Arbeitswut

Wenn die ausbricht, muss man ganz schnell los legen und nicht eher aufhören zu arbeiten, bis man fertig ist. So schnell kommt die erfahrungsgemäß nicht wieder.

Ob es die auch in Neukaledonien gibt?

Heute war es urplötzlich mal wieder soweit. Es fing ganz leise nach dem Frühstück an. Der Herd sah so aus, als wollte er mal wieder gründlich gereinigt werden. Also fing die Bordfrau an, die Teile abzumontieren und zu schrubben. Das muss dann irgendwie ansteckend gewesen sein. Auf einmal kramte der Käpt’n sein Werkzeug aus und fing an, das Luk über dem Salon zu demontieren. Das Ding hatte uns bei der Überfahrt von Neuseeland ein paar unerklärliche Wassertropfen an der Decke beschert, ohne dass wir sehen konnten, wo es leckte. Stand deshalb auch schon seit unserer Ankunft hier in Fiji auf dem Zettel. Wird aber auch langsam Zeit, in einer Woche wollen wir unterwegs sein Richtung Neukaledonien. Wir erwarten zwar hauptsächlich Wind mehr von achtern, aber wer weiß. So ist das meistens. Erst wird getrödelt, es ist ja auch zu schön hier. Und dann drängt auf einmal die Zeit und so vieles ist noch zu erledigen. Für die Zeit von Dienstag bis Donnerstag haben wir einen Platz in der Marina Port Denarau reserviert. Da können wir das Dinghi noch einmal so richtig schrubben, bevor es an Deck verzurrt wird. Das Deck und das Cockpit sind auch mal wieder fällig. Das macht sich gut, wenn man den Wasseranschluss vor der Nase hat und nicht die Kanister durch die Gegend fahrt muss. Dann noch der obligatorische „letzte“ Einkauf in Nadi und Freitag dann in Lautoka ausklarieren. Der Wetterbericht sieht momentan ganz entspannt aus. Aber bis dahin ist es noch fast eine Woche. Abwarten.

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Faule Bande…

Nach mehreren mehr oder weniger heftigen Winken mit diversen Zaunpfählen müssen wir ja nun doch mal wieder was auf unseren Blog schreiben – Facebook ist ja doch soooo viel einfacher 😉

Aber was soll man schreiben, wenn nix weiter Berichtenswertes passiert? Nichts kaputt gegangen, keine nennenswerten Wetterkapriolen, keine Katastrophen, es plätschert einfach alles so dahin. Ist ja auch gut so. Uns geht es gut, wir treiben uns noch für ca. 10 Tage hier in Fiji rum, bis es dann rüber geht nach Neukaledonien, auf zu neuen Ufern.

Seglerbar Malolo Lailai Resort

Wir haben uns gerade mal wieder ein ruhiges Plätzchen vor Malolo Lailai gesucht und eine neue Ladung Bier angesetzt. In 4 Tagen kann auf Flaschen abgefüllt werden und dann können wir uns so langsam mal nach einem Wetterfenster für die Überfahrt umsehen. Die Vorbereitungen hierfür sind schnell erledigt. Einkaufen, tanken, ausklarieren und los. Und natürlich den Meerbaer vom Camping-Modus auf See-Modus umbauen. Ist schon komisch. Wenn man nur ein paar Tage irgendwo rumhängt, ruck zuck ist alles schon wieder im Schiff verstreut 😉

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Insel-Hopping

Letzten Woche Mittwoch Mittag haben wir uns endlich von Savusavu trennen können. 3 Wochen waren wir schon wieder da. Da wurde es Zeit, mal wieder die Location zu wechseln. Zuerst nur „an die Ecke“ zum Cousteau Resort. Das gehört dem Enkel des berühmten Jacques Cousteau, von dem wir als Kinder immer gerne die Unterwasser-Filme gesehen haben – lang, lang ist’s her.

Danach dann am Donnerstag auf nach Koro Island. Natürlich mal wieder mit zu wenig Wind zum segeln. Die Maschine lief die ganze Zeit mit. Egal, die Fahrt war doch ereignisreich, denn uns war mal wieder das Anglerglück beschert. Einem schönen Wahoo gefiel unser Köder so gut, dass er kraftvoll zubeißen musste. Da hatte er dann keine Chance mehr, sich von dem Haken zu befreien und er durfte unseren Speiseplan für die nächsten 2 Tage ordentlich aufwerten. Lecker war er!

Wahoo

Von Koro aus dann nach Makogai Island. Die Führer hatten mehr versprochen, als es wirklich zu sehen gab. Der Ankerplatz vor dem Dalice-Village war o.k., nur das Village bestand lediglich aus ein paar mehr oder weniger verfallenen Hütten. Cyclone Winston hatte im vergangenen Jahr hier kräftig zugeschlagen. 2 kleine Jungen von 9 und 11 Jahren nahmen uns am Ufer in Empfang und boten ihre Führung an. Klar, haben wir angenommen. Sie zeigten uns ein paar Betonbecken, in denen kleine Riesenmuscheln aufgezogen werden. Wenn diese dann groß genug sind, werden sie in Netzen ins Meer gesetzt. Das Netz soll sie vor Räubern und Freßfeinden schützen. Sobald die Muscheln groß genug sind, werden sie „in Freiheit“ gelassen und dürfen dann alleine wachsen. In einem Rundbecken von ca. 5 m Durchmesser schwammen ein Weiß- und ein Schwarzspitzenhai. Wir haben nicht so ganz verstanden warum. Angeblich sollen sie noch etwas wachsen und dann wieder frei gelassen werden. Dann ging es am „Dorf“ vorbei zum alten Friedhof. Dort sind die ersten Siedler begraben. Erstaunlich viele aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Frankreich. Vor vielen Jahren gab es hier eine große Leprastation. Einige überwucherte Ruinen davon sind immer noch zu erahnen.

 

Kajak am Strand von Naigani

Am nächsten Tag war dann Ostwind angesagt, der uns erlauben sollte, Richtung Süden nach Levuka auf der Insel Ovalau zu segeln. Leider hat sich der angesagte Ostwind dann doch als Südwind, allerdings ganz schwach, entpuppt. Also mal wieder Motorfahrt. Waren aber nur 13 sm bis zum Riffeinfahrt. Levuka war ursprünglich die Hauptstadt von Fiji, bis dann Suva auf der Hauptinsel Viti Levu dazu auserkoren wurde. Von Hauptstadt-Feeling ist heute nichts mehr zu spüren. Der Ort ist nett, aber total verschlafen. Eigentlich wollten wir die Nacht dort verbringen, aber leider ist am Ende der Stadt eine Fischfabrik, und bei der Windrichtung hatten wir echt „die Nase voll“. Gar nicht lecker. Außerdem liegt auch noch die Stromversorgung von Levuka, will heißen: riesige Generatoren, die Tag und Nacht einen Höllenlärm verursachen, genau vor unserem Ankerplatz. Also haben wir die Gelegenheit genutzt, ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und haben dann den Anker gleich wieder aus dem Grund gerupft. Nur eine Seemeile weiter nördlich lagen wir dann vor einem kleinen Dorf in himmlischer Ruhe vor Anker. Hier lässt es sich aushalten. Für die Nacht wurden ergiebige Regenfälle angekündigt. Mal sehen, ob die auch wirklich kommen. Wir haben auf jeden Fall unsere Bütten zum Wasser sammeln aufgestellt. Kann ja nicht schaden.

Wasser sammeln war wohl nix. Der angesagte Regen blieb aus. Egal, morgens Anker hoch und weiter nach Norden an der Westseite von Ovalau vorbei nach Naigani Island. Das war eine wirklich gute Entscheidung! Wir lagen da super geschützt vor dem noch aus SW kommenden Wind. Trotz Wind und hatten eine entspannte Nacht. Gestern früh dann kam die Sonne wieder raus. Also wir auch nix wie raus. Am Strand konnten wir viele schöne Muscheln sammeln. Einfach traumhaft hier. Wenn unsere frischen Vorräte nicht zur Neige gingen, könnten wir es hier sicher auch länger aushalten.

Nun sind wir wieder unterwegs. Nach 4 Tagen mit nur minutenweisem Internet flutscht es wieder und wir können endlich wieder unsere Erlebnisse teilen. Wir segeln gerade bei leichter Backstagsbrise Richtung Viti Levu. Am Montag werden wir wohl in Lautoka sein und dort den Markt und die Supermärkte entern.

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Ankern im Aquarium

2 Tage kein Internet, aber das war die Sache wert. In der Nordwest-Ecke von Rabi-Island gibt es die kleine Albert-Cove. Ein wenig tricky, dort hinein zu kommen, weil mal wieder die Karten nicht stimmen, aber wir hatten den Track von anderen Seglern und konnten ohne Probleme den „Eingang“ und unseren Ankerplatz finden. Keine 50 m neben dem Schiff begann das Riff aus ca. 15 m Tiefe hoch zu steigen. Zuerst dachten wir: Schade, alles kaputt, nur Korallenschrott. Hier hat Cyclone Winston sicher seine Spuren hinterlassen. Aber kaum kam man ein wenig weiter, breitete sich ein Korallengarten vom Feinsten aus. Eine Vielfalt von Korallen, Fischen und Schnecken, einfach unglaublich. Hier waren wir sicherlich nicht zum letzen Mal!

Albert Cove, Rabi-Island

Schnecken? Auf jeden Fall lustige, bunte Puscheltiere

Nach 3 Tagen ohne Internet hat es uns dann doch wieder in die Zivilisation gezogen. Außerdem waren unsere Obstvorräte so weit geschrumpft, dass es nur noch für einmal Frühstück reichte. Also auf nach Somosomo auf Taveuni.  Auf dem Weg dort hin sprangen die Fische um uns rum, als wollten sie uns auslachen. Als würden sie wissen, dass wir noch so viel von dem Wahoo übrig haben und deshalb die Angel eingepackt lassen.

Bonito im Jagdfieber

Heute früh dann schnell auf den Markt und ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt eingesammelt und schon ging der Anker wieder hoch. Auf zur Südwest-Spitze von Taveuni. Dort gibt es das Paradise Dive-Resort, welches kostenlose Moorings bietet. Natürlich wird erwartet, dass man dort trotzdem seine Fiji-Dollar verteilt, z. B. an der Bar, im Restaurant oder sogar beim Tauchen. Mal sehen, wieviel Dollar man uns hier aus der Tasche zieht. Ein erstes Bier haben wir uns jedenfalls schon gegönnt 🙂

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Anglerglück

Heute um 11 Uhr ging der Anker vor Somosomo hoch, um die kurze Strecke von 19 sm rüber zur Buca-Bay in Angriff zu nehmen. Einmal kurz über die Somosomo-Strait. Wir waren kaum eine halbe Stunde unterwegs – die Angel ging sofort nach dem Start raus – , da rauschte sie auch schon aus. Unser erster Wahoo! Gemeinsam holten wir das Tier an Bord und gaben ihm sofort eine ordentliche Dröhnung Rum in die Kiemen. Er sollte schließlich nicht merken, dass er abgemurkst werden sollte. Er war auch sofort ruhig und hat wohl auch nichts mehr gemerkt in seinem Alkohol-Rausch.

Ein Prachtexemplar

Es war noch ein großes Stück Arbeit, das Tier in mundgerechte bzw. portionsgerechte Teile zu zerlegen, aber nun liegen die Stücke gut verwahrt im Kühlschrank. Morgen gibt es die erste Mahlzeit. Blöderweise hatten wir gestern, nachdem uns der schöne MahiMahi wieder vom Haken gehüpft war, einen großen Tiefkühl-Gockel gekauft, der heute aufgetaut war und auf seine Zubereitung wartete. So müssen wir leider noch bis morgen warten, bis wir an den Fisch können. Aber der Gockel hat auch geschmeckt. Er wurde zum leckeren Coq au vin verarbeitet.

unser erster Wahoo

 

 

 

 

 

 

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…und futsch!

Heute haben wir uns von unserem Traumankerplatz auf Matagi Island verabschiedet. Wir brauchen mal wieder Frisches vom Markt. Also auf nach Somosomo. Wie in letzter Zeit immer unterwegs, hing die Angel wieder draußen. Mit einem Biss haben wir allerdings nicht gerechnet. Doch kurz vor Somosomo rauscht die Leine auf einmal aus. BISS!!! Und was für einer! Eine große Goldmakrele oder auch Mahi Mahi hatte sich an unserem Köder verheddert und kämpfte wie wild. Sie ist gesprungen und hat an der Leine gezerrt, Rainer konnte das Ding kaum halten. Mit viel Mühe hat er dann das Prachtexemplar zum Boot gekurbelt. Wir hatten ihn schon längsseits und wollten ihn gerade mit dem Gaff rein ziehen, da macht er noch einen heftigen Sprung und weg war er. Da konnte er sich im letzten Moment noch vom Haken befreien. Es sei ihm gegönnt. Wer so kämpft, hat die Freiheit verdient.

Das Messer war schon gewetzt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gentlemen don’t sail to windward!

Eigentlich wollten wir uns auf den Weg in die nördliche Lau-Gruppe machen. Leichte Winde waren prophezeit, vielleicht sogar westliche…….!  Die kamen natürlich nicht. Naja, auf gegenan motoren haben wir, wie inzwischen schon bekannt sein dürfte, keine Lust!

Matagi Island

 

 

 

 

 

 

 

 

So kreuzen wir im Archipelago östlich von Taveuni so durch die Inselwelt. Schnorcheln, schwimmen und fahren mit unserem Kajak in der Gegend herum. Schön leer ist diese kleine Welt hier. Gerade mal zwei Yachten sind uns bisher begegnet.

Diese Wasserfarbe……

Anne im Kajak

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das lässt sich aushalten!

Doch vor der Freude hatte das Schicksal noch ein kleines Wort mit zu reden. Unterwegs hatten wir natürlich die Angel draußen – aber mal wieder ohne Erfolg – und vor der Einfahrt nach Matagi hatte die Bordfrau die Angel wieder eingeholt und das Dinghi kurzstag genommen wegen der Gefahr, dass sich die Schleppleine im Propeller vertüddelt. Alles schön und gut, nur leider war die Bremse bei der Angel nicht richtig angezogen und beim Vorholen des Dinghis sah sie dann die Bescherung. Der Köder schwamm fröhlich neben dem Boot und die Angelschnur lugte unter dem Boot vor. Dran rum zerren brachte nix. Das Ding hing um die Propellerwelle. Und nach dem Verursacherprinzip war die Bordfrau dann auch dran mit tauchen und klarieren. Nach 10 Minuten war der Propeller wieder frei und die Angelschnur leider um einige Meter kürzer.  Das passiert sicher nicht noch einmal 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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