90. Geburtstag

Da haben die Jungs aber schwer gemalt..

Da haben die Jungs aber schwer gemalt..

Nein, nicht „Dinner for One“, sondern der 90. Geburtstag der Mutter von Tongas König. Und das wurde die ganze Woche gefeiert. Zum Abschluss dann heute große Party bei Big Mamas Yacht Club. Wir Ankerlieger hatten zur Feier des Tages alle über die Toppen geflaggt  und durften auch auf die Party. Gegen einen Obulus für einen guten Zweck konnte man essen und trinken und sich die illustre Gesellschaft ansehen. Von wegen große Garderobe! Kurze Hose und T-Shirts waren angesagt. Sogar die Prinzessin, die als Stellvertreterin für das Geburtstagskind da war, hatte ein T-Shirt an. Queen Mum war von der vielen Feierei in den letzten Tagen geschafft und hatte sich entschuldigen lassen.

Meerbaer über die Toppen geflaggt....

Meerbaer über die Toppen geflaggt….

Eine leibhaftige Prinzessin......

Eine leibhaftige Prinzessin……

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Dinghi an den Meerbaer….

Gelernt haben wir das von unseren Pico-Freunden Ingrid und Fritz. Die beiden haben uns seinerzeit in der Bucht von Salvador/ Brasilien mit ihrem Dinghi so abgeschleppt. Auch da hatte die Einspritzpumpe ihren Geist aufgegeben. Geht wunderbar bei glattem Wasser und möglichst wenig Wind. Bei Wind kann man besser segeln. Das Dinghi muss im hinteren Drittel des Bootes platziert werden. Mit einer Leine nach achtern zum Heck des Bootes zieht man mit dem Dinghi. Vorne am Dinghi sollte man eine Leine befestigen, damit es nicht abklappt. Es dauert eine ganze Weile, bis man in Fahrt ist. Dann kann man das ganze Gespann mit dem Hauptruder steuern. Achtung! Nicht zuviel Gas geben, sonst ruiniert man den Außenborder. Wenn man ein Gefühl für die Sache hat, kann man hören, wann der Außenborder überfordert ist. Wir haben es schon mit unserem kleinen Beiboot mit 2,5 PS gemacht. Ging mit 1,5 Kn auch. Jetzt haben wir mit 2,5 Kn geschleppt, vielleicht wäre mehr drin gewesen, aber unser 9,8 PS ist noch brandneu und wir wollten ihn nicht überfordern. Wenn das Ganze in „Wallung“ ist, kann man sogar aus dem Dinghi raus und es alleine fahren lassen. Von den 6,5 Meilen haben wir bestimmt 5 Meilen so gefahren.

Gretel in Position

Gretel in Position

Geht auch ohne Besatzung

Geht auch ohne Besatzung

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Geschafft!!

Nach 14 Tagen und 8 Stunden sind wir endlich in Nuku’Alofa/Tonga angekommen. Das war wirklich eine Fahrt mit Haken und Ösen. Zuerst der Motor, dann kein Wind, kaum Wind und zu guter Letzt noch Wind auf die Nase. Die letzte Nacht sind wir quasi vor dem Mauseloch hin und her gekreuzt und keinen Meter näher gekommen. Zu allem Übel kam auch noch ein leichter Gegenstrom dazu. Wir wollten schon verzweifeln, da hatte der Wind dann doch noch ein Einsehen und hat aus Nord geflüstert. Ganz, ganz langsam kamen wir unserem Ziel dann doch entgegen. Wir waren schon bei der Ansteuerung und hatten noch etwas mehr als 6 sm vor uns, da war der Wind auch schon wieder futsch. Nun kam unser Dinghi zum Einsatz. Im hinteren Drittel angebunden und dann mit 9,8 PS 18 Tonnen Stahl bugsiert. Wir hatten teilweise 2 Knoten Speed drauf und Meerbaer war wieder steuerbar. Es musste sogar niemand im Dinghi sitzen. Der Motor wurde auf einer bestimmten Stellung arretiert und der Autopilot hat gesteuert. So konnten wir sogar in aller Ruhe zu Abend essen. Dann wurde es stockfinster. Der Mond kommt in diesen Tagen erst nach 22 Uhr raus. Zum Glück hatten wir noch den alten Track vom letzten Jahr auf dem Computer und so konnten wir gefahrlos die Riffe umfahren. Um 21 Uhr Ortszeit fiel dann unser Anker endlich auf 20 m Wassertiefe vor Big Mama’s Yacht Club.

Heute früh ging es dann erst mal mit der Dinghi ab in die Stadt. Behördengänge. Alles ganz easy. Nachdem wir erzählt hatten, dass wir ohne Motor nicht in den Hafen kommen können, wurden wir ganz einfach abgefertigt. Geht doch!

Dann in die Stadt, die SIM-card vom letzten Jahr reaktivieren lassen, auf den Markt, frisches Obst und Gemüse kaufen, mit dem Taxi zurück zum Hafen und dann gegen Wind und Wellen mit dem Dinghi etwas mehr als 1 sm zurück zum Schiff. Da hat sich dann das Dinghi und der Außenborder bewährt. Wir sind mit unserem Kauf mehr als zufrieden.

Leider wurde unsere Ankommensfreude sofort, nachdem wir unsere Emails abgerufen hatten, schwer gedämpft. Während wir unterwegs waren, ist ein guter Segelfreund ganz plötzlich verstorben. Der Schock sitzt immer noch tief.

Hermi, alles Gute auf Deiner letzten Reise!

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So gut wie angekommen

Noch nicht so ganz, aber wir sind schon bei der Ansteuerung auf Nuku’Alofa. Noch 10 sm bis zum Ankerplatz bei Big Mamas Yacht Club. Wir werden nicht in den Hafen gehen. Ist zu kompliziert. Wir werden morgen mit dem Dinghi zu den Behoerden fahren und wenn die das Schiff inspizieren sollen, ist das deren Problem. Koennen wir nicht, wollen wir nicht! Wir stellen uns doof. Das klappt meistens. So, ausfuerlicher morgen, wenn wir tatsaechlich da sind.

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Schleichfahrt die Zweite….

oder warum eine kaputte Einspritzpumpe einen Windmesser mit Anzeige im Cockpit vermissen lst. Seit 2 Tagen steuert jede Wache den Meerbaer von Hand. Warum, fragt ihr euch? Schwachwind zwischen 5 und 10 Kn vorwiegend aus tlichen Richtungen erfordern ein stdiges „am Wind fahren“. Plzlich Winddrehen von bis zu 50 erlauben es nicht, mit der Aries oder dem Autopilot zu fahren. Hte man jetzt einen Windmesser, knte man ihn mit dem Autopilot koppeln…… Oder die Skipperin beke vor lauter in den Mast starren keinen steifen Hals. Ansonsten fantastisches Segeln bei besten Wetterbedingungen. Wann wir endlich ankommen, fragt da ihr euch? Keinen blassen Schimmer! Auf direktem Weg sind es noch 35 sm. Mit Einspritzpumpe 7 Std Motorfahrt. Wobei wir wieder beim Thema wen.

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Schleichfahrt

0,5 bis 1,5 kn geht es mit der Stroemung vorwaerts. Ansonsten kein Windhauch in Sicht. Diesmal scheint der Wetterbericht zu stimmen. Ist schon komisch, wenn viel Wind angesagt ist, gibt es noch ein Schueppchen oben drauf, aber wenn eh schon wenig angesagt ist, kommt noch weniger. Scheint eine Gesetzmaessigkeit zu sein, die wir nicht verstehen. Heute Nacht Brot gebacken, heute Nachmittag Kuchen gebacken, ansonsten, wenn wir nicht gerade alle Segel unten haben, jeden noch so kleinen Windhauch von Hand ausgesteuert, damit wir ja nicht einen Meter verlieren. So kann Segleralltag auch aussehen. Zum Glueck nicht so oft. Noch knapp 80 sm bis zum Landfall. Kann dauern.

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Tonga kommt näher….

130 sm noch, dann haben wir die Ansteuerung durch die Riffe vor uns. Bischen doof, denn es knte mitten in der Nacht sein. Wenn es so kommt, drehen wir aurhalb bei und warten auf den Morgen. Dank AIS konnten wir Kontakt zu einem amerikanischen Cat aufnehmen. Die haben zugesagt, uns notfalls zu helfen. Die Frage wohin mit der Einspritzpumpe ist noch offen. Wir haben Big Mama angeschrieben, ob sie eine Idee hat f eine Lieferadresse in Nuku’Alofa. Big Mama ist DIE Institution in Nuku’Alofa, ihre Insel liegt etwas abseits der Hauptstadt und sie kmert sich rrend um die Segler aus aller Herren Lder. Es gibt noch einen Sonderbericht darer, versprochen. So, Position 2223 S, 17649 W, Luft 27 Grad, Wasser 26 Grad, voll geil!!!

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