1 Woche auf See

..und kein Ende abzusehen. Unser erster Entschluss, umzukehren und nach Neuseeland zurk zu segeln, hat uns ca. 100 sm gekostet. Das ist unter jetzigen Flautenbedingungen mehr als 1 Tag. Die Gribfiles versprechen erst einmal keine Aenderung. Wir werden vorlaeufig keinen Wind bekommen. Aber alles besser als weiter suedlich. Da blaest es mit 30 kn und mehr. Keine schoene Vorstellung, da drin zu stecken. Also sind wir weiter entspannt und troedeln nach Norden. Bei 5 kn Wind machen wir 2-3 kn Fahrt ueber Grund. Dabei sind 1-2 kn Strom, der uns mehr voran schubst, als der Wind uns schiebt. Zum Glueck ist der Strom mit uns, sonst stuenden wir auf dem Fleck oder wuerden sogar noch zurueck treiben. Wir richten uns jedenfalls auf eine weitere Woche ein. Sollte der Wind doch eher kommen als angekuendigt, um so besser. Wir haben neue Begleiter. Die koennen uns zwar nicht schieben, sind aber trotzdem interessant. Mindestens 6 ca. 1 m lange Goldmakrelen haben Meerbaer als ihr voruebergehendes Zuhause auserkoren. Sie springen mal vor, mal neben und mal hinter dem Schiff aus dem Wasser, bleiben aber immer in der Naehe. Ob die wissen, dass wir keine Angel draussen haben? Aber Goldmakrelen sind Jaeger und unser Koeder wuerde nur wie ein alter Wurm runter haengen. Total uninteressant.

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Der erste Tropenbote

..rennt sich gleich den Kopf bei uns ein. Rainer meinte heute frueh, in der Nacht, als er gerade ins Cockpit kam, muesse ein Wal ganz in der Naehe geblasen haben, denn es habe ziemlich nach faulem Fisch gerochen. Heute im Laufe des Vormittags habe ich dann den „Wal“ gefunden. Ein fliegender Fisch muss in der Nacht dort gelandet und mit dem Kopf gegen die Cockpitwand gedonnert sein. Und wer fliegende Fische kennt, weiss auch, dass die gewaltig stinken koennen. Soviel also zum Walblas. Die Stimmung an Bord hat sich wieder gehoben. Wir gehen die Sache entspannt an. Wir kennen die Situation ja schon aus Brasilien und Uruguay. Da mussten wir auch ohne Maschine ankommen. Geht alles, wenn man mit Ruhe und Bedacht an die Sache ran geht. Also: Kopf hoch und durch – nicht so wie der fliegende Fisch 😉
Auf diesem Wege schon einmal vielen Dank an alle, die uns versuchen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dieser Dank erst einmal pauschal an alle, da wir sehr schlechte Funkverbindungen haben und unsere woechentlichen Sailmail-Minuten kostbar sind.

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Neue Plaene

So schnell kann sich alles aendern. Nachdem wir den Wetterbericht fuer die Fahrt zurueck nach Neuseeland gesehen haben, wurde uns ganz anders. Nur Wind auf die Nase fuer die kommenden Tage, und das nicht zu knapp. Deshalb Kommando zurueck! Wir segeln doch nach Tonga. Die Zufahrt ist frei von gefaehrlichen Dingen und wir koennen fast bis vor den Hafen segeln. Irgendwie bekommen wir eine neue Einspritzpumpe schon dahin, sei es mit einem anderen Segler als Bote oder einer von uns setzt sich in den Flieger nach Auckland, pickt die neue Pumpe da auf und kehrt mit dem naechsten Flieger wieder zurueck. Die Pumpe per Post zu schicken duerfte nicht viel guenstiger sein. Die wiegt bestimmt 3 kg und Gewicht kostet. Neuer Kurs: 45 Grad. Noch etwas ueber 600 sm bis Tonga. Position: 28.56 S, 178.14 E. Speed 6 kn.

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Eine schöne Geburtstagsüberraschung….

Erstmal ein gros Dankesch f die vielen guten Geburtstagswsche. Es hat mich sehr gefreut! Weniger erfreulich ist die Geburtstagerraschung, die uns unser Mister Perkins bereitet hat. So gegen 22:00 Uhr Ortszeit plzlicher Drehzahlrkgang, dabei ein lautes Heulen, fast Kreischen. Ein Hechtsprung ins Cockpit und ausgekuppelt – ich dachte an einen Wellenfresser oder Lagerfresser. Der Motor blieb aber einfach stehen. Ok, die Welle geprt -alles bestens! Das Drucklager gecheckt – alles im gren Bereich! Den Motor versucht zu starten – dreht- schon mal super – springt aber nicht an. Erinnert fatal an die Situation vor etlichen Jahren auf dem Atlantik. Also die Einspritzleitungen an den Den gelt und neuer Startversuch. Nix, kein Tropfen an den Leitungen. Diesel steht auf der Pumpe und die Vorpumpe fdert auch. Tja, kennen wir schon. Einspritzpumpe mal wieder gefressen und abgerissen. Hatten wir in Brasilien auch schonmal. War seinerzeit der schlechte Sprit von den Cap Verden. Anyway, also umkehren! Nun ist das nicht so einfach hier. Wir msen ca 500 sm nach Swest. Eine Front ist aber justamente im Anmarsch und bringt uns was? Natlich West-Swest, Pustkuchen mit flotter Rkkehr. Also geht es jetzt erstmal ne Strecke nach West-Nordwest, um sper zurk nach Neuseeland zu laufen. Die freuen sich bestimmt, wenn zu den 20.000 Dollar, die wir gerade f die ganzen Reparaturen da gelassen haben, noch wieder ein paar Tausender dazu kommen. Aber da msen wir wieder hin, denn in Tonga oder auf Fidschi haben wir keine Chance zur Reparatur. Es bleibt also spannend im „meerbaerleben“

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Nach dem Wind ist vor dem Wind

Gut, dass wir den gestrigen Tag zum Entspannen genutzt hatten. Gegen 17 Uhr frischte der Wind auf und wir banden vorsichtshalber ein Reff ins Gross. Gut so! Keine halbe Stunde spaeter ging es los. Der Wind wurde immer mehr. Essen kochen und essen wurde zu einer ersten Herausforderung. Um 20 Uhr dann die Genua zum Teil eingerollt. Bordfrau in die Koje und Skipper auf Wache. Beide hatten keine rechte Freude daran. Die Freiwache hoppste im Bett hin und her, an Schlaf war nicht zu denken und der Skipper versuchte im Regen, die Aries zum Kurshalten zu ueberreden. Meerbaer boxt sich hoch am Wind durch die Wellen. Wachwechsel um Mitternacht. Skipper in die Hoppskoje und Bordfrau nach draussen. Da war es wenigstens wieder trocken. Der Kaept’n bekam auch kein Auge zu (und der schlaeft normalerweise unter jeden Bedingungen). Um 4 Uhr wieder Wachwechsel. Frau in die Hoppsburg und Skipper ab nach draussen. Da braute sich dann so richtig was zusammen. Als die Genua noch weiter gerefft werden musste – der Wind hatte mittlerweile auf ca. 35 kn zugelegt – schuettete es auch noch wie aus Kuebeln. Innerhalb von 3 Minuten war der arme Kerl nass bis auf die Knochen. Die neuen Naehte an der Sprayhood liessen zusaetzlich noch Wasser durch, was der Segelmacher uns prophezeit hatte. Die Naehte muessen angeblich erst noch aufquellen. Dazu hatten sie jetzt reichlich Gelegenheit. Auf jeden Fall war im eigentlichen Wind- und Regenschutz auch alles pladdernass. Die Begeisterung kannte keine Grenzen. Und jetzt? 10 Uhr morgens, Sonnenschein, Wind weg, aber noch strubbeliger Seegang. Wir motoren wieder. Mal sehen, was der Tag und die kommende Nacht uns bringen.

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Der stille Ozean…

macht seinem Namen wieder alle Ehre. Aber wir wissen, er kann auch anders, also: Holzauge, sei wachsam! Seit gestern Mittag rappelte der Motor ohne Unterlass. Die See war wie gebuegelt. Nur ab und zu eine leichte Duenung war zu spueren. Mond und Sterne haben sich im Wasser gespiegelt. Wenn das Gerappel von Mr. Perkins nicht gewesen waere, koennte man sagen: gespenstisch schoen. Heute frueh um 8 Uhr war dann genug. Das Motoerchen brauchte eine Pause, etwas Oel und Wasser, damit es bei Bedarf wieder einsatzbereit ist. Momentan weht eine leichte Brise aus SE. Wir machen ca. 2 kn durchs Wasser mit zusaetzlich einem halben Knoten Strom. Bei diesem Tempo ist die Aries ueberfordert. Sie macht einfach zu viel unnuetze Ausschlaege nach allen Seiten. Das kann Meerbaerchen alleine viel besser. Bei einigermassen getrimmten Segeln ist nur ab und zu eine leichte Steuerkorrektur notwendig, um ihm wieder zu zeigen, wo es lang geht. Also alles ganz entspannt. Wir geniessen die Ruhe. Nachsatz acht Stunden sper, wir haben Wind aus Ost Nordost und sind im 1. Reff beim Groegel, alles lft fantastisch und alles ist gesund und munter. Position: 31 05S 178 37E Kurs 20 Grad Speed 4,5 kn.

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Tag 2 auf See

Nu haben wir sie, die Flaute. Ein tiefes Band von ca 400 sm mit schwachem bis gar keinem Wind erstreckt sich zwischen uns und Tonga. Seit Ortszeit 12:00 brummelt Mister Perkins vor sich hin und es sieht nicht nach einem Ende aus. Die gribs verhein nichts Gutes. Anyway, wir haben schliesslich noch vollgetankt in NZ. So werden die Batterien voll geladen, Wasser gemacht, Gere geladen und auch noch geduscht! Wahnsinn, ein voll gepackter Arbeitstag:-) Position: 32 20 S, 177 22 E, Kurs 30-40 Grad, Speed 5 kn

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