Pleiten, Pech und Pannen nehmen kein Ende. Zusätzlich zu den letzten negativen Ereignissen hat uns gestern auch noch der Blitz getroffen. Nicht direkt, aber die Auswirkungen wegen Überspannung waren massiv. Die Liste ist sicherlich noch lange nicht vollständig, aber die „großen“ Schäden sind schon erheblich. Erstaunlicherweise hat Starlink Mini überlebt, sonst wären wir auch noch von Kommunikation und Wettervorhersage abgeschnitten.
Navi-Computer incl. TV/Monitor, Plotter und Radar, Autopilot, Lichtmaschine, Starterbatterie und Ladegerät 24/12 V, GPS und noch etliche „Kleinigkeiten“. Jede Menge Sicherungen sind durchgebatzt und haben trotzdem nicht alles schützen können. Zum Glück hat der Inverter überlebt und wir können den Wassermacher laufen lassen, wenn genug Sonne scheint und wir können die Starterbatterie über den Inverter mit einem 230 V Ladegerät laden. Den Kühlschrank hat es auch erwischt, entweder der Regler oder der Kompressor (ode beides) sind hin. Und das bei Temperaturen von 30 Grad Tag und Nacht. Alles verdirbt, Butter, Wurst, Käse, Mayonnaise und so weiter. Kochen für 2 Tage fällt auch aus. Wir versuchen, so viel wie möglich innerhalb der nächsten 3 Tage zu verbrauchen, aber von den noch übrigen 3 Paketen Butter müssen wir sicher einiges über Bord werfen. Das tut weh.
Hinzu kommt, dass wir sicher noch 3 Wochen brauchen bis zu den Kapverden. Die Konvergenzzone liegt ausgerechnet in diesem Jahr schon so hoch wie normalerweise erst im Juni. Der Atlantik ist für diese Jahreszeit schon viel zu warm. Klimawandel lässt grüßen. Wir kreuzen in dem schlappen Wind und kämpfen uns mühsam nach Norden. Mehr als 310 Grad Richtung West und 70 Grad Richtung Ost sind nicht machbar. Wie das aussehen wird, wenn wir in den „richtigen“ NO-Passat kommen, müssen wir abwarten. Hoffentlich sind wir bald aus det Squash-Zone raus. Ohne Radar und bei stockfinsterer Nacht ist man vor Überraschung nicht sicher. Vorsichtshalber gehen wir für die Nacht mit dem Groß ins 1. Reff. Nur blöd, wenn dann doch nichts kommt. Dann schaukelt man mit kastrierter Segelfläche dahin.
Die Stimmung an Bord ist ziemlich gedrückt, aber wir halten durch!!!
Wünsche euch einen guten Törn. Always fair winds.