Abschied von Namibia

Nach gut zwei Wochen wird es nun für uns Zeit, uns weiter auf den Weg zu machen.

Das Genozid-Museum, nur 12 qm groß, aber …

Die Zeit hier ging schnell vorbei, obwohl wir so viel Sightseeing gar nicht gemacht haben. Wir waren in der nächst größeren Stadt, Swakobmund. Haben uns die Stadt angesehen und waren in dem kleinen „Swakobmund Genozid Museum“. Dort haben wir uns angesehen bzw. erzählen lassen, was unsere Altvorderen hier Anfang des 20 Jahrhunderts  angerichtet haben. Es ist einfach gruselig, was die „Herrenmenschen“ den Farbigen angetan haben. Wir hatten zwar von Greueltaten hier in Namibia – damals „Deutsch Südwest Afrika“ gehört, aber wenn man damit direkt konfrontiert wird, muss man doch ziemlich schlucken. Vor einiger Zeit war hier eine Delegation von Abgeordneten aus NRW zu Besuch.  Einen der vielen Artikel über diesen Besuch kann man hier nachlesen:

https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/afd-tritschler-kranz-namibia-100.html

Am Fuß von „Düne 7“

Das nächste Ziel auf unserer Besuchs-Liste war die Düne Nr. 7, die höchste Düne hier in Namibia. Höhe ca. 130 m. Leider konnten wir nicht ganz an die Düne ran, weil wir blöderweise kein Bargeld dabei hatten und ausgerechnet hier keine Kreditkarten entgegen genommen werden – wohl die einzige Stelle, wo das so ist. Sonst werden sogar Kleinstbeträge mit Karte bezahlt. Aber auch aus der Entfernung ist die Düne doch sehr beeindruckend.

Salz….

 

noch mehr Salz

Flamingos entlang der Piste

Salz in rosa

Weiter ging es zu den Salzseen. Man fährt kilometerlang an Salzbecken vorbei. Mal weiß, mal grau und manchmal sogar rosa. Ich weiß nicht, wieviele Kilometer wir mit dem Leihwagen entlang der Salzbecken entlang gehoppelt sind. Als wir dann zu der Stelle kamen, wo die Landrover etwas Luft aus den Reifen abgelassen haben, war für uns der Zeitpunkt zur Umkehr gekommen.

Alles in Allem hat es uns hier recht gut gefallen. Aber leben wollten wir hier nicht. Nur Sand und Salz und ab 14 Uhr Wind mit bis zu 30 kn. Auf Dauer nicht so ganz nach unserem Geschmack.

Die Menschen hier, egal ob weiß oder schwarz, sind unglaublich nett und hilfsbereit. Das hat auf jeden Fall mit dazu beigetragen, dass wir uns hier wohl gefühlt haben.

Aber morgen geht es nun weiter. Nächstes Ziel: St. Helena, ca 1.200 sm Richtung NW. Wir rechnen mit 10 – 12 Tagen, je nach Windbedingungen.

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Tag 7 – nach Namibia (und Ankunft)

Genau bis 20 Uhr blieb uns der Wind erhalten, dann schlief er ein und ließ sich erst am nächsten Nachmittag um 16 Uhr wieder blicken. Zuerst mit 3-4 Beaufort, dann legte er zu auf bis zu 6 Bf. Die Richtung stimmte nicht so ganz, aber wir konnten wenigstens segeln. Der letzte Schlag führte uns dann auch tatsächlich bis kurz vor die Einfahrt zur Walfis Bay. Dann schlief der Wind wieder ein, was wir eigentlich ganz gut fanden, denn um bis zum Yachtclub zu gelangen, mussten wir noch ca. 5 sm nach Süden, also genau gegen den Wind. So konnten wir ganz entspannt unter Motor unseren Ankerplatz erreichen. Um 0:15 Uhr fiel unser Anker in den Schlamm. GESCHAFFT! Willkommen in Namibia! 😉

Angekommen!

Um 11 Uhr standen wir beim Marina-Büro, um mit Hilfe von Antoinette die Behörden-Tour zu machen.  Der Zeitpunkt war etwas ungünstig, weil die Behörden zwischen 12 und 14 Uhr Mittag machen. Also gingen wir erst mal ins clubeigene Restaurant für ein kleines Mittagessen. Das Essen war super lecker und auch günstig und so konnten wir die Zeit prima überbrücken. Antoinette fuhr uns dann gegen einen kleinen Obolus zu Immigration und Zoll, dann noch zur Mall, um eine SIM-Karte zu  besorgen, ein kleiner Stopp am Supermarkt und dann wieder zurück. Super Service! Um 17 Uhr waren wir wieder zurück an Bord. Genug für den ersten Tag. Ab morgen  Vormittag haben wir ein Auto gemietet und werden uns ein wenig in der Umgebung umsehen.

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Tag 6 – nach Namibia

Noch immer ca. 100 sm vor uns bis zur Walfis Bay. Wir kreuzen immer noch vor dem Wind und das macht die Reise doch wesentlich länger. Eigentlich, wenn wir auf dem direkten Weg gefahren wären, hötten wir unser Ziel schon erreicht.

Gestern Abend,  sobald die Sonne am Horizont verschwunden war, kam pottendicker Nebel auf. Die Luft war gesättigt von Nässe. Alles tropfte. Zum Glück können wir uns bei so einem Wetter hinter unserem Regenvorhang verkriechen. Der hat außerdem noch den Vorteil, dass er den kalten Wind von achtern abhält. So läßt es sich ganz gut aushalten.

Der Nebel verzieht sich so langsam

Heute kam den ganzen Tag die Sonne nicht so richtig zum Vorschein. Dafür hatten wir schönen Segelwind, der uns hoffentlich auch in der anstehenden Nacht erhalten bleibt.

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Tag 5 – nach Namibia

Die Windgötter meinen es weiter gut mit uns. Wir segeln weiterhin mit 4-6 kn gen Norden. Der Wind kommt fast beständig aus Süden, manchmal mit einem kleinen Tick Ost drin. So läßt es sich leben. Unser Ziel ist noch ca. 200 sm vor uns. Da wir aber vor dem Wind kreuzen, werden es sichlich für uns ca. 250 sm. Wie heißt es so schön: „Der Weg ist das Ziel“.

Die Nächte sind recht kalt. Das Wasser hat nur 15 Grad und wenn der Wind über das kalte Wasser streicht, wird es an Bord doch recht frisch, wenn man ohne viel Bewegung im Cockpit hockt. Nach 3 Jahren in  den Tropen frieren wir beide ganz ordentlich. Es fällt unDie Nächte sind recht kalt. Das Wasser hat nur 15 Grad und wenn der Wind über das kalte Wasser streicht, wird es an Bord doch recht frisch, weil man ja doch ohne viel Bewegung im Cockpit hockt. Nach 3 Jahren in  den Tropen frieren wir beide ganz ordentlich. Es fällt nicht leicht,  sich daran zu gewöhnen 😉

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Tag 4 – nach Namibia

Die Windgötter haben uns wieder lieb 😉

Seit heute in den frühen Morgenstunden konnten wir unsere Geschwindigkeit von 2 kn über Nacht auf bis zu 6 kn gegen Mittag erhöhen. Mittlerweile haben wir uns so zwischen 4,5 und 6 kn eingependelt und sind total zufrieden. Wir kreuzen mit langen Schlägen vor dem Wind – platt vor dem Laken ist zu unruhig und wegen der Wellen weder vom Autopiloten noch von der Aries sicher zu steuern. Und so wird der Weg zum  Ziel halt etwas länger.Die vorhergesagte Ankunft am Montag war wohl Wunschdenken. Da hatten wir nicht mit so schlappen Winden gerechnet. Neuer Plan für die Ankunft: Mittwoch.  Das sollte zu schaffen sein.

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Tag 3 – nach Namibia

Der  Wind mag uns nicht. Die ganze Nacht lang sind wir mit gerade mal 2 kn dahingedümpelt. Heute Morgen um 11 Uhr ging dann gar nichts mehr und der Motor musste ran. Und der läuft nun schon seitdem. Es scheint, dass es bald ein wenig mehr Wind gibt und wir hoffen, dass wir wenigstens über Nacht den Motor wieder ausmachen können. Auch auf die Gefahr hin, dass wir wieder nur mit 2 kn voran kommen. Zum Glück haben wir keine Termine und können uns Zeit lassen. Ungeduld hat keinen Platz auf einem Segelboot 😉

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Tag 2 nach Namibia

Kurz und knackig: keine besonderen Vorkommnisse.

Die Seebeine sind bereits gewachsen, wir können in unseren Freiwachen schon entspannt schlafen und kochen funktioniert auch. Wir sind schon im Tritt!

Die Nacht war relativ ruhig, nur als der Wind in den frühen Morgenstunden nachließ, blieb uns der Seegang noch eine Weile erhalten. Als es uns zu schaukelig wurde und der Speed unter 2 kn lag, haben wir kurz für 1,5 Stunden den Motor mitlaufen lassen, um etwas mehr Ruhe ins Schiff zu bekommen. Der Seegang ging relativ schnell runter und zum Glück setzte wieder etwas mehr Wind ein, der im Laufe des Vormittags stetig zunahm, uns bis gegen 17 Uhr erhalten blieb und uns bis zu 6 kn auf der Uhr bescherte.

Mal sehen wie die Nacht wird. Wieder weniger Wind oder bleibt uns genug erhalten, um bequem weiter zu segeln? Wir werden sehen.

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