Namibia nach St. Helena  – Tag 11

Der Rest der Nacht verlief ruhig und wir segelten gemütlich mit 3 – 4 Knoten unter Vollzeug dahin. 8 Uhr Wachwechsel, der Käpt’n durfte in die Koje. Um 9.30 Uhr dann legte der Wind urplötzlich zu, Meerbaer legte an Tempo zu und luvte an. Im Windeseile Besan runter und ran ans Ruder. Der Autopilot kam nicht so wirklich mit der neuen Situation klar. Der Käpt’n wurde aus seinem Schlummer gerissen: „Reffen!!“ Mittlerweile ist das schon zur Routine geworden. Steuerkurs wieder klar, Autopilot an, Käpt’n wieder in die Koje.

Der Wind hielt ungefähr eine Stunde durch, dann fing er wieder an, schlapp zu machen. Um 11 Uhr war es dann ganz vorbei. Weder Aries noch Autopilot kommen mit einem „Speed“ von 1,5 kn klar und steuern wie blöde hin und her. Rudergehen war angesagt. In der Ferne kamen dickere Wolken an, die versprachen Wind. Nur die blöden Dinger kamen einfach nicht näher. Dann aber,  mal wieder von jetzt auf gleich, sprang der Wind auf Süd und legte zu. Im Nu waren wir mit fast 7 kn dabei. Der Spaß war uns für 2 Stunden gegönnt, dann ging der Speed wieder runter auf 3,5 bis 4 kn. Seitdem ist nicht mehr viel passiert. Der Wind wurde immer weniger, momentan so um die 8 kn. Um die Segelschlagerei zu vermeiden, haben wir das Großsegel ganz weggenommen  und segeln nur noch mit Besan und ausgebaumter Genua. So konnten wir auch die Gelegenheit nutzen und 6(!) gebrochene Mastrutscher ersetzen.

Zerbröselte Mastrutscher

Noch 120 sm to go.

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Namibia nach St. Helena  – Tag 10

Heute mal wieder ein unspektakulärer Tag. Mäßiger Wind aus ESE, wir sind im Schnitt mit 4 kn unterwegs. Noch gut 200 sm bis zum Ziel.

Im Laufe des Tages kamen immer lauter werdende Quietsch-Geräusche aus Richtung Steuerrad. Was haben wir nach der Ursache gesucht und mit Fett, Lanolinspray usw. gewerkelt. Kein Erfolg, das Quietschen ging nervtötend weiter. Nach Mitternacht kam dann die Erleuchtung. Die Ursache war nicht oben am Steuerrad,  sondern unten an der Umlenkrolle vom Seilzug. Ein paar Schläge mit der Fettpresse und es war wieder Ruhe. Geht doch😃

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Namibia nach St. Helena  – Tag 9

Ein durchwachsener Tag ist zu Ende. In den ersten 8 Stunden seit Mitternacht haben wir lediglich 17 sm geschafft, die aber wenigstens in die richtige Richtung (Der Motor bleibt AUS, unsere Dieselvorräte werden immer wertvoller😇). Ab 8 Uhr ging es dann etwaa flotter voran, teilweise mit 5-6 kn. Um 12.30 Uhr UTC haben wir den Null-Meridian überquert und haben jetzt wieder „West“ als Vorzeichen.

Seit dem Nachmittag wieder weniger Wind und Rest-Seegang zum Schaukeln.

Noch 300 sm to go.

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Namibia  nach St. Helena  – Tag 8

Es geht langsam voran, aber wenigstens in die richtige Richtung. 

Weil die ganze Nacht über der Autopilot ziemlich stark arbeiten musste und dabei ordentlich Strom aus den Batterien gezuckelt hat und ausserdem sich die Sonne erst zum Nachmittag zeigte, sind wir 3 Stunden lang motort, um die Batterien wieder aufzuladen. Wir sind immer wieder happy, dass wir auf Litium umgestiegen sind. Das macht das Strom-Management doch um vieles erheblich entspannter. Das war  seit wir diese Batterien haben, das erste Mal überhaupt, dass wir zum Laden den Motor brauchten.

Schmetterling-Segeln vor dem Wind

Noch knapp 400 sm bis St  Helena.

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Namibia nach St. Helena  – Tag 7

Der Wind, sas leidige Thema, wurde immer schlapper. Wir sind dann zum Nachmittag mit Schmetterling direkt vor den Wind gegangen und so wieder auf den direkten Kurs gekommen. Mit 3 kn ging es mit relativ wenig Geschaukel voran.

Gerade, kurz nach Mitternacht,  hat uns dann ein Squall erwischt. Der Wind drehte plötzlich und  Großsegel und Besan standen back. Zum Glück beide gegen eine Patenthalse durch Bullentalje gesichert. Nach 15 Minuten war der Spuk vorbei. Hoffen wir mal, dass nicht noch mehr auf uns lauern.

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Namibia nach St. Helena  – Tag 6

So, nun hat der Wind wohl erstmal Pause. Nicht ganz, aber unter 10 kn Wind, und der auch noch von achtern, bringen Meerbaer nicht gerade in Wallung.

Tagsüber hatten wir noch den einen oder anderen Squall, aber seit dem Nachmittag sind auch die verschwunden und wir trödeln mit 3-3,5 kn voran. Die Richtung stimmt auch nicht so ganz. Wir liegen etliche  Grade neben der direkten  Kurslinie und kreuzen vor dem Wind. Unsere Ankunftszeit aus St. Helena wird sich wohl um ein paar Tage nach hinten verschieben.

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Namibia nach St. Helena  – Tag 5

Seit 2 Tagen sind wir wieder in tropischen Gewässern angekommen. Man merkt es an zwei Dingen: die Wassertemperatur ist von 16 auf 24 Grad gestiegen und wir dürfen jeden Morgen ein paar tote Fliegende Fische  vom Deck entfernen. Die haben sich nachts „verflogen“, sind auf Deck geklatscht und haben sich die Rübe eingeschlagen 🫨.

Ansonsten nichts Neues von Bord zu berichten. Alles plätschert so dahin.

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