Tag 8

Kaum sind wir in neuseelaendischen Gewaessern, schon koennen wir wieder ueber den lokalen Wetterbericht schimpfen. Stimmt wieder alles nicht. Angesagt ist Westwind, der uns schoen mit halbem Wind Richtung Bay of Islands schieben wuerde, was haben wir? Nordwestwind, also schoen von achtern, was wir so gar nicht lieben, weil wie dafuer nicht die richtige Besegelung haben. Jetzt laeuft der Motor mit, damit wir nicht so von den Wellen hin und her geschleudert werden. Egal, muessen wir durch. Auf jeden Fall ist dies der letzte Tag unserer Reise. Heute gegen Mitternacht werden wir wohl in Opua festmachen koennen und morgen um 8 Uhr dann gleich einklarieren. Um 8 Uhr heute frueh haben wir das Nordkap passiert und jetzt liegen noch knapp 50 sm vor uns.
Position am 19.12.2018 03.00 Uhr UTC: 34.43 S, 173.23 E, Kurs 117 Grad, Speed 6,8 kn

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Tag 7

Eine Woche und 10 Grad niedrigerer Wassertemperatur stehen wir 100 sm vor dem Nordkap von Neuseeland. 18,2 Grad zeigte das Wasserthermometer heute Morgen. Eigentlich ein Grund sofort umzudrehen! Nach einer unspektakulaeren Nacht fahren wir jetzt unter Motor durch den kleinen Hochkern bei null Wind. Spaeter bekommen wir den Auslaeufer eines sich nahenden Tiefs. Es sollte uns die richtige Windrichtung zur Bay of Islands bringen. Sonst alles in Butter auf dem Kutter.
Position am 18.12.2018 01.00 Uhr UTC: 33.43 S, 171.16 E, Kurs 113 Grad, Speed 5 kn

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Tag 6

Ende der Gemuetlichkeit. Meerbaer ballert bei 20-25 kn Wind aus ESE hoch am Wind gegen die Wellen an. Kurs leider immer noch 170 Grad. Spaetestens morgen Vormittag muessen wir wenden und wenn wir Pech haben, nach NE laufen. Hoffen wir mal, dass das Hoch sich so langsam Richtung Osten verzieht und uns guenstigeren Wind beschert. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Das Kochen gestaltet sich eher wie ein Zirkuskunststueck, aber trotzdem gibt es keine Tuetensuppen. Essen und Trinken haelt ja bekanntertmassen Leib und Seele zusammen und die Stimmung des Kaept’ns hoch. Also wird geschnibbelt und gebrutzelt, alles dauert nur laenger, dafuer schmeckt es dann aber. Bratkartoffeln bei 5 Bf und Huenerfrikassee bei 6 Bf. Geht alles.
Heute Nacht kurz vor Mitternacht mal wieder ein Problem. Die Genua liess sich nicht reffen. Die Reffleine hatte sich irgendwo vertueddelt. Also weg vom Wind und ablaufen, um trocken das Problem zu loesen. Nachdem wir die Reffleine einige Male von der Trommel abgewickelt und stramm wieder aufgewickelt hatten, lief es wieder. Erledigt. Nur leider haben wir bei dieser Aktion 2 muehsam erkaempfte Meilen nach Westen verloren. Naechster Schrecken heute Vormittag. Die Reparaturstelle am Gross hat leider dem hohen Winddruck nicht bestehen koennen und der Riss geht nun bis unter das 2. Reff. Also weiter reffen. Jetzt segeln wir mit 2/3 Genua und dem Gross im 2. Reff und laufen immer noch 5.5 – 6 kn.
Position am 17.12.2018 00.30 Uhr UTC: 30.09 S, 170.09 E, Kurs 170 Grad, Speed 5,5 – 6 kn

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Tag 5

Vorbei mit Bay liegt an. Wir segeln zwar, nachdem wir die Nacht ueber eine fast Flaute mit Motor passiert haben, aber leider nur nach Sueden. Der Wind hat auf ESE gedreht und soll vorerst so bleiben, vielleicht ab und zu mal mehr Ost, aber da kommen wir immer noch nicht hoch genug ran. Mal sehen, wie es morgen aussieht. Auf direktem Weg haetten wir noch 365 sm vor uns. So wird der Weg eben laenger. Wenn die Ostlage bleibt, muessen wir halt kreuzen. Machen wir nicht so gerne, ist nicht unbedingt Meerbaers Lieblingsdisziplin mit seinem dickern Unterwasserschiff, aber was solls. Seglerleben.
Position am 16.12.2018 00.00 Uhr UTC: 30.21 S, 169.44 E, Kurs 170 Grad, Speed 4 – 4,5 kn

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Tag 4

Noch 470 sm bis zur Bay of Islands. Norfolk passieren wir gerade 40 sm im Osten. Momentan liegt die Bay direkt an. Entgegen allen Unkenrufen laeuft Meerbaer auch hoch am Wind super. Liegt allerdings auch daran, dass wir eine zwar recht hohe, aber doch gleichmaessige und lange Duenung aus Ost haben ohne strubbeligen Seegang, der uns sonst ausbremsen wuerde. So geht Meerbaer wir im Fahrsstuhl gemuetlich rauf und runter, ohne an Speed zu verlieren oder aus dem Kurs gedrueckt zu werden. Durch den gleichmaessigen Winddruck haelt auch unser geflicktes Segel. Also alles in Butter auf’m Kutter.
Position am 15.12.2018 00.00 Uhr UTC: 28.49 S, 168.41 E, Kurs 145 Grad, Speed 5 kn

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Tag 3

Noch 560 sm bis zur Bay of Islands, es läuft. Zwar langsam aber immerhin. Meerbaer ist nicht fuer Spitzenleistung am Wind bekannt, aber wenn es sein muss, kann er es auch. Es ist ein Wunder , wie die alten Segel – nach immerhin mittlerweile fast 60 000 sm – noch einigermassen arbeiten. Wir haben ca 12 Kn Wind aus NE und machen alle 4 Std 20 sm. Ok, sonst gibt es nicht viel Neues. Die Grosssegel-Reparatur hat einigermassen geklappt, der Blick geht aber immer mal wieder zum uebertapeten Riss. Herrliche Naechte mit zunehmendem Mond und die ganze Pracht der Milchstrasse ueber uns. Ansonsten alles gut und wir geniessen weiter die Fahrt.
Position am 14.12.2018 02.00 Uhr UTC: 27.08 S, 167.45 E, Kurs 148 Grad, Speed 5,5 kn

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Tag 2

Heute kurz nach Mitternacht kam der versprochene Winddreher und nun sind wir auf Kurs. Allerdings langsam und seit 4 Uhr unter Maschine. Fast Flaute. Aber egal, heute Mittag wollen wir die Reparatur vom Grosssegel angehen und da kommt es uns gerade recht, wenn die See ruhig ist. Hoffen wir mal, dass die Reparatur klappt und das Segel bis Neuseeland durchhaelt. Ansonsten nicht viel Neues an Bord. Wir sind ueberraschenderweise beide schon in unserem Rhythmus und geniessen es.
Position am 12.12.2018 23.00 Uhr UTC: 25.24 S, 166.45 E, Kurs 148 Grad, Speed 5 kn

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