Ein paar Tage in Nouméa

Bevor wir die Gewässer der Lagune von Neukaledonien erreicht hatten, hatte uns Neptun noch ein kleines Geschenk gemacht und uns einen schönen Yellowfin Tuna an den Angelhaken geknüpft – die Portion genau richtig für 2 Personen.

Yellowfin Tuna – vorher

– nachher 😉

Den Rest gibt es heute Abend gebraten.

Donnerstag Mittag waren wir endlich fest in der Marina Port Moselle. Zuerst mussten wir noch eine viertel Stunde vor der Einfahrt kreisen, weil ein australischer Katamaran  vor uns verarztet wurde. Der kam von ganz weit hinten mit full speed mit 9 kn unter 2 Maschinen angeprescht. Der wollte partout vor uns rein. Das konnten wir schon lange vorher sehen und hatten schon Wetten darauf abgeschlossen.

Um 14:30 Uhr kam die Dame von der Biosecurity zur Inspektion an Bord, huschte einmal durch einige Schapps und den Kühlschrank, machte ihren Papierkram und zog mit unseren „Opfergaben“ 3 Zwiebeln, 2 ollen Kartoffeln und ein paar ältere Knoblauchzehen von dannen. Wir konnten die gelbe Flagge „Q“ entfernen und uns ab da frei in Neukaledenien bewegen. Der erste Gang war natürlich zum Supermarkt. Zum Glück hatten wir vorher etwas zu Mittag gegessen, sonst wäre unser Einkauf etwas über die Stränge geschlagen 😉

Gestern Vormittag dann auf den Markt. Der schließt bereits mittags und war uns deshalb am Tag vorher noch verwehrt.

Der Markt von Nouméa

In der Fischhalle

Morgen – Sonntag – geht es dann wieder raus aus der Marina. Zuerst noch ankern am Fort – gerade um die Ecke – und dann später raus zur Ilot Maitre an die Mooring zum relaxen  😉

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Letzter Tag auf See

Neukaledonien. Wir sind da. Noch nicht in Nouméa, weil uns ja gestern der Wind einen Streich gespielt hatte, aber immerhin konnten wir noch mit dem letzten auflaufenden Wasser durch den Pass und noch die letzten 20 sm bis zur Ile Ouen und kurz vor der Pass-Einfahrt kam auch der Wind zurueck und wir konnten die Segel noch einmal nutzen. An der IOle Ouen haben wir in der Baie Iré fuer die Nacht den Anker geschmissen und sind jetzt seit 8 Uhr auf den letzen gut 20 sm nach Nouméa – und wir koennen tatsaechlich wieder segeln. Bei schoenem SE-Wind (ohne Welle!!!) segeln wir mit 5 kn sogar gegen das ablaufende Wasser. In Nouméa werden wir fuer 3 Tage in die Marina gehen, den Behoerdenkram erledigen, uns mit Internet versorgen und den ersten Gang in den Supermarkt machen. Darauf freuen wir uns am meisten 😉

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4. Tag auf See

Die Bedingungen sind natuerlich nicht so geblieben wie erhofft. Es wurde ein recht anstrengender Segeltag, der alles im Gepaeck hatte: Platzregen, Gewitter, Winddreher, nachts dann auch noch in einer Regenfront Sturmboeen bis geschaetzt 40 kn. Wir waren gut beschaeftigt mit reffen, ausreffen, Kurs wechseln und Segel schiften. Und was hat es uns gebracht? Heute in der zweiten Nachthaelfte wurde der Wind immer schlapper und seit 9.30 Uhr laeuft der Motor, weil der Wind sich total abgemeldet hat. Treiben lassen bei dem vorherrschende Seegang ist keine Option, deshalb werden wir die letzten 25 sm bis zum Havannah Pass wohl nicht drauf verzichten koennen. Schade. Aber zumindest kommen wir noch rechtzeitig da an, um mit auflaufendem Wasser durch den Pass zu kommen.

Position am 22.09.2022, 0.00 Uhr UTC: 22.15 S, 167,22 E
Speed 4,5 kn, Kurs 255 Grad, Etmal 126 sm

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3. Tag auf See

Die schnelle Fahrt geht weiter. Kaum ging der Speed mal unter 7 kn. Zum Abend hin kam der Wind immer achterlicher und wir entschlossen uns, das Gross runter zu nehmen und statt dessen den Besan zu nehmen. Das Gross war eh schon im 2. Reff, von daher war der Verlust an Segelquadratmetern unerheblich. Und bei fast achterlichem Wind arbeiten Genua und Besan effektiver zusammen. Die Nacht war unter dieser Besegelung wesentlich entspannter ohne Speedverlust. Heute frueh um 8 Uhr erwischte uns dann der erste groessere Regenguss. 1 1/2 Stunden lang ergossen sich die Fluten aus den Wolken und haben dankenswerterweise das Deck vom Salz befreit. Der Wind hat seit dem Regen etwas nachgelassen und wir warten jetzt darauf, dass auch die Wellen so langsam kleiner werden. Die Stimmung an Bord ist bestens. Morgen gegen Mittag werden wir voraussichtlich am Havannah Pass ankommen – wenn die Bedingungen so bleiben.

Position am 21.09.2022, 0.00 Uhr UTC:21.28 S, 176,21 E
Speed 6 kn, Kurs 247 Grad, Etmal 161 sm

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2. Tag auf See

Und es laeuft weiter wie geschmiert. Kaum geht der Speed mal unter 6 kn. Die Seebeine wachsen auch so langsam. Schade, dass wir schon bald da sind. Wenn sich das richtige Seefeeling eingestellt hat, ist es auch schon vorbei. Darum lieben wir die langen Strecken. Trotz Schlafentzug und staendiger Wachsamkeit stellt sich eine innere Ruhe ein. Naja, irgendwann kommt auch diese Zeit wieder. Jetzt freuen wir uns erst mal auf das „savoir vivre“ in Neukaledonien.
Nachdem wir am ersten Abend beide freiweillig auf ein warmes Abendessen verzichtet hatten – bei dem Seegang kein wirkliches Vergnuegen – gab es dann gestern Abend einen Auberginentopf à la Moussaka. Lecker und ausreichend fuer 2 Tage. Das Essen fuer heute ist somit auch schon gesichert.

Position am 20.09.2022, 0.00 Uhr UTC:20.21 S, 171,56 E
Speed 7 kn, Kurs 244 Grad, Etmal 157 sm

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Start und 1. Tag auf See

Wir haben den Absprung von Fiji geschafft. Freitag Vormittag zum Ausklarieren mit dem Dinghi rein in die Marina. Um 9 Uhr hatten wir einen Termin bei Zoll und Immigration. Es waren noch 2 Boote vor uns abzufertigen und so konnten wir uns mal wieder einen Eindruck ueber die Arbeitsweise verschaffen. Eine Recourcenverschwendung ohne Gleichen. Alles, was bereit vor der Ankunft per Mail geschickt und beim Einklarieren noch einmal von Hand auszufüllen war, wurde jetzt noch einmal verlangt. Einiges davon wurde dann tatsaechlich auch noch in den Computer eingegeben, wo sicherlich alle anderen Angaben irgendwo im Nirwana bereits versteckt waren. 4 Fotos aus verschiedenen Perspektiven wurden ebenfalls noch verlangt. Die hatten wir natürlich auch nicht. Hat auch nirgendwo gestanden, dass die gebraucht werden. Zum Glück konnten wir die Fotos per WhatsApp schicken und so haben wir bei der Rückkehr zum Meerbaer noch eine Fotorunde ums Schiff gedreht.
Offiziell waren wir nun ausklariert und mussten innerhalb von 24 Stunden das Land verlassen. Deshalb Anker hoch und etwas weiter suedlich in die ruhige Momi-Bay verholt, um dort das Dinghi an Deck zu zerren, die Luft rauszupumpen und das gute Teil an Deck zu verzurren. Dann Brot und Kuchen backen fuer die Ueberfahrt, ein letztes gemütliches Abendessen im Cockpit, ein Video zur Nacht und dann ab in die Koje.
Gestern frueh dann gegen 9 Uhr ging der Anker hoch, wir motorten noch bis kurz vor die Riffdurchfahrt, dann gingen die Segel hoch und Mr. Perkins wurde zur Ruhe geschickt. Und die Luzie ging gleich ab. Entgegen den vorhergesagten 17 kn Wind gab es gleich mal ueber 20, spaeter auch locker 30 kn. Haben wir am ersten Tag eigentlich nicht so gerne, aber wir nehmen, was kommt. Mit zweifach gereffen Segeln rauschte Meerbaer mit 7-8 kn bei Halbwind durch den Pazifik. So ging das die ganze Nacht durch. Heute im Laufe des Vormittags wurde der Wind geringfuegig weniger, wir konnten das 2. Reff ausschuetteln und die Genua ganz ausrollen, aber leider bleiben uns die Wellen noch erhalten, die teilweise auch mal 4-5 m erreichen koennen und Meerbaer und uns ordentlich durchschuetteln. Bis jetzt ist es auf jeden Fall eine schnelle Fahrt. Mal sehen, was noch so kommt. Position am 19.09.2022, 0.00 Uhr UTC: 19.13 S, 174,22 E
Speed 7 kn, Kurs 244 Grad, Etmal 168 sm

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Der Abschied von Fiji naht

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge laufen unsere Vorbereitungen für die Abreise. Nächstes Ziel: Neukaledonien. Ca. 620 sm bis zum Canal Havannah  und dann noch einmal etwa 40 sm bis Nouméa.

Aber vor die Abreise hat der Meerbaer noch ein paar Punkte auf die To-Do-Liste gesetzt. Die sind aber zum Glück schnell abgearbeitet. Die Aries ist schon montiert. Morgen geht es zum letzten Mal auf den Markt und zum Supermarkt in Nadi. Dann muss der Dieseltank aufgefüllt werden und am Freitag geht es zum Ausklarieren. Eigentlich wollten wir die letzten 2 Tage in der Marina verbringen, auch um das Dinghi zu verstauen, aber leider haben die keinen Platz für uns. Also liegen wir draußen vor Anker und müssen das Dinghi einpacken, wenn wir vom Behördengang zurück sind.

Eine Arbeit hatte der Bordfrau noch Bauchschmerzen verursacht. Unser Gennaker, von dem wir letztens noch so stolz berichtet hatten, dass er nach Jahren mal wieder zum Einsatz gekommen ist, wurde natürlich mal wieder etwas zu sehr von uns beansprucht und hat es uns mit einem Riß im Vorliek gedankt. Das alte Segel zum Segelmacher bringen lohnt sich vermutlich nicht. Die nächsten Risse sind sicherlich schon vorprogrammiert, weil der Stoff im Laufe der Zeit doch mürbe wird. Um nicht ganz drauf verzichten zu müssen – beim nächsten Mal passen wir auf jeden Fall besser auf 😉 – haben wir ein Stück Spinnakertuch beim Segelmacher erbeutet und sind die Reparatur selbst angegangen. Wie gesagt, mit Bauchschmerzen ob der vielen, vielen Quadratmeter Stoff, die irgendwie unter Deck und an die Nähmaschine gebracht werden mussten. Aber alles lief viel besser als erwartet. Jetzt müssen die neuen Nähte nur noch halten, dann sind wir zufrieden.

100 qm Stoff müssen irgendwie gebändigt werden

Geht doch!!!

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