Bye bye Fiji

Endlich! Mit 6-wöchiger Verspätung – geplant war Anfang September – ist es endlich soweit. Wegen der Verspätung müssen wir leider Vanuatu auslassen. Für nur 4 Wochen dort ist der „Eintritt“ einfach zu teuer. Werden wir halt im nächsten Jahr dort hin segeln. Jetzt geht es erst einmal nach Neukaledonien. Endlich wieder Baguette und Käse mit Geschmack. Wir freuen uns schon drauf. So etwa 5-6 Tage werden wir wohl auf See sein, je nachdem, wie der Wind sich entwickelt. Im Moment sieht es so aus, dass wir einen flotten Start hinlegen und es dann etwas moderater wird. Mal sehen. Es kommt ja meistens doch anders als die Wetterfrösche vorhersagen.

Für morgen früh um 9 Uhr haben wir uns zum Ausklarieren angemeldet und wollen dann so gegen Mittag starten. Die Startvorbereitungen sind weitestgehend abgeschlossen. Es ist ja immer das Gleiche. Schiff umbauen von Camping- auf See-Modus. Da ist einiges zu tun. Man glaubt gar nicht, wie viel so einfach rum steht, was sich auf See dann selbständig machen kann. Alles muss verstaut und verzurrt werden und die Seekoje gerichtet werden. Essen ist auch schon vorgekocht und das Brot geht morgen früh noch in den Backofen. Die Angel ist auch schon vorbereitet. Wir hoffen auf einen schönen, leckeren Thuna, Wahoo oder Mahi Mahi. Es darf auch gerne einer mehr sein 😉 . Petri Heil!

Wir werden wie üblich versuchen, von unterwegs jeden Tag einen kleinen Bericht auf die Seite zu stellen. Hoffen wir mal, dass es klappt.

Die schönen Papayas werden wir vermissen

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Ein schöner Geburtstag

Es lohnt sich doch manchmal, älter zu werden. Meinen Geburtstag haben wir heute Nachmittag/Abend so richtig schön zelebriert. Um 16.30 Uhr ging es mit dem Dinghi rein nach Denarau Island zum Hard Rock Café (Happy Hour bis 18.00 Uhr, das heißt: alle Getränke buy one, get one free). Als Entrée erst einmal ein schöner Mojito – leider etwas zuviel Minze drin, aber trotzdem lecker

Mojito – schon geschafft

Danach als Durstlöscher ein Bierchen

Fiji Bitter vom Fass

Dann dem Anlass entsprechend ein Glas Sekt

extra für’s Geburtstagskind

Gegen den ersten kleinen Hunger ein Teller Nachos – echt lecker

lecker!

Nochmal ein kleiner Zwischwächter

Fass leer, es gab nur noch Flaschen

Dann ein Teller Spare Ribs – jeder nur eine halbe Portion, sonst wären wir geplatzt

ohne Worte..

Und last but not least ein dicker Eisbecher für 2

so eben noch geschafft

Den Rückweg zum Meerbaer haben wir dann in strömendem Regen hinter uns gebracht. Wir waren pladdernass bis auf die Haut. Ausziehen schon im Cockpit, sonst hätte es unten eine Überschwemmung gegeben. Und genau 15 Minuten später: Regen weg. Hätten wir uns doch noch ein Bierchen gegönnt, dann wären wir sogar noch trocken nach Hause gekommen 😉

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Faule Bande

Wissen wir ja. Ist schon wieder 6 Wochen her, dass wir was geschrieben haben. Ist allerdings auch nicht wirklich was passiert – zum Glück auch nichts negatives. Bordalltag eben. Wir trödeln hier in Fiji rum. Die Ankerwinsch läuft zum Glück wieder und da können wir auch wieder da ankern,wo es tiefer ist. Gerade liegen wir (mal wieder) in der Saweni-Bay. Morgen früh kurz nach Lautoka zum Einkaufen. Die Nacht wollen wir da nicht verbringen, weil die Sugar-Mill nachts gerne ihren Dreck über die Ankerlieger bläst und das dann Deck aussieht wie Sau. Da tuckern wir lieber morgen früh nach dem Frühstück die knappe Stunde rüber, ankern vor dem Ort, kaufen ein und verpieseln uns dann wieder in saubere Gefilde. Nach 10 Tagen draußen auf den Inseln haben mal wieder alles aufgefuttert. Und für die Ankerwinsch brauchen wir vorsichtshalber noch ein neuer Lager mit passendem Simmering. Sie macht etwas komische Geräusche, die vorher nicht vorhanden waren. Das mehrfache Ein- und Ausbauen hat wohl doch seine Spuren hinterlassen. Ist aber zum Glück nur eine Kleinigkeit und in Lautoka ist die beste Möglichkeit, so ein Teil zu bekommen.

Mana Island

Nichts desto trotz läuft unsere Zeit hier in Fiji so langsam ab. Anfang September wollen wir Richtung Vanuatu segeln. Ist von hier aus „nur ein Katzensprung“ (mal eben etwas über 400 sm). Solche Entfernungen schrecken uns schon lange nicht mehr. Wir freuen uns schon drauf.

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Sie dreht sich wieder

unsere Ankerwinsch! Zwar erst einmal nur in eine Richtung, zum Glück die richtige, nämlich zum Anker aufholen. Nachdem wir gefühlte 20 Hardware- und Tool-Shops in Nadi abgeklappert hatten, haben wir eine Feder gefunden, die zumindest halbwegs die Länge und die Stärke der zerbrochenen Feder hat.

Auf dem Weg vom Boot zur Marina war uns auch noch der Außenborder verreckt. Er qualmte und ging dann aus. Impeller kaputt. Also war erst mal Rudern angesagt. Ungeplanter Frühsport. Zum Glück hat uns auf dem Weg zurück zum Meerbaer ein anderer Segler, der auch gerade mit seinem Dinghi auf dem Weg zurück zu seinem Boot war, abgeschleppt. Sonst wäre das eine Ruderpartie von bestimmt einer Stunde geworden, denn wir hatten auch die Tide gegen uns.

Zu Hause angekommen wurde dann zuerst das Hauptproblem angegangen: die Ankerwinsch. Feder zurecht gebogen, eingebaut, alles wieder zusammengebaut und dann ging das Gewürge los. Zu zweit im Ankerkasten auf der Kette hockend musste das schwere Teil hochgestemmt und gleichzeitig in eine Nut eingefädelt werden. Die Arme wurden immer lahmer und der Motor gefühlt immer schwerer. Aber irgendwann passte es dann doch. Nachdem das schwere Teil mit einer Mutter fixiert war, war der Rest einfach. Dann nur noch die Verkabelung wieder zusammen pfriemeln und Testlauf. Wie gesagt, Anker auf geht zum Glück. Die Feder hat nur die Funktion, beim Kette auslassen die Sperre zurückzuziehen und dafür ist sie leider zu schlapp. Aber egal. In 3 Wochen bekommen Freunde von uns Besuch aus Deutschland und der bringt uns das richtige Ersatzteil mit.

Nächstes Problem: Außenborder. Im Handbuch sind alle möglichen Reparatur- und Wartungsarbeiten beschrieben, nur leider nicht der Impeller-Wechsel. Das Internet war da auch nicht sehr hilfreich. Also probieren geht über studieren. Ein ordentlicher Fummelkram. Natürlich hatten wir auch einige Schrauben gelöst, die gar nicht nötig waren. Aber zu guter Letzt hat es geklappt. Neuer Impeller drin, alles wieder richtig zusammen gebaut – es ist auch keine Schraube übrig geblieben 😉

Testlauf: er spuckt wieder Kühlwasser!!!

Jetzt aber erst einmal ein kühles Bier! Das haben wir uns verdient!!!

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Kleiner Schaden, große Wirkung

Ermüdungsbruch am Ende der Feder.

Auf unsere Lofrans Albatros Ankerwinsch lasse ich eigentlich nichts kommen. Seit mehr als zwanzig Jahren verrichtet sie ihren Dienst. In den vergangenen zehn Jahren waren wir nur in den ersten fünf zu einem Drittel in Marinas. Die letzten vier Jahre maximal drei Wochen im Jahr in der Marina oder an Land. Das gute Stück hat also schon sehr ordentlich gearbeitet.

Aber vorgestern war damit erstmal Schluß. In der Saweni Bay ging die Kette weder rauf noch runter. Saweni Bay, hmmm. Nach Lautoka und nach Nadi mit dem Dhingi zu weit. Vor Lautoka hatten wir uns gerade erst von der Sugarmill einsauen lassen. Also Anker auf und nach Denerau. Ok, Anker auf hieß also fünfzig Meter Ankerkette plus fünfunddreißig Kilo Bügelanker mit der Hand wuppen. Ging eigentlich erstaunlich gut, weil null Wind und keine Welle. Nur die letzten zehn Meter waren nicht so easy, weil auch gleichzeitig das ganze Ankerzeugs noch mit dem Deckswaschschlauch gesäubert werden musste. Nach der heutigen Demontage stellte sich Gott sei Dank „nur“ der Federbruch als Ursache heraus. So wird unser eh schon knappes Budget nicht noch mit der Ausgabe für eine neue Winsch belastet. Puhhhh!

Morgen dann mit dem Bus nach Nadi oder auch Lautoka. Die gleiche Feder hier in Fidschi zu bekommen wäre unverschämtes Glück. Aber eine ähnliche als vorübergehende Notlösung wird es geben. Die Originale von Lofrans bestellen wir uns, wenn wir wieder in Neuseeland sind. Denn eines ist ganz klar, nach Sichtung eines vollkommen verschleißfreien Innenleben wird diese alte robuste Winsch die nächsten zwanzig Jahre weiterhin ihren Dienst tun.

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„Wenn der Hahn kräht…

…auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.“

Nach diesem Motto werden hier scheinbar die Wettervorhersagen erstellt. Noch Samstag früh wurden uns für die Nacht in Böen mehr als 40 kn und sintflutartige Regenfälle versprochen. Was kam tatsächlich: 10 Std. „normaler“ Regen und die ganze Nacht über Flaute. Der Regen reichte allerdings aus, um genug Wasser für die kleine bis mittlere Wäsche zu sammeln und den Wassertank zu füllen.

Weil es schon morgens zu regnen begann, haben wir unsere Großeinkauf verschoben. Meerbaer hatte bereits eine schöne dicke Rußschicht von der Zuckerrohr-Mühle in Lautoka an Deck kleben, die wir mit dem Regen zum Glück abwaschen konnten. Wegen der Windvorhersage haben wir uns dann vorsichtshalber in die Saweni-Bay verholt. Und da ereilte uns der nächste „Bruch“: unsere Ankerwinsch will nicht mehr 🙁 . Noch haben wir keine Ahnung, was damit los ist. Hoffentlich nur eine Kleinigkeit. Auf jeden Fall hatten wir natürlich wegen der Starkwindwarnung reichlich Kette draußen und die durften wir nun heute Vormittag per Hand einholen. Unsere Rücken haben sich gefreut.

Jetzt liegen wir vor Denarau – hier ist die Wassertiefe nur 4 m und da brauchen wir nicht so viel Kette – und werden uns die Bescherung mal genauer ansehen. Will heißen: Vorpiek total ausräumen und die Ankerwinsch ausbauen. Da kommt Freude auf. Wir hatten das Teil ja erst im April draußen und waren froh, das schwere Ding wieder eingebaut zu haben. Und da heißt es immer: „Was macht Ihr Segler eigentlich so den ganzen Tag über?“ Wie hatte ein leider schon verstorbener Freund seinerzeit mal gesagt: „Wir reparieren uns um die Welt“.

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Von Ost nach West

Weiter geht’s – und immer schön die Angel hinterher zerren. Von Taveuni aus hatten wir einen wunderschönen Segeltag nach Koro Island. Strahlender Sonnenschein und eine schöne Backstagsbrise, was will man mehr (außer evtl. doch noch einen kleinen Fisch an der Angel?). Nee, nix da, kein Biss. Der Ankerplatz im Norden von Koro war etwas schaukelig, aber daran hatten wir uns mittlerweile gewöhnt. Und es war ja auch nur eine Nacht geplant.

Makogai

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gingen wir gleich wieder Anker auf Richtung Makogai Island. Und wieder Segeln wie im Bilderbuch. Die 30 sm sind wie im Fluge vergangen. Und die nächste Schaukel-Nacht. Sobald der Wind sich schlafen gelegt hatte, lag Meerbaer quer zum Schwell, der leider immer irgendwie um die Ecke kommt, egal auf welcher Seite der Insel man sich gerade befindet.

Makogai

Mittlerweile hatten wir wieder Sonntag – haben wir ja irgendwie immer. Nach dem Frühstück den Anker hoch, unter Maschine noch die Riffdurchfahrt passiert und dann Segel hoch und Motor aus. Segeln!!!

Naigani

Und dann einer unserer Lieblings-Ankerplätze: Naigani Island. Diesmal hatten wir Glück. Kein anderer Segler, keine Menschenseele. Alles für uns ganz alleine! Südseetraum! Hier haben wir es dann auch 3 Tage ausgehalten. Schwimmen, schnorcheln, am Strand spazieren gehen, faulenzen.

Leider gingen dann doch so langsam unsere Vorräte zur Neige. Obst und Gemüse hält sich in den Tropen eher nicht so lange. Also Abschied von Naigani und auf Richtung Hauptinsel Viti Levu. Einmal rum von der Ostseite auf die Westseite. Und siehe da: Neptun hatte Erbarmen mir uns und hat uns ein Fischlein an den Haken gebunden! Die Angel rauschte aus wie wild und der Käpt’n musste lange kämpfen, bis er die Beute an Deck hatte. Ein wunderschöner Rainbowrunner. Kannten wir vorher nicht. Dank Ron sind wir nun schlauer. Und seine Empfehlung, dies sei ein sehr schmackhafter Fisch, war genau richtig. Der war richtig lecker!!!

Rainbowrunner

Und jetzt liegen vor vor Anker gegenüber von Lautoka vor Bekana Island. Morgen und übermorgen werden Markt und Supermarkt geentert und dann müssen wir uns für 2 Tage einmuckeln. Angeblich soll es am Wochenende schütten wie aus Eimern. Die Gelegenheit zum Wasser sammeln für die kleine und mittlere Wäsche. Unsere Wassersammel-Bütten stehen griffbereit und müssen nur noch platziert werden. Warten wir mal ab, ob das auch wirklich so kommt. Es ist oft vorgekommen, dass Tage vorher schon Alarm geschrien wurde und am Ende dann doch nichts war. Wir werden sehen. Die Wettermodelle sind sich bei der Windvorhersage so gar nicht einig. Die einen sagen für die Nacht von Samstag auf Sonntag Böen von mehr als 40 kn aus NW vorher, die anderen prophezeien Südwind mit 10 kn. Was soll man da glauben? Da kann man nur abwarten. Aber bis dahin sind noch 2 Tage, da kann sich auch in der Vorhersage noch so einiges ändern 😉

Ach so, hatten wir fast vergessen: Vor ein paar Tagen hat sich unsere Backbord-Schotwinsch verabschiedet. Es gab einen Ruck und das Ding hing schief. Die Aluminium-Basis hatte es an einer Seite zerbröselt. Und die ist leider wichtig, weil die Winsch darauf dreht. Erste Notlösung: Backbordschot quer durchs Cockpit auf die Steuerbord-Winsch umleiten. Aber dann hatten wir die Idee: Der Zug der Schot geht nur auf eine Seite, nämlich die, die kaputt gegangen war. Warum nicht die Basis einfach umdrehen? Dann hat der Zug wieder ein festes Gegenstück. Probieren geht über studieren und innerhalb von 20 Minuten sah das Ding wieder wie neu aus. Und hält!! Dieses Provisorium wird uns wohl noch eine Weile begleiten, denn die Winsch ist über 20 Jahre alt und wird nicht mehr gebaut. Lewmar hat es noch nicht einmal für nötig befunden, auf unsere Anfrage nach einem Ersatzteil zu antworten. Sollen sie ihren Kram doch behalten. Wir kommen auch so zurecht;-)

sieht nicht so gut aus
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