Wellen ausgesetzt. Da muss man schon den Wetterbericht zeitnah verfolgen – sollte er denn auch mal stimmen – und die richtige Taktik bei der Ankerplatzwahl finden.

Da kommt die nächste Front aus der Tasmansee angerauscht

Gerne, wie in den kommenden 2 Tagen, sind dann auch Windstärken von bis zu 50 kn in Böen dabei. Diesmal haben wir uns mal wieder die Pomare Bay zum Ankern ausgesucht. Bis jetzt alles paletti. Der Anker sitzt und auf dem Meerbaer bullert der Refleks-Ofen. So kann man 2-3 Tage Bootsarrest aushalten.

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Fertig geimpft

Heute haben wir den 2. Schuss bekommen. Eigentlich hatten wir den Termin erst um 15.20 Uhr, aber da wir bereits vor 14 Uhr in Russell waren, haben wir gedacht, schauen wir mal, ob was los ist oder ob wir schon früher dran kommen. Glück gehabt. Wir konnten gleich rein marschieren und den Schuss kassieren. Noch 20 Minuten bei einer Tasse Kaffee warten, dann konnten wir gehen. Ganz easy und unbürokratisch.

Zum ersten Mal seit Corona-Beginn mussten wir uns heute maskieren. In Wellington gab es gestern einen ersten Fall von der Delta-Variante und da wird hier gleich „Nägel mit Köppen“ gemacht. Direkt am Eingang zur Impfstation wurden uns die Dinger übergeben mit der Bitte, sie drinnen zu tragen. Kein Problem, machen wir.

Gestern haben wir unseren Wassermacher nach über einem Jahr Konservierung wieder in Betrieb genommen. Keine Überraschungen, alle Leitungen und Verschraubungen sind dicht und die Produktion von Trinkwasser läuft wieder einwandfrei.

Jetzt werden wir erst einmal 3 Tage faulenzen und abwarten, ob es Nachwirkungen von der Impfung gibt. Beim ersten Mal war alles toddy.

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Erster Schuss ist gesetzt.

In drei Wochen sind wir durch die zweite Impfung immunisiert. Geht hier in Neuseeland sehr entspannt und gesittet ueber die Buehne. Wie ueberhaupt die ganze Corona- Geschichte sehr konsequent gehandhabt wurde und wird. Zum Beginn der Pandemie sehr beherzte und konsequente Massnahmen. Hier gibt es weder “ Querdenker“ noch entsprechende „Demos“. Klar gibt es auch in dieser Gegend Menschen, die mit den staatlich verordneten Massnahmen unzufrieden sind. Aber das ueberzogene Geschrei wie in Europa gibt es hier nicht. Wir als „festliegende“ Bootsauslaender fuehlen uns sehr gut aufgehoben hier im Lande. Die Visa- und Zollangelegenheiten werden sehr grosszuegig gehandhabt. Wir bekommen zu diesem Zeitpunkt, wie die ganze Bevoelkerung, ein kostenloses Angebot, uns gegen Covid impfen zu lassen. Was wir natuerlich annehmen, wollen wir damit unseren Solidarbeitrag gegen diese weltweite Pandemie leisten. Aengste vor Impfungen haben wir persoehnlich keine, schliesslich sind wir schon seit Jahrzehnten mit Impfungen weltweit unterwegs. Insgesamt sind wir dem Land Neuseeland gegenueber sehr dankbar fuer den hier geschaffenen „sicheren“ Hafen.

In three weeks we will be immunised by the second vaccination. Here in New Zealand, the process is very relaxed and orderly. Just like the whole Corona story has been and is being handled very consistently. At the beginning of the pandemic, very courageous and consistent measures were taken. Here there are neither „lateral thinkers“ nor corresponding „demos“. Of course, there are also people in this region who are dissatisfied with the measures imposed by the state. But there is no exaggerated shouting like in Europe. We, as „fixed“ boat foreigners, feel very well taken care of here in the country. Visa and customs matters are handled very generously. At this point, like the rest of the population, we get a free offer to get vaccinated against Covid. Of course we accept, as we want to contribute our share against this worldwide pandemic. Personally, we have no fear of vaccinations, after all, we have been travelling the world with vaccinations for decades. All in all, we are very grateful to the country of New Zealand for the „safe“ haven created here.

 

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4 Tage Ausgangssperre

Nein, nicht wegen Corona, sondern:

Ein dickes Tief hat sich vor 2 Tagen an die Ostküste der Nordinsel angehängt und will einfach nicht weiterziehen. Und das heißt: jede Dinghifahrt Richtung Land wird zum Badespaß. Für die Bay of Islands sind Wellenhöhen von bis zu 5 m vorhergesagt. Zwar kommen die zum Glück nicht bis zu unserem Ankerplatz, aber Böen bis 40 kn würde das Wasser lustig ins Beiboot schaufeln, da kann man noch so schnell oder so langsam fahren, keine Chance auf eine trockene Überfahrt. Also gibt es Haus- bzw. Bootsarrest.

Am Donnerstag soll der Spuk vorbei sein, aber das nächste Tief steht schon in der Tasmansee in den Startlöchern. Diesmal soll der Wind zur Abwechslung aus der anderen Richtung kommen. Also Donnerstag noch schnell rüber nach Paihia auf den Markt und in den Supermarkt und dann wieder husch, husch, ins Körbchen bzw. in die Pomare Bay. Die hat sich bei fast allen Windrichtungen als hervorrangender Schutz erwiesen. Lediglich Wind aus NW kann etwas unruhig werden. Aber wenn man sich tief  genug in die Bay verzieht, ist auch das halb so wild.  Wir sind vorbereitet.

Gestern hatten wir zum ersten Mal in diesem Jahr unseren Ofen den ganzen Tag über brennen. Seit Tagen haben wir nur südliche Winde und die bringen nicht mehr ganz so angenehme Temperaturen mit sich. Aber was soll der Geiz, es wird Winter.

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