Tauwetter im Kühlschrank

Mal wieder ist der Verdampfer in unserem Kühlschrank dick mit Eis verkrustet und frißt deshalb Strom ohne Ende. Das Ding müssen wir bei den hiesigen Temperaturen tatsächlich alle 6-8 Wochen abtauen. Naja, es wird ja auch jeden Tag mehrmals warmes Zeug nachgeladen, da kommt der garnicht gegen an. Nur schade, dass wir das Eis nicht für einen kühlen Drink nutzen können. Aber man kann eben nicht alles haben.

Heute früh konnten wir erst einmal kein Kaffeewasser kochen. Der Gasfernschalter hatte seinen Geist aufgegeben. Das Magnetventil öffnete zwar, wie es sollte, hielt aber nicht, sondern fiel, sobald man den Schalter los ließ, wieder zu. Aus Sicherheitsgründen heißt dies: jedesman, wenn wir Gas brauchen, Flasche aufdrehen und anschließend wieder zudrehen. Ganz schön nervig, da die Gasflaschen auf dem Achterdeck ganz hinten stehen. Bei schönem Wetter ja eigentlich kein Problem, aber wenn es dann irgendwann mal regnet, ist das kein Vergnügen mehr. Zum Glück hatten Moni und Hermann noch einen alten Gasfernschalter verträumt in ihrer Backskiste liegen. Den haben sie uns zum Ausprobieren gegeben und tatsächlich: er funktioniert. Glück gehabt! Danke den Beiden.

Veröffentlicht unter Uruguay | Hinterlasse einen Kommentar

Wein, Pferde und jede Menge Rindvieh!

Was mich (Rainer) besonders fasziniert hat, ist einfach die Rancho- oder Estanzia- Geschichte. Zwischen Rebstöcken liegen grosse Flächen mit Rinderweiden. Vor fast jedem Haus sind ein oder mehrere Pferde angebunden.

ein stolzes Kerlchen

Auf den Hausweiden der Estanzias stehen Pferde und Rinder einträchtig zusammen. Wir haben Gauchos bei der Ausbildung zugesehen.

links hinten steht das Pferd zur Ausbildung

Nach alter Tradition werden hier Pferde und Gauchos ausgebildet. Daneben wird mit modernsten landwirtschaftlichen Maschinen gearbeitet. Sicherlich fehlt uns der tiefere Einblick in die Strukturen hier. Aber vom ” Gefühl” her würden wir sagen, den Leuten geht es hier nicht schlecht. Ein Wunsch hat sich bei mir formuliert: Mit und auf Pferden Südamerika zu bereisen! Mal sehen, vielleicht wird der Traum ja irgendwann einmal Wirklichkeit.

viele "Antiquitäten" sind hier noch am Alltag

 

Veröffentlicht unter Uruguay | 1 Kommentar

Uruguay mit dem Auto

Naja, nur ein kleines Stückchen von Uruguay. Auf der Karte sieht das Land für südamerikanische Verhältnisse recht klein aus, aber es ist immerhin noch dreimal so groß wie z.B. Österreich, also kann man nicht mal eben in 2 Tagen das ganze Land bereisen. Wir haben uns von Colonia aus am ersten Tag in Richtung Westen aufgemacht, um uns die Orte anzusehen, die wir eigentlich mit dem Boot besuchen wollten: Nueva Palmira, Carmelo und Mercedes.

Strand in Carmelo

Die Autofahrt war auf Dauer eher langweilig. Es gab jede Menge Gegend zu sehen, mal mit Kühen, mal mit Pferden, mal mit Schafen. Ab und zu mal ein wenig Wald, aber das war’s dann auch schon. Die Städtchen, die man durchquert, sehen eher aus wie Schrebergarten-Siedlungen. Dabei alles sauber und aufgeräumt.

Landungssteg in Villa Soreano

Die Routa No. 1 birgt ab und zu ein paar größere Schlaglöcher, die man tunlichst umfahren sollte. Ist aber bei Tempo 90 (erlaubte Höchstgeschwindigkeit) kein Problem. Allerdings wird man, wenn man das Tempolimit einhält, auch schon mal von einem Bus überholt (auch im Überholverbot). Die Schilder sind wohl eher als eine Art Empfehlung zu verstehen.

Traumhaftes Ambiente

Am Fluss sieht es dann ganz anders aus. Schöne Grünanlagen bei den Bootsanlegern, gute Ankermöglichkeiten und auch gute Möglichkeiten, mit dem Dinghi anzulanden. Nur zum Verproviantieren ist es hier überall sehr mühsam. Man sollte schon genug Vorräte dabei haben.
Am zweiten Tag ging es dann nach Nueva Henvecia. Hier haben sich vor ca. 150 Jahren ein paar schweizer Familien niedergelassen und ein wenig ihre Tradition verankert. Heute muss man allerdings Leute mit schweizer Ursprung eher suchen.

Sonnenuhr am Hoteleingang

Es gibt noch das „Hotel Suizo“, in dessen Restaurant man u.a. Fondue oder Apfelstrudel essen kann. Angeblich soll es hier auch Züricher Geschnetzeltes geben. Die Musikbesieselung im Restaurant ist so, wie die Südamerikaner sich wohl die traditionelle Musik aus der Schweiz vorstellen (ist aber eher was für die Skihütte).

beim Apfelstrudel

Unterwegs sind wir noch in einem „Sammelmuseum“ eingekehrt. Die Besitzer haben seit 1955 alles mögliche gesammelt, u.a. Bleistifte aus aller Herren Länder. Mit dieser Sammlung (ca. 25.000 verschiedene Bleistifte) wurden sie ins Guinnesbuch der Rekorde eingetragen. Von der Firma Faber-Castell gab es Auszeichnungen und Einladungen nach Deutschland bzw. Brasilien zu den Werken. Ist schon witzig, auf welche Ideen die Leute so kommen.
Als Abschluss wollten wir mal wieder Wasser sehen und sind Richtung Strand gefahren. Straßenschilder waren mal wieder Mangelware und mit der Orientierung hatten wir alle unsere Probleme. Liegt wohl daran, dass hier die Sonne mittags im Norden und nicht im Süden steht. So sind wir etliche km über Schotterpisten gedonnert bzw. geholpert und das Ergebnis hat sich dann doch wenig gelohnt. Zuletzt ging es noch zum nagelneuen Puerto Sauce in Juan Lacaze. Eine wunderschöne Anlage, sicher und sauber, die Angelegenheit hat nur einen großen Haken: ca. 400 m hinter der Hafenanlage ist eine Papierfabrik und der Wind bläst bei östlichen Richtungen den Gestank genau über den Hafen weg. Und hier herrscht überwiegend Wind aus östlichen Richtungen. Wirklich schade drum.
Heute sitzen wir wieder auf unserem „Meerbaer“, haben Apelkuchen gebacken und lassen die Eindrücke auf und einwirken.

nette Ecken, auf dem Lande

Veröffentlicht unter Uruguay | Hinterlasse einen Kommentar

Mal wieder an unserem Blog gebastelt!

Die ersten beiden Artikel sind jetzt oben in der Kopfleiste unter “Wir” und unter “Meerbaer” zu finden. Damit steht in Zukunft der neueste Artikel immer gleich oben an.

Ausserdem können wir die Einträge über uns und unser Schiff leichter verändern oder erweitern.

Viel Spass weiterhin beim Schmökern in unserem Blog

Veröffentlicht unter Allgemein, Uruguay | Hinterlasse einen Kommentar

Mal wieder umdisponiert

Ist ja nichts Neues bei uns, kommt ja öfter mal vor.
Wir hatten schon unsere Einkäufe für die morgige Weiterfahrt im Rucksack und wollten nur noch eben die Boje bezahlen und uns für morgen bei der Prefectura abmelden.
Beim Ausrechnen des Preises kam dann raus, dass wir, wenn wir noch bis zum 29.1. bleiben, ca. 80 Euro weniger zu bezahlen hätten, als wenn wir morgen fahren. Ist ein reines Rechenexempel: 80 Euro plus ca. 60 l Diesel für die Fahrt flussaufwärts, dafür können wir uns für 2 Tage ein Auto mieten und so nach Mercedes fahren. Ist sogar noch billiger. Unsere 3 Monate in Uruguay laufen sowieso am 8. Februar aus und dann können wir direkt nach Argentinien rüber.
Also: wir bleiben noch. Es gibt schlechtere Plätze. Der Meerbaer liegt sicher, die Stadt ist nett und die Leute freundlich. Was will man mehr?

Veröffentlicht unter Uruguay | 1 Kommentar

Die Filets liegen schon im Kühlschrank

Zum ersten Mal im neuen Jahr die Angel rausgehängt, und schon nach einer halben Stunde waren zwei Prachtexemplare in der Pütz. Zuerst ein Wels von ca. 1,5 kg (die Jungs stehen wohl auf Käse) und kurz nach dem Abendessen diese schöne Dordado von bestimmt 2 kg.

Eine wunderschöne Dorado

Die haben wir mit dem Fettrand von unserem vorher verspeisten Rumpsteak gelockt. Ist ja schließlich auch ein Raubfisch. Was mag es wohl morgen zum Abendessen geben? Fisch, frisch (frischer geht’s nicht) auf dem Tisch! Petri Heil!

Veröffentlicht unter Uruguay | 3 Kommentare

Wlan vom Feinsten.

Fritz montiert die Wlan Antenne in unserem Besanmast.

Anne hat dem “meerbaer” zu Weihnachten die Wlan- Antenne von Luna geschenkt! Die Antenneneinheit haben wir im Besanmast montiert und mit einem Netzwerkkabel geht es zur Navigation. Da gibt es den Strom für die Masteinheit und für den Router unter Deck. Dieser sorgt für eine Signalverteilung unter Deck und im Cockpit. Somit kann mit jedem w-lan Gerät kabellos  auf das Internet zugegriffen werden. Eine feine Sache.

 

Veröffentlicht unter Uruguay | Hinterlasse einen Kommentar