Schon wieder verschoben…

Unsere Geduld wird arg strapaziert. Anfang der Woche sah es nach einem schönen Wetterfenster zu diesem Wochenende aus. Also Mittwoch für 3 Tage ab in die Marina, um restliche Kleinigkeiten zu erledigen wie z.B. Aries montieren, Sicherheitsleinen an Deck anbringen,  Dinghi ausräumen und verstauen. Das Auto für den letzten größeren Einkauf hatten wir für Freitag geordert. Und siehe da: kaum waren wir in der Marina, drehten sich die Wettervorhersagen einmal um sich selbst und unser Wetterfenster war perdu. Aussichten für die nächsten Tage gleich null. Das Auto war gemietet, also haben wir zumindest die schweren und sperrigen Dinge eingekauft und alles, was haltbar ist. Sollte es doch noch irgendwann logehen, können wir die restlichen frischen Sachen zu Fuß einkaufen.

Heute ging es dann also raus aus der Marina, leider nicht Richtung Fiji, sondern nur Richtung Ankerplatz.

Nachdem es gestern Nachmittag und Abend wie aus Eimern geschüttet hat, scheint heute zum Glück wieder die Sonne und wir genießen das leichte Schaukeln am Anker und sitzen draußen im Cockpit. Sobald die Sonne verschwindet, wird es dann schnell empfinglich kalt – zumindest für unsere verwöhnten Verhältnisse – und spätestens nach dem Abendessen wird der Ofen angeheizt und wir muckeln uns gemütlich ein.

Roberton Island

Mal sehen, wie lange das noch so weiter geht. Wir haben mal nachgesehen. Der erste Start war für Mitte Mai geplant. Jetzt haben wir Ende Juni. Irgendwann wird wohl auch unsere Zeit kommen. Also weiter: Geduld, Geduld, Geduld und nicht selbst verrückt machen.

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Warten, warten, warten…

In diesem Jahr kommt es uns besonders strubbelig vor. Ein Wetterfenster tut sich in ca. 1 Woche auf, wir planen den Start und je näher der angepeilte Tag kommt, umso schlechter werden die Wetterprognosen. Schlechtes Wetter können die hier wunderbar vorhersagen, das trifft meistens zu, aber sobald sie gutes Startwetter vorhersagen, ist Vorsicht geboten. Vor allen Dingen, wenn sich die Wettermodelle überhaupt nicht einig sind. Und das kommt leider ziemlich oft vor. Scheinbar wird es in Zeiten der gobalen Klimaveränderungen immer schwieriger, das Wetter vorherzusagen, weil die altbewährten Computermodelle wohl nicht mehr passen. Speziell hier im Südpazifik schein es besonders problematisch zu sein.

Egal, auf jeden Fall schließt sich unser Wetterfenster für Donnerstag wieder. Wir hatten gehofft, dass wir uns auf das für Anfang der Woche angekündigte Tief hinten drauf setzen zu können, um mit schönem südlichen Wind Richtung Tropen zu segeln.

Das dicke Ding muss erst durchhziehen

Leider hat sich die Vorhersage mal wieder entschieden, ab Ende der Woche Nordwind zu schicken, was hieße: Wind auf die Nase. Nix für uns.

Naja, ist ja noch ne Woche hin. Vielleicht überlegen es sich die Wettergötter doch noch. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Irgendwann kommen wir hier schon weg. Die Frage ist nur, wann. Ansonsten lassen wir es uns gut gehen und üben uns in Geduld.

 

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Und ich wollte den guten Reflex auf den Kapverdischen Inseln schon rauswerfen.

Oldie but Goldie

Schon seit mehr als zwanzig Jahren tut unser Reflex Ofen mit Heizschlange seinen Dienst. Ob in Hamburg bei minus 20 Grad im Eis, in Patagonien bei den Fahrten durch die kalten Kanaele oder eben jetzt in Neuseeland im Herbst und den vergangenen  Wintern. Es ist so ziemlich die einzige Moeglichkeit, die Feuchtigkeit mit relativ guenstigsten Mitteln aus dem Schiff zu bekommen. Klag- und lautlos mit Spritverbrauch von max zwei Litern Diesel in vierundzwanzig Stunden arbeitet das System vor sich hin. Eine kleine Umwaelzpumpe – 0,2 Ampere – schubst den Heizungskreislauf ueber die fuenf im Schiff verteilten Radiatoren an.

Wie eingangs erwaehnt, wollte ich im Ueberschwang der Gefuehle, endlich in der Waerme der Subtropen angekommen zu sein, die ganze Anlage rausreissen. Zum Glueck hatte mich die Schipperin davon abgehalten ;-).

 

 

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Nur für den Notfall…

…haben wir unsere alte, verschrabbelte Kuchenbude aufgehoben. Und nun ist der „Notfall“ eingetreten. Wir kommen in den nächsten Tagen nicht weg von Neuseeland und die Nachttemperaturen sollen bis auf 10 Grad sinken.

Das Ofenrohr

Der Kamin für unsere Heizung steht auch schon und jetzt eben auch die olle Kuchenbude. Gut, dass wir das alte Teil doch nicht entsorgt hatten. Es ist erstaunlich, wie viel Wärme so ein Stoffteil speichert. Es kühlt definitiv langsamer aus im Schiff und sobald morgens die Sonne raus kommt, heizt es schnell auf und es ist im Cockpit wärmer als innen. Das lädt zum Draussen-Frühstück ein.

Nicht mehr schön, aber sie erfüllt ihren Zweck.

Die „Unterwegs-Vorräte“ sind auch schon wieder aufgefuttert. Jetzt wird erst nachgekauft, wenn sicher ist, dass es wirklich los geht.

Ansonsten lassen wir es uns gut gehen. Die Arbeiten sind bis auf ein paar Kleinigkeiten so gut wie alle erledigt und wir können der Abfahrt ruhig entgegen fiebern.

Es kann sich „nur“ noch um Tage handeln.

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Langer Abschied von Neuseeland

Wie schon so oft: gerade gibt es ein schönes Wetterfenster Richtung Norden, aber wir sind noch nicht so weit. Die ersten Schiffe haben schon abgelegt und sind in die Wärme unterwegs. Geplant war für uns das kommende Wochenende für die Abreise, aber die Wettergötter wollen uns wohl noch ein paar Tage länger in Neuseeland festhalten. Wir würden in eine dicke Flaute reinsegeln. Kein Bedarf! Also warten wir auf das nächste Fenster, das sich bestimmt bald auftun wird. Wie es aussieht, werden wir doch wider Erwarten noch einmal in die Bay of Islands hochsegeln und in Opua ausklarieren. Wir haben keine große Lust, mit dem schönen sauberen Unterwasserschiff hier im dreckigen Fluß zu liegen. Und in der Urquartsbay ist es zwar schön sauber, aber je nach Windrichtung liegt man da nicht so gut und wenn wir doch noch eine Woche oder länger warten müssten, wäre es mit dem Einkauf von frischen Sachen ein Problem. Von der Marsden Marina, wo wir ausklarieren könnten, ist es ein weiter Weg nach Whangarei. Also geht es Dienstag Richtung Bay. Da warten wir dann auf das richtige Segelwetter, können in Paihia noch die Reste einkaufen und in Opua stressfrei ausklarieren. Hoffen wir mal, dass das neue Antifouling die ersten Barnackle-Angriffe erfolgreich abwehrt.

Kunst am Hatea-Loop

Am vergangenen Dienstag wurde Meerbaer wieder in sein Element entlassen und wir haben uns den Luxus gegönnt, ein paar Tage in der Marina in Whangarei zu verbringen. Vom Town Basin aus ist es ideal zum Verproviantieren. Alles ist fußläufig erreichbar und man kann ganz entspannt etappenweise Vorräte beschaffen, die erst einmal verstauen und dann die nächste Ladung einkaufen. Da sich unserer Reisepläne – mal wieder – geändert haben, gab es dann doch noch ein wenig Stress. Würden wir wie geplant direkt nach Neukaledonien segeln, hätten wir nichts Eingekochtes mitnehmen dürfen. Wäre ja auch dumm, denn da gibt es reichlich und gut. Aber wie gesagt, unsere Pläne haben sich geändert und die Einkoch-Orgie wurde gestartet.

Wie sehen jetzt unsere weiteren Reisepläne aus ?- Bin gespannt, ob es dabei bleibt oder wieder alles umgeworfen wird 🙂

Es geht zuerst nach Fiji. Warum? Der Plan, Ende diesen Jahren schon in Südafrika zu sein und dann so langsam Richtung Heimat zu trödeln, hat sich durch die Krise in der Ukraine zuerschlagen. Solange wir nicht wissen, wie sich dieser schreckliche Krieg weiter entwickelt, wollen wir uns noch von Europa fern halten.

Von Fiji aus soll es dann nach Neukaledonien gehen und dann…. ca. 1 Jahr Australien. Der Visumantrag läuft. Wir hoffen mal, dass wir in Australien willkommen sind.

Hundertwasserhaus in Whangarei

 

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Schon wieder ausgebremst

Nachdem wir in der ersten Woche an Land bei schönstem Wetter nicht so wirklich vorwärts gekommen sind, weil der Kurier unsere bestellte Farbe verbummelt hat, gab es als Nächstes fast eine ganze Woche Dauerregen. Ostersamstag hatten wir tatsächlich doch noch  einen trockenen Tag, an dem wir es geschafft haben, den Rumpf zu lackieren. Seit gestern hieß es dann: fast die ganze kommende Woche Sonnenschein. Also nix wie ran! Deck noch einmal reinigen, Farbe anrühren und die Pinsel/Rollen geschwungen. Achterdeck und Aufbau haben wir geschafft – danach waren wir beide auch geschafft und haben für gestern Schluß gemacht. Heute sollte es weitergehen. Nur leider haben die Wettergötter mal wieder eine andere Idee. Was interssiert die Vorhersage von gestern 🙁

Da kommt die nächste Regenfront

Hoffen wir, dass der Regen nur ein Zwischenspiel ist und wir heute Nachmittag wenigstens die neu lackierten Flächen abkleben und mit Antirutschfarbe anmalen können.

Sieht scheckig aus, das liegt aber daran, dass teilweise der alte Antirutschbelag durchschlägt. Macht aber nix, das wird eh wieder mit neuem Autirutsch übergepinselt.

Gut eine Woche haben wir noch. Der Termin zum ins Wasser gehen ist Anfang der kommenden Woche. Das sollte zu schaffen sein – die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Schon 3 Monate Sendepause

Mit Schrecken haben wir heute festgestellt, dass wir seit unseren Weihnachtswünschen nichts mehr auf unserem Blog hinterlassen haben. Sorry!!!

Aber jetzt:

Unsere Zeit in Neuseeland nähert sich dem definitiven Ende. Pläne für die Weiterreise wurden schon reichlich geschmiedet, für aktuell befunden und dann doch wieder über den Haufen geworfen. Fest steht lediglich, dass wir nicht mehr nach Neuseeland zurückkehren werden. Nur wie geht es weiter?

Erster Plan: zurück nach Europa, die Weltumsegelung beenden, die Heimat wiedersehen und dann entweder im europäischen Norden segeln oder nach dem Heimatbesuch ins Mittelmeer. Der Weg sollte uns führen über Neukaledonien, Australien, allerdings nur durch das Great Barrier Reef und dann ab Darwin über Cocos Keeling, La Réunion, Mauritius, Südafrika, dann entweder direkt über die Azoren nach Hamburg oder erst noch ein Schlenker über die Karibik.

Dann kam der Ukraine-Krieg, der alles verändert hat. Macht es momentan überhaupt Sinn, sich in die Nähe dieser Katastrophe zu begeben oder sollen wir noch ein wenig weiter die Welt ersegeln und hoffen, dass dieser furchtbare Krieg schon bald zu Ende geht? Wir sind total unentschlossen.

Zweiter Plan: Bis zum Great Barrier Reef wie geplant, aber dann über Indoniesien, Malaysia, Thailand und weiter ???

Es bleibt spannend. Aber erst einmal steht Meerbaer seit 2 Tagen im Norsand Boatyard in Whangarei auf dem Trockenen. Die Weiterreise erfordert einige Wartungsarbeiten. Zum Glück fast ausschließlich „Kostmetik“, wie neues Antifouling, neuer Lack auf Rumpf und Deck, Riggcheck usw. Geplant sind 2 Wochen, die eigentlich ausreichen sollten. Der Wettergott hat hoffentlich ein Einsehen und schickt uns noch ein paar trockene Tage.

 

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