Tag 5 – nach Namibia

Die Windgötter meinen es weiter gut mit uns. Wir segeln weiterhin mit 4-6 kn gen Norden. Der Wind kommt fast beständig aus Süden, manchmal mit einem kleinen Tick Ost drin. So läßt es sich leben. Unser Ziel ist noch ca. 200 sm vor uns. Da wir aber vor dem Wind kreuzen, werden es sichlich für uns ca. 250 sm. Wie heißt es so schön: „Der Weg ist das Ziel“.

Die Nächte sind recht kalt. Das Wasser hat nur 15 Grad und wenn der Wind über das kalte Wasser streicht, wird es an Bord doch recht frisch, wenn man ohne viel Bewegung im Cockpit hockt. Nach 3 Jahren in  den Tropen frieren wir beide ganz ordentlich. Es fällt unDie Nächte sind recht kalt. Das Wasser hat nur 15 Grad und wenn der Wind über das kalte Wasser streicht, wird es an Bord doch recht frisch, weil man ja doch ohne viel Bewegung im Cockpit hockt. Nach 3 Jahren in  den Tropen frieren wir beide ganz ordentlich. Es fällt nicht leicht,  sich daran zu gewöhnen 😉

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Tag 4 – nach Namibia

Die Windgötter haben uns wieder lieb 😉

Seit heute in den frühen Morgenstunden konnten wir unsere Geschwindigkeit von 2 kn über Nacht auf bis zu 6 kn gegen Mittag erhöhen. Mittlerweile haben wir uns so zwischen 4,5 und 6 kn eingependelt und sind total zufrieden. Wir kreuzen mit langen Schlägen vor dem Wind – platt vor dem Laken ist zu unruhig und wegen der Wellen weder vom Autopiloten noch von der Aries sicher zu steuern. Und so wird der Weg zum  Ziel halt etwas länger.Die vorhergesagte Ankunft am Montag war wohl Wunschdenken. Da hatten wir nicht mit so schlappen Winden gerechnet. Neuer Plan für die Ankunft: Mittwoch.  Das sollte zu schaffen sein.

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Tag 3 – nach Namibia

Der  Wind mag uns nicht. Die ganze Nacht lang sind wir mit gerade mal 2 kn dahingedümpelt. Heute Morgen um 11 Uhr ging dann gar nichts mehr und der Motor musste ran. Und der läuft nun schon seitdem. Es scheint, dass es bald ein wenig mehr Wind gibt und wir hoffen, dass wir wenigstens über Nacht den Motor wieder ausmachen können. Auch auf die Gefahr hin, dass wir wieder nur mit 2 kn voran kommen. Zum Glück haben wir keine Termine und können uns Zeit lassen. Ungeduld hat keinen Platz auf einem Segelboot 😉

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Tag 2 nach Namibia

Kurz und knackig: keine besonderen Vorkommnisse.

Die Seebeine sind bereits gewachsen, wir können in unseren Freiwachen schon entspannt schlafen und kochen funktioniert auch. Wir sind schon im Tritt!

Die Nacht war relativ ruhig, nur als der Wind in den frühen Morgenstunden nachließ, blieb uns der Seegang noch eine Weile erhalten. Als es uns zu schaukelig wurde und der Speed unter 2 kn lag, haben wir kurz für 1,5 Stunden den Motor mitlaufen lassen, um etwas mehr Ruhe ins Schiff zu bekommen. Der Seegang ging relativ schnell runter und zum Glück setzte wieder etwas mehr Wind ein, der im Laufe des Vormittags stetig zunahm, uns bis gegen 17 Uhr erhalten blieb und uns bis zu 6 kn auf der Uhr bescherte.

Mal sehen wie die Nacht wird. Wieder weniger Wind oder bleibt uns genug erhalten, um bequem weiter zu segeln? Wir werden sehen.

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Start und Tag 1

Der Start verlief, wie geplant, mit wenig Wind. Aber wir wollten eh den Wassermacher laufen lassen und das bei Motorfahrt.

Ein Blick auf den Kreiselkompass: der lag auf einmal um 100 Grad daneben. Kaputt? Nicht mehr genug Alkohol im Gehäuse? Dann fiel es uns ein. Hier wird reichlich Eisenerz abgebaut und davon liegt sicherlich so einiges auch unter Wasser. Kaum hatten wir die Bucht verlassen, stimmte der Kompass wieder.

Ein paar Stunden war noch Motorfahrt angesagt. Der versprochene Wind hatte etwas Verspätung, kam aber dann zum Glück doch  noch.

Nachdem wir die 12 sm Zone von Südafrika verlassen hatten, wurde Starlink gestartet. Keine Verbindung. Nach 15  und dann auch nach 20 sm immer noch nicht. Warum schaltet Geofenching nicht ab? Über die Antenne konnten wir einen Chat aktivieren, um unser Problem evtl. zu lösen. Leider erwies sich die ach so hochgelobte KI als komplett inkompetent. Sie hielt sich nur fest an einem Stromproblem oder einer falschen Ausrichtung der Antenne.  Auf das Problem mit dem Geofencing ging sie nur am Rande ein, um dann sofort wieder auf ein technisches Problem – natürlich bei uns – zurück zu kommen. Nach ca. 10 Minuten haben wir den Quatsch abgebrochen und unseren Frust abgelassen. Die ganze Strecke ohne Wetterdaten? Nicht schön, ging aber früher doch auch. Und in Namibia gibt es eine SIM-Karte und dann können wir das Problem irgendwie lösen.

Nachdem wir 25 sm weit von der Küste weg waren, auf einmal:“ping, ping“, Eingang einer Whatsapp. Hurra, es geht doch!!! Setdem läuft es problemlos.

Die Nacht verlief recht unspektakulär. Ab und zu mal eine Bö, aber ansonsten schwachwindig. Genauso ging es weiter bis heute Nachmittag. Da legte der Wind zu und wir sind mit dem Großsegel ins 1. Reff gegangen. Nun ist wieder Ruhe in Schiff und wir segeln mit ca. 6 kn unserem Ziel entgegen.

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Good Bye Südafrika

Unsere 3 Monate sind vorbei und wir müssen leider Südafrika verlassen.

Die letzten Tage waren wie immer vor einer Abreise ziemlich vollgestopft mit Arbeit. Man meint, man hat rechtzeitig alles erledigt, aber dann kommt der letzte Tag und es doch noch so viel auf dem Zettel. Aber wir haben es geschafft.

Wir warten auf den Tankwagen

Heute früh um 10 Uhr hatten wir einen Termin an der Tankstelle der Marina. Fast 300 Liter Diesel sind im Bauch vom Meerbaer verschwunden. Um 10.45 Uhr hieß es dann endlich: Leinen los! Tschüss Südafrika, auf nach Namibia. Ca. 680 sm liegen vor uns und wir hoffen, dass wir so gegen Montag ankommen werden. Mal  sehen, ob die Windgötter damit einverstanden sind.

Unseren „Starlink“ haben wir wieder gestartet und den“Oceanmode“ aktiviert. Hoffen wir mal, dass der sich auch wirklich, wie versprochen, außerhalb der 12 sm-Grenze zu Südafrika einloggt und wir dann wieder Internet haben. Südafrika hat mit Herrn Musk keine Verträge und so wird Starlink nach 2 Monaten im Lande automatisch deaktiviert. „Geofencing „nennt sich das. In Namibia funktioniert Starlink gar nicht. Da müssen wir dann zusehen, dass wir uns eine SIM-Karte zulegen.

Jetzt aber erstmal wieder die Seebeine wachsen lassen. Dauert ca. 2-3 Tage, dann sind wir wieder in unserem geliebten Rhythmus.

Wir melden uns, wenn möglich, wieder täglich mit einem kurzen Bericht.

 

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Von Hout Bay nach Saldanha

Samstag früh um 6.15 Uhr ging der Motor an und wir wollten ablegen. Da wir immer noch ein Problem mit unserem Getriebe haben, wollten wir den Motor starten  und dann das Getriebe vorwärts einkuppel. Nur leider startete Mr. Perkins nicht. Beim letzten Filterwechsel muss wohl doch etwas Luft ins System geraten sein und Rainer durfte noch kurz entfüften, dann startete er wieder problemlos. Aber wie erwartet, passierte erstmal nichts beim Getriebe. Kein Schub vorwärts. Rückwärts kein Problem, aber vorwärts streikte es. Ein paarmal vorwärts, mal mehr, mal weniger  Gas, dann wieder auf neutral und das Gleiche wieder von Vorne. Nach ein paar Versuchen dann endlich der erwarete Ruck. Es ging vorwärts. Ein vorsichtiger neuer Test, nicht dass es sich nur um eine Eintagsfliege handelt, aber es funktionierte. Nun konnten wir endlich die Leinen vom Steg lösen und raus ging es aus der Marina.

Wie erwartet, hatten wir erstmal keinen Wind, aber das kam uns sehr entgegen, den unser Kurs führte uns zuerst gegen die vorherrschende Windrichtung. Nur leider kam der Wind auch nicht, als wir auf Kurs Richtung  NNW gehen konnten. Unsere Hoffnung, dass er dann wenigstens gegen Mittag einsetzte, erwies sich als Wunschdenken. Wir mussten tatsächlich die ganzen 73 sm mit Motorgerappel ertragen.

Kurz vor der Zufahrt zur Bucht kam dann auch noch ein Fischer von hinten auf und von vorne wollte ein „kleiner“ Frachter (330 m lang) samt Lotsenboot und Schlepper die Bucht verlassen. Und wir genau dazwischen. Der Lotse nahm kurz Kontakt über Funk mit uns  auf, um abzusprechen, wer wo lang fährt, dann war die Einfahrt ok.

Um kurz vor 22 Uhr fiel dann endlich der Anker vor dem Saldanha Bay Yacht Club.

Beim heutigen kurzen Besuch im Club sind uns auch gleich – wie scheinbar üblich hier in Südafrika – super nette Leute über den Weg gelaufen, die uns sofort mit Informationen und Tipps versorgt haben.

Blick vom Yacht Club auf das Mooring-Feld

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