Invasion der Entenmuscheln

Ein zufälliger Blick am Bug auf die Wasserlinie und wir waren entsetzt. Wir haben uns schon gewundert, warum Meerbaer einfach nicht schneller segelt. Nun wissen wir warum. Wir sind übersät mit kleinen Entenmuscheln und die bremsen uns total aus. Eigentlich sollte das Antifouling beim letzten Schrubben auf St. Helena ja wieder aktiviert sein. Aber wir sind ja schon seit Wochen mangels brauchbarem Wind nur mit Schleichfahrt unterwegs. Ideale Bedingungen für die kleinen Biester, sich am Rumpf fest zu saugen und fröhlich zu wachsen. Je größer sie werden, umso mehr bremsen sie uns.

Kann man die ernten und essen?

Wenn man jedoch bedenkt, dass wir seit dem letzten Antifouling-Anstrich in Malaysia bereits fast 12.500 sm hinter uns gebracht haben, brauchen wir uns nicht wirklich zu wundern, dass die Wirkung so langsam nachlässt.

Ansonsten nicht Neues von Bord. Der Wind ist weiterhin schwach und kommt für uns ziemlich ungünstig aus Nordost. Zusätzlich setzt der Strom in die gleiche Richtung und bei dem geringen Tempo ist die Abdrift bald größer als das Vorankommen. Motorfahrt ist nicht wirklich eine Option. Bei 400 sm auf direktem Weg wären das ca. 100 Motorstunden bzw. 250 l Diesel. Ausserdem dürften wir dann die ganze Zeit von Hand steuern, weil der Autopilot ja vom Blitz zerdeppert wurde. Wir brauchen halt weiterhin Geduld. Immerhin laufen wir bei 8-10 kn Wind doch noch 2,5 bis 3 kn hoch am Wind. Wir sollten zufrieden sein.

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