Was stört uns unser Geschwätz von vor einem halben Jahr…

oder: man sollte sich nicht auf langfristige Zusagen verlassen.

Im März waren wir im Club CUBA (direkt hier gegenüber) und haben im Büro vereinbart, dass wir Mitte Oktober mit dem hiesigenTravellift aus dem Wasser gehen können.

Nun sind wir Dienstag rüber, um alles klar zu machen und einen konkreten Termin abzusprechen, aber da hieß es auf einmal: „kein Platz (soll wohl heißen: keine Lust)“. Da waren wir ganz schön angeschmiert. Auf Diskussionen braucht man sich erst gar nicht einzulassen, zumal unsere Spanisch-Kenntnisse eher rudimentär sind und bei solchen Gelegenheiten plötzlich auch niemand mehr englisch sprechen kann. Also sind wir ziemlich stinkig abgedackelt. Dafür haben wir uns hier die ganze Zeit in der Einflugschneise vom Flughafen und dem Dreck der Großstadt aufgehalten. o.k., es ist aufzuhalten. Der Dreck kommt nur bei Südwind rüber (leider hatten wir in letzter Zeit überwiegend Südwind) und an den Lärm kann man sich auch irgendwie gewöhnen) und der Liegeplatz ist recht komfortabel und erschwinglich (obwohl der Preis von April bis jetzt um 80 % gestiegen ist).

Der „Kriegsrat“ hat dann beschlossen: auf die Drahtesel, damit ab in den Zug nach San Fernando zum Yachtclub Argentino. Dort gibt es sogar 2 Travellifte und der Betrieb wird professionell geführt. Einzig die verschiedenen Informationen, dort aus dem Wasser zu gehen wäre sehr teuer, hatte uns bisher davon abgehalten, diesen Club überhaupt in Erwägung zu ziehen. Umso größer war die Überraschung, dass es dort sogar noch preiswerter ist als im Club CUBA, dazu noch besser und die Versorgung mit evtl. Ersatzteilen und Farbe usw. ist von dort aus noch viel besser, weil alles in erreichbarer Nähe zu finden ist. Eine Hürde war noch zu nehmen: wir mussten (zum Glück in englisch und nicht in spanisch) einen schriftlichen, formlosen Antrag an die Clubleitung stellen, uns und das Schiff vorstellen und unsere Papiere einschl. Versicherung vorlegen. Alles kein Problem. Nun warten wir nur noch auf eine Antwort und hoffentlich einen Termin Ende des Monats. Drückt uns mal die Daumen!

Auf jeden Fall werden wir morgen früh schon einmal Richtung Rio Lujan aufbrechen und uns in den Yachtclub Barlovento verholen. Sobald wir dann einen Krantermin haben, brauchen wir nur noch „um die Ecke“ zu fahren und müssen uns nicht mehr um den Wasserstand im Rio de la Plata kümmern.

 

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