12. Tag

Ja ja, der Behoerdenschimmel wiehert auch auf der noch so entfernten Insel. Wir heute vormittag wohlgemut zur Armadastation gekrabbelt und wollten unsere Zarpe abholen. Nix da, sagte der wachhabende Offizier. Wie? Keine Zarpe? Nein, heute nicht. Was soll das denn? Er versucht in vielen uns unbekannten spanischen Worten die Sachlage zu erklaeren. Sehr hoeflich aber bestimmt erklaert er, dass vor Montag gar nix geht. Wir mal wieder verstehen nur Bahnhof. Weil er ein Netter ist, ruft er in Santiago seinen Oberboss an. Der ist des Englischen maechtig und erklaert uns den Sachverhalt. Alle muessen hier so eine Art Leuchtturmsteuer fuer das Befahren der chilenischen Gewaesser bezahlen. Hatten wir seinerzeit im Februar 2014 in Puerto Williams auch getan. Nebenbei, es geht um 26 Dollar pro Jahr! Nun haben wir ja schon April und die Kollegen in Puerto Montt haben das schlicht und einfach verbummelt, uns die restlichen zwei Monaten zu berechnen. Aha, also deswegen die ganze Aufregung. Nun konnte Senor Offizier zwar seinen englisch sprechenden Vorgestzten anrufen, aber nicht die Dienststelle in Valparaiso. Diese muss naemlich jetzt erstmal den Preis fuer 2 Monate berechnen und die arbeiten Sonntags natuerlich nicht. Es war dem guten Mann sichtlich peinlich, aber Dienst ist nun mal Dienst. Auch, oder gerade in Chile. Es war auch nicht moeglich, einen Geldbetrag zu hinterlegen und den Rest fuer die Kaffeekasse zurueck zu lassen. Viel wichtiger als das Geld ist das Stueck Papier,auf dem alles zu dokumentieren ist. Die Internetverbindung ist hier leider nur eine Edge-Verbindung. Deswegen leider keine Bilder!

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