Ankern im Aquarium

2 Tage kein Internet, aber das war die Sache wert. In der Nordwest-Ecke von Rabi-Island gibt es die kleine Albert-Cove. Ein wenig tricky, dort hinein zu kommen, weil mal wieder die Karten nicht stimmen, aber wir hatten den Track von anderen Seglern und konnten ohne Probleme den „Eingang“ und unseren Ankerplatz finden. Keine 50 m neben dem Schiff begann das Riff aus ca. 15 m Tiefe hoch zu steigen. Zuerst dachten wir: Schade, alles kaputt, nur Korallenschrott. Hier hat Cyclone Winston sicher seine Spuren hinterlassen. Aber kaum kam man ein wenig weiter, breitete sich ein Korallengarten vom Feinsten aus. Eine Vielfalt von Korallen, Fischen und Schnecken, einfach unglaublich. Hier waren wir sicherlich nicht zum letzen Mal!

Albert Cove, Rabi-Island

Schnecken? Auf jeden Fall lustige, bunte Puscheltiere

Nach 3 Tagen ohne Internet hat es uns dann doch wieder in die Zivilisation gezogen. Außerdem waren unsere Obstvorräte so weit geschrumpft, dass es nur noch für einmal Frühstück reichte. Also auf nach Somosomo auf Taveuni.  Auf dem Weg dort hin sprangen die Fische um uns rum, als wollten sie uns auslachen. Als würden sie wissen, dass wir noch so viel von dem Wahoo übrig haben und deshalb die Angel eingepackt lassen.

Bonito im Jagdfieber

Heute früh dann schnell auf den Markt und ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt eingesammelt und schon ging der Anker wieder hoch. Auf zur Südwest-Spitze von Taveuni. Dort gibt es das Paradise Dive-Resort, welches kostenlose Moorings bietet. Natürlich wird erwartet, dass man dort trotzdem seine Fiji-Dollar verteilt, z. B. an der Bar, im Restaurant oder sogar beim Tauchen. Mal sehen, wieviel Dollar man uns hier aus der Tasche zieht. Ein erstes Bier haben wir uns jedenfalls schon gegönnt 🙂

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Anglerglück

Heute um 11 Uhr ging der Anker vor Somosomo hoch, um die kurze Strecke von 19 sm rüber zur Buca-Bay in Angriff zu nehmen. Einmal kurz über die Somosomo-Strait. Wir waren kaum eine halbe Stunde unterwegs – die Angel ging sofort nach dem Start raus – , da rauschte sie auch schon aus. Unser erster Wahoo! Gemeinsam holten wir das Tier an Bord und gaben ihm sofort eine ordentliche Dröhnung Rum in die Kiemen. Er sollte schließlich nicht merken, dass er abgemurkst werden sollte. Er war auch sofort ruhig und hat wohl auch nichts mehr gemerkt in seinem Alkohol-Rausch.

Ein Prachtexemplar

Es war noch ein großes Stück Arbeit, das Tier in mundgerechte bzw. portionsgerechte Teile zu zerlegen, aber nun liegen die Stücke gut verwahrt im Kühlschrank. Morgen gibt es die erste Mahlzeit. Blöderweise hatten wir gestern, nachdem uns der schöne MahiMahi wieder vom Haken gehüpft war, einen großen Tiefkühl-Gockel gekauft, der heute aufgetaut war und auf seine Zubereitung wartete. So müssen wir leider noch bis morgen warten, bis wir an den Fisch können. Aber der Gockel hat auch geschmeckt. Er wurde zum leckeren Coq au vin verarbeitet.

unser erster Wahoo

 

 

 

 

 

 

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…und futsch!

Heute haben wir uns von unserem Traumankerplatz auf Matagi Island verabschiedet. Wir brauchen mal wieder Frisches vom Markt. Also auf nach Somosomo. Wie in letzter Zeit immer unterwegs, hing die Angel wieder draußen. Mit einem Biss haben wir allerdings nicht gerechnet. Doch kurz vor Somosomo rauscht die Leine auf einmal aus. BISS!!! Und was für einer! Eine große Goldmakrele oder auch Mahi Mahi hatte sich an unserem Köder verheddert und kämpfte wie wild. Sie ist gesprungen und hat an der Leine gezerrt, Rainer konnte das Ding kaum halten. Mit viel Mühe hat er dann das Prachtexemplar zum Boot gekurbelt. Wir hatten ihn schon längsseits und wollten ihn gerade mit dem Gaff rein ziehen, da macht er noch einen heftigen Sprung und weg war er. Da konnte er sich im letzten Moment noch vom Haken befreien. Es sei ihm gegönnt. Wer so kämpft, hat die Freiheit verdient.

Das Messer war schon gewetzt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gentlemen don’t sail to windward!

Eigentlich wollten wir uns auf den Weg in die nördliche Lau-Gruppe machen. Leichte Winde waren prophezeit, vielleicht sogar westliche…….!  Die kamen natürlich nicht. Naja, auf gegenan motoren haben wir, wie inzwischen schon bekannt sein dürfte, keine Lust!

Matagi Island

 

 

 

 

 

 

 

 

So kreuzen wir im Archipelago östlich von Taveuni so durch die Inselwelt. Schnorcheln, schwimmen und fahren mit unserem Kajak in der Gegend herum. Schön leer ist diese kleine Welt hier. Gerade mal zwei Yachten sind uns bisher begegnet.

Diese Wasserfarbe……

Anne im Kajak

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das lässt sich aushalten!

Doch vor der Freude hatte das Schicksal noch ein kleines Wort mit zu reden. Unterwegs hatten wir natürlich die Angel draußen – aber mal wieder ohne Erfolg – und vor der Einfahrt nach Matagi hatte die Bordfrau die Angel wieder eingeholt und das Dinghi kurzstag genommen wegen der Gefahr, dass sich die Schleppleine im Propeller vertüddelt. Alles schön und gut, nur leider war die Bremse bei der Angel nicht richtig angezogen und beim Vorholen des Dinghis sah sie dann die Bescherung. Der Köder schwamm fröhlich neben dem Boot und die Angelschnur lugte unter dem Boot vor. Dran rum zerren brachte nix. Das Ding hing um die Propellerwelle. Und nach dem Verursacherprinzip war die Bordfrau dann auch dran mit tauchen und klarieren. Nach 10 Minuten war der Propeller wieder frei und die Angelschnur leider um einige Meter kürzer.  Das passiert sicher nicht noch einmal 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Erst die Arbeit……

Oder wie das so heißt. Gestern und heute Vormittag den Meerbaer von außen von den toten Barnickels aus der Bay of Islands befreit. Also unsere drei vollen Tauchflaschen mal sinnvoll eingesetzt. Auf den abgestorbenen Barnickels hatte sich natürlich schon wieder zahlreiches Leben angesiedelt. Aber nützt ja nix. Kein Riff auf dem Rumpf bitte. Irgendwie müssen wir das mit dem Antifouling besser in den Griff bekommen. Eigentlich sollte der Bewuchsschutz drei Jahre halten! Pustekuchen, die Hersteller erzählen uns einen vom Pferd und lassen ihre Kassen klingeln. Egal was man rauf schmiert, nach 6 Monaten ist die Wirkung nur noch rudimentär vorhanden und alle fangen an, ihre Unterwasserschiffe zu schrubben. Aber ok, wir wollen ja auch für die nächsten Generationen die Meere erhalten, also benutzen wir Unterwasserfarbe, die die Meeresfauna nur sehr gering belastet. Die Belastung mit z. B. Plastik ist eh schon exorbitant und im hohen Maße schädlich für alle Lebewesen.

 

Anne hat eine schöne Koralle erwischt beim schnorcheln

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An der Boje von Jack!

Jack hat uns schon besucht und wir haben einen Schnorchelausflug für morgen am Vormittag verabredet. Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns .

Blick vom Mooringplatz auf Taveuni.

 

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Brot backen im eigenen Saft

Wir haben es tatsächlich geschafft, uns von der Boje in Savusavu zu lösen. In kurzen Etappen von ca. 20 sm täglich hangeln wir uns an der Südküste von Vanua Levu entlang Richtung Osten. Der erste Ankerplatz in der Naidi-Bay war ordentlich rollig. Die Nacht war entsprechend unruhig und kurz. Egal, einmal zwischendurch kann man das schon aushalten. Ist ja nicht jede Nacht so. Dafür war die zweite Nacht vor Anker in Fawn Harbour sagenhaft ruhig. Kein Geräusch, kein Geschaukel, noch nicht einmal Geplätscher. Es war aber auch totale Flaute. Heute früh dann weiter, raus aus dem kleinen Paradies, auf zu neuen Ufern. Unser heutiges Ziel ist die Viani-Bay, ca. 19 sm weiter gen Osten.

Und nun geht unser letztes Brot, das wir in Savusavu gekauft hatten, zu Neige. Schluss mit der Faulenzerei. Jetzt wird wieder selber gebacken. Außerdem freuen wir uns auch mal wieder auf ein Brot, das man kauen kann und nicht nur unter dem Gaumen zerdrücken muss. Weizen, Roggen, selbstverständlich selber gemahlen, und viele Körner drin. Aber leider haben die Götter vor den Genuss den Schweiß gesetzt. Und der lief reichlich. Wir haben gerade 28 Grad im Schiff bei ca. 80 % Luftfeuchtigkeit. Da muss man aufpassen, dass man das Brot nicht mit dem eigenen Schweiß säuert. Egal, das müssen wir durch – wir freuen uns schon drauf, wenn der Backofen auf 250 Grad aufgeheizt ist und für eine ganze Stunde das Schiff noch mehr aufheizt. Dafür werden wir das Brot dann sicherlich besonders würdigen uns uns schmecken lassen. Leider ist uns der gewünschte Brotbelag verwehrt geblieben. Obwohl wir die ganze Zeit die Angel hinterhergezerrt haben, hat kein Fischlein angebissen. Schade, wir hatten uns schon auf Sashimi und Poisson cru gefreut. 

Rudern in Fawn Habour

 

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