Von Blumen, Büschen und mehr (Meer)

Eine kleine Rundreise durch die Baie de Prony. Nachdem wir Donnerstag früh mit Vorräten für 8-10 Tage von Noumea los gesegelt sind, gibt es nun endlich wieder Neues zu berichten und Bilder zu zeigen.

Eine kleine Orchidee am Wegesrand

Schöne Blüten, keine Ahnung, wie sich der Strauch nennt

Unser erster Stopp war wieder in der Anse de Pilote, die wir schon vom letzten Ausflug in diese Richtung her kennen. Hier konnten wir eine ruhige Nacht verbringen und Freitag früh dann mit auflaufendem Wasser hoch in die Bucht bis rauf in die Anse de Carrenage segeln. Auf dem von uns bevorzugten Platz lagen leider schon 2 Boote und uns war es dann doch zu eng. Also in die Nachbarbucht. Hier lagen zwar auch schon 4 Boote, aber die Bucht bietet wesentlich mehr Raum zum Ankern. Man muss sich ja nicht so dicht auf der Pelle hocken. Mit dem Dinghi ging es dann den Bach hoch, so weit, wie wir noch Wasser unter dem Boot hatten. Dann ran ans Ufer, das Bötchen im Gebüsch fest binden und dann zu Fuß die Gegend erkunden. Ganz nett hier, man kann schön wandern. Es ist nur nicht so einfach, einen geeigneten Platz für das Dinghi zu finden. Überall Geröll und Steine.

Montag hatten wir dann wieder Lust, Neues zu entdecken. Zuerst ein Übernachtungsstopp an der Ilot Casy. Der Wind war ziemlich stark und genau auf die Nase. Haben wir bekanntermaßen keinen Bock drauf. Morgens ist der Wind meist schwach und Dienstag früh ging es dann auch ganz flott Richtung Bonne Anse. Hier gibt es einige schöne Ankerplätze. Wir hatten uns die Anse Majic ausgeguckt. Wider Erwarten liegen auch hier Mooringbojen aus, sodass der Anker schön oben in seiner Halterung bleiben darf und nicht von dem roten Schlick voll geschmoddert wird.

Von dieser Bucht aus gibt es einen wunderschönen Wanderweg bis rauf zum Leuchtfeuer Cap Ndoua in sage und schreibe 185 m Höhe. Für uns, die wir uns normalerweise nur wenig über NN bewegen, schon eine Leistung. Aber der Weg hat sich gelohnt! Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über den Canal de Havannah und die Einfahrt zum Canal Woodin. Diesen Weg ist wirklich einladend und sehenswert.

Der Wanderweg zum Leuchtturm

Blick vom Leuchtturm Richtung Canal Wouddin

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Ile Ouen und Ilot Casy

Wir haben es geschafft, uns wieder etwas nach Osten zu bewegen. Donnerstag früh war unser Wetterfenster, will heißen Flaute da. Um 6 Uhr ging der Anker hoch und wir konnten die 26 sm in gut 5 Stunden hinter uns bringen. Keine Welle gegenan und der Strom mit uns. Genau nach Plan. Schon um 11 Uhr fiel unser Anker in der Anse de Pilote im Canal Wouddin. Ein kleiner Ausflug mit dem Kajak hat auch mal wieder Spaß  gemacht. Kurz vor der Dämmerung dann ein Anruf auf Kanal 16: Meerbaer für High C’s. Jack, der von Fiji kam, hatte unser Signal auf dem AIS gesehen. Wo 2 satt werden, passt es auch für einen Dritten. Also haben wir Jack, der mittlerweile neben uns geankert hatte, mit dem Dinghi eingesammelt und zusammen zu Abend gegessen – und natürlich auch 1-2 kleine Bierchen zusammen gelenzt.

Freitag früh war Jack dann auch schon wieder verschwunden. Er wollte wohl früh genug in Noumea ankommen, um noch vor dem Wochenende einzuklarieren.

Kurz nach 7 Uhr haben auch wir schon den Anker aus dem Grund gezupft und sind die 10 sm um die Ecke in die Baie Tranquile umgezogen. Die enge Riffdurchfahrt wollten wir ohne Wind machen, da das Wasser gerade ablief und wir die Situation Wind gegen Strom vermeiden wollten. Hat mal wieder gut gepasst. Um 9 Uhr lag der Anker schon wieder auf dem Grund. Der Uferbereich lud geradezu zu einer Erkundungsfahrt mit dem Kajak ein.  Nach dem  Mittagessen ging es dann mit dem Dinghi zum anderen Ende der Bucht. Bei einem 1-stündigen Strandspaziergang konnten wir so einige „Schätze“ aus dem Sand ausbuddeln.

 

Meerbaer in der Baie Tranquile, Ile Ouen

Gestern um 10 Uhr hat es uns schon wieder weiter getrieben. Auf in die Baie de Prony und dort auf die Westseite der Ilot Casy. Netterweise liegen auch hier ein paar freie Mooringbojen und wir mussten unseren Anker nicht zwischen die Korallen werfen. Eine tolle Einrichtung, die hier in Neukaledonien weit verbreitet ist – nachahmenswert!

Ilot Casy, tolle Farben

Ilot Casy, Friedhof (Friedhöfchen)

Die Insel lädt einfach zu einem Spaziergang ein. Es gibt einen ausgeschilderten Rundwanderweg von ca. 3,5 km, der sich auf jeden Fall lohnt. Den haben wir sicherlich nicht zum letzten Mal gemacht.

Ilot Casy, Steintürmchen

Gäbe es die ausgewiesenen Trampelpfade nicht, es wäre kein Durchkommen

Kleine Rast beim Spaziergang auf der Ilot Casy

Heute Vormittag sind wir dann umgezogen auf die Nordseite der Insel. Dort gibt es 4 Mooringbojen und wir liegen hier ganz alleine – und das an einem Wochenende!  Vor dem Mittagessen noch ein kleiner Inselspaziergang und am Nachmittag eine Runde schnorcheln. Ein perfekter Tag, der heute Abend mit Sauerbraten und Serviettenknödeln gekrönt wird.

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Was sind schon Pläne?

Heute früh um 4.30 Uhr rappelte der Wecker. Wir wollten die üblichen frühen, windfreien Morgenstunden ausnutzen, um Richtung Ile Ouen zu tuckern, denn normalerweise kommt der Wind aus dieser Richtung und 4-5 Stunden gegen an motoren haben wir nicht wirklich Lust. Schon beim ersten Lauschen nach draußen war uns klar: ausgerechnet heute Nacht war der Wind mal nicht eingeschlafen. Wir hatten schon – oder immer noch – 10 kn plus Böen. Also nix für unseren alten Mr. Perkins und unsere Nerven. Grummelnd haben wir uns dann wieder in die Koje verzogen. Nächster Versuch: morgen früh. Diesmal eine Stunde später, weil wir auch noch die Tide berücksichtigen müssen. Mal sehen, ob es diesmal klappt.

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Doch wieder Noumea

Planänderung. Eigentlich wollten wir nur wieder bunkern und dann morgen, also Sonntag Nachmittag raus zum Fare Amedee, der Leuchtturminsel, zum schnorcheln und tauchen. Wir hatten uns das so vorgestellt, dass wir dann den Wochenendausflügler entgegen fahren und so viel Platz und wenig Boote dort vorfinden. Falsch gedacht! Mittwoch ist auch hier Feiertag und viele haben Brückentage genommen und tummeln sich die ganze Woche über auf den schönsten Ankerplätzen.  Es sei ihnen gegönnt. Aber wir wollen uns nicht dazwischen rum drücken. Wir mögen es halt einsamer. Also liegen wir jetzt wieder vor Noumea am Anker und treiben uns statt dessen in der Stadt rum. Hat auch was für sich. Zum Glück haben wir ja noch ca. 4 Wochen Zeit, bevor wir wieder Richtung Neuseeland aufbrechen müssen.

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Die Zeit fliegt

Schon wieder sind 10 Tage rum seit unserem letzten Bericht. Es gibt aber auch nicht viel zu berichten. Eine Woche haben wir in der Baie Maa verbracht und den Starkwind abgewettert. Wir haben die Zeit genutzt, um mal wieder eine Lage Bier anzusetzen, ansonsten haben wir die Seele baumeln lassen. Montag  dann wieder nach Noumea. Wir waren leer gefuttert – schon wieder. Dummerweise hatten wir vergessen, dass der Markt montags geschlossen hat. So mussten wir Obst und Gemüse aus dem Supermarkt mitbringen. Egal, Meeerbaer ist wieder voll gestopft für mindestens eine Woche.

Markthalle – montags leider geschlossen

tolles Warenangebot, nur leider ziemlich teuer

In der Stadt hat uns nichts weiter gehalten, so sind wir dann direkt nach dem Einkauf wieder Anker auf gegangen und die 2 sm mangels Wind bis zur Ilot Maitre getuckert. Hier liegen wir mal wieder an einer kostenfreien Mooring und heute haben wir uns dann tatsächlich aufgerafft, unser Tauchgerödel ausgepackt und fast 2 Stunden lang das Unterwasserschiff vom Meerbaer geschrubbt. Zum Glück bewächst es hier nicht so stark, denn unser Antifouling – sofern überhaupt noch etwas vorhanden ist – ist nicht mehr so wirklich wirksam. Bevor wir in ca. 4-5 Wochen Richtung Neuseeland starten, müssen wir wohl oder übel noch einmal auf Tauchstation gehen und den Spachtel schwingen. Aber bis dahin werden wir die Ankerplätze von Neukaledonien noch ausgiebig erkunden.

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Umzug

Eigentlich wollten wir weiter in den Süden von Grand Terre, in eine Bucht mit vielen Wanderwegen und sogar warmen Quellen. Drei Uhr klingelte der Wecker und um halb vier hatten wir uns aus dem Mooringfeld der Ilot Maitre heraus larviert. Ein kräftiger Südost ließ uns ordentlich gegenan stampfen. Böen über 20 Kn und eine entsprechende Welle – weil Wind gegen Strom – bremsten uns manchmal auf 2 Kn Bootsgeschwindigkeit herunter. Zwei Stunden später, es wurde gerade hell. Plötzlich fällt die Drehzahl vom Motor ab, geht aber wieder hoch. Zweimal das Ganze und wir guckten uns erstaunt an. Dann Gummigeruch und ich dachte schon an den Keilriemen. Motorklappe auf, alles war voller Qualm. Schnell war der Verursacher ausgemacht, es war die Stopfbuchse. Drehzahl runter und die Genua ausrollen war das Motto. Am Wind noch schnell das Großsegel gesetzt und auf Gegenkurs gegangen. Motor aus, die Welle drehte sich noch bei ausgekuppeltem Getrieb. Also keine festgefressene Stopfbuchse. Da kam auch schon der Ruf der Jaqueline von Carmen und Conny. Sie fragten, wo wir wären und wir schilderten kurz unser Problem. Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns, in die Baje de Maa nördlich von uns zu laufen. Die Beiden waren etwas später von der Ilot Maitre los und segelten uns voran. Zweieinhalb Stunden später waren wir auch vor Ort. Draussen unterwegs hatte ich schon die Preßbrille der Stopfbuchse gelöst und ordentlich Fett reingedrückt. Also konnten wir mit kleiner Fahrt den Ankerplatz erreichen. Hier liegen wir sehr geschützt, während 25 Kn Böen über uns wegziehen. Mittwoch/ Donnerstag soll der Wind bis auf 40 Kn in Böen hochgehen. Jede Menge Schildkröten und Wasserschlangen gibt es hier. Einen kleinen Spaziergang haben wir auch schon hinter uns, alles sehr trocken und hinter dem Strand stehen einige verstreute Wochenendhäuser.

Blick auf unsere Ankerbucht.

Der hat sich eindeutig vernavigiert!

Die andere Seite der Halbinsel.

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1 Woche Noumea Port Moselle…

…sind genug. Wir haben 7 Tage lang die Annehmlichkeiten des Marinalebens genossen, viel Wasser verpladdert, mit Strom geaast und unkomplizierte Wege in die Stadt ausgiebig genutzt. Einen ersten Überblick konnten wir uns auch schon verschaffen. Aber jetzt erst mal wieder raus auf den Ankerplatz bzw. an die kostenlose Mooring vor der Ilot Maitre, nur 3 sm ausserhalb von Noumea.

Bis jetzt gefällt uns Neukaledonien ganz gut, lediglich die Preise sind exorbitant. Das kennen wir ja schon von Tahiti, aber hier ist es gefühlt noch teurer. Da muss man aufpassen, dass sich die Bordkasse nicht schon Mitte des Monats dem Ende zu neigt. Es ist auch zu verführerisch. Nach 2 Jahren Tonga, Neuseeland und Fiji mit überwiegend englischem Einschlag, was die Verpflegung angeht, fühlt man sich hier regelrecht im Paradies. Baguette, das nicht schon auf dem Weg nach Hause schlapp macht, Käse, der nach Käse schmeckt und nicht nach Pappe, Salami mit Aroma, Pasteten ohne Ende… Super lecker, aber leider teuer. Naja, die 6 Wochen, die wir hier verbringen werden, werden uns schon nicht an den Bettelstab bringen. Wir genießen es einfach.

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