Tag 3 – Mauritius nach Madagascar

Heute nichts Bemerkenswertes. Ruhige Nacht, ruhiger Tag, Kurs liegt mal wieder an und wir segeln mit 5-6 kn auf das Kap D Ambre zu, die Nordspitze von Madagascar. Da wird es nochmal spannend. Wind und Strömung sollen da recht anspruchsvoll sein. Mal sehen, es sind noch ca. 360 sm bis dahin.

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Tag 2 Mauritius – Madagascar

Die Nacht verlief ohne Squalls – sehr löblich ! Lediglich der Seegang schubste Meerbaer immer mal wieder auf die Seite. Die Windrichtung passte auch nicht so wirklich. Wir konnten lediglich nach Westen segeln.

Gegen Mittag entschlossen wir uns zu einer Halse und siehe da: der Kurs stimmte fast. Mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von 5-6 kn liegen wir recht gut im Zeitplan.

Die nächste Nacht liegt vor uns. Hoffen wir mal, dass wir wieder von Squalls verschont bleiben.

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Tag 1 Mauritius – Madagascar

Die Nacht war durch wenig Wind geprägt. Wir konnten lediglich mit 2 kn voran kommen. Irgendwie stimmten Wetterbereicht und tatsächliches Wetter mal wieder nicht überein. Sollten wir uns ja so langsam dran gewöhnt haben.

Heute tagsüber wenig Veränderung. Die Richtung stimmte auch nicht so wirklich. Unser Sollkurs ist 320 Grad, teilweise konnten wir nur nach Norden segeln. Bei dem Speed auch egal. So weit kommt  man da nicht weg von der Kurslinie. Bei mehr als 500 sm spielt das kaum eine Rolle.

Am frühen Nachmittag, als der Kurs immer weiter östlich ging, entschlossen wir und zu  wenden. Neuer Kurs rund 300 Grad. Passt auch  irgendwie.

Gegen 15 Uhr drohte der erste Squall. Reff ins Groß, beim Ankommen der ersten dicken Böen Fock verkleinert und ausgesessen. Eine halbe Stunde lang segelte Meerbaer mehr nach Süden. Als der Squall durch war, konnten wir wieder halbwegs Kurs anlegen. Der Wind verabschiedete sich wieder fast vollständig und wir drömelten mit 2 kn durch die mal wieder aufgewühlte See.

Mittlerweile hat sich der Speed auf ca. 4 kn eingependelt und der Kurs stimmt auch noch. Wir sind gespannt, was die Nacht bringen wird.

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Auf nach Madagascar

Seit heute Mittag sind wir wieder unterwegs.

Nach dem Frühststück erst einmal das leidige Behördengedöns erledigt (hat „nur“ zwei Stunden gedauert). Lediglich die Clearance vom Zoll ließ auf sich warten. Die sollte uns innerhalb kürzester Zeit per Mail zugeschickt werden. Kam natürlich nicht. Auch im Spamordner war nichts angekommen. Per Telefon war niemand zu erreichen, der uns helfen konnte. Also noch einmal um das Hafenbecken rum latschen und das Formular einfordern. Das  hat dann wenigstens geklappt.

Mittlerweile war es fast Mittag geworden. Also erst noch ein kleines  Mittagessen und dann Leinen los. Oh Wunder, üblich ist hier Südost-Wind, aber wenn Meerbaer los fährt, kommt der Wind natürlich aus Nordwest. Genau da wollen wir hin. Für die  ersten drei Stunden hat uns das nicht so wirklich gestört. Der Wind war relativ schwach und wir wollten eh den Wassermacher laufen  und dabei die Maschine laufen lassen.

Aber nach den drei Stunden wollten wir doch gerne segeln. Nur der Wind wollte uns nicht lassen. Der hatte sich mittlerweile ganz verpieselt. Dafür chaotischer Seegang. Wir waren begeistert. Genau so ein blöder Start wie von Rodriguez aus.

Um 17 Uhr kam dann endlich ein kleiner Windhauch  auf, der dann so langsam mehr und dann segelbar wurde. Er hatte auf Nord gedreht und nahm langsam eine kleine östliche Komponente an.

Nun  segeln wir mit knapp 3 Knoten in die Nacht. Mal sehen, was uns erwartet.

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Letzter Tag auf Mauritius

Die Würfel sind gefallen. Morgen Vormittag geht es zum Ausklarieren und dann ab Richtung Madagaskar.

Nachdem wir heute früh noch einmal Kontakt mit Des, unserem Wetterguru für den Indic hatten, war klar, morgen geht es los. Dann sollte es so passen, dass wir bei „relativ“ ruhigen Windbedigungen den Norden der Insel umrunden können. Unterwegs sollte es ähnlich werden wir auf dem Weg von Rodriguez nach Mauritius.

Gestern hatten wir schon soweit alles gebunkert, was nicht ganz frisch eingekauft werden sollte und heute dann ab auf den Markt, rein in den Trubel.

Der Hackenporsche war voll bis oben hin. Das sollte eigentlich ausreichen, bis wir wieder in menschliche Gefilde kommen werden.

Hoffentlich hält das Obstnetz

…und nochmal eins mit Gemüse

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Mauritius

Nun sind wir schon 5 Tage hier und haben den Luxus von Baguette, Fromage und Salami genossen,  Wein ist leider ähnlich wie in Neukaledonien ziemlich teuer, deshalb haben wir und da doch etwas zurück gehalten 🙁

Ansonsten tobt hier der Touristen-Bär. Menschenmengen, Shops, Restaurants, Straßenstände mit Futter und Schnippes, alles, was das Touristenherz begehrt. Die Geräuschkulisse ist für unsere Ohren betäubend, nachdem wir ein paar Tage die Stille des Ozeans genießen konnten.

Gestern haben wir dann einen Ausflug zum Botanischen Garten gemacht. Mit dem Bus eine Abenteuerfahrt. Erstmal durchfragen, bis man den richtigen Bus gefunden hat. Für kleines Geld ging es dann für eine Stunde Richtung Norden. Sobald der Bus aus dem Stadttrubel raus war, zeigte der Fahrer, was er drauf hatte. Hupe und Gaspedal waren die Hauptaggregate, ab und zu auch mal die Bremse. An den Haltestellen musste man flott sein, schon fast während der Fahrt auf- oder abspringen.

Jeder Busfahrer dekoriert sein Gefährt nach seinen Wünschen

Leider hat Google Maps die Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel nicht so wirklich auf dem Schirm. Dementsprechen sind wir dann auch tatsächlich am Eingang vom Botanischen Garten vorbeigerauscht. Nächste Haltestelle raus und zu Fuß zurück. (Der Käptn hatte da schon die Faxen dicke).

Hübsche Mosaik-Kugel

Eine der wenigen, schon blühenden Seerosen

Der Botanische Garten – der älteste auf der südlichen Hemisphäre – ist recht unspektakulär. Man kann aber dort wirklich schön und meist im Schatten der riesigen Bäume spazieren gehen. Nach zwei Stunden „Wanderung“ meldeten unsere Mägen „Hunger“. Also den Ausgang gesucht und draußen an der Straße, nicht weit weg von der Bushaltestelle, einen Imbiß geentert. War nicht schlecht und vom Preis her aus akzeptabel.

Der nächste Bus war unserer. Jetzt ging es genauso flott, aber wegen des geringeren Verkehrs wesentlich schneller zurück nach Port Louis. Einmal umsteigen – und dann wieder an „unserer“ Haltestelle vorbei gerauscht 😉

Diesmal war es dann doch etwas weiter bis zum nächsten Halt und wir mussten für den Rückweg den Gegenbus nehmen. Endlich hatten wir die richtige Haltestelle erwischt und durften wieder nach Hause.

 

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Überfahrt nach Mauritius

Das Ausklarieren gestaltete sich doch ziemlich nervig. Es  hieß zwar, ausklariert wird bis Samstag Mittag um 12 Uhr, aber scheinbar war die Arbeitslust der Herrschaften von Immigration und Zoll eher mäßig. Es dauerte fast zwei Stunden, bis sie sich endlich blicken ließen. Eigentlich wollten wir am Sonntag morgens früh starten, aber Pustekuchen: Nach der Abfertigung gestand man uns lediglich die Zeit bis um 18 Uhr zu. Spätestens dann mussten wir raus. Blöd, wir wollten gerne morgens starten und nicht gleich in die Dunkelheit rein. Was blieb uns anderes übrig. Also um 17.30 Uhr Anker hoch und weg. Leider war der Wind auch so gut wie weg. Was ein blöder Start! Es dauerte bis ca. um Mitternacht, bis der Wind dann endlich kam.

Meerbaer hat die 350 sm in ziemlich flottem Tempo hinter sich gebracht. Bei fast ständigen 20 kn Wind sausten wir mit fast 7 kn im Durchschnitt durch zwei Tage und 3 Nächte.

Port Louis auf Mauritius ist von 18 Uhr abends bis 6 Uhr morgens geschlossen. Wir nutzten die Zeit, um noch einmal zwei Stunden den Wassermacher laufen zu lassen. Um 8 Uhr baten wir dann Port Control um Genehmigung zum Einlaufen und Einklarieren.  Wir wurden gebeten, beim Zoll anzulegen für die Formalitäten. Nett gesagt, nur leider ist beim Zoll nicht wirklich eine gute Möglichkeit zum Anlegen. Eine dicke, hohe Mauer, oben auf ein Geländer. Dort sollten wir festmachen. Aber erst einmal hoch kommen. Wir hatten gerade Niedrigwasser und der Platz zwischen Kante und Gitter war mal eben 10 cm. Zudem war es äußerst unruhig im Hafenbecken und Meerbaer hoppste an der Mauer auf und ab. Wir waren begeistert. Nachdem wir Meerbaer dann endlich vernünftig angebunden hatten, hieß es warten auf Health. Komisch, wir dachten, Rodriguez und Mauritius sind ein Land, trotzdem der ganze Zirkus mit Health, Immigration und Zoll. Der ganze Papierkram entspricht dem gleichen wie bei der Berufsschifffahrt. Zettel ohne Ende, wo niemand weiß, was das soll. Nix ausfüllen bis auf die erste Seite, nur unterschreiben. Nach geschlagenen zwei Stunden waren wir dann endlich fertig und durften ablegen. Da man sich hier bei jeder Aus-  und Einfahrt im Hafen bei den Behörden an- und abmelden muss, haben wir uns entschlossen, dem ganzen Theater zu entgehen und die paar Tage, die wir hier sind, in der „Marina!“ zu bleiben. Marina ist nett gesagt. Zwei dicke Hafenmauern, das innere Becken belegt. Wir machten außen fest und bekamen den Schwell vom Hafenverkehr mit voller Breitseite mit. Glücklickerweise fuhren alle recht moderat und das Geschaukel hielt sich in Grenzen. Nachts ist ja eh Ruhe.

Unser dicker, alter Fender hat das Auf und Ab an der ziemlich ramponierten Mauer leider nicht überlebt.

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