Langkawi und der Weg dahin – und weiter nach Thailand

Die Fahrt von Pangkor bis Langkawi war eigentlich recht unspektakulär bis auf die Tatsache, dass wir die Strecke komplett unter Maschine rattern durften. Das nervte doch ganz ordentlich. Von Wind war so gut wie gar nichts vorhanden und wenn doch, dann ganz schwächlich, da lacht Meerbaer nur drüber und schunkelt mit 1 kn oder weniger dahin. Also Augen zu und durch. 5 1/2 Tage hat es gedauert, insgesamt 160 sm in Tageseteappen von in etwa 30 sm. Nachts fahren macht hier keinen Sinn. Die See ist voll gepflastert mit Fischernetzen, die man schon bei Tageslicht schlecht ausmachen kann. Nachts hat man da gar keine Chance. Also haben wir uns für die Nacht jeweils einen Ankerplatz gesucht und sind morgens zwischen 8 und 9 Uhr wieder gestartet.

Auf Langkawi muss jeder einklarieren, der von außerhalb kommt. Langkawi hat zollfrei-Status, daher diese Regelung. Also sind wir erst einmal vor dem Hauptort Kuah vor Anker gegangen und haben uns auf den Weg zu den Behörden gemacht. Das kann man hier recht einfach erledigen. Alle erforderlichen Stellen sind im gleichen Gebäude, nämlich im Fährterminal untergebracht. Innerhalb von einer Stunde hat man die Sache abgehakt.

Ein Supermarkt ist in ca. 1 km Entfernung. Den kann man recht gut zu Fuß erreichen und für die Rücktour nimmt man sich für sage und schreibe umgerechnet einen Euro ein Grab-Taxi. Für diesen einen Euro hilft der Fahrer sogar noch, die Einkäufe im Kofferraum zu verstauen.

Für Einkäufe, bei denen wir verschiedene Stellen aufsuchen wollten, haben wir uns ein paar Mal komplikationslos ein Auto für gerade mal 14 Euro/Tag gemietet. Günstiger geht es nun wirklich nicht. Auch die Preise für Lebensmittel sind bemerkenswert günstig. Nur an der Frische hapert es manchmal. Aber man kann halt nicht alles haben.

Leider waren wir beide nacheinander gesundheitlich etwas angeschlagen, sodass größere Aktivitäten ausfielen. Ein Ausflug nach Rebak Island und Telaga zum Tanken auf der Westseite der Insel, zweimal weg von der Stadt an einen Ankerplatz mit halbwegs sauberem Wasser, um den Wassermacher zu betreiben, das wars dann auch schon.

Tja, das Wasser. Die Qualität hat uns erschreckt. Zumindest im Einflußbereich der größeren Ortschaften ist das einfach nur Gülle mit dicken Quallen dazwischen. So schnell wie hier waren unsere Filter vom Wassermacher noch nie zugesetzt.

Das Unterwasserschiff gleicht schon fast einem Riff – unter dieser Schicht versteckt sich der Propeller

Bevor wir Langkawi verlassen wollten, sind wir für 3 Tage in die Marina gegangen. Das Schiff mit Süßwasser gründlich reinigen, Vorräte  für die Weiterfahrt besorgen, ohne alles per Dinghi transportieren zu müssen usw. Weil wir beide noch nicht so wirklich in der Lage waren, auf Tauchstation zu gehen, um den Rumpf zu schrubben, haben wir uns außerdem noch einen Taucher gegönnt, der für uns die Arbeit erledigt hat. Kurz nach unserer Ankunft hier auf Langkawi hatten wir schon einmal von Propeller und Rumpf jede Menge Barnackles abgekratzt und nun war schon wieder alles zugewuchert. Unglaublich! Das Antifouling ist gerade mal ein halbes Jahr drauf und schon funktioniert es nicht mehr – oder es kommt nicht an gegen den Bewuchs.

Auf jeden Fall konnten wir dann am Mittwoch ausklarieren und die Leinen los werfen, um die 120 sm bis Phuket anzugehen. Die erste Nacht haben wir noch in malysischen Gewässern vor der Insel Telaga verbracht. Dann ging es step by step weiter. An der Insel Rok Nok haben wir dann tatsächlich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder richtig schönes, klares und sauberes Wasser vorgefunden. Da musste man einfach reinspringen. Leider kam zum Abend hin ein Boot der Naturparkverwaltung vorbei und wollte Gebühren kassieren. 400 baht pro Person und nochmal 100 baht für das Schiff. Das sind umgerechnet mehr als 20 Euro. Ganz schön teuer! Unser Problem war, dass wir keinerlei Bargeld in Landeswährung bei uns hatten. Woher auch? Also haben wir ein paar noch vorhandene Devisen zusammengesucht (AUS$ und US$) und unseren Obolus entrichtet. Eigentlich wären wir gerne noch einen Tag und eine weitere Nacht geblieben, aber wegen „Geldmangel“ ging es am nächsten Morgen schon weiter.

Endlich mal wieder im Wasser plantschen

40 sm weiter fiel unser Anker an der Ferieninsel Ko Phi Phi Don. Hier steppt der Bär! Bis morgens um 2 Uhr hämmerten die Bässe der Strandbar über das Wasser. Selbst Oropax brachten nur leichte Dämpfung. Der Schlaf war entsprechend.

Bizarre Felsformationen

Nun noch einmal ca. 25 sm bis Phuket. Natürlich wie gehabt ohne Wind (bis auf eine Stunde, die uns hoffen ließ, aber dann gab der Wind auch schon wieder auf und der Motor musste nochmal ran). Dafür durften wir wieder im Slalom durch die Fischerfähnchen eiern. Das ist auf Dauer ganz schön anstrengend, die Dinger sieht man teilweise erst, wenn man schon nah dran ist. Entspanntes Segeln (bzw. Motoren) geht anders.

 

Da steht einer einfach so rum

Die Nacht haben wir gegenüber der Chalong Pier verbracht und gestern früh sind wir die 2 sm rüber und haben uns im Gewusel der Mooringbojen einen Ankerplatz gesucht. Mit dem Dinghi ging es dann auf Behördentour. Hier ganz einfach, es ist alles in einem Gebäude auf der Pier. Auch hier wieder das Problem mit dem Bargeld. Der Hafenmeister verlangte 500 baht, natürlich nur bar, Kreditkarte wird nicht akzeptiert. Also dackelte die Bordfrau die endlos lange Pier längs bis zum nächsten Geldautomaten und dann wieder zurück, Gebühr bezahlt, fertig mit Einklarieren. Jetzt noch schnell eine lokale SIM Karte besorgen, dann haben wir die ersten Hürden geschafft.

Angekommen!

Es war schon Mittag und so stand der erste Gang an, um die thailändische Küche zu testen. Erster Versuch: voller Erfolg! Es war so was von lecker, das wird sicherlich noch einmal wiederholt!

Nun müssen wir uns erst einmal orientieren, wo es hier gute Lebensmittel gibt. Wie üblich brauchten wir wieder Frisches. Irgendwie futtern wir anscheinend zu viel davon.

 

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