Es geht auch ohne Motor…

…wie wir schon mehrfach unter Beweis stellen mussten. Auch diesmal hat es besser geklappt als angenommen. Zuerst kam der Wind ganz schwach und wir mussten schon zu Anfang das Dinghi als Schlepphilfe einsetzen. Aber sobald wir aus der Bucht raus kamen, setzte der Wind ein und unsere erste „Bauchschmerz-Passage“ konnten wir mit mehr als 7 kn Fahrt ruck zuck hinter uns bringen. Wie erwartet, folgte der Wind dem Küstenverlauf und wir hatten bis auf mittags immer schönen Segelwind, mal schneller, mal langsamer. Zwischendurch kam noch das Schlauchboot der neuseeländischen Marine längsseits, um unsere Papiere zu kontrollieren. Die Neuseeländer geben den Fijianern Amtshilfe und die Kontrolle war eine Art Schulung. Wir haben unsere Papieren präsentiert, der Fiji-Mann durfte arbeiten und die neuseeländischen Marines haben sich nett mit uns unterhalten.

40 sm haben wir heute geschafft, morgen stehen uns noch einmal ca. 25 sm bevor, bis wir dann hoffentlich in Lautoka sind. Drückt mal bitte alle die Daumen, dass uns der Wind morgen nicht im Stich lässt.

Gleich gibt es erst einmal Fischfrikadellen aus dem Rest vom Mahimahi mit Nudelsalat. Und das Bierchen dazu darf natürlich auch nicht fehlen. Ich glaube, das haben wir uns verdient. PROST!

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Wir trödeln Richtung Lautoka

Nach 2 schönen Tagen in der Albert Cove ging es zuerst mal Richtung Nordspitze der Insel Taveuni. Hier gibt es einen schönen, von einem großen Riff geschützten Ankerplatz. Mit dem Dinghi mussten wir um die Korallenköpfe kurven, um an Land zu kommen. Hier gibt es einen kleinen, gut sortierten „Supermarkt“, wo wir unsere Vorräte ein wenig auffrischen konnten. Auf die Frage, ob es denn keine Papaya zu kaufen gäbe, sagte man uns, es stehen doch genug Bäume an der Straße, wir sollen uns doch einfach bedienen. Super! Wenn die Dinger nur nicht so hoch hängen würden. Aber zu guter Letzt haben wir doch noch einen Baum gefunden, an dem die Früchte in greifbarer Nähe zu ernten waren. Zum ersten Mal haben wir mal eine grüne, unreife Papaya mitgenommen. Wir wollen mal versuchen, daraus einen Salat zu machen. Der soll angeblich echt lecker sein.

Am nächsten Morgen ging es dann mal eben um die Ecke, weil Südostwind angesagt war und wir befürchteten, dass der Ankerplatz vielleicht bei dieser Windrichtung doch nicht so ruhig ist. Leider war es auf der Westseite auch nicht ruhiger. Die Nacht war ziemlich schaukelig. Wir mussten sogar die Besteckschubladen verriegeln, weil die immer wieder auf und zu gegangen sind und dabei ordentlich gescheppert haben.

Morgens dann wieder Anker hoch und einen kurzen Stopp in Somosomo gemacht, um auf dem Straßenmarkt ein paar frische Sachen zu kaufen. Nur auf unsere heißgeliebten Äpfel müssen wir an  den kommenden Tage verzichten. Die Fähre mit der neuen Lieferung kommt erst in 2 Tagen und so lange wollen wir nicht warten. Mittags dann wieder Anker auf und die paar Meilen bis zur Südspitze von Taveuni vor das Paradise Resort. Die freien Moorings waren alle besetzt, aber wir haben einen guten Sandflecken gefunden, auf dem wir unseren Anker verbuddeln konnten.

Morgens dann ein schmuddeliges Erwachen. Vor ein paar Tagen ist in Vanuatu ein Vulkan ausgebrochen und hat anscheinend seine Asche mit dem Jetstream in unsere Richtung gepustet. In der Nacht ist der ganze Dreck vom Himmel gefallen und hat alles mit einer grauen Schmierschicht überzogen. Die Luft war ganz trübe und mal hatte das Gefühl, dass das Atmen irgendwie nicht so richtig gut war. Also nix wie weg! Anker hoch. Nächstes Ziel: Koro Island. Die ganze Zeit über haben wir die Anger hinterher gezerrt, aber kein Fisch hat sich erbarmt, obwohl es gerade in der Somosomo Strait von Fischen nur so wimmelt.

Eine Nacht auf Koro reichte, morgens wieder Anker hoch und raus Richtung Naigani Island, zu einem unserer Lieblingsankerplätze. Wir waren kaum 20 Minuten unterwegs, da rauschte auch schon die Angel los. Fisch!!! Endlich! Nach einem ordentlichen Kampf konnten wir dann gemeinsam einen schönen Mahimahi an Deck ziehen. Das gibt mal wieder Leckerchen für mindestens 4 Tage! Der kam genau richtig, denn wir angeln nur, wenn der Kühlschrank leer ist und nicht nur um des Angelns willen!

Großer Mann am dicken Fisch

 

Mahimahi satt für 4 Tage

Nach einem herrlichen Segeltag sind wir dann um 16 Uhr auf Naigani angekommen. am nächsten Morgen ein kleiner Ausflug an den Strand zum Muscheln und Schnecken sammeln. Vor lauter Einsammeln kommt man kaum von der Stelle. Hier liegen die schönsten Muscheln in rauen Mengen rum.

Naigani Island

ein wirklich schönes Exemplar!

Abends dann die erste Portion Fisch:

Fischfilet mit Reis, Orangensauce und Papayasalat – super lecker!!!

 

Am nächsten Morgen dann Anker auf und Richtung Viti Levu. Das Schöne an dieser Strecke ist, dass der Wind eigentlich immer dem Küstenverlauf folgt und wir so trotz Kursänderungen immer schönen Segelwind hatten.

Nach 28 sm waren wir kurz vor unserem ausgesuchten Ankerplatz in der Viti Levu Bay und wollten zum Ansteuern den Motor starten. Nur sagte der keinen Mucks. Beim Starten saugte irgendetwas so viel Strom aus der Batterie, dass sogar das Funkgerät und die Logge wegen Unterspannung abschalteten. Alles Probieren und Suchen nach dem Fehler brachte nichts. Zum Glück haben wir ein Segelboot und konnte so den Ankerplatz ohne Probleme erreichen. Mein Käpt’n ging gleich auf Fehlersuche und hatte auch schnell den Übeltäter gefunden: der Anlasser. Ausbauen, auseinander nehmen, Fehler gefunden: die Kohlen waren fast runter und ein Kabel abgegammelt. Ist leider mit Bordmitteln nicht so ohne Weiteres zu reparieren. Unser Plan: wir segeln die ca. 60 sm nach Lautoka und suchen uns da einen „Spezialisten“. Zum Glück sind die Handwerker hier auf Fiji es gewohnt, aus Alt (fast) Neu zu basteln. Falls das doch nicht klappen sollte, müssen wir uns eben einen neuen Anlasser schicken lassen. Hoffen wir mal, dass die Reparatur in Ordnung geht, sonst hängen wir 2 Wochen vor Lautoka ohne funktionierende Maschine rum, bis das Teil hier eintrudelt.

 

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Albert Cove

Nach einer sehr ruhigen Nacht und einer kurzen Fahrt sind wir in der Albert Cove gelandet. Unterwegs noch fleissig Wasser gemacht. Leider ist uns das Fischerglück dieses Jahr nicht hold. Liegt es vielleicht doch an den vielen koreanischen Kuttern, die mit sehr langen Treibnetzen und Longlines alles lehr fischen? Bisher haben wir gerade in der Somosomo-Strait immer etwas gefangen und wir haben viele Grossfische jagen sehen. Diese Jahr leider noch nicht einmal das. Anyway, Albert Cove ist wieder sehr schön, einige Locals am Strand beim Netzfischen. Bei einem ersten Schnorchelgang festgestellt, dass das Wasser doch sehr truebe ist, eine kalte Stroemung im ansonsten 28 Grad warmen Wasser verkuerzte das Schnorchel. Trotzdem gut, mal wieder länger im Wasser gewesen zu sein. Danach eine neue Ladung Bier angesetzt, denn wir werden uns einige Tage hier aufhalten. Insgesamt ankern fuenf Schiffe hier. Internet, Handy usw. gibt es hier nicht, so dass wir diesen ersten Bericht ueber sailmail an unsere Website senden. Bis die Tage!

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Zwischenmeldung.

Nach Cousteau, Fawn Habour, Saveni Bay und Somosomo auf Taveuni sind wir auf Rabi Island – gesprochen Rambi – in der Katherine Bay gelandet. Eine tief eingeschnittene Bucht, am Ende von Magroven gesäumt. Traumhafte Stille, von beiden Seiten erklingen Kinderstimmen, Hundegebell und Vogelzwitscher. Hier leben hauptsächlich umgesiedelte Polynesier. Am Anfang der Bucht steht wie in Polynesien üblich eine mächtige Kirche. Der Hauptort ist allerdings auf der anderen Seite der Insel. Morgen werden wir ihn passieren auf unserem Weg nach Norden.

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Auf alten Spuren

Fast 3 Wochen in Savusavu sind erst einmal genug. Wir wollen die Plätze besuchen, die uns im letzten Jahr so gut gefallen haben. Taveuni, Rabi mit Albert Cove, Matagi und wenn es vom Wetter her klappt, wollen wir das Budd-Reef anlaufen und ordentlich schnorcheln. Die Wettergötter versprechen uns für die kommenden Tage wenig Wind. Das heißt zwar Motorfahrt, aber der Wind kommt hier sowieso fast immer aus Südost und das heißt gegenan zumindest bis vor Taveuni. Also besser mit wenig Wind und kaum Welle, dafür aber mit Maschinenkraft, statt gegenan zu bolzen. Wir genießen es erst einmal, wieder draußen zu sein. Die Nacht vor dem Cousteau-Resort war total ruhig und entspannend. Heutiges Ziel: Fawn Harbour.

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Tag 13 auf See

Ankern vor Jaques Cousteau Ressort, Sonntagmittag wird in Savusavu, wenn ueberhaupt, sehr teuer einklariert. Die Koro See hat uns noch Einiges abverlangt. Einschliesslich wild umher kreuzender koreanischer Fischkutter. Anyway, wir haben es mal wieder geschafft. 1326 sm liegen hinter uns. Noch 5 sm bis Savusavu, dann sind wir endgueltig und offiziell angekommen.
Position am 24.06.2018 um 2.30 Uhr UTC 16.48 S, 179.17 E, Kurs 0 Grad, Speed 0 kn

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Tag 12 auf See

Heute im Morgengrauen hatten wir die erste Fiji-Insel (Matuki-Island)auf unserem Weg querab. Von da an noch 2 Tage, dann sind wir in Savusavu. Ist schon fast wie nach Hause kommen. Wir kommen jetzt das dritte Mal dort hin. Wie war das gestern noch mit dem Sabbern und dem dicken Fisch? Heute um 15 Uhr rauschte die Angel wieder raus und diesmal war uns Neptum hold. Ein schoener Bonito von ca. 4-5 kg hing am Haken und konnte dann vom Skipper gluecklich an Bord gezogen werden. Ausgenommen ist er schon und liegt erst mal im Kuehlschrank. Morgen gibt es dann Fisch satt: Sushi, Poisson cru, Fischfilet usw. Der Sabber kann tropfen und muss nicht mehr runter geschluckt werden 😉
Position am 23.06.2018 um 3.30 Uhr UTC 18.26 S, 179.59 W, Kurs 350 Grad, Speed 5.0 kn

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