Camaret-sur-Mer

Das Anker- und Bojenfeld vor Camaret-sur-Mer

Wir sind tatsächlich noch rechtzeitig vor dem angedrohten Starkwind angekommen. Aber vorher gab es doch noch ein paar Bauchschmerzen.

Segelbarer Wind ließ weiter auf sich warten und wir mussten tatsächlich die ganze restliche Strecke unter Motor fahren und den schönen, wervollen Diesel verballern. Durch die 4 Stunden Verzögerung wegen des Wassereinbruchs kamen wir natürlich genau unpassend ca. 30 sm vor dem Ziel in 2 kn Gegenstrom, wir kamen nur noch mit knapp 3 kn vorwärts. Wäre das mit dem Wassereinbruch nicht passiert, wären wir so richtig schön mit der auflaufenden Tide bis Camaret gekommen. Falsche Zeit, falscher Ort.

Wir waren gegen 21 Uhr gerade an der Untiefentonne an der Ile de Sein vorbei, das fing der Motor an zu sägen und ging aus. Nicht gerade der ideale Punkt so nah an den Felsen der Ile de Sein und bei gegenlaufendem Strom. Zum Ankern war es leider mit 60 m etwas zu tief und wir mussten uns treiben lassen, immer einen Blick auf den Plotter, um die Position zu kontrollieren. Die Ursache des Motorausfalls war schnell gefunden und auch relativ flott behoben. Der Motorfilter bekam nicht genug Sprit und hatte gestreikt. Der Racorfilter war total dicht und ließ nicht mehr genug Diesel zur Maschine laufen. Also Racorfilter ausbauen, reinigen, neue Filterpatrone rein, Motor entlüften, und nach über einer Stunde konnten wir den Motor wieder starten und die restlichen Meilen ohne weitere Probleme angehen.

Mit ziemlicher Verspätung fiel dann unser Anker um 3.30 Uhr in den Grund und wir total fix und alle in die Koje. Der Wind kam dann auch nicht viel später und wir waren happy, es noch rechtzeitig zum sicheren Ankerplatz geschafft zu haben.

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