Ganz langsam naehern wir uns Fiji. Etmal so um die 100 sm. Dafuer tintenblaues Wasser und angenehme Temperaturen. Mal sehen wie es weiter geht!
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Ganz langsam naehern wir uns Fiji. Etmal so um die 100 sm. Dafuer tintenblaues Wasser und angenehme Temperaturen. Mal sehen wie es weiter geht!
Weiter geht es. Auf zu neuen Ufern. In Fiji wartet unsere neue Einspritzpumpe schon auf uns. Gleich geht es in die erste Nacht. Der Wind ist schwach bis maessig, dabei ziemlich unstet. Da ist die Aries mal wieder ueberfordert und der Autopilot muss ran. Soll er. Dafuer ist er ja da.
Da haben wir wirklich keine Ahnung. Der Wetterbericht sieht fast jeden Tag gleich aus. Wir wollten Dienstag Abend um 18 Uhr Anker auf gehen, um die 75 sm bis Neiafu bis zum hell werden zu schaffen. Um 15 Uhr fing es an zu schütten, was das Zeug her gab. Die Sintflut ist nichts dagegen. Also Abfahrt verschoben auf Mittwoch früh um 6 Uhr. Mit dem ersten Büchsenlicht wollen wir starten. Um 5 rappelte der Wecker. Draußen: stockdunkel, Regen ohne Ende. Was tun? Frühstücken oder sofort wieder in die Koje? Wir haben uns für Frühstück entschieden und um 6 riss der Himmel halbwegs wieder auf. Um 7 dann Anker auf. Der Wetterbericht versprach Ost-Südost-Wind mit 10-15 Knoten, maximal 20 Knoten. Moderater Schwell aus Südost. Kaum waren wir aus dem Schutz der Inseln raus, ging es los: Wind aus Ost, Seegang auch aus Ost, Schwell aus Südost. 20 Knoten Wind Minimum, Böen 35 und mehr. Dazu total unstet, im Böen auch aus Nordost. Konnten wir gar nicht gebrauchen. Hoch am Wind, 2. Reff im Groß, Genua halb eingerollt. Die „moderaten“ Wellen hatten eine Höhe von ca. 3 m und waren total strubbelig. Genau das Richtige für die Bordfrau, die dann auch schon bald Gift und Galle gespuckt hat. Der arme Skipper hatte wieder Wache bis zum Ankommen. Um 21 Uhr war es dann geschafft. Zum Glück kennen wir Neiafu schon vom letzten Jahr. So war es auch kein Problem, eine Mooring-Boje im Dunklen aufzupicken. Die Nachtruhe hatten wir uns wirklich verdient!
rappelt der Wecker. Samstags ist Markttag in Pangai. Und wir sind ziemlich leer gefuttert, was Obst und Gemüse angeht. Der Markt beginnt um 6 Uhr morgens und angeblich soll es um 10 Uhr schon nichts mehr geben. Was bleibt da, als den Wecker zu stellen. Pünktlich um 7 Uhr waren wir dann auch unterwegs. Von Weitem schallte uns schon Musik entgegen – morgens um 7!!! Der Markt war hell erleuchtet, alles stand andächtig rum und eine Gruppe von Tänzern bewegte sich zu Musik aus der Konserve. War anscheinend eine Art Gottesdienst. Unser Rundgang ernüchterte dann total. Von wegen Bananen, Papaya, Tomaten usw.! Nix! Nur ein paar verträumte Möhren, Kohlköpfe und jede Menge Maniok. Und dafür steht man mitten in der Nacht auf! Gefrustet sind wir dann noch kurz in einen der vielen Chinesen-„Supermärkte“ gegangen und haben da tatsächlich noch ein paar Orangen – importiert aus Australien – ergattern können. Das war’s dann auch schon. Bleibt uns nur noch der letzte Rest von Trockenfrüchten aus Chile, ein paar Zwiebeln und ein paar Knoblauchknollen. An Skorbut werden wir dann wohl eher nicht leiden. Jetzt hoffen wir auf ein baldiges Wetterfenster, damit wir nach Fiji segeln können. Da gibt es dann wieder alles, was das Herz begehrt.
Wir haben schon fast eine Woche lang nichts mehr geschrieben, haben wir gerade festgestellt. Ist aber auch nichts weiter passiert. Wir haben ein paar wunderschöne Inseln mit teilweise unaussprechlichen Namen besucht, waren schwimmen und schnorcheln und haben den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Wie im richtigen Urlaub. Seit heute Mittag liegen wir vor Pangai auf der Insel Lifuka vor Anker. Gleich werden wir uns ins Dinghi schwingen und einmal die Füße auf Land setzen. Mal sehen, ob wir das eine oder andere Leckerchen bekommen. Eis steht auf der Liste ganz oben 🙂
Ein paar unsortierte Fotos, einfach mal so und weil wir in letzter Zeit hier bisschen faul waren.
23 sm weiter noerdlich liegt die Trauminsel. Ein super Ankerplatz. Wir liegen auf 6 m Wassertiefe auf weissem Korallensand. Vor uns die Insel: Palmen und weisser Sandstrand, soweit das Auge reicht. Auf der gegenueberliegenden Seite der Insel liegt der Ort, den wir morgen mal besuchen wollen. Wir muessen mal wieder die Beine vertreten und da ist ein Fussmarsch von ca. 1/2 sm ueber nur leicht huegeliges Gelaende gerade richtig. Ansonsten ist relaxen angesagt. Urlaub.
60 sm in unter 10 Stunden, und das inklusive Ankermanoever und Ansteuerung. Nicht schlecht, oder? Das war mal wieder ein heisser Ritt. Allerdings ziemlich ruppig und so hatte die Bordfrau zwischendurch mal wieder „Auszeit“. Dann kam er Funk von der „Sabir“, dass sie einen Yellowfin-Thunfisch an der Angel hten. Da war der Sportsgeist – oder war es Neid? – geweckt und unsere Angel ging auch nach draussen. Keine 10 Minuten spaeter, natuerlich, als die Aries durch eine dicke Boe ueberfordert war, bog sich die Angel durch. Wir hatten auch einen! War gar nicht so einfach, den bei dem Seegang rein zu bekommen. Der Bursche hat gekaempft, bis der Skipper ihm den Garaus gemacht hatte. Elende Schweinerei auf dem Seitendeck. Zum Glueck haben wir eine Deckswaschpumpe, da konnten wir Deck und Skipper gleichzeitig wieder saeubern. Leider haben wir kein Foto gemacht. Ging alles viel zu schnell und bei dem ruppigen Seegang waren wir froh, als wir endlich fertig waren. Am Ankerplatz kam dann sofort die Waage zum Einsatz. 1,8 kg feinstes Filet. Ein Teil davon wird gerade als Poisson cru zubereitet. Den Rest gibt es dann morgen gebraten. Sabber!
Ganz lieben Dank an Ute und Marc für ihre Spende über "buy me a coffee"