2. Tag auf See

Und wir sausen weiter voran. Heute Nacht um 3 Uhr mussten wir das 2. Reff ins Gross binden und die Genua etwas weg rollen. Ein paar nette Squalls hatten uns bis 9,5 kn Speed gebracht und die Aries konnte den Kurs nicht mehr halten. Nach dem Reffen alles wieder paletti. Der Speed ging runter auf 7 kn und die Aries tat wieder ihren Dienst. 7 kn sind schnell genug. Heute Vormittag war dann wieder ausreffen bis aufs 1. Reff angesagt. Die Squalls waren weg und der Wind liess nach. 300 sm haben wir schon hinter uns und noch 345 sm vor uns bis zum Havannah-Pass, der Riffeinfahrt nach Neukaledonien. Pos. am 20.10.2019 um 0.00 Uhr UTC: 20 06 S; 172 46 E Kurs 244 Grad Speed 6,5 Kn.

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1. Tag auf See

Fiji hat uns den Abschied etwas erleichtert. Nach 3 Tagen „Luxusleben“ in der Marina Denarau starten wir im Regen bei 30 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Wir haben einen flotten Start hingelegt. Nachdem wir ueber eine Stunde an der Tankstelle warten mussten, bis wir endlich unsere Tanks fuellen konnen – der Tankwagen war gerade mit neuem Diesel da und waehrend des Fuellvorgangs ist die Tanke geschlossen – ging es erst einmal bei null Wind unter Maschine Richtung Riffausfahrt. Kaum draussen, konnten wir Mr. Perkins zur Ruhe schicken und segeln seitdem mit Genua und einmal gerefftem Gross Richtung Neukaledonien. Wir hatten permanent 6,5 – 8 kn bei Halbwind auf der Uhr und haben richtig Spass gehabt. Mittlerweile ist der Wind geringfuegig runter gegangen, dafuer ist der Seegang jetzt strubbeliger und haut uns ab und zu mal aus dem Kurs. Aber die gute, alte Aries macht einen super Job. Mal sehen, wie es weiter laeuft. Ansonsten alles in Butter aufm Kutter. Bis morgen. Pos. am 19.10.2019 um 0.00 Uhr UTC: 18 52 S; 175 11 E Kurs 244 Grad Speed 6,5 Kn.

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Bye bye Fiji

Endlich! Mit 6-wöchiger Verspätung – geplant war Anfang September – ist es endlich soweit. Wegen der Verspätung müssen wir leider Vanuatu auslassen. Für nur 4 Wochen dort ist der „Eintritt“ einfach zu teuer. Werden wir halt im nächsten Jahr dort hin segeln. Jetzt geht es erst einmal nach Neukaledonien. Endlich wieder Baguette und Käse mit Geschmack. Wir freuen uns schon drauf. So etwa 5-6 Tage werden wir wohl auf See sein, je nachdem, wie der Wind sich entwickelt. Im Moment sieht es so aus, dass wir einen flotten Start hinlegen und es dann etwas moderater wird. Mal sehen. Es kommt ja meistens doch anders als die Wetterfrösche vorhersagen.

Für morgen früh um 9 Uhr haben wir uns zum Ausklarieren angemeldet und wollen dann so gegen Mittag starten. Die Startvorbereitungen sind weitestgehend abgeschlossen. Es ist ja immer das Gleiche. Schiff umbauen von Camping- auf See-Modus. Da ist einiges zu tun. Man glaubt gar nicht, wie viel so einfach rum steht, was sich auf See dann selbständig machen kann. Alles muss verstaut und verzurrt werden und die Seekoje gerichtet werden. Essen ist auch schon vorgekocht und das Brot geht morgen früh noch in den Backofen. Die Angel ist auch schon vorbereitet. Wir hoffen auf einen schönen, leckeren Thuna, Wahoo oder Mahi Mahi. Es darf auch gerne einer mehr sein 😉 . Petri Heil!

Wir werden wie üblich versuchen, von unterwegs jeden Tag einen kleinen Bericht auf die Seite zu stellen. Hoffen wir mal, dass es klappt.

Die schönen Papayas werden wir vermissen

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Ein schöner Geburtstag

Es lohnt sich doch manchmal, älter zu werden. Meinen Geburtstag haben wir heute Nachmittag/Abend so richtig schön zelebriert. Um 16.30 Uhr ging es mit dem Dinghi rein nach Denarau Island zum Hard Rock Café (Happy Hour bis 18.00 Uhr, das heißt: alle Getränke buy one, get one free). Als Entrée erst einmal ein schöner Mojito – leider etwas zuviel Minze drin, aber trotzdem lecker

Mojito – schon geschafft

Danach als Durstlöscher ein Bierchen

Fiji Bitter vom Fass

Dann dem Anlass entsprechend ein Glas Sekt

extra für’s Geburtstagskind

Gegen den ersten kleinen Hunger ein Teller Nachos – echt lecker

lecker!

Nochmal ein kleiner Zwischwächter

Fass leer, es gab nur noch Flaschen

Dann ein Teller Spare Ribs – jeder nur eine halbe Portion, sonst wären wir geplatzt

ohne Worte..

Und last but not least ein dicker Eisbecher für 2

so eben noch geschafft

Den Rückweg zum Meerbaer haben wir dann in strömendem Regen hinter uns gebracht. Wir waren pladdernass bis auf die Haut. Ausziehen schon im Cockpit, sonst hätte es unten eine Überschwemmung gegeben. Und genau 15 Minuten später: Regen weg. Hätten wir uns doch noch ein Bierchen gegönnt, dann wären wir sogar noch trocken nach Hause gekommen 😉

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Faule Bande

Wissen wir ja. Ist schon wieder 6 Wochen her, dass wir was geschrieben haben. Ist allerdings auch nicht wirklich was passiert – zum Glück auch nichts negatives. Bordalltag eben. Wir trödeln hier in Fiji rum. Die Ankerwinsch läuft zum Glück wieder und da können wir auch wieder da ankern,wo es tiefer ist. Gerade liegen wir (mal wieder) in der Saweni-Bay. Morgen früh kurz nach Lautoka zum Einkaufen. Die Nacht wollen wir da nicht verbringen, weil die Sugar-Mill nachts gerne ihren Dreck über die Ankerlieger bläst und das dann Deck aussieht wie Sau. Da tuckern wir lieber morgen früh nach dem Frühstück die knappe Stunde rüber, ankern vor dem Ort, kaufen ein und verpieseln uns dann wieder in saubere Gefilde. Nach 10 Tagen draußen auf den Inseln haben mal wieder alles aufgefuttert. Und für die Ankerwinsch brauchen wir vorsichtshalber noch ein neuer Lager mit passendem Simmering. Sie macht etwas komische Geräusche, die vorher nicht vorhanden waren. Das mehrfache Ein- und Ausbauen hat wohl doch seine Spuren hinterlassen. Ist aber zum Glück nur eine Kleinigkeit und in Lautoka ist die beste Möglichkeit, so ein Teil zu bekommen.

Mana Island

Nichts desto trotz läuft unsere Zeit hier in Fiji so langsam ab. Anfang September wollen wir Richtung Vanuatu segeln. Ist von hier aus „nur ein Katzensprung“ (mal eben etwas über 400 sm). Solche Entfernungen schrecken uns schon lange nicht mehr. Wir freuen uns schon drauf.

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Sie dreht sich wieder

unsere Ankerwinsch! Zwar erst einmal nur in eine Richtung, zum Glück die richtige, nämlich zum Anker aufholen. Nachdem wir gefühlte 20 Hardware- und Tool-Shops in Nadi abgeklappert hatten, haben wir eine Feder gefunden, die zumindest halbwegs die Länge und die Stärke der zerbrochenen Feder hat.

Auf dem Weg vom Boot zur Marina war uns auch noch der Außenborder verreckt. Er qualmte und ging dann aus. Impeller kaputt. Also war erst mal Rudern angesagt. Ungeplanter Frühsport. Zum Glück hat uns auf dem Weg zurück zum Meerbaer ein anderer Segler, der auch gerade mit seinem Dinghi auf dem Weg zurück zu seinem Boot war, abgeschleppt. Sonst wäre das eine Ruderpartie von bestimmt einer Stunde geworden, denn wir hatten auch die Tide gegen uns.

Zu Hause angekommen wurde dann zuerst das Hauptproblem angegangen: die Ankerwinsch. Feder zurecht gebogen, eingebaut, alles wieder zusammengebaut und dann ging das Gewürge los. Zu zweit im Ankerkasten auf der Kette hockend musste das schwere Teil hochgestemmt und gleichzeitig in eine Nut eingefädelt werden. Die Arme wurden immer lahmer und der Motor gefühlt immer schwerer. Aber irgendwann passte es dann doch. Nachdem das schwere Teil mit einer Mutter fixiert war, war der Rest einfach. Dann nur noch die Verkabelung wieder zusammen pfriemeln und Testlauf. Wie gesagt, Anker auf geht zum Glück. Die Feder hat nur die Funktion, beim Kette auslassen die Sperre zurückzuziehen und dafür ist sie leider zu schlapp. Aber egal. In 3 Wochen bekommen Freunde von uns Besuch aus Deutschland und der bringt uns das richtige Ersatzteil mit.

Nächstes Problem: Außenborder. Im Handbuch sind alle möglichen Reparatur- und Wartungsarbeiten beschrieben, nur leider nicht der Impeller-Wechsel. Das Internet war da auch nicht sehr hilfreich. Also probieren geht über studieren. Ein ordentlicher Fummelkram. Natürlich hatten wir auch einige Schrauben gelöst, die gar nicht nötig waren. Aber zu guter Letzt hat es geklappt. Neuer Impeller drin, alles wieder richtig zusammen gebaut – es ist auch keine Schraube übrig geblieben 😉

Testlauf: er spuckt wieder Kühlwasser!!!

Jetzt aber erst einmal ein kühles Bier! Das haben wir uns verdient!!!

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Kleiner Schaden, große Wirkung

Ermüdungsbruch am Ende der Feder.

Auf unsere Lofrans Albatros Ankerwinsch lasse ich eigentlich nichts kommen. Seit mehr als zwanzig Jahren verrichtet sie ihren Dienst. In den vergangenen zehn Jahren waren wir nur in den ersten fünf zu einem Drittel in Marinas. Die letzten vier Jahre maximal drei Wochen im Jahr in der Marina oder an Land. Das gute Stück hat also schon sehr ordentlich gearbeitet.

Aber vorgestern war damit erstmal Schluß. In der Saweni Bay ging die Kette weder rauf noch runter. Saweni Bay, hmmm. Nach Lautoka und nach Nadi mit dem Dhingi zu weit. Vor Lautoka hatten wir uns gerade erst von der Sugarmill einsauen lassen. Also Anker auf und nach Denerau. Ok, Anker auf hieß also fünfzig Meter Ankerkette plus fünfunddreißig Kilo Bügelanker mit der Hand wuppen. Ging eigentlich erstaunlich gut, weil null Wind und keine Welle. Nur die letzten zehn Meter waren nicht so easy, weil auch gleichzeitig das ganze Ankerzeugs noch mit dem Deckswaschschlauch gesäubert werden musste. Nach der heutigen Demontage stellte sich Gott sei Dank „nur“ der Federbruch als Ursache heraus. So wird unser eh schon knappes Budget nicht noch mit der Ausgabe für eine neue Winsch belastet. Puhhhh!

Morgen dann mit dem Bus nach Nadi oder auch Lautoka. Die gleiche Feder hier in Fidschi zu bekommen wäre unverschämtes Glück. Aber eine ähnliche als vorübergehende Notlösung wird es geben. Die Originale von Lofrans bestellen wir uns, wenn wir wieder in Neuseeland sind. Denn eines ist ganz klar, nach Sichtung eines vollkommen verschleißfreien Innenleben wird diese alte robuste Winsch die nächsten zwanzig Jahre weiterhin ihren Dienst tun.

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