Kein Geburtstagsdinner for 2

Tja, so ist das im Leben. Man hat Geburtstag, und keiner geht hin. Wussten wir ja schon vorher und wir hatten den Tag schön durchgeplant. Morgens Frühstück außer Haus, danach ein wenig durch Nadi stromern, den Markt leer kaufen, im Supermarkt noch ein paar Leckerchen einsammeln und abends dann, s.o.: Dinner for 2. War auch alles prima. Nur als wir mit den Einkäufen zurück zum Boot wollten, mussten wir feststellen, dass der Wind gedreht und zugelegt hatte. Die Rückfahrt mit dem Dinghi war mehr als feucht, um nicht zu sagen: wir waren pladdernass. Und es sah nicht so aus, als ob sich das ändern wollte bis zum Abend. Im Gegenteil. Später drehte der Wind dann brav wieder zurück und kam wieder aus Richtung Land. Also nix mit auswärts essen. Mit nassen Klamotten im Restaurant sitzen macht nicht so den guten Eindruck. Zum Glück hatten wir noch Reste von Vortag, die wir eigentlich heute verputzen wollten. Ein Salat dazu, ein kühles Bierchen und siehe da: wir waren kaum fertig mit essen, schlief der Wind ein. Hätten wir also doch noch fahren können. Dumm gelaufen! Nun probieren wir heute Abend unser Glück. Im Moment sieht es noch so aus, als könnte es klappen. Daumen drücken!

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Es geht wieder nach Süden

Nach einer Woche in der Blauen Lagune zieht es uns wieder Richtung Großstadt. Wir sind total leer gefuttert. Das wenige Gemüse, das wir auf Toki’s Farm ergattern konnte, hat nicht lange gereicht. Es fehlt halt die „Sättigungsbeilage“ wie z.B. Fleisch. Also heute früh um 7 Uhr – eher unfreiwillig – aus den Federn. Unser Ankernachbar wollte schon los und der hatte dummerweise seinen Anker vor uns geworfen und nicht dahinter, wie es gute Seemannschaft vorsieht, und so lagen wir ihm im Weg, nämlich genau über seiner Kette. Nun waren wir schon einmal auf und sind dann kurz entschlossen nach dem Frühstück auch Anker auf gegangen, Ziel: Waya Island. Der Tag ging auch gleich mit Tücken weiter. Der Anker hatte sich hinter einem Korallenstock verhakt und den haben wir dann gleich mit hoch geholt. Das Teil hing am Anker und wollte nicht runter fallen. Rainer hat mit dem Bootshaken gestochert, und der hat sich dann an Stelle des Korallenstocks verabschiedet. Schließlich konnte er das dicke Teil dann doch noch in die Tiefe schicken. Zwischendurch ist dann auch noch der Autopilot auf Störung gegangen, sodass ich am Ruder stehen durfte und Rainer nicht helfen konnte. Nachdem dann endlich alle Mistigkeiten beseitigt waren, konnten wir doch noch ganz entspannt Richtung Waya mit super Halb- bis Raumschotswind mit 6 – 8 kn segeln. Nun liegen wir vor dem Octopus-Resort auf 8 mWassertiefe vor Anker und wollen uns heute Abend mal ein Bierchen gönnen. Unsere Vorräte sind schon seit Tagen aufgebraucht. Es gibt nur noch Wasser – soll ja auch viel gesünder sein 😉

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Toki’s Farm

Nun haben wir doch noch frisches Gemüse bekommen. Nur Obst war leider nicht zu haben.

Guter Einsatz von Rene

Guter Einsatz von Rene

 

Zusammen mit Pauline und René von der „Bounty“ sind wir heute Nachmitttag mit einem Local – den Namen haben wir blöderweise vergessen – zur Toki’s Farm gefahren. Hatten wir schon vor 2 Tagen per Dinghi gesucht und nicht gefunden. Jetzt wissen wir auch warum. Die grobe Richtung war schon gut, aber die Zufahrt durch die Mangroven hätten wir alleine nicht gefunden. Dummerweise war gerade Niedrigwasser und wir durften die letzten paar Meter durch den knietiefen Schmodder waten, weil das Boot stecken geblieben war. Also Flipflops aus,  Hosenbeine hoch gekrempelt und ab durch die Mitte. War gar nicht so einfach. Mal blieb der eine Fuß stecken, dann der andere. Ein richtiger Balanceakt. Als wir dann endlich wieder festen Grund unter den Füßen hatten, ging es erst einmal bergauf, bis wir zur Hütte kamen. Wir wurden gleich von Toki empfangen und in den „Garten“ gebeten. Der war aber nicht gerade um die Ecke, sondern wir mussten erst einmal durch den „Dschungel“. Und das mit Flipflops. Konnte ja keiner ahnen, dass wir erst noch durchs Gelände mussten. Aber der Weg hat sich gelohnt. Frische Tomaten, direkt vom Strauch, Gurken  frisch gepflückt, ebenso Auberginen, Pak Choi, Tapioka, Rettich, Peperoni, Basilikum und Minze. Frischer geht es nicht! Und das alles für 20 Fidji-Dollar, ca. 8 Euro. Der Rückweg war nicht weniger abenteuerlich. Das Wasser lief zwar schon wieder auf, war aber noch nicht hoch genug. Also wieder ab in den Schmodder, diesmal bepackt mit Gemüsetüten. Jetzt bloß nicht umfallen! Ist aber alles gut gegangen. Durch die Mangroven sind wir zurück gestakt, bis wir wieder genügend Wasser unter dem Kiel hatten. Dann konnte endlich wieder der Außenborder seine Dienste tun. Im Resort noch ein Absackerbier, dann ab auf den Dampfer.Wir hatten Hunger! Zum Glück gab es noch Reste von gestern. Das musste nur noch aufgewärmt werden.

Die Zufahrt ist ziemlich tricky

Die Zufahrt ist ziemlich tricky

Unser Käptn

Unser Käptn

Das erlegte Gemüse

Das erlegte Gemüse

 

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Paradox

Wir sind in den Tropen und haben kein Obst! Seit im Februar Cyclone Winston hier über die Inseln gefegt ist, gibt es keine Bananen, kaum Papaya usw. Alles muss erst wieder nachwachsen. Auf den Märkten gibt es zwar das eine oder andere, aber zu hohen Preisen und mieser Qualität. Und auf den keinen Inseln wächst eh nicht viel und es ist derzeit gar nichts zu bekommen. Was da wächst, brauchen die Leute selber zum Leben. Wir liegen hier in der Blue Lagoon vor einem Resort, wo es einen kleinen Shop gibt. Angeblich sollte es hier auch Frisches geben, aber natürlich nicht, wenn wir kommen ;-(  Müssen wir also ein paar Tage darben, bis wir wieder in Lautoka sind und den Markt entern können.

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Manta, Manta

Der helle Wahnsinn! Heute war die Tide optimal. Um 9 Uhr mit Schorchel, Flossen und Kamera ab ins Dinghi und rüber zur Passage. Obwohl erst kurz nach Hochwasser, jauchte der Strom schon ordentlich da durch. Die ersten Touris – wir zählen uns natürlich nicht dazu 😉 – waren schon ran gekarrt worden. So konnten wir sehen, bis wohin wir mit dem Boot fahren mussten, bevor wir uns in die Fluten stürzen konnten. Die ersten dunklen Schatten sahen wir schon da. Die Mantas schwimmen gegen die Strömung und saugen dabei das reichlich vorhandene Plankton in sich rein. Gleich beim ersten Mal kam mir ein riesiges Tier genau entgegen und ich hab es tatsächlich geschafft, ein tolles Foto zu schießen.

Wahnsinn

Wahnsinn

Viermal haben wir uns durch die Passage treiben lassen und sind wieder zurück gefahren. Eigentlich schade, vor lauter Sucherei nach einem Manta übersieht man schnell die unglaubliche Fischvielfalt, die hier in der nährstoffreichen Strömung vorhanden sind.

Fisch satt!

Fisch satt!

 

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Sind wir eigentlich magnetisch?

Warum wir schon wieder? Wir liegen hier wunderschön in einer großen Bucht mit 2 Schiffen. Es kommt ein Trimaran an und was macht der? Ankert dicht bei uns. Da, wo andere sind, muss es einfach schön sein, oder? Nur leider liegen wir hier vor einer engen Passage und da jaucht der Flut- und Ebbstrom ganz ordentlich durch und bei wenig Wind dreht sich Meerbaer in den Strom und nicht in den Wind. Ganz anders ein Leichtgewicht wie der Trimaran. Der dreht sich ganz schnell in den Wind. Und so kann es passieren, dass man total unterschiedlich liegt. Und wenn man dann zu nah beieinander ist, kann es halt zu „Körperkontakt“ kommen. Gestern Abend gegen 11 – wir hatten es uns vor dem Fernseher gemütlich gemacht und einen Film geguckt – taucht auf einmal ein Ankerlicht ganz nah vor unserem Fenster auf. Wir nix wie raus. Der Trimaran war auf Kuschelkurs, nur 1 m mit seinem Heck von unserer Seite entfernt. So was lieben wir! Also raus, gebrüllt, bis sich war regte, und sie weg gescheucht. Bei kurz nach Neumond ist es noch fast stockdunkel und die Besatzung hatte bestimmt Spaß beim Umankern. Strafe muss sein;-) Auf jeden Fall war unsere Nachtruhe gestört, weil wir immer wieder aufgeschreckt sind, abwechselnd aufgestanden sind und aus dem Fenster gesehen haben.

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Wir warten auf die Mantas

Schnorcheln musste auch sein!

Schnorcheln musste auch sein!

Jedes Jahr zwischen Mai und Oktober ziehen hier durch eine enge Passage kurz nach Hochwasser Mantas durch. Wenn man zur richtigen Zeit da ist – vor allen Dingen vor den Touristenschwärmen, die von den umliegenden Resorts rangekarrt werden – kann man sich zusammen mit den Mantas schnorchelnderweise durch die Passage treiben lassen. Dieses Spektakel wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und hoffen, dass wir das eine oder andere Foto schießen können. Heute ist Hochwasser noch zeitlich ziemlich ungünstig, nämlich um 6 Uhr morgens und gegen 6 Uhr abends. Also warten wir noch 2-3 Tage, dann hat sich die Tide nach hinten verschoben und wir haben besseres Licht (und können länger schlafen 😉

Hier haben wir auch nach langer Zeit Frauke und Thomas von der Walkabout wieder getroffen, die sich in diesen Gewässern schon länger mit Sohn Nils, der zu Besuch ist, tummeln. Mit großen Hallo haben wir uns begrüßt und wir konnten zusammen zum Abendessen ein leckeres Kürbiscurry mit Fisch und Cassava genießen. Futter und Knowhow wurde von der Walkabout geliefert, Wein und Location zum kochen und essen wegen des größeren Platzangebotes von uns.  Zum Abschluss gab es noch eine Partie Monopoly, wobei Nils nach harten Kämpfen Rainer doch noch geschlagen hat und souveräner Tages- bzw. Nachtsieger wurde.

sieht er nicht kuschelig aus?

sieht er nicht kuschelig aus?

 

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