Unsere neue Philosopie

Alles, was nicht mehr funktioniert und in erträglichem Rahmen repariert oder ersetzt werden kann, fliegt raus! Gerade geschehen mit unserem Boiler. Wir hatten ihn schon dreimal aus- und wieder eingebaut, um das Tropfen abzustellen. Wir dachten, es wäre ein Schlauchanschluss. Weit gefehlt. Nach vielem Gefluche und verdrehten Finger- und Armgelenken, weil das Teil natürlich spitzenmäßig gut einzubauen war, haben wir endlich gemerkt, dass der Boiler selber ein Loch hat. Hätten wir uns viel Arbeit gespart, wenn er uns das früher gezeigt hätte. Auf jeden Fall ist er jetzt auf dem Müll. Ersatz: 2 Solar-Dusch-Säcke. Hatten wir früher schon und in den Tropen ist das Wasser darin ruck zuck warm, wenn nicht sogar heiß.

Mal sehen, was aus nächstes raus fliegt. Vermutlich werden wir irgendwann rudern 🙂

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Warum nicht mal abwechseln?

Wir wollen uns ja nicht beschweren, denn seit ein paar Tagen haben wir tagsüber reichlich Sonne und Wind. Die Solarzellen arbeiten und der Windgenerator rennt um sein Leben. Beide machen ordentlich Strom. Aber wenn es dann Abend wird, geht die Sonne unter – ist ja normal, macht sie jeden Tag – aber der Wind ist dann wohl der Meinung, er hat auch genug geleistet und schläft ebenfalls ein. Ab mittags sind unsere Batterien voll und wir wissen  nicht, wohin mit dem ganzen Saft, aber über Nacht zapfen wir nur ab und morgens sind die Zellen kurz vor dem Ende. Das liegt aber auch daran, dass die Bordbatterien bereits 5 Jahre alt sind und ihre Lebensarbeitszeit eigentlich schon überschritten haben. Ohne Wind haben wir morgens nur noch etwas über 22 Volt drauf und es fehlt nicht mehr viel und der Kühlschrank steigt aus wegen Unterspannung. Neue Batterien sind ja schon eingeplant, bevor wir wieder nach Fidji starten. Aber so lange sollten die alten Dinger noch durchhalten. Also, siehe oben: bitte tagsüber Sonne und nachts Wind, immer schön abwechselnd! Danke! 🙂

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Unseren Wetterbericht gib uns täglich…

Brett coastal forecast

: 9:11am Sunday 12 Mar 2017
: Midnight Sunday 12 Mar 2017

Forecast

*** STORM WARNING IN FORCE ***
Northerly 55 knots, easing to northwest 45 knots this morning. Northwest easing to 30 knots this afternoon and to 20 knots this evening. High sea easing. Northerly swell rising to 3 metres for a time.Poor visibility in rain for a time this morning,with thunderstorms possible.

Und das ist er für heute. Lecker! Wir hängen immer noch am Anker. Es war eine unruhige Nacht mit Ankerwache – nur zur Vorsicht. Wir haben vollstes Vertrauen zu unserem guten Bügelanker. Es ist nur etwas ungemütlich, gerade jetzt bei Gezeitenwechsel. Da liegt Meerbaer schon mal gerne quer zum Wind oder zum Strom, je nach Lust und Laune. Aber man gewöhnt sich an alles. Auf See wäre es jetzt sicher viel ungemütlicher. Gut, dass wir uns da nicht rum treiben müssen. Wenn der Spuk vorbei ist, soll die Sonne wieder für einige Tage scheinen. Dann vergisst man auch schnell die Hopserei und Schaukelei.

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Kleiner Lagebericht aus unserer Ankerbucht

Seit 3 Tagen ziehen in der Tasmansee zwischen Australien und Neuseeland mehrere Tiefs in der Gegend herum. Mal näher an Neuseeland, mal näher an Australien. Für die Nordinsel jagen seit dieser Zeit die Sturmwarnungen und die Starkregenwarnungen durch das Internet und den VHF. So einiges haben wir schon abgewettert. Der Wassertank ist reich gefüllt und der Windbagger hat gut zu tun. Heute war den ganzen Tag Hausarrest angesagt, wegen zuviel Wind und zuviel Regen. Aber kein Problem. eben mal den Antriebsstrang auseinander genommen und mehr Platz für die Kardan- Ausdehnung geschaffen. Reicht noch nicht ganz, also muss der Skipper in Opua nochmals ran. Aber erst im Laufe der nächsten Woche. Bis dahin liegen wir hier in der Pomare-Bay auf 2-4 m Wassertiefe vor 30 m Kette sicher und ruhig. Heute den Kettenabfangstropp neu gemacht. Der alte arbeitete jetzt doch schon, seit wir unterwegs sind und hat einige Ankerplätze auf dem Buckel. Ansonsten alles bestens und wir freuen uns für die Landwirtschaft ob des Wassersegens. Auch die Hausbesitzer sind des Lobes so voll wie ihre Tanks es sind. Nur die Winzer dürften dem Wind und dem Starkregen weniger abgewinnen, schließlich hat die Weinlese gerade begonnen.

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Nur ein Krümel

Kleine Ursache, große Wirkung. Die Ölpantscherei hat sich gelohnt. Mit dem schmierigen Zeugs muss sich wohl auch ein Krümel gelöst haben, der den Öldruckgeber blockiert hatte. Nun läuft er wieder, wie er soll!! Ich sag ja: alles wird gut 🙂

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Heute mal „nur“ eine Kleinigkeit

Auf dem Weg von Opua nach Russel zum erneuten Testlauf der Maschine war noch alles gut. Beim Ankern gingen dann plötzlich die Warnlampe und der Warnton los: Öldruck gleich null! Da sackte uns erst mal das Herz in die Hose. Denn ohne Öldruck ist der Motor ruck zuck im Eimer, aber total. Aber wer Rainer kennt, der weiß auch, dass der nicht so schnell aufgibt. Es könnte ja auch der Geber sein, oder das Anzeigegerät oder, oder, oder. Nach einer schlaflosen Nacht dann heute die Idee: Geber abschrauben und den Motor starten. Wenn dann aus dem Loch vom Geber Öl spritzt, ist die Maschine nicht in Gefahr. Und es hat gespritzt! Alles total versaut trotz diverser Lappen und Papier, was alles so für den Fall bereit lag. Aber das nimmt man doch gerne in Kauf, wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist ;-). Jetzt müssen wir nur noch raus finden, ob nun der Geber oder das Instrument kaputt ist. Das  kriegen wir auch noch hin. Alles wird gut 🙂

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Keine Schraube mehr locker

Jedenfalls nicht mehr am Motor, bei uns sind wir uns nicht so ganz sicher 🙂

Es waren wohl tatsächlich die Motorfüße, die uns einen Teil der Probleme bereitet hatten. Die beiden hinteren, die die meiste Last tragen mussten, sind total schief wie ein schief gelaufener Absatz (da kann man auch nicht mehr so richtig drauf laufen). Die Neuen sind härter – sollen sie zumindest sein, die Zukunft wird es zeigen – und hinten für die höhere Belastung ausgelegt. Seit dem Umbau sind wir ca. 4 Stunden motort und es ist noch alles bombenfest. Der Motor macht nicht mehr diese unangenehmen Geräusche und läuft viel ruhiger. Nichts rappelt sich mehr los. Das Eine oder Andere am Motor ist noch nicht so ganz zu unserer Zufriedenheit, aber wir arbeiten dran, und zwar nur wir und niemand sonst. In Zukunft werden wir keine „Fachleute“ mehr an das gute Teil ran lassen. Ansonsten steht noch genug anderes auf dem Zettel, das erledigt werden muss, bevor wir Anfang Mai wieder Richtung Fidji aufbrechen wollen.

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