Unsere Zeit im Gambier Archipel neigt sich dem Ende zu.

fantastische Aussicht von dem Haus von Fritz

fantastische Aussicht von dem Haus von Fritz

Es ist wunderschön hier, der Ankerplatz vor Rikitea ist sicher, der Haltegrund sehr gut. Mit Ausnahme der Flughafeninsel waren wir auf keinem weiteren Ankerplatz. Zum Teil aufgrund des Wetters, zum Teil, weil wir auf unser Ersatzteil aus Frankreich warteten und Internet benötigten. Internet geht hier nur über Manaspot und ist mit einer Alfa oder ähnlicher Antenne einigermaßen zu erreichen. Es ist sehr teuer – ca. 120 € für 100 Stunden und sehr langsam. Zu bestimmten Zeiten geht überhaupt kein Traffic und skypen geht nur Nachts. Man kann auch in einem Shop/ Restaurant für 1 € die Stunde ins Internet, allerdings mit Verzehrzwang.
Die Versorgungslage ist inseltypisch. Alle 20 Tage kommt der Versorger aus Tahiti und dann bekommt man für einen kurzen Zeitraum auch „frisches“ Obst und Gemüse. Äpfel, Birnen und Orangen für ca 4,50 – 5,00 € das Kilo. Weißkohl fast 5 € per Kilo. Kartoffeln und Möhren zu den gleichen Konditionen. Minieier für 0,60 €, Butter 250 g für 3 €, dänische Salami 400g für 8,50 €, französische Ringsalami 300g ca. 10,00 €. Dies ist nur ein kleiner Auszug von Preisen. Aber man kann schon an Hand der Höhe ermessen, wie es weiter geht. Positives gibt es auch! Sollte Mehl und Hefe vorhanden sein, bekommt man morgen um 5:00 Uhr und nachmittags um 15:00 Uhr frisches Baguette für 0,50 € per Stück. Es ist relativ schnell ausverkauft und man sollte nicht zu spät an der Bäckerei sein.
Zu dem Thema „Versorgung“ mit einheimischem Obst sei folgendes gesagt. Jeder Baum, jeder Busch gehört irgend jemanden. Einfach etwas wegnehmen und selbst wenn es auf dem Boden liegt, ist hier nicht üblich. Selbstverständlich sind viele Leute bereit, auf Nachfrage etwas zu geben. So man denn jemanden in seinem Garten antrifft und ihn mindestens auf französisch anspricht. Ansonsten sind die Leute nett und freundlich, ein „bonjour!“ auf der Strasse ist üblich. Abgeschlossen haben wir das Boot zu keiner Zeit und auch die Sachen auf Deck bleiben, wo sie sind.
Also unsere Empfehlung ist: egal ob man von Panama oder von Chile hierher kommt: Leute, haut euren Dampfer voll bis oben hin! Wein, Bier und Schnaps sind hier „unbezahlbar“. Eine Flasche Wein geht nicht unter 30,00 € , Flasche Bier 3,60 € und der billigste Fuselwhisky auch 30,00 €.
Es ist sehr schade, dass der einheimische Obst- und Gemüsemarkt praktisch nicht vorhanden ist. Aus welchen Gründen auch immer. Bestimmt hat die Perlenzucht was damit zu tun, die viel Geld hier in den Archipel spült.
Trotzdem können wir uns vorstellen, den nächsten Sommer wieder hier zu verbringen – vorausgesetzt wir sind dann noch in Polynesien. So wie es aussieht steht ein „el Nino“ Jahr an und es ist fraglich, ob wir aufgrund dieser Tatsache nicht doch gezwungen sind, schon in diesem Jahr nach Neuseeland zu segeln.

Blick auf das Ankerfeld von Fritz aus

Blick auf das Ankerfeld von Fritz aus

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