6. Tag auf See

47 Stunden musste unser Mr. Perkins auf seine alten Tage am Stueck rattern, bevor er seine verdiente Ruhe bekommen konnte. Sei heute frueh um 7 segeln wir wieder. Zuerst noch mit 4,5 bis 5 kn, jetzt sind es wieder nur 3,5 bis 4. Ausserdem ist um 3 Uhr Nebel aufgezogen. Der hatte sich zwar erst wieder verfluechtigt, kommt aber anscheinend zurueck. Hoffen wir mal, dass er uns nicht auch das letzte bischen Wind weg nimmt. Unsere geplante Ankunft in Opua hat sich weiter nach hinten verschoben. Es wird wohl Samstag Abend bzw. eher Nacht werden. Wirt schleichen uns ranallerdings mit kastrierter Genua. Die zeigte gestern Abend auf einmal einen wunderschoenen senkrechten Riss im vorderen Drittel der unteren Bahn. Zum Glueck koennen wir sie noch so weit ausrollen, dass der Riss geschuetzt ist und die Genua wenigstens noch etwas Wind einfaengt. Jetzt steht neben dem geplanten neuen Gross auch noch eine neue Genua auf dem Zettel. Position am 6.12.2019. 0:00 Uhr UTC: 32 07 S; 172 37 E
Speed 4 kn
Kurs 148 Grad
Etmal 110 sm

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5. Tag auf See

Und da hat sie uns auch schon erwischt, die naechste Flaute. Seit gestern Abend um 18 Uhr rennt Mr. Perkins. Und so wie es aussieht, bleibt sie uns bis zur Bay of Islands erhalten. 250 sm Motorfahrt. So ein Schiet! Irgendwo nordwestlich von uns muss Wind sein, denn die Duenung, die aus dieser Richtung kommt, ist tierisch hoch. Und wir haben natuerlich den Kern des Tiefs erwischt. Gut gemacht ;-( Das nenne man Zielgenauigkeit. Egal, muessen wir halt durch. Unsere ETA hat sich auf Samstag Nachmittag verschoben. Da werden wir wohl den Sonntag noch am Q-Dock in Opua verbringen duerfen, da die Officials sonntags vermutlich nicht arbeiten werden. Position am 5.12.2019. 0:30 Uhr UTC: 31 35 S; 171 30 E
Speed 5,5 kn
Kurs 155 Grad
Etmal 110 sm

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4. Tag auf See

Schluss mit lustig (erstmal). Bis gestern Vormittag gegen 10 Uhr lief es wie geschmiert. Streckenweise 6,5 bis 7 kn auf der Uhr, da lachte das Seglerherz. Aber dann war es vorbei. Der Wind drehte immer mehr auf Nord und liess mehr und mehr nach. Da Vorwindkurse nicht gerade Meerbaers Lieblingsdisziplin ist, wollten wir vor dem Wind kreuzen. Das klappte nur bis 16 Uhr, dann war der Wind ganz weg. Also wieder Motor an. Der lief bis heute frueh um 6 Uhr. Der Wind ist wieder da, zwar nicht so stark wie in den letzten Tagen, aber Hauptsache, wie koennen wieder segeln. Die Aries schafft es auf diesem Kurs und bei dem Seegang leider nicht, uns halbwegs auf Kurs zu halten. Deshalb muss der Autopilot ran. Strom haben wir ja nach mehr als 13 Stunden Motorfahrt erst mal genug. Ausserdem scheint die Sonne von einem blauen Himmel und fuettert die Solarzellen. Nur der Windgenerator hat auf diesem Kurs das Nachsehen. Bei dem schwachen Wind kommt da nicht wirklich viel an, um ihn in Wallung zu bringen und ordentlich Strom zu liefern. Aber die naechste Flaute kommt laut Gribfiles bestimmt, und dann koennen wir ja wieder ueber die Maschine Strom nachtanken. Position am 4.12.2019. 0:30 Uhr UTC: 30 08 S; 170 16 E
Speed 5,1 kn
Kurs 145 Grad
Etmal 147 sm

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3. Tag auf See

93,125,145, die etmale der letzten 3 Tage. Läuft doch! Die Situation mit Sailmail hat sich wohl auch geklärt, wir empfangen wieder Wetter und mails. Klasse. Wetter ist traumhaft, den ganzen Tag blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Wind aus dem nördlich Quadranten so um die 15 Kn. Wir fahren Vollzeug. Besser geht es nicht! Gleich haben wir Norfolk Island quer ab und somit die Hälfte bis zur BOI geschafft. Ansonsten alles in Butter aufm Kutter. (frei nach Ludger) Position am 03.12.2019. 1:30 Uhr UTC: 28 27 S; 169 16 E
Speed 5,1 kn
Kurs 180 Grad
Etmal 147 sm

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2. Tag auf See

Nachdem wir gestern Abend für 3 Std. die Maschine laufen lassen mussten, um ein Windloch zu ueberwinden, laeuft es wieder wie geschmiert. Stimmung ist entsprechend gut an Bord. Einziger Wermutstropfen: wir haben Probleme, Wetterdaten ueber Sailmail zu bekommen. Die einzige Station, die einigermassen gute Sende- und Empfangsbedingungen hat, naemlich Australien, scheint keine Daten zu uns durchzuleiten. Und andere Stationen sind leider so schwach, dass der Empfang immer wieder abbricht. Durch unsere verschiedenen Versuche sind mittlerweile 6 Mails aufgelaufen und bevor die nicht vom Server runter sind, geht nix mehr. Hoffen wir mal, dass die Bedingungen bald besser werden. Position am 02.12.2019. 3:30 Uhr UTC: 26 55 S; 167 31 E
Speed 6,3 kn
Kurs 145 Grad

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1. Tag auf See

Gestern morgen um 6.30 Uhr standen wir wie geplant an der Tankstelle. Die Service-Crew kam gerade an und hat uns schon vor der Öffnungszeit bedient. Super Service! Weil wir so frueh waren, konnen wir noch in aller Ruhe das Dinghi verzurren, ohne dass uns ein anderes Boot bedraengt hat, den Platz an der Tanke endlich frei zu machen. Um 7.30 Uhr haben wir die Leinen losgeworfen, im Vorhafen noch das Gross gesetzt und dann raus in die Lagune. 12 sm bis zum Passe de Dumbea sind wir noch mit Motorunterstuetzung gefahren, aber sobald wir draussen auf See waren, ging der Motor aus. Ruhe im Schiff!! Trotz am-Wind-Kurs ging es eigentlich ganz moderat voran. Die Seebeine konnten in Ruhe wachsen und scheinen schon voll ausgereift zu sein 😉 Die Nacht war ruhig. Wir konnten mit 6 kn einen schoenen Speed machen und so auch Ruhe im Schiff halten. Seit heute morgen hat der Wind etwas nachgelassen, hat allerdings im Laufe der Nacht weiter nordoestlich gedreht, sodass wir jetzt gut auf Kurs sind. Noch gut 800 sm bis zum Bay of Islands. Position am 01.12.2019. 0:00 Uhr UTC: 24 35 S; 166 13 E
Speed 5,0 Kn
Kurs 160

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Ready for Leinen los

Wir sind soweit. Morgen früh geht es los gen Neuseeland. Um 7 Uhr macht die Tankstelle auf, dann wollen wir schon „vor der Tür stehen“. Vom Zoll haben wir einen Zollfrei-Bescheinigung für 300 l und damit bekommen wir den Liter Diesel für ca. 0,75 €. Das lohnt sich wirklich! Wir hoffen, dass wir davon unterwegs nichts brauchen werden und so die Saison in Neuseeland damit überbrücken können.

Heute Vormittag haben wir erst einmal den „Ausklarierungs-Marsch“ hinter uns gebracht. Zuerst zur Immigration, dann zum Zoll und zuletzt zum Hafenkapitän. Auf dem Rückweg noch schnell ein paar frische Kleinigkeiten eingekauft und dann zurück zum Meerbaer.  Es soll ja Leute geben, die nehmen für diese Tour den Bus. Wir sind tapfer die 5 km bei 30 Grad gelatscht.

Jetzt nur noch ein paar Kleinigkeiten erledigen: Kuchen backen, Essen für 2 Tage vorkochen, damit die Bordfrau erst ihre Seebeine wachsen lassen kann, bevor sie in die Kombüse verbannt wird, Seekoje bauen, Aries-Ruder montieren, Außenborder verstauen, Dinghi an Deck hieven und fest zurren und die vielen Dinge, die sich so im Laufe der Anker-Liegezeit angesammelt haben, seefest verstauen – sonst braucht man später nur noch einen Handfeger und ein Kehrblech 😉

Das Wetterfenster ist nicht optimal, aber was ist das schon? Außerdem kann sich innerhalb einer Woche noch so einiges ändern. Also Daumen drücken – danke!

Wir werden, wie sonst auch immer, von unterwegs täglich einen kleinen Bericht machen, damit Interessierte wissen, was bei uns so los ist.

Bis denne! Neuseeland, wir kommen!

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