Start und 1. Tag auf See

Wir haben tatsaechlich den Absprung geschafft. Kaum zu glauben. Der Start verlief recht flott, aber holperig. Kaum waren wir aus der Bay raus, setzte sich unser Speed bei 7 kn plus fest. Der Wind kam, wie versprochen, aus SW, aber der 3 m Seegang leider aus SE. Das gab eine fette Kabbelsee, derer unsere Aries zuerst nicht Herr wurde. Der Autopilot durfte uebernehmen und hat uns die ersten 50 sm gut gesteuert. Jetzt laeuft die Aries zum Glueck wieder. Die braucht keinen Strom. Die Nacht war, wie erwartet, schlaflos bzw. schlafarm. Wir haben unseren See-Rhythmus noch nicht gefunden. Das dauert sicher noch 2-3 Tage. Egal, wir kommen zuegig voran und an das Geschaukel werden wir uns auch gewoehnen. Momentan ist der Wind leider etwas runter gegangen, dafuer bleibt uns aber der Seegang noch eine Weile erhalten. Position: 33.24,7 S, 175.11,8 E, Kurs 20 Grad, Speed 5 kn

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Start und 1. Tag auf See

Geht los?

Geht los!!! Endlich hat sich ein Wetterfenster geöffnet, was auch  seinem Namen halbwegs gerecht wird. Morgen starten wir Richtung Fiji.

So gut wie in diesem Jahr waren wir vermutlich noch nie vorbereitet. Wir hatten allerdings auch reichtlich Zeit, um wirklich alles zu erledigen, denn der erste Startversuch liegt schon 6 Wochen zurück.

Wir liegen vor Anker in der Pomare Bay – wie so oft schon – und haben gestern bereits unser Dinghi geschrubbt und verpackt. Das liegt nun wohlverschnürt auf dem Aufbau.

Das sollte halten

Wir konnten zum Glück unsere alte Kuchenbude vorgestern noch trocken wegräumen und so konnten wir auch gleich gestern und in der Nacht meinen selbstgezauberten Regenschutz ausprobieren. Er hat sich bewährt. Die Kuchenbude wird immer noch nicht entsorgt, obwohl sie wirklich keine Schönheit mehr ist. Aber wer weiß, vielleicht brauchen wir sie ja doch nochmal irgendwann, bevor es eine neue gibt.

Der neue Regen- und Windschutz. Keine Schönheit, aber effizient.

Morgen Vormittag geht es dann erst einmal Richtung Opua zum Ausklarieren. Wir wollen noch 200 l zollfreien Diesel tanken – bei den  derzeitigen Preisen lohnt sich das wirklich – , dann gegen 11 Uhr zum Zoll und dann ab dafür!!!

Nach den bisherigen Prognosen dürfte der Start ein wenig holperig werden, weil gerade noch ein dickes Tief über den Norden von Neuseeland fetzt, aber der Seegang sollte sich eigentlich recht schnell wieder beruhigen. Wir werden sehen. Zwischendurch wird uns sicherlich auch noch eine Flaute erwischen. Egal, Hauptsache wir haben den Absprung geschafft.

Wir werden wie früher schon versuchen, täglich einen kleinen Bericht über Sailmail auf unserer Seite zu veröffentlichen. Das ist allerdings von den Funkbedingungen abhängig. Sollte also mal ein oder zwei Tage kein Bericht erscheinen, bitte nicht nervös werden! Wir sind noch „old fashioned“ unterwegs, also ohne Iridium oder ähnlichen „modernen Schnickschnack“ 😉

In diesem Sinne: Ciao

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Geht los?

Schon wieder verschoben…

Unsere Geduld wird arg strapaziert. Anfang der Woche sah es nach einem schönen Wetterfenster zu diesem Wochenende aus. Also Mittwoch für 3 Tage ab in die Marina, um restliche Kleinigkeiten zu erledigen wie z.B. Aries montieren, Sicherheitsleinen an Deck anbringen,  Dinghi ausräumen und verstauen. Das Auto für den letzten größeren Einkauf hatten wir für Freitag geordert. Und siehe da: kaum waren wir in der Marina, drehten sich die Wettervorhersagen einmal um sich selbst und unser Wetterfenster war perdu. Aussichten für die nächsten Tage gleich null. Das Auto war gemietet, also haben wir zumindest die schweren und sperrigen Dinge eingekauft und alles, was haltbar ist. Sollte es doch noch irgendwann logehen, können wir die restlichen frischen Sachen zu Fuß einkaufen.

Heute ging es dann also raus aus der Marina, leider nicht Richtung Fiji, sondern nur Richtung Ankerplatz.

Nachdem es gestern Nachmittag und Abend wie aus Eimern geschüttet hat, scheint heute zum Glück wieder die Sonne und wir genießen das leichte Schaukeln am Anker und sitzen draußen im Cockpit. Sobald die Sonne verschwindet, wird es dann schnell empfinglich kalt – zumindest für unsere verwöhnten Verhältnisse – und spätestens nach dem Abendessen wird der Ofen angeheizt und wir muckeln uns gemütlich ein.

Roberton Island

Mal sehen, wie lange das noch so weiter geht. Wir haben mal nachgesehen. Der erste Start war für Mitte Mai geplant. Jetzt haben wir Ende Juni. Irgendwann wird wohl auch unsere Zeit kommen. Also weiter: Geduld, Geduld, Geduld und nicht selbst verrückt machen.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Schon wieder verschoben…

Warten, warten, warten…

In diesem Jahr kommt es uns besonders strubbelig vor. Ein Wetterfenster tut sich in ca. 1 Woche auf, wir planen den Start und je näher der angepeilte Tag kommt, umso schlechter werden die Wetterprognosen. Schlechtes Wetter können die hier wunderbar vorhersagen, das trifft meistens zu, aber sobald sie gutes Startwetter vorhersagen, ist Vorsicht geboten. Vor allen Dingen, wenn sich die Wettermodelle überhaupt nicht einig sind. Und das kommt leider ziemlich oft vor. Scheinbar wird es in Zeiten der gobalen Klimaveränderungen immer schwieriger, das Wetter vorherzusagen, weil die altbewährten Computermodelle wohl nicht mehr passen. Speziell hier im Südpazifik schein es besonders problematisch zu sein.

Egal, auf jeden Fall schließt sich unser Wetterfenster für Donnerstag wieder. Wir hatten gehofft, dass wir uns auf das für Anfang der Woche angekündigte Tief hinten drauf setzen zu können, um mit schönem südlichen Wind Richtung Tropen zu segeln.

Das dicke Ding muss erst durchhziehen

Leider hat sich die Vorhersage mal wieder entschieden, ab Ende der Woche Nordwind zu schicken, was hieße: Wind auf die Nase. Nix für uns.

Naja, ist ja noch ne Woche hin. Vielleicht überlegen es sich die Wettergötter doch noch. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Irgendwann kommen wir hier schon weg. Die Frage ist nur, wann. Ansonsten lassen wir es uns gut gehen und üben uns in Geduld.

 

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Warten, warten, warten…

Und ich wollte den guten Reflex auf den Kapverdischen Inseln schon rauswerfen.

Oldie but Goldie

Schon seit mehr als zwanzig Jahren tut unser Reflex Ofen mit Heizschlange seinen Dienst. Ob in Hamburg bei minus 20 Grad im Eis, in Patagonien bei den Fahrten durch die kalten Kanaele oder eben jetzt in Neuseeland im Herbst und den vergangenen  Wintern. Es ist so ziemlich die einzige Moeglichkeit, die Feuchtigkeit mit relativ guenstigsten Mitteln aus dem Schiff zu bekommen. Klag- und lautlos mit Spritverbrauch von max zwei Litern Diesel in vierundzwanzig Stunden arbeitet das System vor sich hin. Eine kleine Umwaelzpumpe – 0,2 Ampere – schubst den Heizungskreislauf ueber die fuenf im Schiff verteilten Radiatoren an.

Wie eingangs erwaehnt, wollte ich im Ueberschwang der Gefuehle, endlich in der Waerme der Subtropen angekommen zu sein, die ganze Anlage rausreissen. Zum Glueck hatte mich die Schipperin davon abgehalten ;-).

 

 

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Und ich wollte den guten Reflex auf den Kapverdischen Inseln schon rauswerfen.

Nur für den Notfall…

…haben wir unsere alte, verschrabbelte Kuchenbude aufgehoben. Und nun ist der „Notfall“ eingetreten. Wir kommen in den nächsten Tagen nicht weg von Neuseeland und die Nachttemperaturen sollen bis auf 10 Grad sinken.

Das Ofenrohr

Der Kamin für unsere Heizung steht auch schon und jetzt eben auch die olle Kuchenbude. Gut, dass wir das alte Teil doch nicht entsorgt hatten. Es ist erstaunlich, wie viel Wärme so ein Stoffteil speichert. Es kühlt definitiv langsamer aus im Schiff und sobald morgens die Sonne raus kommt, heizt es schnell auf und es ist im Cockpit wärmer als innen. Das lädt zum Draussen-Frühstück ein.

Nicht mehr schön, aber sie erfüllt ihren Zweck.

Die „Unterwegs-Vorräte“ sind auch schon wieder aufgefuttert. Jetzt wird erst nachgekauft, wenn sicher ist, dass es wirklich los geht.

Ansonsten lassen wir es uns gut gehen. Die Arbeiten sind bis auf ein paar Kleinigkeiten so gut wie alle erledigt und wir können der Abfahrt ruhig entgegen fiebern.

Es kann sich „nur“ noch um Tage handeln.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Nur für den Notfall…

Langer Abschied von Neuseeland

Wie schon so oft: gerade gibt es ein schönes Wetterfenster Richtung Norden, aber wir sind noch nicht so weit. Die ersten Schiffe haben schon abgelegt und sind in die Wärme unterwegs. Geplant war für uns das kommende Wochenende für die Abreise, aber die Wettergötter wollen uns wohl noch ein paar Tage länger in Neuseeland festhalten. Wir würden in eine dicke Flaute reinsegeln. Kein Bedarf! Also warten wir auf das nächste Fenster, das sich bestimmt bald auftun wird. Wie es aussieht, werden wir doch wider Erwarten noch einmal in die Bay of Islands hochsegeln und in Opua ausklarieren. Wir haben keine große Lust, mit dem schönen sauberen Unterwasserschiff hier im dreckigen Fluß zu liegen. Und in der Urquartsbay ist es zwar schön sauber, aber je nach Windrichtung liegt man da nicht so gut und wenn wir doch noch eine Woche oder länger warten müssten, wäre es mit dem Einkauf von frischen Sachen ein Problem. Von der Marsden Marina, wo wir ausklarieren könnten, ist es ein weiter Weg nach Whangarei. Also geht es Dienstag Richtung Bay. Da warten wir dann auf das richtige Segelwetter, können in Paihia noch die Reste einkaufen und in Opua stressfrei ausklarieren. Hoffen wir mal, dass das neue Antifouling die ersten Barnackle-Angriffe erfolgreich abwehrt.

Kunst am Hatea-Loop

Am vergangenen Dienstag wurde Meerbaer wieder in sein Element entlassen und wir haben uns den Luxus gegönnt, ein paar Tage in der Marina in Whangarei zu verbringen. Vom Town Basin aus ist es ideal zum Verproviantieren. Alles ist fußläufig erreichbar und man kann ganz entspannt etappenweise Vorräte beschaffen, die erst einmal verstauen und dann die nächste Ladung einkaufen. Da sich unserer Reisepläne – mal wieder – geändert haben, gab es dann doch noch ein wenig Stress. Würden wir wie geplant direkt nach Neukaledonien segeln, hätten wir nichts Eingekochtes mitnehmen dürfen. Wäre ja auch dumm, denn da gibt es reichlich und gut. Aber wie gesagt, unsere Pläne haben sich geändert und die Einkoch-Orgie wurde gestartet.

Wie sehen jetzt unsere weiteren Reisepläne aus ?- Bin gespannt, ob es dabei bleibt oder wieder alles umgeworfen wird 🙂

Es geht zuerst nach Fiji. Warum? Der Plan, Ende diesen Jahren schon in Südafrika zu sein und dann so langsam Richtung Heimat zu trödeln, hat sich durch die Krise in der Ukraine zuerschlagen. Solange wir nicht wissen, wie sich dieser schreckliche Krieg weiter entwickelt, wollen wir uns noch von Europa fern halten.

Von Fiji aus soll es dann nach Neukaledonien gehen und dann…. ca. 1 Jahr Australien. Der Visumantrag läuft. Wir hoffen mal, dass wir in Australien willkommen sind.

Hundertwasserhaus in Whangarei

 

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Langer Abschied von Neuseeland