Ankunft in stockfinsterer Nacht

Morgens um 7 Uhr ging es los Richtung Sao Nicolao, ca, 90 sm von Sal entfernt. Wir hatten kaum den Hafen verlassen, da konnten wir auch schon die Segel hoch nehmen und die Maschine schlafen schicken. Der Plan war, südlich die Insel Sao Nicolao zu runden, um dann auf der Westseite den Ankerplatz vor der Ortschaft Tarrafal anzulaufen. Nach einigen Meilen wurde unser Kurs aber so hoppelig, dass wir uns entschlossen, doch nördlich die Insel zu passieren. Der „Meerbaer“ fing an zu rennen, was das Zeug hielt, teilweise 7-8 kn, sodass man die Wellen kaum spürte. Nur irgendwann ließ dann der Wind doch etwas nach und sofort warfen uns die Wellen mangels Geschwindigkeit hin und her – sehr zum Vergnügen der Bordfrau, die auch bald darauf mal wieder flach lag (natürlich mit Eimer im Arm). Als wir dann endlich die Huk passiert hatten und halsen wollten, stieg mitten in der Halse der Autopilot aus und wir durften die letzten paar Meilen von Hand steuern. Kurz vor Tarrafal suchten wir uns die Augen aus dem Kopf nach der lt. Hafenführer immer zuverlässigen Hafenmolenbeleuchtung. Aber die macht wohl gerade Urlaub. Und der Mond hatte sich natürlich auch schon verabschiedet, sodass wir uns ganz vorsichtig in die Bucht rein schleichen mussten. Bis auf einen Ankerlieger hatte natürlich auch niemand die Ankerbeleuchtung an und wir mussten uns mit dem Handscheinwerfer in die Bucht reinfunzeln. Genau um Mitternacht fiel dann der Anker auf ca. 12 m Wassertiefe. Näher haben wir uns erst einmal nicht getraut. Im Hellen umankern ist kein Problem, aber erst mal für die erste Nacht sicher liegen und schlafen

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