Noch einmal schlafen…

Morgen geht es endlich los Richtung Neukaledonien. Das Wetter scheint soweit in Ordnung zu sein. Wir werden sehen, wir nehmen halt, was kommt.

Gestern und heute haben wir uns die Tage in der Marina gegönnt, um in Ruhe alles für die Überfahrt klar zu machen. Wie immer musste Meerbaer mal wieder vom Camping- auf Hochsee-Modus umgebaut werden. 2 Tage lang haben wir gerödelt und geackert, und das bei über 30 Grad und 80 % Luftfeuchtigkeit. Heute Nachmittag kam zudem noch ein dicker Tropenregen runter, der die Luftfeuchtigkeit noch ein wenig höher getrieben hat. Wir sind bald eingegangen. Jetzt können wir uns auch vorstellen, wie es hier in Fiji während des Sommers ist. Dann ist es noch wärmer und noch schwüler. Wollen wir nicht!

Morgen früh um 9.30 Uhr treffen wir die Offiziellen zum Ausklarieren und dann Leinen los und ab! Wir freuen uns schon drauf.

Wir werden versuchen, solange wir unterwegs sind, jeden Tag einen kleinen Bericht ins Netz zu stellen. Der wird allerdings nicht, wie früher, automatisch auf Facebook  publiziert. Wer also Interesse daran hat, wie es uns unterwegs ergeht, muss über unseren Blog www.meerbaer.info gehen.

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Wie schon so oft…

… sind wir mal wieder so ziemlich die Letzten. Mitte der vergangenen Woche schien ein gutes Wetterfenster zu sein, um nach Neukaledonien aufzubrechen. Viele Bekannte haben dieses auch genutzt und sind nun schon so gut wie angekommen. Wir hatten bis gestern Mittag unsere Genua zur Reparatur. Also nix mit weg von hier. Die Reparatur konnte nicht bis Neukaledonien warten. Der Faden, mit dem der UV-Schutz vor erst knapp 3 Jahren aufgenäht wurde, löste sich an verschiedenen Stellen in Wohlgefallen auf. Unterwegs wäre der uns bei etwas mehr Wind um die Ohren geflogen und hätte noch mehr kaputt gemacht. Nun hocken wir hier und sehen mit dicken Backen auf den Wetterbericht. Ein dickes Tief kommt in den nächsten Tagen genau über die Strecke gefegt, die wir segeln wollen. Haben wir keinen Bock drauf, da rein zu geraten. Unser Visum läuft erst am 23. Oktober aus, da haben wir noch ein wenig Zeit und müssen uns nicht drängeln lassen. Bis dahin sollte es ja denn wohl noch klappen.
Geduld ist gefragt – auch wenn es noch so schwer fällt 😉  Hier in der Saweni-Bay liegen wir gut und haben es dann nicht weit bis Lautoka zum Einkaufen und Ausklarieren. 

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Ein lieber Segelfreund,

der leider im letzten Jahr viel zu früh seine letzte Seereise angetreten hat, hat einmal gesagt: „Wir segeln nicht um die Welt, wir basteln uns um die Welt.“ Wie wahr, wie wahr! Wir dürfen auch gerade mal wieder basteln, und zwar meines Käpt’ns Lieblingsarbeit: Toilette reparieren. Das Teil zu ersetzen steht schon länger auf der To-Do-Liste für die nächste Großbaustelle im kommenden Jahr. Doch nun hat es uns leider schon jetzt erwischt. Das Klo hält schon länger kein Vakuum mehr. Aber damit kann man leben. Doch schon seit ein paar Tagen hört man es ganz leise summen, wenn man auf dem Thron hockt. Irgendwo geht da auch noch das zum kurzfristigen Abpumpen benötigte Vakuum flöten – im wahrsten Sinne des Wortes. Also: mal eben (!) auseinander nehmen und nachsehen. Und wie so oft, ist „mal eben“ eine Baustelle für mindestens 2 Tage, will heißen: keine Toilette benutzbar, sondern „ab auf die Pütz“. Kennen wir ja schon zur Genüge. Ist auch schon gar kein Akt mehr, über den man sich aufregen kann. Der Eimer war im letzten Jahr schon mal für 4 Wochen unser Ersatzklo, bis das Ersatzteil endlich kam. Die meiste Zeit bei der Bastelei geht drauf für Wartezeiten, bis der Kleber endlich fest ist. So lange steht nun unsere schöne Toilettenschüssel unbenutzbar draußen und das Werkzeug liegt überall im Schiff rum. Meerbaer ist gerade nur mit Stelzen zu begehen. Alles ist auseinander gerissen, denn gerade da, wo man dran muss, liegt immer was drauf, was an anderer Stelle schon weggeräumt werden musste. Mühsam ist das Segler-Leben 😉

Da wären wir jetzt lieber, aber die Arbeit geht vor

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Rain in paradise

Und wir genießen es, solange es andauert. Ist eh nicht lange, aber wir können endlich mal den Dreck und das Salz vom Deck schrubben und Wasser sammeln. 20 l sind dann doch zusammen gekommen. Spart für heute den Wassermacher 😉

Nach erstem Tröpfeln kam dann doch ein schöner Guss vom Himmel. Die Bordfrau gleich raus. Sah etwas merkwürdig aus. Bikini und Südwester. Passt nicht so ganz zusammen, aber was tut Frau nicht alles, damit die Haare nicht durchweicht werden. Merkwürdigerweise gerade nach einer Regendusche tun die sich nämlich ziemlich schwer, wieder trocken zu werden.

Jetzt ist der Regen durch, die Sonne lugt schon wieder durch die Wolken und wir hoffen mal, dass die drastisch angestiegene Luftfeuchtigkeit nun auch bald wieder sackt.

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Fisch an der Angel!!!

Seit 3 Tagen zerren wir nun unsere Angel hinter dem Boot her, bisher ohne Erfolg. Dreimal ist das Teil ausgerauscht, aber jedes Mal war wohl nur Gestrüpp am Haken, das sich beim Reinholen wieder gelöst hat. Heute nun endlich. Petri Heil! Das Vieh hat gezerrt und gekämpft, bis wir es endlich längsseits hatten und mit dem Gaff an Deck holen konnten. Was war das denn nun für ein Fisch? Spanish Makerel, Wahoo oder doch „nur“ ein Barracuda? Leider wirklich ein Barracuda. Die sind dafür bekannt, dass sie gerne die nette Fischvergiftung Cinguatera übertragen. Jetzt ist das nicht überall so, deshalb hat Rainer erst einmal den Fisch ausgenommen, in Stücke geteilt und ab in den Kühlschrank damit.

Barracuda, ca. 1 m lang

Beim unserem kurzen Landgang in der Blauen Lagune trafen wir einen Junge in einem Fischerboot. Der wartete wohl auf seinen Vater. Den Jungen haben wir gefragt, ob er weiß, ob man einen Barracuda essen kann oder nicht. Er hatte natürlich keine Ahnung, aber clever war er doch. Wir waren kaum wieder an Bord, da kam ein Boot längsseits, der Junge drin  mit seinem Vater. Dem haben wir dann unsere Beute vorgeführt – natürlich ohne Kopf, der geht bei uns zusammen mit den Innereien sofort über Bord – dafür aber mit Foto. Und tatsächlich, es war ein Barracuda. Die Locals essen den und da haben wir Schissbuchsen ihnen den Fisch überlassen. Ein wenig traurig waren sie schon trotz der Freude über das Geschenk, denn der Fischkopf, den wir entsorgt hatten, gilt hier als Delikatesse. Die Geschmäcker sind ja so verschieden. Aber schmecken wird der Fisch ihnen sicherlich auch ohne.

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Eigentlich wollten wir ja…

…nach unserem gestrigen Großeinkauf auf dem Markt in Nadi nach Norden. Aber wie so oft haben sich die Wettergötter gegen uns entschieden. Wir haben Nordwind, und zwar NUR heute. Klar, wussten wir schon gestern, aber der Plan, nach Norden zu starten, stand schon vor dem Wetterbericht. Na gut, wir haben ja dazu gelernt (hat auch lange genug gedauert). Haben wir einfach unseren Plan nach dem aktuellen Wetter geändert und sind wieder rüber nach Malolo Lailai. Und unsere Entscheidung wurde mit einem wunderschönen Halbwind-Segeln zwischen 6 und 7 kn belohnt. Geht doch!

ohne Worte

Jetzt hängen wir weit ab von der vor Malolo ankernden Meute hinter dem oberhalb liegenden Riff.

Die vor Malolo Lailai liegende Ankermeute – schön weit weg

Morgen soll der Wind wieder seine übliche Richtung SE einnehmen und dann können wir ganz entspannt doch noch nach Norden. Mal sehen. Morgen aus dem Fenster schauen und dann erst die Richtung planen 😉

Das Riff direkt hinter uns

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Wir sind wieder motorisiert

Montag gab es natürlich noch keine Info, ob die Reparatur klappt oder nicht. Also noch eine weitere unruhige Nacht. Dienstag Vormittag dann der erlösende Anruf: das Teil ist abholbereit. Kosten? Keine Ahnung, wir sollen später noch einmal anrufen. Cash Zahlung erforderlich, nur wieviel nun? Haben wir genug Bargeld oder müssen wir erst noch an den „Geld-aus-Wand-Automaten“? Wir stehen eine halbe Stunde vor der Bank rum und warten auf den Preis. 500 Fiji-Dollar haben wir dabei. Brauchen wir mehr oder reicht das? Eigentlich blöd, wir hätten ja einfach Geld ziehen sollen und dann los dackeln, aber wir stehen da rum und warten. Dann der Anruf: 89 Fiji-Dollar! Das sind weniger als 40 Euro! Wir grinsen uns eins und marschieren los Richtung Werkstatt. Da sind wir ja richtig gut bei weg gekommen!

Zur Belohnung gönnen wir uns ein Restaurant-Mittagessen. 2 Portionen Garlic-Chili-Chicken mit Reis und jeder ein Getränk: 18 Fiji-Dollar (7,50 €).

An Bord den Starter eingebaut, Startversuch: nix! Rainer checkt die Starterbatterie. Ohne Belastung hat die nur noch 11,3 Volt, als kaputt. Naja, die ist jetzt 6 Jahre alt und stand schon auf der To-Do-Liste. Müssen wir halt vorziehen. Zum Glück gibt es direkt gegenüber vom Dinghianleger eine Toyota-Vertretung mit Werkstatt, und die haben genau die Batterie, die wir brauchen. Alte Batterie weg geschleppt, neue Batterie ran geschleppt, eingebaut, Startversuch: LÄUFT!!!!

Heute dann noch auf den Markt und in den Supermarkt. Morgen früh geht es dann die 12 sm Richtung Denerau. Wir müssen tanken, die Wäsche muss gewaschen werden (der Schrank ist fast leer, dafür türmen sich die Schmutzwäsche-Berge) und dann kann es endlich raus auf die Inseln gehen.

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