Zu den Azoren – Abfahrt und Tag 1

Freitag Mittaz um 12 Uhr waren wir soweit. Auf zu den Azoren!

Am Mittwoch hatten wir noch zwei Taucher bestellt, die haben die restlichen Entenmuscheln und den mittlerweile in der Marina gewachsenen grünen Belag von Unterwasserschiff gekratzt, den Propeller von Bewuchs befreit und die Logge wieder gängig gemacht. Donnerstag haben wir noch letzte Einkäufe erledigt, den Meerbaer zwei Stunden lang nochmal mit dem Hochdrockreiniger bearbeitet, Freitag früh ausklariert, nochmal am die Marina-Tankstelle ran, 300 l Diesel nachgefüllt  – fertig.  Leinen los!

Der neue Autopilot läuft prima, steuert ruhig und verbraucht weniger Strom als der ate. Sehr erfreulich!

Weil der Wind ziemlich nördlich kam, sind wir unten um San Antao rum. Zuerst war es ziemlich ruppig, nur mit der Fock liefen wir bis zu 5 kn, aber als wir dann in den Windschatten der Insel kamen, wurde es merklich ruhiger. Dann war der Wind erwartungsgemäß für zwei Stunden weg und wir konnten in aller Ruhe das Großsegel setzen, vorsichtshalber gleich ins 2. Reff, wir erwarteten nicht gerade leichte Winde, sobald wir aus dem Windschatten raus kamen. Und so war es dann auch. Der Wind legte ordentlich zu auf 20 kn mit heftigen Böen. Wir sausten zuletzt mit 6 kn und mehr am Wind voran. Es wurde ziemlich ruppig. Meerbaer machte in den immer höher werdenden Wellen Bocksprünge. Das Leben an Bord wurde etwas ungemütlich. Ab und zu donnert ein Brecher vorne auf Deck und schüttet literweise Wasser über den Aufbau rüber und von oben rein ins Cockpit. Kleine Dusche gefällig oder lieber in Deckung gehen? In der Nacht zu heute (Sonntag) wurde es etwas ruhiger. Die heftigen Böen haben sich ausgetobt und die Wellen sind moderater geworden. Wir sind zufrieden.

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