Ein paar Tage konnten wir uns in Den Helder entspannen. Der Liegeplatz in der Marina war sehr ruhig und wir konnten mit dem Bus, der den Fährhafen mit dem Bahnhof verbindet und stündlich fährt, nutzen, um nach Den Helder rein zu fahren. Sehr gequem. Der erste Gang war natürlich zum Fischgeschäft. Nieuuwe Haringe met Uien (Matjes mit Zwiebeln) als kleine Zwischenmahlzeit. Dann ein Stadtbummel, ein Gang in den Supermarkt, dann zurück zum Fischladen. Zum Mittagessen gab es dann Kibbeling mit Pommes und Salat. Echt lekker!

In der Marina von Den Helder

Hollands Nieuwe Haring met Uien. Die kann niemand beser als die Holländer!
Am Donnerstag hieß es dann wieder: Leinen los. Auf nach Osten. Auf den letzten Meilen wurden wir noch einmal geprüft. Wir waren kaum aus Den Helder raus und hatten das Großsegel gesetzt, da bemerkten wir, dass das Fall von der Fock gerissen und das Seil im Mast verschwunden war. Ohne Fock segeln bei dem schwachen Wind? Zurück wollten wir aber auch nicht. Also erstmal unter Motor – der Wind war eh zu schlapp – nach Vlieland. Hier wollten wir dann das alte Fockstag wieder setzen, um die ganz alte Stagfock benutzen zu können. Die hat zwar nur 17 qm, aber besser 17 qm als gar nichts. Zwischendurch zerfiel dann auch noch die Curryklemme an der Tallje von einer der beiden Großschoten in ihre Bestandteile. Die Schot konnten wir zum Glück über die Steuerbordwinsch umlenken und so weiter benutzen.

Marina Vlieland
Gegen Nachmittag fiel dann unser Anker auf der Wattseite von Vlieland direkt gegenüber der Marina. Bei null Wind für zwei Tage war der Ankerplatz super ruhig, trotz der starken Gezeitenstsrömung. Der Versuch, ein neues Fall mit Hilfe der vorhandenen Sorgleine in den Mast zu ziehen, schlug leider fehl. Nach 1,5 Std. hängend im Masttopp mussten wir leider aufgeben. Die Sorgleine muss sich irgendwo hinter der Umlenkrolle verklemmt haben. Keine Chance, die zu entheddern. Es wäre zu schön gewesen. Die alte Fock war dann schnell ausgegraben, das Fockstag gesetzt und die Fock angeschlagen.
Am Samstag dann wieder: Anker auf, Ziel: Helgoland. In ein paar Tagen soll der Wind auf Ost drehen, dann hätten wir keine Chance mehr, nach Osten voran zu kommen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als die ganze Zeit den Motor mitlaufen zu lassen. Die „richtige“ Fock bzw. die Genua fehlten definitiv, um Meerbaer bei dem schwachen Wind vorwärts zu schieben, vor allem, wenn der Gezeitenstrom gegen uns stand.

Immer parallel zum Verkehrstrennungsgebiet. Da sind die dicken Pötte dicht an dicht unterwegs.
Nach einer Nachtfahrt liefen wir dann endlich auf Helgoland ein.

Meerbaer fest auf Helgoland
WILLKOMMEN IN DER HEIMAT
2 Antworten auf Meerbaer hat wieder deutsches Wasser unterm Kiel