Tag 4 auf See. Nicht schon wieder Kaffeesegeln.

Ist aber so. Gestern Abend gegen 22:00 Uhr ging der Wind wieder runter und beschehrte uns eine ruhige Nacht. Ausser dem Angriff zweier fliegender Fische auf den Wachhabenden gibt es nichts zu berichten. Eines doch, das Meeresleuchten ist fast komplett verschwunden. Warum auch immer. Die ersten Tage war es unglaublich stark. Der Neumomd sorgte fuer dunkle Stunden und jede noch so kleine Welle wurde in ein Feuerwerk von Licht umgesetzt. Am 2. Tag hatten wir am Nachmittag schon einen Toelpel um das Schiff kreisen. Er nahm sofort Abstand wenn jemand an Deck kam. In der Daemmerung ueberwand er dann seine Scheu und liess sich ausgerechnet auf dem Windbagger nieder, der gerade nicht arbeitete. Wir so: Das wird ein Spass, wenn die Fluegel sich wieder drehen. Bis dahin fuhr der Vogel reichlich im Kreise. Aber falsch gedacht, es kam Wind auf, die Turbine drehte sich und wanderte je nach Windeinfallswinkel hin und her, aber der Riesenvogel liess sich nicht von seinem Schlafplatz vertreiben. Die ganze Nacht schauckelte er auf dem Gehaeuse hin und her. Morgens, in der ersten Daemmerung, noch vor den ersten Sonnenstrahlen, schwang er sich auf und verschwand in der Weite des Ozeans.
Position am 06.11.2016 um 03.00 Uhr UTC: 23.53 Grad Sued und 174.15 Grad Ost, Kurs 200 Grad.

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