So richtig haben wir das noch nicht verinnerlicht, dass wir das Ende unserer Reise nun fast erreicht haben. Wir sind immer noch im Unterwegs-Modus, wie schon mehr als 17 Jahre lang. Es ist schon ungewohnt, wenn auf einmal alle deutsch sprechen und deutsche Flaggen an fast allen Schiffen wehen.

Meerbaer fest auf Helgoland, als es noch ungewöhnlich leer war
Helgoland war an den ersten Tagen ungewöhnlich leer. Aber zum Wochenende wurde es dann doch wieder voller und die ersten „Päckchen“ bildeten sind (wenn nicht genug Platz am Anleger ist, gehen die Nachfolgenden längsseits. In der Hochsaison kommt es auch öfter vor, dass sieben oder mehr Boote nebeneinander fest machen. Zum Glück ist uns das erspart geblieben. Die maximale Päckchengröße war bei drei Schiffen.

Blick auf den Hafen vom Oberland aus

Die „Lange Anna“ bei strahlendem Sonnenschein
Die paar Tage auf Helgoland haben wir mit Spaziergängen genossen und natürlich durfte der Besuch der Fischbuden nicht fehlen. (Die holländischen Matjes schmecken trotzdem immer noch viel besser).

Kugelbake kurz vor Cuxhaven

Das alte Feuerschiff „Elbe 1“
Am Samstag dann kam unser Wetterfenster nach Cuxhaven. Noch ein Stopp an der Wasser-Tankstelle. Hier gibt es steuerfreien Diesel ohne Bio-Zusatz und wir haben unseren Tank bis zum Rand aufgefüllt. Der Wind war besser vorhergesagt, als er dann gekommen ist und wir mussten leider wieder den Motor mitlaufen lassen, alleine schon wegen des fehlenden Vorsegels. Nach 7,5 Stunden liefen wir in Cuxhaven ein und sind zwei Nächte geblieben. Ein letzter Spaziergang am Wasser längs und dann machten wir die Leinen wieder los, um den Rest der Strecke anzugehen. Die Tide lief von Timing her leider für uns ziemlich blöd. Wir sind um 14 Uhr gestartet und hatten trotzdem immer noch recht starken Gegenstrom. Erst nach weiteren 2 Stunden kippte die Tide und der Strom lief endlich mit uns. Ganz bis Hamburg war es aber so nicht zu schaffen. Es war bereits 21 Uhr, als wir vor Glückstadt so quai auf halbe Strecke den Anker versenken konnten. Die Nacht war total ruhig, aber leider ziemlich kurz. Der Wecker rappelte schon um 6 Uhr und mit auflaufendem Wasser ging es dann beim ersten Büchsenlicht (endlich) nach Hamburg. Diesmal lief es schön flott und nach sechs Stunden erereichgten wir den City Sporthafen direkt an der Elbphilharmonie.

Vorbei an der Lotseninsel

Die Elbphilharmonie in Reichweite
Schon am Nachmittag bekamen wir Besuch von Rainers Sohn Christian und seiner Freundin Barbara. Zur Begrüßung wurden wir von den Beiden gleich zum Essen beim Italiener eingeladen. Eine tolle Überraschung!

Überraschungsbesuch
Ab morgen ist leider Schietwetter angesagt. Also bleiben wir erst mal hier und hoffen, dass unser Winterliegeplatz in Finkenwerder bald frei wird und wir dann endgültig „ankommen“.
Hallo Henning, Du bist herzlich willkommen!