Von Ost nach West

Weiter geht’s – und immer schön die Angel hinterher zerren. Von Taveuni aus hatten wir einen wunderschönen Segeltag nach Koro Island. Strahlender Sonnenschein und eine schöne Backstagsbrise, was will man mehr (außer evtl. doch noch einen kleinen Fisch an der Angel?). Nee, nix da, kein Biss. Der Ankerplatz im Norden von Koro war etwas schaukelig, aber daran hatten wir uns mittlerweile gewöhnt. Und es war ja auch nur eine Nacht geplant.

Makogai

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gingen wir gleich wieder Anker auf Richtung Makogai Island. Und wieder Segeln wie im Bilderbuch. Die 30 sm sind wie im Fluge vergangen. Und die nächste Schaukel-Nacht. Sobald der Wind sich schlafen gelegt hatte, lag Meerbaer quer zum Schwell, der leider immer irgendwie um die Ecke kommt, egal auf welcher Seite der Insel man sich gerade befindet.

Makogai

Mittlerweile hatten wir wieder Sonntag – haben wir ja irgendwie immer. Nach dem Frühstück den Anker hoch, unter Maschine noch die Riffdurchfahrt passiert und dann Segel hoch und Motor aus. Segeln!!!

Naigani

Und dann einer unserer Lieblings-Ankerplätze: Naigani Island. Diesmal hatten wir Glück. Kein anderer Segler, keine Menschenseele. Alles für uns ganz alleine! Südseetraum! Hier haben wir es dann auch 3 Tage ausgehalten. Schwimmen, schnorcheln, am Strand spazieren gehen, faulenzen.

Leider gingen dann doch so langsam unsere Vorräte zur Neige. Obst und Gemüse hält sich in den Tropen eher nicht so lange. Also Abschied von Naigani und auf Richtung Hauptinsel Viti Levu. Einmal rum von der Ostseite auf die Westseite. Und siehe da: Neptun hatte Erbarmen mir uns und hat uns ein Fischlein an den Haken gebunden! Die Angel rauschte aus wie wild und der Käpt’n musste lange kämpfen, bis er die Beute an Deck hatte. Ein wunderschöner Rainbowrunner. Kannten wir vorher nicht. Dank Ron sind wir nun schlauer. Und seine Empfehlung, dies sei ein sehr schmackhafter Fisch, war genau richtig. Der war richtig lecker!!!

Rainbowrunner

Und jetzt liegen vor vor Anker gegenüber von Lautoka vor Bekana Island. Morgen und übermorgen werden Markt und Supermarkt geentert und dann müssen wir uns für 2 Tage einmuckeln. Angeblich soll es am Wochenende schütten wie aus Eimern. Die Gelegenheit zum Wasser sammeln für die kleine und mittlere Wäsche. Unsere Wassersammel-Bütten stehen griffbereit und müssen nur noch platziert werden. Warten wir mal ab, ob das auch wirklich so kommt. Es ist oft vorgekommen, dass Tage vorher schon Alarm geschrien wurde und am Ende dann doch nichts war. Wir werden sehen. Die Wettermodelle sind sich bei der Windvorhersage so gar nicht einig. Die einen sagen für die Nacht von Samstag auf Sonntag Böen von mehr als 40 kn aus NW vorher, die anderen prophezeien Südwind mit 10 kn. Was soll man da glauben? Da kann man nur abwarten. Aber bis dahin sind noch 2 Tage, da kann sich auch in der Vorhersage noch so einiges ändern 😉

Ach so, hatten wir fast vergessen: Vor ein paar Tagen hat sich unsere Backbord-Schotwinsch verabschiedet. Es gab einen Ruck und das Ding hing schief. Die Aluminium-Basis hatte es an einer Seite zerbröselt. Und die ist leider wichtig, weil die Winsch darauf dreht. Erste Notlösung: Backbordschot quer durchs Cockpit auf die Steuerbord-Winsch umleiten. Aber dann hatten wir die Idee: Der Zug der Schot geht nur auf eine Seite, nämlich die, die kaputt gegangen war. Warum nicht die Basis einfach umdrehen? Dann hat der Zug wieder ein festes Gegenstück. Probieren geht über studieren und innerhalb von 20 Minuten sah das Ding wieder wie neu aus. Und hält!! Dieses Provisorium wird uns wohl noch eine Weile begleiten, denn die Winsch ist über 20 Jahre alt und wird nicht mehr gebaut. Lewmar hat es noch nicht einmal für nötig befunden, auf unsere Anfrage nach einem Ersatzteil zu antworten. Sollen sie ihren Kram doch behalten. Wir kommen auch so zurecht;-)

sieht nicht so gut aus
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