3.Tag

Weiter herrliches Segeln bis zum spaeten Abend. Puenktlich zum Abendessen dann auch noch der ersehnte Biss an der Angel. Leider wirklich puenktlich. Wir hatten gerade zu essen angefangen, da rauschte die Leine los, als gaebe es Geld dafuer. Wir konnten garnicht schnell genug fuer unser Essgeschirr einen sicheren Platz finden, da war die Spule schon am Ende. Ein Ruck und futsch war der Fisch. Entweder hat es ihm den Haken aus dem Maul gerissen oder er hat ihn ausgespuckt. Auf jeden Fall war der Koeder noch dran, nur kein Fisch. Schade, der haette heute gut auf den Speiseplan gepasst. 10 Minuten durften wir kurbeln, bis wir die Leine wieder aufgewickelt hatten. In der Nacht dann Flaute. Nach einer Stunde von Hand steuern dier Entscheidung: Motor an. 4 Stunden durfte Mr. Perkins rappeln. Um 8 Uhr heute frueh dann genug Wind, dass es der Autopilot schaffte, Meerbaer auf Kurs zu halten. Um 9 Uhr konnte die Aries wieder uebernehmen. Bis zum Mittag alles prima, wir liegen zwar etwas suedlich von unserer Kurslinie, aber das ist egal. Leider schlaeft der Wind gerade wieder mal ein. Wir machen noch so eben 3-4 kn. Wenn es wieder unter 2 kn geht, muessen wir wieder motoren. Schiet! Noch 260 sm bis zur Havannah-Passage. Etmal ca 125 sm.
02.00 Uhr UTC: Kurs 235 Grad. Speed 3,0 Kn. Pos.:20.47 S 171.31 E.

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2.Tag

Traumhaftes Segeln unter Vollzeug. Bei Sonnenuntergang wie auch Sonnenaufgang schlaeft der Wind leicht ein und der Speed geht von 5-6 herunter auf 4 Kn. Ist eben so hier zwischen Fiji und Vanuatu. Die letzte Nacht war nach dem letztem Squall fast sternenklar, aber die Sterne waren ganz weit entfernt. Kein Mond, dafür Meeresleuchten par exellence. Der Schlaf ist tief und erfrischend, entspannter kann Segeln eigentlich nicht sein. Heute keine Wolke am Himmel und Schatten wird gesucht. Fische werden auch gesucht, aber bisher ohne Erfolg. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang schleppen wir den Koeder hinter uns her, aber bisher kein Biss. Das Meer sieht leer aus. Keine fliegenden Fische, keine Voegel. Schade! Sonst alles gut auf dem Boot. Noch 370 sm bis zur Havanna-Passage. Etmal ca 130 sm. Kurs 243 Grad. Speed 5,5 Kn. Pos.:19.48 S 173.24 E.

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1.Tag

Furios war der Start, durch die Malolo Passage ging es noch mit Gross und Motorunterstuetzung, aber bald war das erste Reff und die zu 2 Drittel ausgerollte Genua kraeftig am ziehen. Kurs 243 Grad, also direkt Rombline auf die Havanna-Passage.
Dicke, schwere Regenwolken hingen noch ueber uns, aber den Regen hatten wir an Land zurueck gelassen. 6-7 Kn zeigte die Logge, aber leider nur in der ersten Haelfte der Nacht. Der Wind liess nach und nach Mitternacht schuettelten wir das Reff aus dem Gross und rollten die Genua ganz aus. Mit 4-5 Kn krochen wir durch die stockdunkle Nacht. Die Wellen beruhigten sich, so dass es eine angenehme, ruhige Fahrt wurde. Die 2 Kollegen, die mit uns durch den Paß gingen und solange wir genug Wind hatten auf gleiche Hoehe waren, haben wohl ihre Motoren angeschmissen. Um 4.00 Uhr waren sie nicht mehr auf dem AIS zu sehen. Jetzt zur Mittagszeit ist der Wind wieder etwas zurueck gekehrt und wir machen schoene Fahrt unter weiterhin sehr bedecktem Himmel. Etmal ca 130 sm. Kurs 243 Grad. Speed 6 Kn. Pos.:18.50 S 176.10 E.

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1.Tag

Furios war der Start, durch die Malolo Passage ging es noch mit Gross und Motorunterstuetzung, aber bald war das erste Reff und die zu 2 Drittel ausgerollte Genua kraeftig am ziehen. Kurs 243 Grad, also direkt Rombline auf die Havanna-Passage.
Dicke, schwere Regenwolken hingen noch ueber uns, aber den Regen hatten wir an Land zurueck gelassen. 6-7 Kn zeigte die Logge, aber leider nur in der ersten Haelfte der Nacht. Der Wind liess nach und nach Mitternacht schuettelten wir das Reff aus dem Gross und rollten die Genua ganz aus. Mit 4-5 Kn krochen wir durch die stockdunkle Nacht. Die Wellen beruhigten sich, so dass es eine angenehme, ruhige Fahrt wurde. Die 2 Kollegen, die mit uns durch den Paß gingen und solange wir genug Wind hatten auf gleiche Hoehe waren, haben wohl ihre Motoren angeschmissen. Um 4.00 Uhr waren sie nicht mehr auf dem AIS zu sehen. Jetzt zur Mittagszeit ist der Wind wieder etwas zurueck gekehrt und wir machen schoene Fahrt unter weiterhin sehr bedecktem Himmel. Etmal ca 130 sm. Kurs 243 Grad. Speed 6 Kn. Pos.:18.50 S 176.10 E.

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Noch einmal schlafen…

Morgen geht es endlich los Richtung Neukaledonien. Das Wetter scheint soweit in Ordnung zu sein. Wir werden sehen, wir nehmen halt, was kommt.

Gestern und heute haben wir uns die Tage in der Marina gegönnt, um in Ruhe alles für die Überfahrt klar zu machen. Wie immer musste Meerbaer mal wieder vom Camping- auf Hochsee-Modus umgebaut werden. 2 Tage lang haben wir gerödelt und geackert, und das bei über 30 Grad und 80 % Luftfeuchtigkeit. Heute Nachmittag kam zudem noch ein dicker Tropenregen runter, der die Luftfeuchtigkeit noch ein wenig höher getrieben hat. Wir sind bald eingegangen. Jetzt können wir uns auch vorstellen, wie es hier in Fiji während des Sommers ist. Dann ist es noch wärmer und noch schwüler. Wollen wir nicht!

Morgen früh um 9.30 Uhr treffen wir die Offiziellen zum Ausklarieren und dann Leinen los und ab! Wir freuen uns schon drauf.

Wir werden versuchen, solange wir unterwegs sind, jeden Tag einen kleinen Bericht ins Netz zu stellen. Der wird allerdings nicht, wie früher, automatisch auf Facebook  publiziert. Wer also Interesse daran hat, wie es uns unterwegs ergeht, muss über unseren Blog www.meerbaer.info gehen.

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Wie schon so oft…

… sind wir mal wieder so ziemlich die Letzten. Mitte der vergangenen Woche schien ein gutes Wetterfenster zu sein, um nach Neukaledonien aufzubrechen. Viele Bekannte haben dieses auch genutzt und sind nun schon so gut wie angekommen. Wir hatten bis gestern Mittag unsere Genua zur Reparatur. Also nix mit weg von hier. Die Reparatur konnte nicht bis Neukaledonien warten. Der Faden, mit dem der UV-Schutz vor erst knapp 3 Jahren aufgenäht wurde, löste sich an verschiedenen Stellen in Wohlgefallen auf. Unterwegs wäre der uns bei etwas mehr Wind um die Ohren geflogen und hätte noch mehr kaputt gemacht. Nun hocken wir hier und sehen mit dicken Backen auf den Wetterbericht. Ein dickes Tief kommt in den nächsten Tagen genau über die Strecke gefegt, die wir segeln wollen. Haben wir keinen Bock drauf, da rein zu geraten. Unser Visum läuft erst am 23. Oktober aus, da haben wir noch ein wenig Zeit und müssen uns nicht drängeln lassen. Bis dahin sollte es ja denn wohl noch klappen.
Geduld ist gefragt – auch wenn es noch so schwer fällt 😉  Hier in der Saweni-Bay liegen wir gut und haben es dann nicht weit bis Lautoka zum Einkaufen und Ausklarieren. 

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Ein lieber Segelfreund,

der leider im letzten Jahr viel zu früh seine letzte Seereise angetreten hat, hat einmal gesagt: „Wir segeln nicht um die Welt, wir basteln uns um die Welt.“ Wie wahr, wie wahr! Wir dürfen auch gerade mal wieder basteln, und zwar meines Käpt’ns Lieblingsarbeit: Toilette reparieren. Das Teil zu ersetzen steht schon länger auf der To-Do-Liste für die nächste Großbaustelle im kommenden Jahr. Doch nun hat es uns leider schon jetzt erwischt. Das Klo hält schon länger kein Vakuum mehr. Aber damit kann man leben. Doch schon seit ein paar Tagen hört man es ganz leise summen, wenn man auf dem Thron hockt. Irgendwo geht da auch noch das zum kurzfristigen Abpumpen benötigte Vakuum flöten – im wahrsten Sinne des Wortes. Also: mal eben (!) auseinander nehmen und nachsehen. Und wie so oft, ist „mal eben“ eine Baustelle für mindestens 2 Tage, will heißen: keine Toilette benutzbar, sondern „ab auf die Pütz“. Kennen wir ja schon zur Genüge. Ist auch schon gar kein Akt mehr, über den man sich aufregen kann. Der Eimer war im letzten Jahr schon mal für 4 Wochen unser Ersatzklo, bis das Ersatzteil endlich kam. Die meiste Zeit bei der Bastelei geht drauf für Wartezeiten, bis der Kleber endlich fest ist. So lange steht nun unsere schöne Toilettenschüssel unbenutzbar draußen und das Werkzeug liegt überall im Schiff rum. Meerbaer ist gerade nur mit Stelzen zu begehen. Alles ist auseinander gerissen, denn gerade da, wo man dran muss, liegt immer was drauf, was an anderer Stelle schon weggeräumt werden musste. Mühsam ist das Segler-Leben 😉

Da wären wir jetzt lieber, aber die Arbeit geht vor

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