Eine Bootslänge entscheidet…

…über Wohl und Wehe. Um gerade um diese Bootlänge sind wir der Katastrophe gestern Abend entgangen.

Den ganzen Nachmittag über zogen schon diverse Gewitter über uns hinweg mit mal mehr,  mal weniger starkem Regen. Ein Grund mehr, sich bei laufender Heizung einzumuckeln und einen Film anzusehen. Um  ca. 19 Uhr legten Wind und Regen zu und Rainer meinte, das wären aber wohl mehr als die angesagten 20 Knoten Wind. Kaum ausgesprochen, riss sich eine der Planen los, die wir als Regenschutz über das Cockpit gezogen hatten und wir spurteten nach draussen, um sie wieder einzufangen. Der Wind jaulte und der Regen peitschte auf uns ein. Nachdem wir endlich die Plane wieder gebändigt hatten, verzogen wir uns schnell wieder nach drinnen, um uns trocken zu legen und den Film zu Ende zu sehen.

Irgendwann klingelte das Telefon und Thomas fragte uns, ob wir alles gut überstanden hätten. Klar, wir sind nur nass geworden. Er meinte, es wären ja einige Schiffe in Sturm umgefallen und auf dem Boatyard herrsche das Chaos. Wir sahen uns nur verdutzt an und gingen erst mal nach draussen. Jetzt erst sahen wir die Bescherung. Unser Nachbar, der die besagte 10 m hinter uns stand, lag voll auf der Seite. Draussen funzelten einige Leute mit Taschenlampen rum und man konnte schemenhaft erkennen, was passiert war. Nachdem wir uns bei Claus erkundigt hatten, ob bei ihm alles in Ordnung sei, haben wir uns dann mit Taschenlampen bewaffnet draußen getroffen und einen Rundgang gemacht. Da ist uns dann erst so richtig bewusst geworden, wie nahe das an uns vorbei gezogen ist. Es hieß, es seien 2 Tornados gewesen mit Spitzengeschwindigkeiten von ca.  170 kmh. Und das nur für einige Senkunden. Die haben aber gereicht, um alles durcheinander zu wirbeln.

Heute Morgen haben wir dann den Rundgang mit Fotoapparat gemacht, um das Desaster auf Bildern festzuhalten.

Domino-Effekt

Eien Dinghi hängt hoch oben im Besanmast

Trotz Wochenende waren alle Boatyardmitarbeiter anwesend, um mit den Aufräumarbeiten und der Sicherung der umgefallenen Boote zu beginnen. Ab Montag wird es dann hier wohl so richtig los gehen.

MEERBAER steht noch fest und sicher

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