Entspannte Tage

Schön war es auf der Ile des Pins. Wir haben die paar Tage so richtig genossen. Sogar die Besteigung des Pic Nga mit fast 300 m Höhe habe ich zusammen mit Anke von der „Tramp“ gemacht  (die Männer hatten Borddienst).

Der Eingang zum Aufstieg

4 Stunden lang (hin und zurück) ging es über Stock und Stein, durch Büsche und über ein steiles Geröllfeld. Dafür wurden wir aber in luftiger Höhe mit einer traumhaften Aussicht belohnt.

Blick von oben

Und damit nicht genug. Am nächsten Tag war ein weiterer Spaziergang rund um die Halbinsel angesagt. Wir hatten die Halbinsel schon so gut wie umrundet und konnten die Ankerbucht schon fast sehen, da wurde uns der Weg von einem Zaum versperrt und wir konnte den ganzen Weg noch einmal zurück laufen.

Ein schönes Exemplar der hier heimischen Schlangen

War trotzdem schön und hat auch „nur“ 2 Stunden gedauert. Nun ist aber genug mit laufen. Außerdem sind Anke und Günther mit ihrer Tramp heute nach Neuseeland aufgebrochen.

Heute früh gingen wir dann auch Anker auf und sind Richtung Prony-Bay gesegelt. Herrliches Segeln mit Halbwind. 6-7 kn standen fast die ganze Strecke lang auf der Uhr. Nur in der Prony-Bay sind wir erst einmal rum geirrt auf der Suche nach einer freien Boje oder einem guten Ankerplatz. Einige Versuche sind am steinigen Untergrund gescheitert und nach mehr als einer Stunde haben wir den Anker dann endlich in der Baie de la Somme versenkt. Lange werden wir sicherlich nicht hier bleiben. Das nächste Ziel ist die Ile Ouen, vorher noch ein Stopp an der Ilot Casy.

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Das Bad am Dienstag Morgen

…eher unfreiwillig. Ich wollte „nur mal eben“ zum Hotel rüber, um einen Voucher für den Internet-Zugang zu kaufen. Mein Käpt’n meinte:“ Nimm doch einfach das Kajak, da kannst Du direkt vor dem Hotel am Strand parken. Mit dem Dinghi geht das nicht. Da müsstest Du dann so weit laufen. Ist doch so viel einfacher.“ War einleuchtend und auch gleichzeitig eine kleine „Bewegungsübung“. Also Kajak ab ins Wasser, Geld in einen wasserdichten Beutel und ab. Hätte mir beim Einsteigen schon auffallen müssen, dass erheblicher Schwell in die Bucht stand. Ich also los gepaddelt, ran an den Strand. Ging alles ganz easy.  Eine dicke Welle abwarten und mit den nächsten kleinen an den Strand schieben lassen. Dann schnell zur Hotelrezeption Voucher kaufen und zurück zum Meerbaer. War einfacher gedacht als getan. Innerhalb von 10 Minuten war der Schwell an den Strand erheblich gewachsen. Da musste ich erst mal durch die Brandung. Also vorsichtig das Kajak Richtung Wellen ausgerichtet. Da war es auch schon passiert. Die erste dicke Welle bekam das Kajak leicht von schräg zu packen und warf es auf die Seite – und mich mit. Einmal Vollwaschgang mit Sandpeeling. Alles natürlich mit Publikum 😉 . Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass die Brille noch auf der Nase war, nächster Versuch. Diesmal hatte ich das Kajak zwischen die Beine geschoben und so genau auf 90 Grad gegen die Wellen ausgerichtet. Eine Welle hob es an und dann nichts wie los. Hinsetzen und paddeln, was das Zeug hält. Geschafft!! Durch die Brandung durch und dann ab Richtung Heimat. Rainer war ganz enttäuscht, dass der meinen Stunt nicht gesehen hatte. Er meinte, das wäre doch ein schönes Video für Youtube geworden.:-)

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Ile des Pins

Nachdem wir im vergangenen Jahr vergeblich auf ein passendes Wetterfenster, nämlich auf Westwind, gewartet hatten, haben wir in diesem Jahr mehr Glück. Seit Dienstag Mittag haben wir West bis Südwest, zwar schwach, aber segelbar. Also noch schnell ein paar Einkäufe in Nouméa und dann Anker auf und los. Wir hatten uns auf eine Segelfahrt mit Motorunterstützung eingestellt, aber schon nach einer Stunde war der Wind so stark, dass wir zumindest mit 3-4 kn voran kamen. Also Motor aus. Und der Wind legte dann sogar noch etwas zu. Nach 7 Stunden und 30 sm fiel unser Anker im Riff vor der Insel Mato auf 6 m Wassertiefe.

 

Ilot Mato

Am nächsten Morgen um 7 Uhr – für uns ganz ungewöhnlich – ging es schon wieder weiter. Und auch da wieder: segeln vom Feinsten! 8,5 Stunden und 44 sm später ankern wir in der Kuto-Bay auf der Ile des Pins. 

Kuto-Bay

Nach einer ruhigen Nacht und einem gemütlichen Frühstück erst einmal ein kleiner Spaziergang zum „Supermarkt“, Baguettes kaufen. Glück gehabt, gerade noch 4 Stück da.

Auf dem Weg zurück ging es am Strand längs. Hier gibt es den feinsten Sand, den wir jemals gesehen haben. Traumhaft. Das Einzige, was stört, sind die vielen Tagesgäste von dem Kreuzfahrer, der für einen Tag draußen vor der Bucht vor Anker liegt. Vor lauter dicken Bäuchen mit blauen Handtüchern muss man am Strand Slalom laufen, zumal gerade Hochwasser ist und der Strand ein wenig schmaler.

Ansonsten gefällt es uns hier ausnehmend gut. Hier werden wir es sicherlich ein paar Tage aushalten.

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Die ersten Tage

Nachdem wir Montag Vormittag gegen 10 Uhr schon in Nouméa den Anker versenkt hatten, ging es erst einmal zum Einklarieren. Die Immigration hat nur vormittags bis 11 Uhr geöffnet, also keine Chance mehr, dort jemanden anzutreffen. Bis wir den Marina-Steg verlassen konnten, vergingen allerdings auch erst noch mindesten 30 Minuten, so viele alte Bekannte sind uns da über die Weg gelaufen und mit jedem musste natürlich erst einmal gesabbelt werden. Dann endlich Fußmarsch zum Zoll. Ging alles ratz fatz und nach 10 Minuten waren wir zumindest zolltechnisch einklariert. Nebenan zur Quarantäne. Eigentlich sollten wir nachmittags zu einem kleinen Anleger im Hafen kommen wegen der Inspektion. Aber bei 30 kn Wind und nur notdürftig repariertem Steuerseil hat sich mein Käpt’n geweigert. Auch kein Problem, sollen wir eben am nächsten Morgen um 8 Uhr beim Marinabüro auftauchen und unsere „gefährlichen“ Sachen in einer dichten Plastiktüte abliefern. Die „Opfertüte“ enthielt dann 2 schwarze Bananen, eine Zwiebel, ein paar alte Knoblauchzehen und ein paar mehr gelbe Büschel Petersilie. Danach wieder Fußmarsch zur Immigration. Da waren wir auch schon nach 5 Minuten wieder fertig.

Sonnenaufgang auf See

Der Besuch beim Supermarkt war eher ernüchternd. Wein, Bier und Spirituosen sind mittlerweile mehr als doppelt so teuer wie vor einem Jahr – und da war das Zeug auch schon exorbitant teuer. Ein paar Beispiele gefällig? 6 Dosen (0,33 l) billigstes Bier ca. 10 €, eine Flasche Apfelcidre ca. 10 €, 3 l einfacher Karton-Wein 40 €. Flaschenwein nicht unter 10 €. Fazit: Wein ist gestrichen, wir haben zum Glück unser Selbstgebrautes! Die nächste Lage ist schon angesetzt und wird Samstag auf Flaschen gezogen. Dann geht es auch wieder raus auf die schönen Ankerplätze.

1,20 m MahiMahi

Das Steuerseil ist mittlerweile auch wieder repariert. Wir haben das alte, gerissene Stahlseil durch Dyneema-Tauwerk ersetzt. Funktioniert im Moment besser als vorher ;-). Mal sehen, wie lange.

Poisson cru vom MahaiMahi

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6. Tag

Oh what a night 🙂
Der Wind legte erwartungsgemaess gegen 18:00 etwas zu. Endlich segeln! Vollzeug! Aus 15 Kn Wind wurden denn im Laufe des Abends 25 Kn. Na Klasse, Dampfer läuft Rumpfgeschwindigkeit. Nachmessen, kalkulieren, wir dürfen erst um 6:30 Ortszeit am Pass sein. Aha, bei der Geschwindigkeit sind wir viel zu frueh. Also erst den Besan weg, Stunde später das 1. Reff im Gross. Noch ne Stunde später das 2. Reff im Gross. Schiete, immer noch zu schnell, 7 Kn geht gar nicht. Also die Genua auch noch halb weg. 6 Kn, geht halbwegs. Nettes Geschauckel jetzt mit der reduzierten Segelflaeche, wird heiss und innig an Bord geliebt. Dann 4:00 morgens wird klar : immer noch zu schnell, max. Speed jetzt 5 Kn. Also Genua ganz weg. Ok, passt erstmal. In den Boeen geht es zwar ueber die magische 5, aber sonst laeufts. Ach so, zwischendurch ist ein Steuerseil gerissen, zum Glueck laeuft der Autopilot. In der Ansteuerung denn noch zwei Chinapoette, die am Durandreef an der Kea Trader rumgemacht haben. Der Wind war wohl zu viel geworden und jetzt liegen die in der Prony. Wir haben um 10:00 in der Anse du Pilote neben der Atlantis den Anker geschmissen. Geschafft! 677 sm in fuenfeinhalb Tagen. Steuerseil schon gefixt, reicht, um morgen frueh bis nach Noumea zu kommen. Sonst alles im Lot aufm Boot!

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6. Tag

Oh what a night 🙂
Der Wind legte erwartungsgemaess gegen 18:00 etwas zu. Endlich segeln! Vollzeug! Aus 15 Kn Wind wurden denn im Laufe des Abends 25 Kn. Na Klasse, Dampfer läuft Rumpfgeschwindigkeit. Nachmessen, kalkulieren, wir dürfen erst um 6:30 Ortszeit am Pass sein. Aha, bei der Geschwindigkeit sind wir viel zu frueh. Also erst den Besan weg, Stunde später das 1. Reff im Gross. Noch ne Stunde später das 2. Reff im Gross. Schiete, immer noch zu schnell, 7 Kn geht gar nicht. Also die Genua auch noch halb weg. 6 Kn, geht halbwegs. Nettes Geschauckel jetzt mit der reduzierten Segelflaeche, wird heiss und innig an Bord geliebt. Dann 4:00 morgens wird klar : immer noch zu schnell, max. Speed jetzt 5 Kn. Also Genua ganz weg. Ok, passt erstmal. In den Boeen geht es zwar ueber die magische 5, aber sonst laeufts. Ach so, zwischendurch ist ein Steuerseil gerissen, zum Glueck laeuft der Autopilot. In der Ansteuerung denn noch zwei Chinapoette, die am Durandreef an der Kea Trader rumgemacht haben. Der Wind war wohl zu viel geworden und jetzt liegen die in der Prony. Wir haben um 10:00 in der Anse du Pilote neben der Atlantis den Anker geschmissen. Geschafft! 677 sm in fuenfeinhalb Tagen. Steuerseil schon gefixt, reicht, um morgen frueh bis nach Noumea zu kommen. Sonst alles im Lot aufm Boot!

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5. Tag

Da soll mal einer sagen, Fische beissen nur, wenn man Speed drauf hat. Vorgestern und gestern haben wir den ganzen Tag lang die Angel wieder hinter uns her geschleppt. Bei 2 – 2,5 kn hing der Koder vermutlich 5 m unter Wasser und ist vor sich hin getorkelt. Wir dachten schon, bei dem Tempo gehen nur die Alten, Kranken und Fusslahmen dran. Weit gefehlt! Um 17.30 Uhr – diesmal gluecklicherweise noch vor dem Abendessen – rauschte die Leine aus. Nun waren wir schnell genug, um den Fisch gezielt einzuholen. Ein schoener, ca. 1,20 m langer MahiMahi war unsere Beute. Und der war keinesfalls alt, krank oder fusslahm. Der hat richtig gekaempft, bis wir ihn an Deck hatten und selbst da mussten wir noch aufpassen, dass er uns nicht noch von Bord huepft. Die naechsten Mahlzeiten sind gesichert. Ueber Nacht haben wir entgegen unserer Gewohnheit doch die Maschine 12 Stunden lang laufen lassen. Null Wind und dazu ca. 1 kn Gegenstrom. Rueckwaerts treiben wollten wir nun wirklich nicht. Seit heute Mittag hat der Wind wieder etwas zugelegt und soll gegen Abend 10 kn erreichen. Das wuerde reichen, um morgen Vormittag noch mit auflaufendem Wasser den Havannah-Pass zu erreichen. Mal sehen, ob es klappt.

Noch ca. 100 sm bis zur Havannah-Passage. Etmal ca. 83 sm.
01.00 Uhr UTC: Kurs 253 Grad. Speed 4,0 Kn. Pos.:21.49 S 168.53 E.

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