Wer sagt es denn, geht doch alles. Nach einer regenreichen Nacht geht es heute gemaechlich in Richtung Minerva Reef. Vielleicht klappt es in diesem Jahr im Reef zu ankern. Wir sind ja schon einige Male daran vorbei gefahren, dieses Jahr soll es aber sein. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit, denn im Gegensatz zu vielen anderen Seglern wuerden wir da nie reingehen um schlechtes Wetter durchziehen zu lassen. Ist bischen wie die Maus, die in die Falle hopst weil die Katze rumstreunt, nee nee. Unser Etmal bewegt sich heute so um die 120 sm, weil, schwacher Wind, dafuer aber komfortables Vorwaertskommen. Sonst alles in Butter aufm Kutter. Pos: 31 54 S; 176 06 E. Kurs 30 Grad. 00:50 UTC
Ein furioser Start. 140 sm in 24 Stunden, aber jetzt läuft schon wieder Mister Perkins. Der Wind ist mal wieder entgegen der Vorhersage komplett weg. Schoen, bei dem alten Seegang macht das richtig Spass. Ansonsten war die erste Nacht entsprechend, kaum Schlaf, viel Gehopse, aber gutes Vorwaertskommen. Sonst alles in Butter aufm Kutter. Pos: 33 30 S; 175 35 E. Kurs 30 Grad. 11:34 UTC
12:00 Ortszeit werden wir vor Opua Anker auf gehen. Die Tropen rufen und es wird langsam zu frisch in NZ. Es wird jeden Tag eine Meldung geben, so der Funkgott uns wohl gesonnen ist.
…zumindest,
wenn nichts Unvorhergesehenes passiert wie z.B. eine unerwartete
Wetteränderung. Beim Zoll sind wir für Montag früh auf jeden Fall
zum Ausklarieren angemeldet.
Wir
waren echt fleißig in den letzten Wochen. Auch nachdem wir Whangarei
verlassen hatten, war noch so einiges zu tun. Aber wir sind gut im
Plan. Alle Punkte auf unserer To-Do-Liste sind abgehakt. Janet und
Bernd hatten uns heute Nachmittag freundlicherweise Ihr Auto zur
Verfügung gestellt und so konnten wir in aller Ruhe in Kerikeri die
letzten Einkäufe erledigen. Fleisch und Gemüse sind eingekocht,
Obst und Gemüse für die kommenden 2 Wochen gebunkert – länger
hält sich das Zeug ohnenhin nicht, vor allem, wenn wir uns den
Tropen nähern.
Wohin
wir segeln werden, ist noch nicht endgültig entschieden.
Letztendlich entscheiden Wind und Wetter. Geplant ist auf jeden Fall
ein Zwischenstopp im Minerva-Reef. Wir wollen auch einmal einen der
berühmten Lobster fangen und futtern. Von da aus geht es dann
entweder nach Tonga oder nach Fiji. Wir werden sehen, wohin der Wind
uns bläst.
Wie gehabt, wollen wir versuchen, jeden Tag einen kleinen Bericht zu erstellen mit den Ereignissen des Tages und der aktuellen Position.
Es war gar nicht so einfach, einen kurzfristigen Termin für den Haulout in Whangarei zu bekommen. Norsand ist übervoll, Dockland 5 ebenfalls, Whangarei Harbour ohne Auto zu weit weg. Letzte Chance Riverside Drive Marina, wo wir schon vor 3 Jahren an Land standen. Hier hatten wir uns die geringste Chance ausgerechnet, weil der Platz doch ziemlich eingeschränkt ist. Aber: Donnerstag Mittag haben wir Karl nach einen Platz gefragt und er wollte wissen wann. So bald wie möglich war unsere Antwort und siehe da, gleich am nächsten Vormittag hatten wir den Termin. Unser Glück war, dass gerade 2 Boote wieder ins Wasser gegangen waren. Geht doch 😉
Der Dreck muss weg
Natürlich fing es genau zu dem Zeitpunkt an zu regnen als wir abgelegt hatten, um in die Kranbahn einzufahren. War ja nicht anders zu erwarten. Hat aber trotzdem alles super geklappt. Wir sind diesmal rückwärts in den Kran gefahren. So brauchten wir nicht die Rollanlage zu entfernen, was immer ein Riesenakt war (vor allem später der „Rückbau“). Rückwärts mussten wir nur den Windgenerator umlegen und die Achterstagen vom Besan entfernen. Passte wie für uns gemacht. Die Traverse vom Kran endete genau 20 cm vor dem Besanmast. Alles ganz easy. Und dann standen wir erst mal eine Stunde lang im Regen und durften zusehen, wie unser Meerbaer mit dem Hochdruckreiniger den Hintern geschrubbt bekam. Pünktlich zu Mittag stand Meerbaer dann fest aufgebockt in seinem Cradle. Hier werden wir wohl für die nächsten 3-4 Wochen stehen und reparieren und etwas Kosmetik betreiben. Momentan sieht das Wetter mal wieder nicht so prickelnd aus, um Lackierarbeiten zu machen. Für die kommenden Tage ist immer wieder Regen angesagt. Ist ja klar. Meerbaers wollen arbeiten und der Himmel weint. Vorher war wochenlang strahlendes Sommerwetter 🙁
Eigentlich ist es hier in der Riverside Drive Marina recht gemütlich und wir fühlen uns gleich wieder wie „zu Hause“. Die Community ist teilweise noch die alte von vor 3 Jahren und so kennt man sich noch. Der BBQ-Termin am Sonntag Abend steht immer noch und so haben wir uns gestern Abend gleich unters Volk gemischt.
Der Starkregen hat sich durch unsere aufgestellten Wassersammel-Behälter abschrecken lassen. Es hat zwar dann doch gestern Abend noch ein wenig geregnet, aber die angekündigten heftigen Niederschläge müssen dann doch wohl woanders runter gegangen sein. Und den vor einigen Tagen für Sonntag versprochenen Wind von mehr als 40 kn hat man auch schon wieder relativiert. Momentan sind die Vorhersagen bei 23 kn in Böen. Mal sehen, was dann noch davon übrig bleibt. Wie gehabt: die Wettervorhersagen überholen sich mehrmals täglich selber 😉
Cyclone OMA, der in den letzten Tagen im Norden von Vanuatu und Neukaledonien erhebliche Schäden angerichtet hat und sich jetzt auf die australische Küste zubewegt, zieht uns hier die schöne warme Luft ab und soll uns heftige Regenfälle bescheren. Wir sind gerüstet. Das Dinghi hängt hoch und das Lenzloch ist offen, die Bütten zum Regenwasser sammeln stehen bereit… nur der Regen ist noch nicht da. Gestern noch hieß es, heute früh, heute früh dann heute Mittag, heute Mittag wurde er dann auf den Nachmittag verschoben. Jetzt ist es 19.30 Uhr und wir warten immer noch. Vermutlich hätten wir die Wassersammler nicht aufstellen dürfen. Damit haben wir wohl den Regen verscheucht. Nix mit schönem weichen Regenwasser zum Waschen. Aber vielleicht kommt er ja doch noch. Wir warten ab.
Cyclone OMA auf dem Weg nach Australien
Ach so, wir treiben uns schon seit 4 Wochen in der Nähe von Whangarei rum. Entweder wir liegen gegenüber von Norsand am Anker oder wir sind in der Parua-Bay und erholen uns von dem Einkaufsstress 😉
Anfang dieser Woche musste schon wieder der Rumpf von Bewuchs frei geschrubbt werden. Nach nur 5 Wochen waren wir schon wieder so zugewachsen, dass wir kaum von der Stelle kamen. Der Propeller sah eher wie ein Reibeisen aus und der Rumpf war kaum noch zu erkennen. Rainer hat sich geschlagene 2 Stunden unter Wasser getummelt, um der Schweinerei Herr zu werden. Unglaublich, wie das Zeug wächst. Das Antifouling ist gerade mal 9 Monate als und die Wirkung ist gleich Null. Wofür schmiert man das teure Zeug eigentlich drauf? Kann man sich auch gleich sparen, wenn man sowieso alle 4-6 Wochen mit dem Spachtel auf Tauchstation gehen muss, um den Mist abzukratzen.
Ganz lieben Dank an Ute und Marc für ihre Spende über "buy me a coffee"