FROHE OSTERN !!!

Osterzopf mit Beilage

Wir wünschen unserer Familie, unseren Freunden und allen fleißigen Lesern unseres Blogs ein schönes, ruhiges und sonniges Osterfest!

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Wir wurschteln rum

Ein paar echt produktive Tage liegen hinter uns. Wir sind seit Donnerstag in der Marina in Whangarei, liegen mit 25 % Rabatt längsseits an einem anderen Boot und nutzen das unbegrenzte Wasser- und Stromangebot und die fußläufigen Einkaufsmöglichkeiten ausgiebig.

Ergebnis der Einkoch-Orgie

3 Tage lang haben wir Fleisch und Apfelkompott eingekocht. Das dürfte für die ersten paar Wochen in den Tropen ausreichen. Da wir noch nicht wissen, wohin wir letztendlich hin segeln werden, haben wir auch für Gegenden vorgesorgt, wo es kaum was oder wenig zu kaufen gibt. Wir haben z.B. die Haapai-Gruppe auf Tonga angepeilt oder auch die Lau-Gruppe in Fiji. Alles Gegenden mit viel Natur und nahezu keinen Versorgungsmöglich-keiten.

Und heute wurde dann auch noch des Skippers Wunsch erfüllt. Es ging um die Wurscht, will heißen: wir machten unsere eigene Leberwurst. Eine ordentliche Matscherei, aber es hat sich gelohnt. 12 Gläser haben wir mit leckerer Leberwurst gefüllt und eingekocht. Mal sehen, wie lange der Skipper durchhält bzw. wann es dem ersten Glas an den Kragen geht.

Zwiebeln anschmoren

Schweinefleisch kochen

Schwarte entfernen und Fleisch klein schneiden

Mit Omas Fleischwolf durchdrehen

alles gut mit Gewürzen vermengen und dann in Gläser füllen und im Drucktopf einkochen

FERTIG!!!

Wir haben noch ein paar mehr Ideen zum Wurschteln. Gedacht ist an Zwiebelmett – leider nur wenige Tage haltbar – und an Schwartenmagen. Das Internet bietet jede Menge Anregungen und hier in Whangarei sind die erforderlichen Zutaten recht gut zu bekommen.

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Schreck am Morgen

Heute früh um 9 Uhr sollte es Anker auf gehen. Unser Ziel: für heute die Urquardsbay und morgen früh dann mit dem auflaufenden Wasser nach Whangarei. Also Schlauch gelegt zum Kette spülen, alles seefest gemacht, weil draußen noch ziemlicher Schwell stehen soll, und dann Motor an. Nix passiert, der Anlasser rödelt und schwächelt und: alle. Was ist das denn schon wieder? Motorraumklappe auf, da sahen wir die Bescherung: die Starterbatterie hatte sich von ihrer Halterung los gerüttelt und war runter gekippt. Beim Messen kamen nur noch 11,4 Volt raus. Zu wenig zum Starten. Überbrücken von den Bordbatterien ging auch nicht. Batterie kaputt? Die ist ja „erst“ 6 Jahre alt. Könnte schon sein. Tolle Wurst. Wie lagen auf Kawau Island, weit und breit nix. Unser Anker-Nachbar gab uns freundlicherweise die Telefonnummer einer Werkstatt auf dem Festland. Die könnten ja eine neue Batterie mit der Fähre rüber schicken. Nachdem wir unser Problem geschildert hatten, bekam der Händler sicherlich feuchte Hände. Reicher Segler in Not, da kann ich was draus machen. Preis für eine 80 Ah Batterie 369 NZ$. Der hat ja wohl den Knall nicht gehört. Mittlerweile war der Skipper auf Fehlersuche gegangen. Und siehe da: es war „nur“ das Kabel vom Ladegerät zur Batterie abgerutscht  und hatte sich versteckt. Neuer Schuh drauf gepresst, wieder angeschlossen, Generator gestartet zum Laden der Bordbatterien, die über einen Umwandler die Starterbatterie laden und eine Stunde geknattert. Dann der spannende Moment. Startet der Motor? Und ob! Wunderbar, alles wieder im Lot. Wir werden die Starterbatterie aber auf jeden Fall im Auge behalten. Möglicherweise hat sie doch Schaden genommen und wir brauchen eine neue. Aber nicht für 369 Dollar!

Mit 2 Stunden Verspätung ging es dann raus. Natürlich hatten wir ursprünglich geplant, die Passage an der Engstelle bei Stauwasser zu passieren. Jetzt hatten wir 1,5 kn Strom gegen 15 kn Wind. Ganz schön hoppsig. Aber Mr. Perkins hat das wieder mit Bravour gemeistert und nach einer Stunde Motorfahrt konnten wir endlich die Segel hochzerren.Mit über 6 kn ging es Richtung Whangarei.

Um 14 Uhr  kam eine dicke, dunkle Wolke auf uns zu. Was da wohl drin steckt? Nur Regen oder auch Wind? Abwarten. Es war nur Regen drin, aber auch ein Winddreher auf Nord. Den konnten wir gar nicht gebrauchen. Also musste unser Motörchen wieder ran. Laut Wetterbericht sollten wir immer noch 15 kn aus Ost haben. Vielleicht sollten die mal aus dem Fenster sehen. Damit wir noch im Hellen ankommen, müssen wir leider weiter motoren. War so nicht geplant, aber so ist das nun mal.

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Auf dem Weg zurück in die Bay of Islands

So langsam geht unser „Urlaub“ zu Ende. Anfang/Mitte April wollen wir Meerbaer in Opua aus dem Wasser nehmen, um ihm einen neuen Unterwasser-Anstrich zu verpassen. Ist auch so langsam nötig. Restantifouling gleich Null. Die Abstände, in denen wir tauchen und Seepocken und anderen lästigen Bewuchs abschrabbeln müssen, werden immer kürzer. Gestern nach gerade mal 3 Wochen war wieder Schrubben angesagt, obwohl wir seit dem letzten Mal wirklich viel unterwegs waren.

Heute früh um 7 Uhr gingen wir vor Rakino Island Anker auf. Unser Ziel war erst einmal Whangarei, nur 55 sm entfernt. Bei dem angesagten Ostwind kein Problem. Es hätte auch gut mit der Tide geklappt zum Einlaufen in den River. Wir waren gut flott unterwegs mit 6,5 bis 7 kn, teilweise auch mehr. Nur leider war der Wind so was von böig, dass der Autopilot ordentlich schuften musste. Deshalb hat der Skipper die Führung übernommen und von Hand gesteuert. Ganz schön anstrengend. Je weiter wir nach Norden kamen, um so unangenehmer wurden die Wellen. Und das, obwohl wir immer noch nicht von Coromandel frei waren, das uns noch Schutz gegen die anrollenden Wellen bot. Also kurz entschlossen Kursänderung, Zwischenstopp auf Kawau Island. Morgen soll der Wind, und damit auch die Wellen weiter runter gehen. Dann geht es weiter Richtung Whangarei. So sind wir schon mal 20 sm näher dran. Auch nicht übel. Mittlerweile wird es hier in der Bucht immer voller. Es haben sich wohl so einige andere auch mit der Wellenhöhe und dem Wind vertan und warten nun hier ab, bis sich die Bedingungen gebessert haben.

Kawau Island

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Volvo Ocean Racer im Schlick

Skyline von Auckland

Gestern konnten wir auf der Cayenne mit nach Auckland fahren, um das „Schaulaufen“ der Volvo-Ocean-Racer anzusehen. Kommenden Sonntag geht es für die weiter, 7.000 sm über Kap Hoorn nach Brasilien. Wir haben einen Platz so ziemlich in der ersten Reihe ergattern können und so das Schauspiel bei wenig Wind aus nächster Nähe ansehen können. Wir lagen kurz hinter der Wendemarke und konnten die Racer schon von Weitem anrauschen sehen. Naja, anrauschen ist anders, ich glaube, so langsam sie die eher selten. Die düsen schließlich gerne in den hohen Breiten rum, wo der Wind am stärksten ist. Und dann auf einmal Stillstand, zumindest bei zweien. Kurz vor der Wendemarke ging nichts mehr. Sie steckten fest. Sah schon lustig aus. Ich glaube, das war für die erfahrenen Hochsee-Regatta-Segler mal ’ne neue Erfahrung. Zum Glück lief das Wasser noch ca. 1/2 Stunde lang auf und die beiden Schlammsitzer kamen wieder frei. An der Wendemarke war ein ziemliches Gedrängel, für meinen Geschmack ganz schön eng, aber wer gibt schon gerne Raum frei für einen Gegner. Da müssen ein paar wenige Meter zwischen den Schiffen schon ausreichen.

Vor der Wendemarke

Zurück am Ankerplatz gab es dann abends noch eine kleine Beachparty mit Potlack (jeder bringt Salat oder ähnliches mit für die Allgemeinheit und Grillfleisch und Getränke für sich selber). Unser Dinghi bot sich da wieder als Büffet-Tisch an. Ist eben sehr vielseitig, das Teil.

Heute nun haben wir uns mal wieder in eine geschützte Bucht verpieselt. Der nächste ex tropische Cyclone ist im Anmarsch. Heute Abend soll es los gehen und Morgen Abend bzw. in der Nacht seinen Höhepunkt mit fast 60 kn erreichen. Wir liegen auf Kawau Island in einer tiefen, nach fast allen Seiten geschützten Bucht vor Anker und harren der Dinge, die da kommen. Die Wetterfrösche sind sich noch nicht ganz einig, ob das Ding nun direkt über Neuseelands Nordinsel hinweg zieht oder schon vorher nach Osten abdreht. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet.

Kleines Video dazu. Unbearbeitet!

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Schöne Zeit auf Great Barrier Island

Gestern sind wir von unserer „Angelbucht“ aus nach Süden zur Whangaparapara-Bay gefahren. Mal wieder kein Wind, also musste Mr. Perkins wieder ran. Aber der zeigt sich in letzter Zeit wirklich von seiner besten Seite und das Vertrauen in ihn ist zurück gekehrt.

Auf dem Weg begleiteten uns ein paar Delfine und machten ihre Kunstsprünge ganz in unserer Nähe.

In Whangaparapara angekommen ging es erst einmal an den Anleger zum Wasser bunkern. Wir hatten gerade Hochwasser und das Übersteigen war ganz easy. Dann Meerbaer an den Anker und wir mit dem Dinghi wieder zum Anleger, um einen kleinen Spaziergang zu machen. Endlich mal ein Weg nach unserem Geschmack. Ganz leichter Anstieg, asphaltiert, da musste man nicht sehen, wohin man tritt sondern konnte sich die schöne Gegend ansehen und nach Fotomotiven Ausschau halten.

 

Heute Vormittag hieß es dann Abschied nehmen von Great Barrier Island. Wir wollten nach Waiheke im Hauraki Golf. 37 sm lagen vor uns. Leider wieder zu wenig Wind zum alleinigen Segeln. Der Motor musste wieder nachhelfen. 6 sm vor unserem Ziel, der Nordwest-Ecke von Waiheke, schob sich uns eine richtig schwarze Wand am Himmel entgegen, aus der sich zwei Wasserhosen lösten. Was tun? Rein fahren wollten wir auf gar keinen Fall. Sollte uns so eine Wasserhose erwischen, niemand weiß, was da darin passieren kann. Also abdrehen, erst nach Norden, dann, als wir  sicher waren, dass die iFront nicht hinter uns her kommt, Kursänderung auf die Nordost-Ecke von Waiheke. Der Wind kam mittlerweile aus West und da liegen wir nun „um die Ecke“ in der Hooks Bay. Es ist ein klein wenig rollig, das stört uns aber nicht wirklich. Ist ja nur für eine Nacht. Morgen früh wollen wir erst mal auf die Südseite in die Huruhi Bay und uns im dort in der Nähe befindlichen Supermarkt Countdown wieder mit frischem Obst und Gemüse versorgen. Ein einsamer Apfel ist uns noch geblieben. Die letzten beiden Tomaten und noch eine Paprika liegen auf der Pizza, die gleich aus dem Ofen kommt. Dann sind wir leer.

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Petri heil

Red Snapper

Neptun hat uns was auf die Angel gepiekt!

Innerhalb von 20 Minuten hatte ich 3 schöne Snapper am Haken. Von der Diaethyl hatte ich ein paar Garnelen als Köder bekommen, die hab ich erst mal verfüttert. Ich konnte sie gar nicht fest genug auf den Haken spießen, sie wurden fast unbemerkt abgeknabbert. Wat nu? Was kann sonst noch als Köder herhalten? Salami! Eine Scheibe in 4 Teile geteilt – mit Pelle!! – und auf den Haken. Und siehe da! Kaum war der Haken unten, zuppelte es schon. Ein Ruck, der Haken saß und hoch mit dem Teil. Das Abendessen ist gesichert!

Man of War Passage

Man of War Passage

Aber der Reihe nach. Heute früh ging der Anker in der Kiwiriki Bay hoch. Hier hatten wir den starken Nordost-Wind abgewartet. Zuerst kurz nach Port Fitzroy zum Einkaufen. Wir sind out of Eier, geht gar nicht.  Rainer blieb an Bord und drehte Kreise, während ich mit dem Dinghi schnell zum Anleger getuckert bin, rauf in den „Supermarkt“, eingekauft und wieder zurück an Bord. Wir wollten raus durch die Man of War Passage und rein in die Oneura Bay. Wunderschön! Wir ankern auf 8 m und genießen Sonne und Wärme – und heute Abend die frischen Snapper. Mal sehen, wie wir sie zubereiten werden. Im Ganzen gegrillt oder filetiert und gebraten, (noch) keine Ahnung. Leider hab ich im Supermarkt kein Räuchermehl bekommen, sonst hätten wir uns mal mit Räuchern versucht. Beim nächsten Mal vielleicht.

Beute-Eimer

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