Never ending story 1.Teil

So langsam sind wir mit den Nerven am Ende. Als wir aus dem Wasser gegangen sind, haben wir den Motor zur Wartung gegeben, um die Dichtungen, die wir selbst aus Deutschland mitgebracht haben, zu wechseln und alles zu reinigen. Die Lichtmaschine sollte zum Service, um nachschauen zu lassen, ob die Kohlen noch gut sind und der Regler einwandfrei arbeitet. Soweit, so gut. Nun sind wir wieder im Wasser und der Motor sitzt auch da, wo er hin gehört. Nun ging das Theater los. Zuerst mal kam die Lichtmaschine zurück mit der Aussage: alles in Ordnung. Nur fehlte das Kabel, an dem der Sterling Power-Regler angeschlossen werden muss. Also wieder zurück zum Service. Bitte wieder anbauen. Nun bekamen wir den Hinweis, doch die Lichtmaschine auf 2-polig umbauen zu lassen. Das wäre sicherer usw., usw. Dummerweise haben wir uns dazu überreden lassen. Das war der Kardinalfehler überhaupt. Seit diesem Umbau funktionierte erst Mal gar nichts mehr. Erst hieß es: der Power-Regler ist kaputt. War er aber nicht, denn der Fehler trat auch auf, als wir den Regler umgangen hatten. Dann hieß es, unser Minuskabel vom Motor sei vielleicht zu alt oder zu dünn. Also haben wir ein neues dickeres Kabel gezogen. Ergebnis: keine Veränderung. Die Lichtmaschine lädt erst nach ca. 1 Minute und sobald Druck drauf kommt, will heißen, wir geben Gas, bricht alles zusammen. Der nächste Experte knipste dann einfach die Kabel vom Power-Regler ab und verschwand damit zur Werkstatt, um den zu testen. Nach 2 Stunden kam er zurück. Der Regler war in Ordnung. Wussten wir schon vorher! Dann fummelte er an den Kabeln rum, startete den Motor und brachte zuerst die Kontrollleuchte von der Lichtmaschine zur Explosion und blies eine Sicherung durch. Dann wurde hektisch telefoniert und nach ein paar Minuten kam der Chef. Seine erste Aussage: der Regler ist kaputt. War er dann auch. Er hatte den Schuss nicht überlebt. Nun hatte der Skipper die Faxen dicke und bat leicht erbost darum, die Lichtmaschine bitte wieder so herzurichten, wie sie ganz zu Anfang war. Der „Experte“ war nicht begeistert, zumal er nicht einsehen wollte, dass sein Adlatus den Regler zerschossen hatte, ist aber dann doch zurück zur Werkstatt und hat die Lichtmaschine wieder zurück gebaut. Und siehe da: alles läuft, nur leider der Power-Regler nicht. Kaputt ist kaputt. Die Story ist erst Mal gegessen, die Rechnung können die sich irgendwohin schieben.

Aber das ist ja noch nicht alles. Wäre ja auch langweilig. Nachdem die Lichtmaschine nun endlich läuft, wollten wir den Motor unter Last testen. Das Getriebe und der Motor gaben so komische Geräusche von sich, dass wir den Test sofort abgebrochen haben. Es stellte sich dann heraus, dass das Getriebe total trocken war. Man hatte schlicht und einfach vergessen, nach dem Dichtungswechsel das Öl wieder aufzufüllen. Und jetzt haben wir den Salat! Wenn wir Pech haben, ist auch das Getriebe hin und dafür gibt es keine Ersatzteile mehr. Wir warten jetzt mal ab, wie sich die Werkstattleitung dazu stellt.

Fortsetzung folgt

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Frustabbau

Um den Tag dann doch noch mit einem schönen Erlebnis ausklingen zu lassen, sind wir heute gemeinsam mit unserem neuen Dinghi „geflogen“. Wahnsinn! Erst meint man, es geht nicht, aber dann kommt der Moment, da beginnt das Bötchen zu gleiten und dann geht es ab wie Schmidt’s Katze! Ein irres Gefühl. Leider dürfen wir erstens den neuen Außenborder noch nicht so richtig ausfahren und zweitens sind hier auf dem River „nur“ 5 Knoten erlaubt. Egal. Hat riesigen Spaß gemacht und unsere Mundwinkel mussten mit Gewalt wieder von den Ohren weg gezogen werden ;-). Da wird man wieder 5o Jahre jünger!

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Immer noch Baustelle

War wohl nix mit fast fertig. Hier sieht es immer noch aus wie bei Hempel’s unter’m Sofa. Wir sind zwar wieder im Wasser und der Motor sitzt da, wo er hin gehört und ist auch schon schön verkabelt, aber damit hört es schon auf.  Die Lichtmaschine lädt nach der Wartung nicht mehr und die Motorinstrumente spinnen auch – hängt wohl alles zusammen. Da der Fehler definitiv nicht bei uns liegt, kommt Glen, der Mechaniker von Ray Roberts Marine schon nach Feierabend vorbei und versucht, der Sache auf den Grund zu kommen. Sein Ehrgeiz ist zum Glück angestachelt und er ist auch der Meinung, dass dies nicht unser (finanzielles) Problem sein kann. Mal sehen, wie es weiter geht. Etwas Zeit haben wir ja noch, bevor der Winter hier vor der Tür steht und wir uns wieder in die Tropen verpieseln müssen.

Octender_270 handmade from Newzeeland

Octender_270 handmade from Newzeeland

Etwas Schönes gibt es doch noch zu berichten: unser neues Dinghi und der neue Außenborder sind da und haben den Testlauf mit Bravour bestanden. Hoffentlich können wir beides bald voll nutzen, wenn wir wieder an schönen Ankerplätzen liegen.

Passt irgendwie zum "meerbaer""

Passt irgendwie zum „meerbaer““

 

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Die to-do-Liste schrumpft!

Zumindest die, die wir uns für unseren Aufenthalt an Land vorgenommen hatten. Sobald wir im Wasser sind, gibt es eine neue ;-(

Bis jetzt hat Meerbaer einen neuen „Unterrock“: 18 kg Antifouling in 3-4 Lagen aufgetragen. Die letzten 2 Liter kommen auch noch drauf, wenn wir am Donnerstag im Kran hängen. Dann können wir die Stellen nachpinseln, die jetzt noch durch Stützen oder Balken unten drunter versteckt sind.

Die Welle mit neuen Dichtungen sitzt auch schon an ihrem Platz, sodass am Freitag früh eigentlich alles bereit ist für die Wasserung. Zunächst geht es dann erst einmal an einen Liegeplatz, weil der Kran für das nächste Schiff gebraucht wird, das an Land gestellt werden soll. Sobald das raus ist, werden wir wieder in die Kranbahn bugsiert und dann kommt endlich Mr. Perkins wieder an seinen angestammten Platz. Ein paar Stunden werden sicher noch vergehen, bis alle Kabel und Verbindungen angeschlossen sind, aber dann kann er wieder rennen, der Gute!

Propper, propper....

Propper, propper….

Den Boiler hatten wir auch ausgebaut, um „mal eben“ neue Schläuche zu installieren. „Mal eben“ hat uns dann doch einige graue Haare beschert. Dreimal haben wir das Ding wieder los machen müssen, bis endlich alle Anschlüsse so lagen, dass sie auch sinnvoll genutzt werden können. Wie hätte das gehen sollen bei eingebautem Motor? Fast unmöglich!

das neue Drucklager an Ort  und Stelle

das neue Drucklager an Ort und Stelle

2 der neuen Füße und die Boilerschläuche in rot

2 der neuen Füße und die Boilerschläuche in rot

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Alles passiert hier mal so nebenbei….

Wlan an Bord ist ja überall das große Thema heute im Zeitalter der ständigen Erreichbarkeit. Da muss die Website bedient und die Social-Apps aktualisiert werden. Außerdem bestehen doch viele immer noch auf mündliche Kontakte via Skype, sogar sehen kann man sich dabei!

Nun, das alles ging auf dem „Meerbaer“ schon seit Jahren. Die externe Wlan-Antenne eines bekannten Ausrüsters ziert schon seit Uruguay den Besanmast und hat uns so manchen Euro gespart, weil sehr leistungsstark. Nun schwächelte der interne Router und gab so Stück für Stück den Geist auf. Alle Computerläden und Elektronicshops in Whangarei abgeklappert: Nichts! Nur ADSL und Kabelrouter oder erstaunte Augen ob der Frage nach unserer speziellen Lösung. Ok, dafür gibt es ja Internet. Also erstmal auf der Lieferantenseite von vor 4 Jahren nachgeschaut. Da gibt es das Teil natürlich nicht mehr. Wäre eh zu teuer gewesen, denken wir uns. Aber es gibt Alternativen. Nun treibt ein kleiner tp-link Router sein Unwesen und verteilt sogar noch 3G/4G Signale unter Deck. Im Internet bei einem neuseeländischen webshop bestellt und zur Marina liefern lassen. Geht doch!!

schickes Teil und superklein

schickes Teil und super klein

 

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Alles braucht seine Zeit…….

neues Drucklager und neuer Wellenflansch

neues Drucklager und neuer Wellenflansch

Da mussten wir also erstmal nach Neuseeland segeln, um unser Wellenproblem in den Griff zu bekommen. Bisher hatten wir – laut unserem Freundes Rainer vom Lojan – eine Fischerbilge. Sprich, ein Gemisch aus Öl, Salzwasser und Fett unter dem Motor und an den Wänden verteilt. Das Ganze ergab sich aus der Ignoranz des Skippers und der Unfähigkeit auch der „Berater“ bisher. Jetzt zum ersten Mal überhaupt wurde die Antriebswelle gezogen – was aber auch reichlich kompliziert war. Und die Überraschung war sehr groß, weil nicht zuletzt die vorhandene Zeichnung absolut nichts mit der verbauten Wirklichkeit zu tun hatte. Anyway, mit Glen von Ray Roberts – dem Maschinenladen in der Riverside Drive Marina – hatten wir schnell die richtige Lösung gefunden und realisiert. Also raus mit dem alten riesigen Drucklager – es war eher für 250 PS ausgelegt, als für unsere 50. Und ein simples einfaches Ding von SKF zusammen gestellt. Auch der Wellenflansch hatte Spiel auf der Welle und musste somit erneuert werden. Dabei wurde die Welle gleich um 5 cm gekürzt und nach innen versetzt, so dass der Propeller nun den richtigen Abstand zum Rumpf hat. Was das wohl alles kostet? Uns wird schon ganz schummrig beim Gedanken an die Rechnung, denn Mister Perkins war ja auch noch in Kur. Heiha. Da müssen wir ja mal bald über einen „Donate-Knopf“ auf der website nachdenken:-)

supergut von Glen gearbeitet

supergut von Glen gearbeitet

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Der tägliche „Krankenbesuch“

Keine Sorge, wir sind alle beide gesund und munter! Der Besuch gilt unserem alten Mr. Perkins, der sich derzeit im Sanatorium Ray Roberts Marine befindet. Er wurde so ziemlich auseinander genommen, gereinigt, mit vielen neuen Dichtungen versehen und hat auch schon wieder neue Farbe bekommen. Vielleicht liegt es doch daran, dass wir einmal täglich bei ihm vorbei schauen und ihm seine Streicheleinheiten geben? Auf jeden Fall sind wir guter Hoffnung, dass er bald wieder an seinen alten Platz kommt und dort in Zukunft munter vor sich hin tuckern wird. Seine „Koje“ wird ja auch gerade von uns hergerichtet, damit er sich da wieder wohl fühlen kann. Der Rost ist weg, eine Lage Owatrol und eine Lage Rostumwandler sind schon aufgetragen. Heute gibt es die Grundierung und im Laufe der Woche noch zwei helle Anstriche, dann kann er kommen, der alte Herr.

auf dem Weg der Besserung!!!

auf dem Weg der Besserung!!!

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