Freiheit, die wie lieben

Seit mehr als einer Woche sind wir aus der Marina raus. Freitags mit dem  Taxi nach Nadi zur „medical examination“ für unser Australien-Visum. Vorher noch den Markt plündern und letzte Einkäufe im Supermarkt. Um 14 Uhr waren wir in der Klinik zu Stelle und um 16.30 wieder raus. Der Schriftkram hat wesentlich länger gedauert als die eigentliche Untersuchung. Alles paletti. Mit dem Taxi wieder zurück zur Vuda-Marina, ein letztes bzw. vorletztes Mal das Deck vom Dreck befreit (Samstag früh sah das wieder genauso dreckig aus wie am Abend vorher und durfte noch einmal gewässert werden), ab ins Marina-Büro zum Bezahlen und um 9 Uhr endlich raus aufs freie Wasser!!!

Kakerlakenjagd konnte beginnen. Sobald wir die Baumpersennige von den Segeln genommen hatten, fielen sie uns in Scharen vor die Füße. Und auch beim Segel hissen kam noch der eine oder andere zum Vorschein. Mittlerweile dürften wie weitestgehend Kaki-frei sein. Zumindest finden sich keine mehr in den aufgestellten Klebefallen und gesehen haben wir auch keine mehr.

Eine Woche lang haben wir erst einmal „Urlaub“ vor Anker in Musket Cove gemacht. Schwimmen, spazieren gehen, faulenzen. Herrlich!!!

Letzten Freitag sind wir dann nach Lautoka gesegelt, um noch einmal frische Sachen auf dem Markt zu besorgen. Wir wollen für ca. 2 Wochen Richtung Yasawas, da gibt es nicht wirklich was zu kaufen. Samstag den Markt geentert, dann eine Nacht vor der Vuda-Marina – bloß nicht drinnen! – geankert und am Sonntag ziemlich früh auf nach Waya. 3 Stunden durfte Mr. Perkins ran, weil null Wind. Aber dann kam der Wind, und zwar immer stärker. Zuletzt konnten wir mit 5-7 kn dahin sausen. Ein Traum.

Der Käptn beim happy sailing

Und dann ging die Angel raus in der Hoffnung, ein kleines Fischlein zu ergattern. Keine 10 Minuten hat es gedauert, da rauschte die Leine schon aus.

Ein Tuna – wir glauben, ein Bluefin-Tuna oder Red Tuna

Kurz hinter Waya kam der Wind dann leider ziemlich vor vorne und mit etlichen Fallböen, die von den relativ hohen Bergen fegten. Die restliche Strecke bis zum Octopus-Resort mussten wir wieder motoren.

Waya Island vom Süden aus kommend

Gestern Abend gab es dann die erste Portion Fisch:

Sushi

Nach einer entspannten Nacht fiel die Entscheidung: heute bleiben wir noch hier und relaxen. Der Wind bläst aus NE, das ist die Richtung, in die wir wollen. Morgen soll es wohl günstiger werden. Wir haben zum Glück keine Termin.

Ach ja, bereits am Mittwoch bekamen wir unsere Australien-Visa. Das ging ja ratzfatz. Die gemachten Pläne können angegangen werden.

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Vuda Marina

Wider Erwarten sind wir immer noch in der Marina. Sonntag angekommen, Montag Schiff aufgeklart, Dienstag in die Stadt zum Markt, Mittwoch (gestern) Dinghi einsatzbereit gemacht und noch mehr Schiff aufgeklart, heute auch. Das geht eigentlich nur früh am  Vormittag, solange die Sonne noch nicht rum ist. Danach ist es einfach zu heiß.

Der Grund, warum wir immer noch in der Marina liegen, hängt damit zusammen, dass wir für morgen (Freitag) Nachmittag einen Arzttermin haben. Wir brauchen für unser Australien-Visum noch eine „medical examination“. Allgemeine Befragung, Blutuntersuchung mit – ganz wichtig – Aids, Sypillis, Hepatitis A und B und der andere normale „Sch…“. Dazu noch Röntgenaufnahme der Lunge wegen TBC. Der Spaß kostet pro Nase mal eben 340 FIji-Dollar, ca. 150 €. Wofür auch immer das gut sein soll. Die gleichen Untersuchungen hatten wir bereits von knapp 2 Jahren in Neuseeland über uns ergehen lassen müssen wegen der Visa-Verlängerung. Wird aber in Australien nicht anerkannt, weil die lediglich Untersuchungsergebnisse von nicht länger als einem Jahr akzeptieren. Also morgen Mittag mit dem Taxi nach Nadi, zahlen und fröhlich sein 🙂 . In dem Zuge können wir auch gleich noch den Markt heimsuchen und uns mit Obst und Gemüse für die nächsten 2 Wochen eindecken.

Was uns am meisten hier in der Marina stört, ist der Staub und die Kakerlaken, die man sich unweigerlich einhandelt. Das Deck sieht eine Stunde, nachdem wir es abgespritzt haben, wieder aus wie Sau. Wir haben schon unsere Kaki-Fallen platziert und hoffen, dass wir uns keine Eier für später einhandeln. Wir können nicht verstehen, dass viele Segler hier wochenlang ausharren und das auch noch toll finden. Liegt vermutlich an der Keipe, die jeden Abend rappelvoll ist. Wir sind jedenfalls froh und happy, wenn wir uns Samstag Vormittag so schnell wie möglich verpieseln können. Es geht nix über einen schönen, ruhigen Ankerplatz!!! Wenn da mal unser Nachbar, falls überhaupt einer in der Nähe ist, einen Pups lässt, fallen wir nicht gleich aus der Koje. Diese Enge in der Marina ist einfach so gar nichts für unseren Geschmack. Der Nächste Nachbar ist gerade mal eine Fenderbreite – ca. 20 cm – entfernt. Nix mit Privatsphäre.

Abendimpression

Das war vorhin noch sauber

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Vuda

Neuneinhalb Tage fuer die Strecke von 1134 Sm. Am Schluss zeigte uns Neptun – oder welcher Meeresgeist hier zustaendig ist – wo Bartel den Most holt. Windboen bis 35 Kn und Wellenhoehen von 5 m – Frequenz 5 Sekunden, bescherten uns so manche Dusche im Cockpit. 5 Stunden dauerte der wilde Ritt. Je naeher wir der Kueste kamen, umso mehr beruhigten sich Wind und Wellen und wir segelten bei Leichtwind und Mondschein durch die Navula Passage. Denerau Marina wollte uns nicht haben zum Einklarieren, somit fuhren wir weiter zur Vuda Marina, wo wir mit Tanz und Gesang empfangen wurden.

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Tag 9 auf See

Start:
Die Insel Kandavu querab. 6:00 Ortszeit und wir haben noch 86 sm bis zur Navula Passage. Ueber 1000 sm liegen nun schon hinter uns. Von 9 Tagen 7 hoch am Wind, ganz schoen anstrengend mitunter. Aber bis jetzt alles gut gegangen und keine Schaeden zu vermelden. Die letzten Meilen haben es noch einmal in sich : Wind um die 20 Kn mit Boeen bis 25 Kn. 2 Reffs im Gross und das Vorsegel zu 2 Dritteln weggerollt laufen wir mit 30 Grad Lage und 5,5 bis 6,5 Knoten Speed. Braver “ meerbaer“ hat seine Sache wieder einmal gut gemacht. Ab und an klatscht ein ordenlicher Schwall Salzwasser ueber Deck, aber der neue Aufbau haelt das Cockpit trocken. Alles in allem eine schoene Fahrt, wenn auch nicht so komfortabel. Nach 2,5 Jahren der richtige Einstieg fuer „meeeeeehr“.

Position am 09.07.2022 um 00:00 Uhr UTC: 18.52 S, 177.22 E, Kurs 350 Grad, Speed 6,5 kn. end:

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Tag 8 auf See

Start:
Meerbaer will scheinbar ankommen. Es stoert ihn nicht, dass wir Overtime-Gebuehren sparen wollen. Trotz zweifach gerefftem Gross und teilweise eingerollter Genua geht der Speed kaum unter 6 Knoten. Dann soll er halt rennen. Vermutlich kommt unsere (Troedel-) Zeit, sobald wir bei Viti Levu um die Ecke kommen. Da ist im Windschatten der Insel erfahrungsgemaess Schwachwind oder Flaute. Wir haben nicht vor, vor Sonntag Abend vor Denarau anzukommen. Dann ist das Buero nicht mehr besetzt und wir koennen draussen die Nacht ueber ankern und uns Montag frueh ueber Funk anmelden. Mal sehen, wer das Rennen gewinnt, Meerbaer oder wir 😉

Position am 08.07.2022 um 00:00 Uhr UTC: 21.00 S, 177.46 E, Kurs 350 Grad, Speed 6,5 kn. end:

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Tag 7 auf See

Start:
Wir sind endgueltig in den Tropen angekommen. Beweis: der erste fliegende Fisch hat sich an Deck verirrt. Die Wassertemperatur liegt schon bei ueber 24 Grad. T-Shirt- und nackte Fuesse-Wetter. Der Wind bleibt uns weiterhin erhalten. Jetzt, wo wir troedeln wollen, um nicht vor Sonntag Nachmittag anzukommen, legt der natuerlich zu und wir sind eigentlich zu schnell. Aber wer weiss, was auf den letzten gut 300 sm noch so kommt. Wir segeln erstmal so weiter. Der Am-Wind-Kurs bleibt weiterhin ungemuetlich. Schlafen und kochen ist immer noch eine Herausforderung. Ansonsten nichts Neues auf dem Meerbaer. Die Stimmung ist bestens. Position am 07.07.2022 um 00:00 UTC 23.07 S, 177.52 E, Kurs 5 Grad, Speed 5 Kn End:

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Tag 6 auf See

Seit gestern Nachmittag haben wir anscheinend die Squash-Zone hinter uns gelassen. Keine Sqaulls mehr. Der Wind ist gleichmaessiger und der Seegang moderater. Die Wellenfreuenz ist angenehmer. Es sind zwar immer noch recht hohe Wellen, aber der Abstand wird groesser. Wir fahren immer noch mit dem 2. Reff in Gross, alledings ist die Genua wieder voll draussen. Wir muessen mit etwas gebremstem Schaum segeln. Ankunft am Freitag ist nicht zu schaffen und wir sind nicht bereit, fuer das Einklarieren am Wochenende Overtime-Gebuehren zu zahlen.

Position am 05.07.2022 um 23:00 UTC 25.05 S, 177.44 E, Kurs 350 Grad, Speed 4,5 Kn

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