Wanderung mit Bad

Blick auf die Rere Bay

Freitag Nachmittag so ca. 2 Std. vor Hochwasser ging es los. Carmen und ich wieder auf Wandertour. Erst mit dem Dinghi zur Land Cove Hut, dort das Dinghi an einen Baum gebunden und ca. 45 Minuten marschieren, mal wieder über Stock und Stein, rauf und runter – nur diesmal nicht so anstrengend, wie 3 Tage zuvor auf Cavallies Island.  Zur Belohnung gab es dann ein erfrischendes Bad unterhalb der Wairere Falls in einem wunderschönen Pool. Leider war von dem Wasserfall nichts zu sehen. Dafür hatte es in letzter Zeit einfach zu wenig geregnet. Normalerweise reichen die Fluten des Wasserfalls bis zum Pool. Diesmal hat es leider nur dazu gereicht, den Pool zu speisen. War aber trotzdem schön.

Bad am Nachmittag

Der Rückweg  war  dann ganz einfach. Bei Hochwasser konnte man mit dem Dinghi bis fast zum Pool fahren und so wurden wir von unseren  Männern ganz bequem eingesammelt und wieder nach Hause geschippert.

Für die kommenden Tage ist mal wieder ein Tief angekündigt, das hier über uns hinweg ziehen soll. Wir haben uns in eine geschützte Bucht verpieselt und harren der Dinge, die da kommen mögen. Hoffentlich zieht der Höhepunkt nicht wieder mitten in der Nacht über uns weg, damit uns diesmal die Ankerwache erspart bleibt und wir schön eingemuckelt in der Koje bleiben können.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Hinterlasse einen Kommentar

Ruhe nach dem Sturm

Der erste Sturm des neuen Jahres ist durch. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt. Ententeich. Kein Wind. Entspannung pur. Gestern Mittag war der Spuk vorbei. Der Wind hatte endlich auf Südwest gedreht und uns dann nicht mehr weiter interessiert.

kaputt

Vorher aber, in den frühen Morgenstunden – es war zum Glück schon hell – ist noch mal eben unsere Leine gebrochen bzw. durchgescheuert, die die Zuglast der Kette von der Ankerwinsch nehmen soll. Wir haben es sofort gemerkt und konnten schnell Ersatz anbringen. Nur ist uns leider der schöne Kettenfanghaken abhanden gekommen. Sonst löst sich das Ding nur schwer von der Kette, aber wenn er halten soll, dann geht er ganz leicht los. Futsch! Ist zum Glück kein Problem, es gibt für 20 NZ-Dollar Ersatz in Opua. Der Festmacher, den wir als Ersatz genommen hatten, hat sich bei dem ewigen Einrucken dann auch noch fast in seine Bestandteile zerlegt. Der Mantel ist aufgedröselt und es hält momentan nur noch die Seele. Nächste Wochen gibt es Ersatz. Wir brauchen sowieso neue Festmacher 😉

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Ruhe nach dem Sturm

Ankerwache ist angesagt

Und das natürlich wie immer nachts. Kann der Sturm sich nicht mal tagsüber bei uns austoben? Anscheinend nicht. Auf jeden Fall hat uns das angekündigte dicke Tief ordentlich erwischt. Wir liegen in der Pomare-Bay ziemlich weit hinten drin bei 4 m Wassertiefe und hängen an 60 m Ankerkette. Das sollte reichen. Der Wind drehte von Nordost über Nord und ist jetzt schon seit ein paar Stunden auf Nordwest. Gerade hat er wohl sein Maximum erreicht –  hoffen wir – und soll in ca. 6 Stunden nach Südwest weiter drehen und sich dann abschwächen.

Einige Boote sind anscheinend schon auf Drift gegangen. Man sieht immer mal wieder Navigationslichter durch die Gegend irren. Gerade lief auch schon der erste Mayday-Ruf über die Funke. Anscheinend ist bei einem Boot die Ankerkette gebrochen und  die Rettungsaktion über Maritime Radio ist angelaufen.

Gestern Nachmittag noch hatten wir den Ankerplatz gewechselt, weil so ein blöder Motorbootfahrer seinen Kahn direkt vor uns parken musste, keine 20 m von uns entfernt. Als wir ihn fragten, ob er über Nacht bleiben will oder noch weg fährt, meinte er, wir sollen uns nicht so anstellen,  der Platz wäre ausreichend und „er würde ein Auge auf unser Schiff halten“. Gut, dass wir umgezogen sind! Schon am späten Abend war nämlich gerade dieses Schiff als erstes unfreiwillig unterwegs! Der hätte und voll abrasiert, wenn wir da geblieben wären. Hatten wir mal wieder den richtigen Riecher!

Mal sehen, wann der Spuk vorbei ist. Es bleibt spannend.

Übrigens: das Motorboot ist schon wieder auf Drift. Es sind gerade alle Deckslichter angegangen und es herrscht Gewusel an Deck. Ich muss raus, beobachten, wo der hin will – hoffentlich weit weg von uns!

Veröffentlicht unter Neuseeland | 2 Kommentare

Rutscht gut rüber!

Guten Rutsch nach 2018!

Mögen all Eure Wünsche für das Neue Jahr in Erfüllung gehen und Eure guten Vorsätze, sofern es sie denn gibt, durchführbar sein!

Wir rutschen mal wieder als Erste rüber und fegen den Weg ins Neue Jahr für die daheim gebliebenen schon mal frei, damit niemand auf der Strecke bleibt oder unterwegs verloren geht  😉

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Rutscht gut rüber!

Frohe Weihnachten…

Frohes Fest!

… wünschen wir unserer Familie, unseren Freunden und treuen Lesern unseres Blogs!

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Wir waren nicht faul

4 Tage in der Marina sind wie im Fluge vergangen. Eigentlich war ja gar nicht so viel zu tun, aber die Zeit rennt einfach davon. Zuerst mussten alle sozialen Kontakte wieder gepflegt werden – und das dauert halt. Und dann bekamen wir am Montag auch schon von Freunden das Auto geliehen und konnten zum Großeinkauf nach Kerikeri fahren. Dort haben wir auch gleich unser neues Broadband-Internet geordert, was alleine schone eine geschlagene Stunde gedauert hat. Aber es hat sich gelohnt. Die Kosten sind überschaubarer als das Stückwerk, was wir in der letzen Saison hatten und die Geschwindigkeit ist einfach unglaublich. Filme runterladen, was vorher bis zu einer Stunde gedauert hat, ist in 5 Minuten erledigt und die Abdeckung ist landesweit und sogar weit draußen auf See vorhanden.

Bettwäsche und Handtücher konnten in den Marina-Waschmaschinen  endlich mal wieder heiß gewaschen und in die Trockner gestopft werden. Alles ist wieder propper.

Dann kam der nächste Kraftakt. Dem Wunsch der Bordfrau wurde nachgegeben und ein neuer Boiler angeschafft. Der musste natürlich auch noch eingebaut werden. Das neue Teil ist dicker als das alte und die Halterungen passen natürlich auch nicht. Mit viel Gefrickel, Gefluche und Schrammen an den Armen hatten wir es dann gestern Abend um 20 Uhr geschafft. Sitzt, passt, funktioniert. Die erste warme Dusche haben wir beide ausgiebig genossen, zumal wir noch am Steg lagen und mit Wasser pladdern konnten, ohne Rücksicht auf den leer werdenden Wassertank nehmen zu müssen. Heute Vormittag dann noch das Deck waschen, den Wassertank auffüllen und den Müll entsorgen. Fertig.

Und heute Mittag war dann Schluss mit Marina. Um 12 Uhr lagen wir schon wieder vor Anker vor Paihia, um den Farmers Market zu entern. Morgen früh dann noch zum Supermarkt, die letzten frischen Sachen für den Weihnachtsbraten kaufen und dann raus zu den Inseln.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Wir waren nicht faul

Angekommen

Nun sind wir offiziell in Neuseeland angekommen. 9 Tage und 16 Stunden waren wir unterwegs, und das fast ausschließlich hoch amWind. Und die letzten Meilen wurden noch recht interessant. Zuerst kein Wind, der Motor musste doch noch 11 Stunden lang ran. Dann ging es langsam los und der Wind nahm stetig zu bis zuletzt 6 Bf und wir sahen uns gezwungen, ein Reff ins Gross zu binden. Keine 2 Stunden später: Wind weg, na jedenfalls fast. Wir machten nur noch 2 kn Fahrt. Dafür wurden wir mit einem tollen Schauspiel belohnt. Ein sicher 4 m langer Schwertfisch sprang mehrere Male ca. 300 m neben dem Meerbaer aus dem Wasser. Was für ein Anblick! Wir konnten uns gar nicht satt sehen. Ans Fotografieren haben wir gar nicht gedacht vor lauter Staunen und Begeisterung. Bei dem leichten Wind hatten wir natürlich wieder ausgerefft und nicht lange danach: Wind! Es wurde immer mehr und Meerbaer luvte an, dass es die Aries nicht mehr schaffte, in zurück auf Kurs zu bringen. Also: reffen. Kaum war das Reff drin: Wind weg. Jetzt blieb das Reff drin. Wer weiß, was als Nächstes kommt. Und es kam. Der Wind nämlich genau auf die Nase. Bay of Islands anlegen: Pustekuchen. Also musste für die letzten 5 Stunden tatsächlich noch unser Mr. Perkins ran. Der hat seine Arbeit mit Bravour geleistet. So schnell wie diesmal waren wir unter Maschinen schon lange nicht mehr. Hat sich die viele Umbauarbeit am Spritsystem doch bewährt und unser Vertrauen in den alten Eisenklotz ist wieder zurück gekehrt.

Pünktlich um Mitternacht lagen wir dann fest am Q-Dock. Ein Bierchen zur Belohnung und dann ab in die Koje. Zoll, Immigration und Biosecurity hatten sich für 8 Uhr angemeldet. Das ging auch alles schnell und problemlos über die Bühne und nun liegen wir für 3 Tage in der Marina. Deck von der Salzschicht befreien (wir können gerade Fleur de Sel in rauhen Mengen verkaufen), ausgiebig duschen, Wäsche waschen, Großeinkauf machen und dann wieder raus an den Anker.

Veröffentlicht unter Neuseeland | 1 Kommentar