Tag 5 auf See

Squalls, Squalls,Squalls. Den ganzen Tag ueber jagte einer den naechsten. Der eine hatte Regen im Gepaeck, der andere Flaute oder viel Wind. Wir waren waehrend unserer Wachen vollauf beschaeftigt. An Schlaf war schwer zu kommen auf einem Boot, das wie ein Rodeopferd bockt. Unser Kurs ist leider am Wind und die Wellen kommen schraeg von vorne oder von der Seite und immer wieder mal haemmert eine auf die Seite vom Meerbaer. Ab und zu findet eine auch ihren Weg ins Cockpit. Ein Rumms und ein Schwall Wasser ergiesst sich ueber die Kante. Zum ersten Mal auf dieser Tour haben wir den Niedergang vorsichtshalber gesichert und das Luk auf halber Hoehe geschlossen. Das Kochen und selbst das Essen gestalten sich als Akrobatikakt. So viele Haende, wie man braucht um sich selbst zu sichern und gleichzeitig Gemuese zu schnibbeln, hat man gar nicht. Und alles muss gegen Wegrutschen oder Umkippen gesichert sein. Beim Essen hockt man verkeilt in der Ecke und versucht, das Essen am Ueberschwappem zu hindern. Mal sehen, wie lange uns das Theater erhalten bleib. Angeblich soll uns Donnerstag wieder eine Flaute erwischen. Abwarten. Die Haelfte des Weges ist geschafft.

Position am 05.07.2022 um 00:00 UTC 26.59 S, 177.55 E, Kurs 5 Grad, Speed 6 Kn

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