Nach Richards Bay – Tag 8

Das Meckern hat geholfen. Seit gestern Abend um 20.00 Uhr haben wir Segelwind. Zwar nicht ganz so wie vorhergesagt, aber immerhin. Zwischendurch hatten wir bis zu 6 kn auf der Uhr. Herrliches Segeln bei halbem bis am Wind. Ab heute Nachmittag legte der Wind dann mehr zu und drehte von Ost-Südost auf Südost. Das heißt für uns: hoch am Wind. Nicht gerade Meerbaers Lieblingsdisziplin. Hoch am Wind will er  nicht so richtig  Fahrt aufnehmen. Egal. Wir segeln. Unsere Welt steht schief. Hatten wir  schon lange nicht mehr.

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Nach Richards Bay – Tag 7

Wir haben uns mal wieder vom Wetterbericht verleiten lassen, weil wir glaubten, der stimmt mal. War  wohl nix. Jeden Tag heißt es, morgen gibt es mehr Wind. Der wird dann jeden Tag weiter nach hinten verschoben. Laut gestern sollten wir heute 15-20 kn Wind bekommen. Was  ist? 5 kn, kaum messbar. Wenn das so weiter geht, sind wir Weihnachten noch  unterwegs 😉

Gerade hat sich der Wind dazu entschlossen, noch 3 kn drauf zu legen. Zum Glück profitieren wir auch immer noch von der Strömung, die uns mit 3 kn voranschiebt. So kommen wir doch noch auf einigermaßen befriedigende Etmale von über 100 sm. Man freut sich ja schon über Kleinigkeiten.

Gleich geht es in die Nacht. Wir lassen uns überraschen, ẃas die zu  bieten hat.

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Nosy Be nach Richards Bay – nach der Pause geht es weiter

Wir sind nach der selbst auferlegten Zwangspause wieder unterwegs. Wir haben leider den Fehler gemacht und eine Pause auf Ilha do Fogo eingelegt. Die Pause hat uns drei Tage gekostet. Wären wir durchgefahren, wären wir jetzt sicherlich 400 sm näher an unserem Ziel. Egal, passiert ist passiert.

Heute früh um 8.30 Uhr ging der Anker hoch und wir starteten Richtung Süden. Leider haben wir auch jetzt noch um 18.00 Uhr   ganz schwachen Südwind und wir müssen motoren. Heute Nacht soll der Wind dann erst auf Nordwest gehen und zulegen und dann im Laufe des Samstag auf Nordost drehen. Zum Glück haben wir den Strom mit uns, und das ganz schön heftig. Der schiebt uns mit 3 kn voran. Wir sind gespannt, was wir für ein Tempo drauf bekommen, wenn wir morgen schönen Segelwind haben.

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Nach Richards Bay – Tag 4

Planänderung!

Nach den neuesten Wetterdaten könnte es für uns knapp werden, den angepeilten Ankerplatz Linga Linga in ca. 500 sm Entfernung rechtzeitig zu erreichen, bevor die nächste Südlage anrauscht.

Der nächste sichere Ankerplatz liegt ca. 60 sm weiter im Westen: Ilha do Fogo.

Ein Sandfleck mit Bäumen und Leuchtturm, mitten im Nirgendwo, ca. 15 sm entfernt von der Küste von Mozambique

Kaum hatten wir die Entscheidugn getroffen, kamen Wind und Strömung, auf die wir so lange verzichten mussten. 5 Bf von schräg achtern und Schiebestrom von bis zu 2,5 kn! Nur fliegen ist schöner 😉

Die 60 sm haben wir im Schweinsgalopp hinter uns gebracht und ankern nun hinter der Insel Im Windschatten – eher Wellenschatten – und warten auf das nächste Wetterfenster.

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Nach Richards Bay – Tag 3

Und immer noch keine Änderung. Wenig Wind fast von achtern, 1-2 kn Strom von vorne. Der Barograph malt seit Tagen eine wie mit dem Lineal gezogene, fast waagerechte Linie aufs Papier. Ist wohl so schnell keine Änderung in Sicht ;-(

Zumindest reicht der Wind seit heute Vormittag so eben zum Segeln. Der Motor hat endlich Pause und wir können den Diesel sparen. Zwischendurch hatten wir mal den Gennaker gesetzt, aber der zappelte etwas unruhig hin und her bei dem schwachen Wind, dass weder Autopilot noch Aries den dicken Meerbaer einigermaßen auf Kurs halten konnten. Eine Weile haben wir von Hand gesteuert, dann hieß es: Genmnaker runter, Groß unf Fock an die Arbeit. Der Besan stand eh schon zusammen mit dem Gennaker. Nun läuft es mit mageren 2,5 bis 3 kn bei „voll  Zeug“ über Grund dahin. Wenn man sich die Logge ansieht und dort stehen 4 kn, könnte man weinen. Der blöde Strom soll endlich mal zu unseren Gunsten laufen! Soll angeblich bald soweit sein. Wir lassen uns überraschen. Schön wäre es ja.

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Nach Richards Bay – Tag 2

Und der brave Mr. Perkins tuckert immer noch. Kein segelbarer Wind in Sicht. Zur Belohnung gab es seit gestern ständig Gegenstrom, teilweise bis zu 2 kn. Das frustsriert ganz ordentlich, wenn man den guten Diesel für so wenig Vorankommen verheizen muss.

Einziges Highlight heute war der Besuch von einer Schule von Delfinen, mindestens zwanzig Tiere tobten ums Schiff rum, bis ihnen zu langweilig wurde. Vermutlich waren wir zu langsam.

Angeblich soll zum Ende der Nacht etwas Wind aufkommen.  Hoffentlich weiß der Wind das auch 😉

Der Sonnenuntergang heute war mal wieder dramatisch.

Das Meer ist wie Blei – totale Flaute

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Nach Richards Bay – Start und 1. Tag

Der Start war etwas holperig. Um 7:45 Uhr waren wir startklar zum Anker lichten. Bei den letzten 15 m Kette tauchte auf einmal ein dicker Kettenknoten aus dem brackigen Wasser auf. Über eine halbe Stunde haben wir gebraucht, um diesen zu enttüddeln. So was ist uns in all den Jahren noch nicht passiert. Kelp hatten wir schon büschelweise in der Kette hängen, aber einen Knoten bisher noch nicht. Vermutlich hatte sich der in den paar Tagen durch schwoien in Wind und Strömung gebildet.

Um 8.30 Uhr konnten wir dann endlich los. Zuerst 9 sm mit Motor, um aus der großen, mit Untiefen gespickten Bucht (und mit etlichen Fischern, die an ihren langen Netzen hingen und nach Garnelen fischten) zu kommen. Draußen dann endlich: Motor aus. Segeln!

Zuerst lief es ganz prima. Bei halbem bis raumem Wind kamen wir rech gut voran. Dann drehte der Wind auf NW und drückte uns aus dem Kurs. Wir konnten Cap St. André nicht halten und mussten auf den anderen Bug. Während der Nacht drehte der Wind immer weiter nach Süd und wir kamen unserer Kurslinie wieder näher. Leider ließ der Wind, wie vorhergesagt, stetig nach und im Laufe des Vormittags hatten wir totale Flaute. Wir drifteten mit 1,5 kn in die richtige Richtung.

Nachdem wir den täglichen Kontakt zu unsererm „Wetterguru“ Des aufgenommen hatten,  kam von dessen Seite der Hinweis, dies sei ein gefährliches Seegebiet, in den man nicht herumdümpeln und auf Wind warten könne. Wir sollen die Flaute mit dem Motor durchqueren. Also ging um 10.30 Uhr Mr. Perkins an den Start und der läuft immer noch. Jetzt gerade haben wir ganz leichten Wind, nur leider genau auf die Nase. Während der Nacht soll er südlich drehen und dann hoffen wir mal, dass da soviel bei rum kommt, dass wir segeln  und Mr. Perkins ins Bett schicken können.

 

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