Eigentlich könnten wir ja …

… morgen Richtung Great Barrier Island aufbrechen, wo wir schon seit Wochen hin wollen. Der Wind wäre zwar schwach, aber die Richtung zumindest o.k. Aber zu früh gefreut! Gerade hat sich in den Tropen schon wieder ein tropischer Sturm gebildet, der auch schon einen Namen hat: Gita. Und Gita soll nach Vorhersage aller Modelle zum Wochenende auf die Nordinsel von Neuseeland treffen, und das mit Böen von mehr als 60 kn. Gita soll schlimmer werden als zuletzt Fehi, der weiter südlich erheblichen Schaden angerichtet hat. Mit langen Gesichtern haben wir uns dann einmütig entschlossen, uns für dieses „Ereignis“ einen sicheren Platz in der Marina zu besorgen. Da können wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Leinen einspinnen. Zum Glück haben wir schon heute einen Platz reserviert. Es waren tatsächlich nur noch 2 Plätze für unsere Bootsgröße zu haben. Ansonsten nichts Neues außer: Regen, Regen, Regen. Könnte langsam mal aufhören. Es nervt, wenn man tagelang nicht von Bord kommt, ohne pladdernass zu werden.

so soll es kommen

Veröffentlicht unter Neuseeland | 1 Kommentar

Und schon rauscht die nächste Front an

Man will uns hier scheinbar nicht weg lassen. Unsere Reisepläne haben sich mal wieder nach hinten verschoben. In den letzten Tagen hatten wir SE-Wind, den wir nicht gebrauchen konnten und jetzt steht schon der nächste Starkwind vor der Tür. Wir haben uns mal wieder in unsere „Heimat“-Bucht, die Pomare verzogen und harren der Dinge, die da angekündigt sind. Der Anker hängt an 40 m Kette bei 6 m Wassertiefe (bei HW), das Deck ist aufgeräumt, Sprayhood und Kuchenbude sind neu imprägniert und die Wassersammel-Gerätschaften sind aufgestellt. Der Regen kann kommen. Der Wind ist schon da und soll noch mehr werden. Der Windgenerator macht Strom ohne Ende. Wir haben schon den Spannungswandler eingeschaltet und alle möglichen Geräte dran gehängt, um den überflüssigen Strom zu verheizen. Sobald der erste Regen das Deck sauber gewaschen hat, öffnen wir noch den Wassertank und leiten das Regenwasser um. Wir sind bereit und können uns jetzt beruhigt zurück lehnen, faulenzen, Kuchen backen oder was uns sonst noch so einfällt.

Der Regen kann kommen

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Und schon rauscht die nächste Front an

„Fehi“ hat wohl doch nur gedroht

Der erste named storm dieser Saison im Südpazifik heißt Fehi. Nach ersten Prognosen sollte er über Neuseeland hinweg ziehen und ordentlich Wind mitbringen. Aber je näher er kam, umso zahmer wurden die Vorhersagen. Jetzt soll es morgen „nur“ noch Böen bis knapp über 30 kn geben und dann soll der Spuk auch schon vorbei sein. Aber dies ist schon die dritte tropische Depression dieser Saison und es ist zu vermuten, dass bei jetzt schon ziemlich warmem Wasser die Sturmaktivitäten diesmal doch etwas mehr sein werden als in den letzten Jahren. Holzauge sei wachsam!

Wir liegen seit Freitag in der Opunga-Cove, eine der am meisten geschützten Buchten in der Bay of Islands und haben endlich wieder neues Bier angesetzt. Heute nach dem Frühstück hieß es dann abfüllen. 32 Flaschen à 0,75 l müssen jetzt noch ca. 3 Wochen reifen, dann kann es heißen: PROST!

Sobald das Wetter sich wieder beruhigt hat, geht es kurz zurück nach Opua. Vorräte müssen aufgestockt werden und dann hoffen wir, dass wir endlich Richtung Great Barrier Island und Hauraki-Golf/Auckland aufbrechen können, bevor schon wieder alles aufgefuttert ist.

Traditionssegler R. Tucker Thompson gegen eine „Rennziege“

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für „Fehi“ hat wohl doch nur gedroht

Das hat geflutscht

Unser Reparatur-Kit für die Schwarzwasser-Pumpe ist tatsächlich schon angekommen. Mittwoch bei der Firma Rheinstrom in Koblenz bestellt, Montag geliefert und alles schon wieder eingebaut. O.K., die Kosten für den Express-Versand waren höher als der Preis für das Ersatzteil, aber wir sind happy, dass alles wieder funktioniert. Heute konnten wir mal wieder mit Bernd per Auto nach Kerikeri mitgenommen werden und so unsere Einkäufe für die kommenden 2 Wochen erledigen. In 2-3 Tagen werden wir wohl wieder den Anker lichten und uns auf Entdeckungsreise begeben, so denn die jetzige Wettervorhersage bestehen bleibt.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Das hat geflutscht

Zurück aus Whangaroa

Es ist gerade mal 10 Tage her, dass wir von Opua aus über die Cavallies nach Whangaroa gesegelt sind und nun sind wir schon wieder zurück. Die Zeit kam uns ewig lang vor, vermutlich, weil wir doch so einiges unternommen haben. Wir haben uns für diese Saison hier in Neuseeland vorgenommen, mehr unterwegs zu sein als in den letzten beiden Jahren. Diesmal wird nicht so viel am Boot gebastelt. Es sieht so aus, als wäre jetzt auch technisch alles in Ordnung und wir können die Zeit genießen. Hoffen wir mal, dass es so bleibt. Antifouling streichen und Rumpf neu lackieren haben wir auf April verschoben. Dann geht es für 1-2 Wochen aus dem Wasser und es wird geschliffen und gepinselt. Bis dahin müssen wir wohl so alle 4-6 Wochen auf Tauchstation, um den Rumpf von Bewuchs zu befreien. Gestern zum ersten Mal, seit wir aus Neukaledonien weg sind. Wir hatten schon geahnt, dass wir ziemlich bewuchert sind, weil der Kahn einfach nicht mehr auf die normale Geschwindigkeit kam. Aber als wir dann unter Wasser waren, waren wir doch ziemlich verblüfft. Dass der Kahn überhaupt noch von der Stelle gekommen ist, grenzt an ein Wunder. Vom Rumpf war nichts mehr zu erkennen. Ein Rasenmäher wäre von Vorteil gewesen. So haben wir uns jeder für 45 Minuten mit einem großen Spachtel an dem Bewuchs ausgetobt. Dicke Büschel schwammen davon, diese dicht bewohnt von kleinen Tierchen, die aussahen wie Mini-Shrimps. Und die haben natürlich sofort eine neue Bleibe gesucht und sich meine langen Haare auserkoren. Wegen meiner Neopren-Allergie kann ich keine Haube aufsetzen und habe familienweise kleine Krabbeltiere in den Haaren gehabt. Lecker! Auch auf dem Anzug in jeder Falte kamen welche zum Vorschein. Es war eine Heidenarbeit, die alle wieder zu entfernen. Mich juckt es jetzt noch. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir machen wieder Speed und es rappelt und klappert auch nichts mehr. Nächster Tauchgang in 4-6 Wochen. Mal sehen, wie schnell das Zeug sich wieder neu ansiedelt.

Jetzt warten wir noch auf unser Ersatzteil für die Schmutzwasserpumpe und dann kann es weiter gehen. Diesmal Richtung Süden nach Great Barrier Island und evtl. in den Hauraki-Golf und nach Auckland. Wir freuen uns schon drauf.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Zurück aus Whangaroa

Wanderung mit Bad

Blick auf die Rere Bay

Freitag Nachmittag so ca. 2 Std. vor Hochwasser ging es los. Carmen und ich wieder auf Wandertour. Erst mit dem Dinghi zur Land Cove Hut, dort das Dinghi an einen Baum gebunden und ca. 45 Minuten marschieren, mal wieder über Stock und Stein, rauf und runter – nur diesmal nicht so anstrengend, wie 3 Tage zuvor auf Cavallies Island.  Zur Belohnung gab es dann ein erfrischendes Bad unterhalb der Wairere Falls in einem wunderschönen Pool. Leider war von dem Wasserfall nichts zu sehen. Dafür hatte es in letzter Zeit einfach zu wenig geregnet. Normalerweise reichen die Fluten des Wasserfalls bis zum Pool. Diesmal hat es leider nur dazu gereicht, den Pool zu speisen. War aber trotzdem schön.

Bad am Nachmittag

Der Rückweg  war  dann ganz einfach. Bei Hochwasser konnte man mit dem Dinghi bis fast zum Pool fahren und so wurden wir von unseren  Männern ganz bequem eingesammelt und wieder nach Hause geschippert.

Für die kommenden Tage ist mal wieder ein Tief angekündigt, das hier über uns hinweg ziehen soll. Wir haben uns in eine geschützte Bucht verpieselt und harren der Dinge, die da kommen mögen. Hoffentlich zieht der Höhepunkt nicht wieder mitten in der Nacht über uns weg, damit uns diesmal die Ankerwache erspart bleibt und wir schön eingemuckelt in der Koje bleiben können.

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Wanderung mit Bad

Ruhe nach dem Sturm

Der erste Sturm des neuen Jahres ist durch. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt. Ententeich. Kein Wind. Entspannung pur. Gestern Mittag war der Spuk vorbei. Der Wind hatte endlich auf Südwest gedreht und uns dann nicht mehr weiter interessiert.

kaputt

Vorher aber, in den frühen Morgenstunden – es war zum Glück schon hell – ist noch mal eben unsere Leine gebrochen bzw. durchgescheuert, die die Zuglast der Kette von der Ankerwinsch nehmen soll. Wir haben es sofort gemerkt und konnten schnell Ersatz anbringen. Nur ist uns leider der schöne Kettenfanghaken abhanden gekommen. Sonst löst sich das Ding nur schwer von der Kette, aber wenn er halten soll, dann geht er ganz leicht los. Futsch! Ist zum Glück kein Problem, es gibt für 20 NZ-Dollar Ersatz in Opua. Der Festmacher, den wir als Ersatz genommen hatten, hat sich bei dem ewigen Einrucken dann auch noch fast in seine Bestandteile zerlegt. Der Mantel ist aufgedröselt und es hält momentan nur noch die Seele. Nächste Wochen gibt es Ersatz. Wir brauchen sowieso neue Festmacher 😉

Veröffentlicht unter Neuseeland | Kommentare deaktiviert für Ruhe nach dem Sturm