Alles Gute für 2026!!!

Euch allen wünschen wir ein gutes, gesundes Neues Jahr!!!

Bleibt (oder werdet) gesund und munter und genießt die Zeit ohne Stress und Aufregungen!

Meerbaer ist bereit für das neue Abenteuer

Das Jahr 2025 geht zu Ende und für uns war es eine recht ereignisreiche Zeit.

Nachdem bei uns der Entschluss gereift war, in diesem Jahr den „Heimweg“ anzutreten, gab es so einiges zu tun. Meerbaer musste aus dem Wasser für einen neuen Antifouling-Anstrich und eine neue Lackierung  am Rumpf. Der Motor brauchte ein paar Streicheleinheiten, der Bugkorb, der uns ja in Thailand von einem Ausflugskatamaran abgerissen wurde, musste (endlich) erneuert werden, Meerbaer brauchte eine neue Ankerkette, eine neue Fock, ein neues Radar, neue Batterien, eine neue Rettungsinsel und vor allen Dingen musste Proviant für einige Wochen herangeschafft werden. Fleisch und Gemüse wurde eingekocht.

Einmal quer über den Indischen Ozean, ingesamt knapp 7.000 sm

Die Zeit verflog einfach und  Mitte Juni war es dann soweit. Leinen los im Langkawi Yachtclub. Nächstes Ziel Sabang im Norden von Sumatra. Von da aus entlang der Westküste von Sumatra bis nach Padang. Dort ausklarieren und in drei Wochen und nach mehr als 2.500 sm über den Indischen Ozean bis nach Rodriguez und von dort aus nach Mauritius. Von Mauritius aus ging es einmal an der Ostseite von Madagaskar hoch, oben um das Cap        D Ambre rum und an der Westseite von Madagaskar über Nosy Be bis zur Baly Bay, unserem Absprungort Richtung Richards Bay/Südafrika.

Diese Strecke  hatte es in sich. Starkwind, Flaute, wenig Wind, von allem etwas. Und uns stand die Zeit im Nacken. In diesem Seegebiet empfiehlt es sich nicht, herumzutrödeln und die Flaute auszusitzen. Zu schnell kann sich das Wetter ändern und gefährlich werden. Also musste für unsere Verhältnisse viel zu oft der Motor ran. Man stand irgendwie immer unter Zeitdruck.

T-Shirt aus dem Bufallo River Yacht Club in East London

Anfang November hatten wir es dann aber geschafft. Meerbaer war in Südafrika gelandet! Nach einer „Erholungspause“ im Zululand Yachtclub Richards Bay ging es dann zügig weiter nach Süden. Wir hatten noch gut 1.000 sm vor uns bis Kapstadt. Anfang Februar laufen unsere Visa aus und dann müssen wir fertig sein für den großen Sprung über den Antlantik nach Norden. Also Step by Step von Richards Bay über Durban und East London nach Knysna. Hier sind wir nun und werden Anfang des Neuen Jahres die restlichen 200 sm bis nach Kapstadt auch noch bewerkstelligen. Gerade haben wir noch ein paar Kleinigkeiten zu reparieren und warten auf die Ersatzteile – über die Feiertage dauert es halt etwas länger. Also werden wir den Jahreswechsel wohl noch hier in Knysna verbringen und dann zum Jahresbeginn den Rest der Strecke angehen.

Segeln in den Sonnenuntergang

Alles in Allem hat uns und dem Meerbaer der Indische Ozean so einiges abverlangt. Wechselnde Winde, strubbelige Stömungen, chaotischer Seegang, das alles benötigte hohe Aufmerksamkeit. Aber  wir haben es geschafft und sind (sicherlich verdientermaßen) stolz!

Was jetzt noch vor uns liegt, ist auch nicht zu verachten, aber wir denken, auch das schaffen wir und wir hoffen, dass wir Mitte des Jahres Europa wieder erreichen werden.

Hier noch ein paar Erinnerungsfotos:

Traditionelle Frachtensegler in Madagaskar

Beeindruckend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

FROHE WEIHNACHTEN

Allen treuen Lesern unseres Blogs wünschen wir ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest ohne Stress und Aufregungen!

FROHES FEST!!!

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Von East London nach Knysna

Am Samstag um 9.30 gingen die Leinen los im Bufallo River Yacht Club. Es war nett hier. Der Club ist zwar klein, aber die Community ist sehr aktiv und gesellig.

Bufallo River Yacht Club

Der Start war wie erwartet windarm. Die erste Stunde war der Motor gefragt. Dann gab es wenigstens so viel Wind, dass wir segeln konnten. Zwar nur langsam, aber immerhin. Später nahm der Wind leicht zu und wir waren mit Hilfe vom Agulhas-Strom mit rund 6 kn unterwegs. Um Mitternacht dann wieder Flaute für 4 Stunden. Segeln wieder ab 4 Uhr. Um 8 Uhr morgens hatten wir Port Elizabeth querab. Gut die Hälfte der Strecke war geschafft. Da mehr Wind vorhergesagt war, und auch wegen des Vorwindkurses, bei dem das Groß der Fock immer wieder den Wind wegnimmt, waren wir nur mit Fock und Besan unterwegs.

Um 17 Uhr hatten wir auf einmal keinen Autopiloten mehr. Der streikte und wir mussten von Hand steuern. Alle Versuche, das Teil wieder zum Laufen zu bekommen, scheiterten. Es kam kein Strom an. Vermutlich Korrosion an den winzigen Kabeln. Unterwegs nicht zu reparieren. Also jede Stunde Wechsel am Ruder – und das noch für ca. 100 sm. Toll, Wir waren begeistert. Und dann,zum Abend hin kam es dicke. Ab 20 Uhr hatten wir von jetzt auf gleich Starkwind von sicherlich 40 kn, teilweise auch noch mehr. Der Kahn war kaum noch auf Kurs zu halten. Der Besan war schnell geborgen und die Fock gerefft. Trotzdem war es tierisch schwer, Meerbaer auf Kurs zu halten. Die  Entscheidung beizudrehen war da genau richtig. 4 Stunden lang lag Meerbaer ganz ruhig trotz der Wellen und trieb mit 1-2 kn in die richtige Richtung. Wir konnten etwas entspannen und uns für den Rest der Strecke etwas ausruhen. Um 1 Uhr ging es weiter. Der Wind war runter auf 20 kn und ganz gut segelbar. Leider auch wieder nur für 2 Stunden, dann war er mal wieder ganz weg und Mr. Perkins war gefragt. Um 10 Uhr der nächste Schreck. Der Motor ging aus.  Einfach so. Das Problem war zum Glück schnell erkannt und zu beheben. Dummerweise hatten wir vergessen, den Sprithahn vom  Kieltank zum Tagestank zu schließen. Und so hat der Motor so nach und nach den Tagestank leer gezuckelt und der Rest ist so nach und nach zurück in den Kieltank gelaufen. Mit dem letztem (verschmutztem) Rest aus dem Tagestank wurde dann der Racor-Filter verstopft. Nix lief mehr. Schnell war das Filtergehäuse gereinigt und ein neuer Filter eingesetzt. Jetzt noch schnell den Motor entlüften und… Jawoll! Läuft wieder!

Der Rest der Strecke lief dann tatsächlich recht entspannt – abgesehen von der Hand-Steuerung. Das Timing war perfekt, denn man kommt hier nur während 2 Stunden vor Hochwasser rein. Ansonsten herrschen hier im Pass Waschmaschinen-Bedingungen und es wäre lebensgefährlich, da durch zu fahren. Von Michael von der OSASA bekamen wir genaue Anweisungen, wie wir zu manövrieren hatten. Hat super geklappt. Danke an Michael!

„Ruhige“ Bediungungen im Pass nach Knysna

 

So sieht der Pass aus, wenn man besser nicht da rein fährt

Um 16.30 Uhr waren die Leinen fest beim Yacht-Club. Hier  können wir bis Mittwoch Vormittag kostenlos liegen bleiben. Zeit zum Ausschlafen und dann noch ein paar Weihnachtseinkäufe erledigen.

Veröffentlicht unter Allgemein, Suedafrika | Hinterlasse einen Kommentar

Von Durban nach East London

Die 290 sm hatten wir zwar nach 40 Stunden abgehakt, aber anstrengend war es trotzdem. Zuerst mussten wir mangels Wind mit dem Motor rappeln, aber nach 6 Stunden war der Wind dann doch da und wir konnten mit voller Besegelung bei ca. 4 Bf Strecke machen. Der Agulhas-Strom half ganz ordentlich mit und wir hatten teilweise 9 kn und mehr auf dem Log. Der Wind nahm stetig zu und wir mussten das 1. Reff ins Groß binden und den Besan einpacken. Der machte ordentlich Druck aufs Ruder und der Autopilot hatten gut zu tun. Der Wind blieb uns bis nachmittags um 17 Uhr erhalten, dann fing er an zu schwächeln. Da unser Wetterfenster leider ziemlich eng war, musste Mr. Perkins wieder ran, damit wir mindestens mit 5 kn unterwegs sein konnten. Der Wind sollte später einschlafen, um dann kurz danach auf SW zu drehen. Nicht gut für uns, genau da wollten wir hin. Und um 22 Uhr war es dann so weit. Winddreher auf SW, Meerbaer wurde bei Gegenwind und Wellen von vorne immer langsamer, zuletzt kamen wir nicht schneller als mit 3 – 4 kn voran. Der Frust war groß. Konnte der Winddreher nicht warten, bis wir da waren? Natürlich nicht! Wir hatten schon gehofft, noch vor Mitternacht anzukommen. War wohl nix! Glücklicherweise drehte er dann doch noch etwas südlicher und wir konnten mit Hilfe des ganz dicht geknallten Großsegeln etwas mehr Fahrt machen. Um 1.30 Uhr in der Nacht hatten wir es dann tatsächlich geschafft. Das Breakwater von East London lag vor und. Noch schnell das Großsegel bergen und rein ins Loch. Der Anker fiel um 2 Uhr kurz vor dem Buffalo River Yacht Club, allerdings kurz vor dem auf der Seekarte verzeichneten Wendebecken für die Berufsschifffahrt. Egal, für die Nacht sollte es wohl ok sein. War es dann auch. Vorsichtshalber hatten wir die Funke angelassen, falls uns jemand verscheuchte wollte.

Dem lagen wir so ziemlich im Weg, aber der wollte zum Glück erst ablegen, nachdem wir am Steg waren

Wir sind sogar noch eine weitere Nacht dort vor Anker geblieben und haben uns dann gestern Vormittag an den Steg vom Yachtclub verholt. Mit Uber waren wir noch schnell zum Einkaufen in der Stadt und abends gab es im Yachtclub zum Abendessen Fish and chips mit einem Bierchen dazu. Umgerechnet 9 Euro!! Für 2!!

T-Shirt vom Bufallo River Yacht Club

Jetzt warten wir auf das nächste Wetterfenster, um wenigstens bis Port Elizabeth zu kommen. Da soll es zwar nicht unbedingt schön sein, aber es wäre schon mal einen Schritt weiter Richtung Kapstadt. Mit Chance klappt es am Wochenende. Mal abwarten.

Veröffentlicht unter Suedafrika | 2 Kommentare

Durban

Die Fahrt von Richards Bay nach Durban war relativ entspannt. Lediglich für 1-2 Stunden gab es etwas Stress. Ein paar Meilen vor Durban wurden wir von einem Squall erwischt. Man konnte am Himmel schon sehen, dass da was im Anzug war. Der Wind drehte dann auch ziemlich schnell von Nord auf Süd und nahm ordentlich zu. Die Wellen wurden höher und der Abstand immer kürzer – und das nun alles von vorne. Meerbaer boxte sich unter Motor dagegen und stampfte sich zwischendurch immer wieder fest. Wir änderten den Kurs etwas mehr, damit wir überhaupt Fahrt machen konnten. Als der Spuk dann vorbei war, drehte der Wind wieder auf die vorherige Richtung und wir konnten bis zur Einfahrt nach Durban segeln.

Eine Seemeile vor Durban meldeten wir uns über Funk und baten um Genehmigung zur Einfahrt in den Hafen. Wir wurden angewiesen, oberhalb der Mole auf Warteposition zu gehen. Es war gerade ein dicker Pott auf dem Weg nach draußen. Sobald wir die Freigabe zur Einfahrt hatten, dauerte es noch fast eine ganze Stunde, bis wir in der Marina an dem uns zugewiesenen Liegeplatz anlegen konnten. Das Boot vor uns hatte eine Box weiter außen als wir und manövrierte in der engen Boxengasse hin und her, um sein Schiff rückwärts einzuparken. Bis der endlich so weit war, durften wir auf der Stelle rum eiern. Nach einer ganzen Weile hatte er es dann geschafft und wir konnten weiter in die Boxengasse bis zu unserem Liegeplatz fahren.

Der Hafen ist riesig – die Marina befindet sich in der hintersten Ecke, dafür allerdings nahe an der Stadt

Ausflugsboote tuckern hier mit voller Mucke durch das Hafengebiet

Wir wurden gleich von Vince empfangen, der hier als Volunteer der OSASA tätig ist. Er versorgte und gleich mit allen möglichen Infos und den Schlüsseln für das Gate zur Marina.

Durban ist nicht schlecht, leider ist aber hier die Sicherheitslage nicht so berauschend und es wird Touristen empfohlen, sich nicht alleine in der Stadt herumzutreiben. Wenn man irgendwohin möchte, möglichst mit UBER. Die sind zuverlässig, sicher und sehr preiswert. Eigentlich schade, wir laufen gerne in einer neuem Umgebung durch die Straßen und schauen uns alles an. Hier müssen wir per Taxi zum Einkaufszentrum fahren.  Da gibt es zwar alles, was das Herz begehrt, aber Shopping Malls sind nicht wirklich unser Ding.

Dummerweise hat unser neues Radar auf dem Weg nach hier seinen Geist aufgegeben. Wir sind gerade mit einem hier in Kapstadt ansässigen Händler in Kontakt, um unsere Garantie-Ansprüche geltend zu machen. Das ist etwas kompliziert. Allese geht per Mail und die Antworten lassen zuweilen ziemlich lange auf sich warten. Zuerst sollten wir die Kabel kontrollieren, ob die Durchgang haben. Haben sie. Strom und Datenkabel sind in Ordnung.  Dann sollten wir den Deckel abnehmen und innen etwas kontrollieren. Dafür durften wir dann die ganze Radarschüssel vom Mast abmontieren und herunter nehmen. Inneres Datenkabel getestet: funktioniert. Muss also was größeres sein. Jetzt warten wir wieder auf die Rückmeldung der Firma. Wir sind gespannt, wie lange sich das noch hinziehen wird. Das letzte Wetterfenster haben wir deshalb schon verpasst. Hoffen wir, dass wir zum nächsten Fenster soweit sind.

Veröffentlicht unter Suedafrika | Kommentare deaktiviert für Durban

10 Tage Marina-Leben

Nachdem wir wohlbehalten von unserer Safari zurück waren, bekamen wir auch gleich die Meldung, dass wir am kommenden Tag einen Platz in der Marina bekommen könnten. Das war vom Timing nicht ganz so toll, denn wir hatten die ganze Zeit über starken Südost-Wind und der drückte Meerbaer fest an die Kaimauer. Erschwerend hinzu kam noch, dass unser Propeller bei Rückwärtsfahrt nach backbord drückt. Genau falsch rum in dieser Situation. Zudem war das Platzangebot für das Wende- und Ablegemanöver recht knapp bemessen. Nach vorne und hinten jedweils ca. 1-5 Bootslängen und zur Seite hin 2 Bootslängen. Wir baten Elmarie, den „Engel“ der Osasa, die sich hier rührend um uns gekümmert hat, im Club nachzufragen, ob es die Möglichkeit gibt, jemanden mit einem Schlauchboot zu schicken, der uns beim Drehen und Ablegen von der Kaimauer unterstützen könnte. Ein Telefonanruf und die Sache war geritzt. Ab 17 Uhr sollten wir bereit sein.

Der kleine Seenotrettungskreuzer

!7 Uhr: Meerbaer-Crew auf Standby, Motor lief, Leinen soweit vorbereitet. Und dann kam die Hilfe, allerdings nicht so, wie wir dachten. Es kam tatsächlich der Seenotrettungskreuzer von Richards Bay und nahm uns in Schlepp. Wir dachten erst, das sei ein Missverständnis, wir wollten doch lediglich von der Mauer weg und kurz gedreht werden. Aber dann stellte sich heraus, dass die Mannschaft diese Aktion als Übung benutzte, um die Mannschaft zu trainieren. Und so kamen wir auch noch in den Genuss, ganz ohne Stress auf unseren Liegeplatz in der Marina geparkt zu werden. Wir waren natürlich verantwortlich für das „Hafenkino“ und wurden von etlichen Leuten lachend in Empfang genommen.

Die 10 Tage sind wie im Fluge vergangen. Sie waren gespickt mit kleineren und größeren Arbeiten am Meerbaer und einigen Einkaufstouren. Wir sind im Obst-Schlaraffenland und das nutzen wir redlich aus. So viel Obst wie in den letzten Tagen haben wir seit Jahren nicht mehr verputzt. Und das zu Preisen, da träumt man in Deutschland nur von.

Unsere zum Service gegebenen Einspritzdüsen kamen mittlerweile auch überholt und gereinigt zurück und der Käptn durfte Mr. Perkins ein wenig auseinander nehmen.

Die alten Düsen waren überfällig

Nun schnurrt unser Motörchen wieder viel ruhiger und wir können die nächste Etappe angehen. Morgen Nachmittag wollen wir die Leinen los machen und die ca. 80 sm bis Durban über Nacht angehen. Das Wetterfenster ist nicht sehr groß. Wir sollten bis Mittag angekommen sein, bevor der Wind wieder auf Süd drehen soll.

Veröffentlicht unter Allgemein, Suedafrika | 1 Kommentar

Meerbaer-Crew auf Safari

Wenn man schon mal in Südafrika ist, muss man sowas auch gemacht haben. Auch wir, wo wir eigentlich nicht so die Touristentour-Fans sind.

Ein ganz besonderer Dank geht auf diesem Wege noch an unsere Freundin Heidi W., die uns mit ihrem großzügigen Beitrag in unsere Kaffeekasse bei dem Abenteuer unterstützt hat!!!

Am Montag haben wir uns für drei Tage ein Auto gemietet, einen kleinen Toyota, gut zu fahren und sparsam im Verbrauch.

Dienstag früh um 8.30 Uhr ging es los. Erst einmal ca. 80 km bis nach St. Lucia zum Syabonga Jetty. Hier ging um 10.30 Uhr die Flussfahrt zu den Hippos (Flusspferden) los. Der Kahn war mit nur 10 Gästen noch nicht einmal halb voll. Da stand auch niemand irgend jemandem beim Fotoshooting im Weg. Zuerst ging es ganz unspektakulär den Fluss entlang. Nach einem Abzweig kamen wir zu einem verfallenen Industriegebäude. Davor sausten im Schilf jede Menge kanarienvogelgelbe Webervögel bei der Arbeit hin und her. Was diese kleinen Vögel an kunstvoller Arbeit leisten, ist kaum zu glauben.

Der Anfang ist gemacht

Das Nest ist fast fertig

Eine letzte Inspektion, bevor die auserwählte Dame das neue Heim begutachten kann

Danach ging es weiter den Fluss entlang und nicht viel später kamen die ersten Hippos in Sicht. Sie standen oder lagen im seichten Wasser, um sich vor den lästigen Pferdebremsen zu schützen. Ab und zu kam ein Kopf hoch, um zu sehen, wer sich da nähert. Die Boote sind ihnen gut bekannt und sie lassen sich dadurch überhaupt nicht stören. Nachts sollen sie regelmäßig auf der Suche nach Futter durch die Straßen von St. Lucia laufen.

Kaum zu sehen, aber allzeit wachsam

Ein Familienverband mit ca. 10 Tieren aller Altersklassen

Auf Schmusekurs

Auf dem Rückweg konnten wir noch ein paar kleine Nilkrokodile und einige wunderschöne Vögel beobachten.

Ein Nilkrokodil lauert auf Beute

Kingfisher

Schlammspringer

Nach ca. zwei Stunden war die Tour vorbei und das nächste Abenteuer wartete. Noch einmal ca. 100 km waren zu fahren bis zum Eingang zum Hluhluwe-iMfolozi-Park, dem zweitgrößten Park nach dem Krüger Nationalpark und dem Ältesten in Südafrika.

Die Anfahrt von 15 km zum vorab für die Übernachtung gebuchten Resort war schon beeindruckend. Das Resort liegt auf 500 m über NN. Schon nach ein paar hundert Metern kamen wir an den ersten Rhinozerossen vorbei, die sich im Schlamm suhlten.

Rhino am Schlammloch

Impalas und Zebras waren alle Nase lang zu sehen. Im Resort laufen diese Tiere einfach so herum.

Zebras vor den Unterkünften

Die Impalas sind auch unterwegs

Oben auf dem Berg angekommen, haben wir eingecheckt und uns dann sofort wieder auf Entdeckungstour gemacht. Zuerst noch auf dem asphaltierten Weg, aber das war uns zu langweilig. Also runter von der Straße und raus auf die Buckelpiste. Der kleine Toyota schlug sich ganz prächtig, obwohl wie mit einem Geländewagen sicherlich komfortabler unterwegs gewesen wären. Wir haben es trotzdem genossen und wurden auch bald mit ein paar Tiersichtunge belohnt. Impalas, Zebras und als Highlight zum Schluss noch eine Giraffe direkt neben dem Weg.

Giraffe direkt am Wegesrand

Nach dem Abendessen im Resort-Restaurant fielen wir dann total erschöpft von der Fahrt und den vielen Eindrücken schon ziemlich früh ins Bett. Für den nächsten Tag hatten wir eine Jeep-Tour gebucht und dafür wollten wir fit sein.

Die Nacht war total ruhig und entspannt. Eigentlich hatten wir zumindest bei Sonnenaufgang mit ziemlichen Spektakel von den Vögeln gerechnet. Aber es war total ruhig. Lediglich das Geplapper der zur Arbeit gehenden Leute war so eben zu hören.

Nach dem Frühstück auschecken und dann ab in den Safari-Jeep. Die Tour sollte ca. drei Stunden dauern, es wurden letztendlich fast vier daraus. Der Fahrer hatte ein Auge auf dem Weg und eins links oder rechts im Gebüsch. Er wusste die Tiere zu entdecken und stoppte sofort.

Wasserbüffel, Elefanten, Rhinos, Impalas, Zebras, Giraffen und als Highlight ein Leopard. Nur die Löwen ließen sich nicht sehen. Das wäre noch die Krönung gewesen.

Elefant als Straßensperre. Vier Autos warteten in respektvollem Abstand, dass der Herr sich wieder in die Büsche schlägt

Wasserbüffel

Warzenschwein-Babys

Mutter mit Kindern

Nya

Nyala-Bock

Junge Impala-Böcke

Cheetah – Leopard. Ein seltener Anblick

Alles in allem haben wir es nicht bereut, diese Tour gemacht zu haben. Es war ein einmaliges Erlebnis, das wir nicht missen möchten.

Die ca. 100 km für die Rückfahrt waren zu Beginn noch einmal recht anstrengend. Die Straßenverhältnisse außerhalb der größeren Städte sind so mit Schlaglöchern übersät, dass man mit voller Aufmerksamkeit fahren muss. Manche Löcher sind so tief, dass man gerade bei einem Kleinwagen einen Achsenbruch riskieren würde, käme man da mit full speed rein.

Veröffentlicht unter Allgemein, Suedafrika | Kommentare deaktiviert für Meerbaer-Crew auf Safari