…sollte dieser Artikel in Los Cristanos geschrieben werden! Beim gestrigen Anruf in der Werft haben wir aber erfahren, das der Travellift Probleme macht. Morgen, am Mittwoch, werden wir hoffentlich einen Termin bekommen. Kleiner Frust baute sich auf. Aber sich aufregen nutzt hier garnix. Blöd ist nur, das wir hier im teuren Hafen liegen müssen. Aber es übt natürlich die Geduld. Die wir sicherlich noch verbessern müssen, je weiter südlich wir kommen. Im Hafen von San Sebastian herrscht gerade grosse Aufregung. Erstmal wird die “Leuchtturmsteuer” erhoben – für uns jeden Tag 3,40€ mehr. Nun ist das Gesetz aber aus dem Jahre 2004. Und die Marina versucht von den ganzen Dauerliegern die Steuer rückwirkend für 5 Jahre zu kassieren. Da kommen bei einigen Leuten hier ganz schöne Sümmchen zusammen. Mal sehen wie viele wirklich wie angekündigt abhauen.
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Eigentlich…..
Dienstag, 24. August 2010Der Leidensweg einer Genua…..
Freitag, 20. August 2010Sie hatte den gefährlichen Transport von Hongkong nach La Gomera gut, wenn auch verspätet, überstanden. Wurde an der neue Vorsegel-Rollanlage hoch gezogen. Der Wind war ein bischen böhig. Wollte der Dame aus Hongkong gleich zeigen, wie es so abgeht in den Düsen zwischen den kanarischen Inseln!
Schnell stellte sich heraus: Das Vorliek ist zulange! Fast genau ein halber Meter hing es unten über die Trommel der Rollanlage.
Der Segelmacher guckt….guckt ein zweites mal mit ersauntem Blick. Sie wurde denn wieder abgeschlagen, auf dem Steg zusammen gefaltet und zur Werkstatt des Segelmachers gekarrt. Schon wieder ein schwieriger und gefährlicher Transport über Land, mit der Schubkarre der Marina. Gefahrvoller Weg, bedeutet einfach, dass es viele Kneipen und Cafes, in denen nette Leute sitzen, gibt.
Nun wurde zwei Tage an ihr rumgechnippelt und rumgenäht. Mühsam wieder über den gefahrvollen Weg zur Marina gebracht. Mit viel Schwung und Elan eingefädelt und nach oben gezogen! Kritische Augen folgten dem verkürzten Vorliek!!
Soweit passte nun zumindestens das. Schnell die Schoten angeschlagen und veruscht sie etwas dichter zu ziehen! Die Schiene war aber leider irgendwann zuende und das Unterliek bleib schlaff und ungespannt. Oh weh, soweit waren wir bei der ersten Anprobe garnicht gekommen!! Das Unterliek also auch definitiv zu lange.
Der Segelmacher ganz spontan: Das geht ja wohl garnicht! Ihr bekommt ein neues Segel! Hut ab! Ohne das wir irgend etwas dazu bemerkten! Das nennen wir Schneid und Einsicht. Da Capo! Könnten sich einige Handwerker und Dienstleister einiges abschneiden von.
Hut ab, Thomas vom Butterfly Sail Service.
So in ca 4 Wochen gibt es denn die Neue – wieder aus Hongkong (vorher wird selbstverständlich noch einmal genauestens gemessen) -
Kann man so schnell altern????
Mittwoch, 18. August 2010In 3 Monaten 14 Jahre älter werden, geht das? Und ob, zumindest auf dem „Meerbaer“. Noch vor einem halben Jahr hat der Skipper getönt:“ Der Meerbaer bekommt frühestens eine Rollanlage, wenn ich 70 Jahre alt bin!“ Und schwupps, ist der Käpt’n 70! Seit gestern ist der „Meerbaer“ stolzer Besitzer einer neuen Rollanlage.
Das neue, dazu passende Segel wird morgen geliefert und montiert und dann wird der Skipper sehen, dass man auch in jüngeren Jahren die Vorteile einer Rollanlage genießen kann: bequemer, sicherer, variabler usw. Aber bis wir das neue Ding ausprobiert haben, schaut er immer noch ziemlich skeptisch aus der Wäsche. Es ist wohl nicht so leicht, sich im hohen Alter an so „neumodischen Kram“ zu gewöhnen. Die Bordfrau ist auf jeden Fall froh, dass sie jetzt während ihrer Wache unterwegs das Vorsegel vom Cockpit aus ein- oder ausreffen kann, ohne den Skipper wecken zu müssen.
Kalima – der heisse Wüstenwind
Donnerstag, 12. August 2010Jetzt hat es uns auch erwischt. Wir schwitzen bei 37 Grad und 40 % Luftfeuchtigkeit. Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel. Unser Sonnensegel bringt auch nur psychologischen Schutz. (Nur feste dran glauben, dann wird es sofort kühler!)Was wir trinken, können wir uns auch gleich über den Kopf gießen. Es wird sowieso umgehend wieder ausgeschwitzt. Als kleine Erfrischung haben wir heute unseren Kühlschrank abgetaut und uns dann darum gerissen, wer das Eis und das Eiswasser auswischen darf. Das Vergnügen war allerdings auch nur von kurzer Dauer. Ansonsten heißt es nur: viel trinken, wenig bewegen und ab nach unten ins Boot (da sind „nur“ 30 Grad).
Die Bordfrau war natürlich ganz schlau und hat sich gedacht: ich geh nach vorne vor den Mast in den Schatten, da ist auch Wind und da ist es bestimmt schön angenehm. Aber weit gefehlt: Der Wind war so warm, man dachte, es hält jemand einen heißen Haarfön auf den Bauch. Also doch wieder ab nach unten.
Heute Abend kam Thomas, der Segelmacher vorbei – natürlich bei der täglichen Duschorgie am Steg – und sagte: überall, wo man hinkommt, nur halbnackte Leute unter dem Wasserschlauch. Da hatten wohl andere die gleiche Idee.
Wir haben jetzt 21.30 Uhr Ortszeit und immer noch 32 Grad. Ob das noch mal weniger wird? Die Nacht wird bestimmt lustig.
Nachtrag: immer noch 32 Grad im Windschatten. Der Wind springt einem mit gefühlten 45 Grad an, wenn man den Kopf über die Sprayhood hält. Ausserdem sind es bestimmt 25-30 kn Wind. An Schlaf nicht zu denken!
Es gibt noch ein Tauchvideo….
Mittwoch, 11. August 2010Erste Vorbereitungen für die Weiterfahrt
Donnerstag, 05. August 2010Damit niemand glaubt, wir hätten unsere Pläne geändert und blieben auf den Kanaren hängen, wie so viele andere vor uns:
Wir liegen zwar immer noch von Anker in Valle Gran Rey auf La Gomera, wir sind aber schon kräftig bei der Planung der weiteren Reise.
Anfang der Woche haben wir unseren Tetanus- und Diphterie-Impfschutz aufgefrischt und heute bekamen wir die erste von zwei Dosen gegen Hepatitis A und B verpasst. In ca. 4 Wochen holen wir uns die zweite Dosis (wahrscheinlich auf Gran Canaria), dann haben wir einen 10-jährigen Schutz, der erst einmal reichen dürfte.
Die Impfung ging ganz problemlos hier bei einem der hier ansässigen deutschen Ärzte. Da hatten wir noch nicht mal Verständigungsprobleme. Kann besser kaum sein.
Nach der heutigen Impfung sollen wir uns 1-2 Tage nicht anstrengen und alles ruhig angehen (noch ruhiger? Wie soll das denn gehen?)
Wir sind wieder auf Gomera!
Donnerstag, 29. Juli 2010Nach 15 stündiger Motorsegelnachtfahrt sind wir mit 49sm auf der Logge im Valle Gran Rey angekommen. Ist doch recht mühsam, gegen Passatwind und Canarenstrom an zu kommen.
Nach dem 4 wöchigen Outback ( El Hierro) somit wieder in der “Zivilsation”. Merkt man gleich wieder z.B. daran, dass die Bordfrau wiehernd den neuesten Vallebooten liest ( www.valle-bote.com, die internetversion). Diesee Postille iste eine geniale Mischung zwischen Titanic, Stern und Spiegel, wobei der Schwerpunkt sicherlich auf Titanic liegt. In den Läden und vor allem in der Hafenkneipe wird überwiegend deutsch gesprochen. Unseren Segelmacher Thomas von San Sebastion haben wir hier auch schon mehrfach zum Biere getroffen.
Die Sturmtaucher lärmen nachts an der Steilwand rum. Stört allerdings überhaupt nicht. Hier ist richtig Hochsommer mit tagsüber über 30 im Schatten. Sehr angenehm ist es da in den 24 Grad kalten Atlantik zu springen und eine oder auch zwei Runden um den Dampfer zu schwimmen. Bald wieder mehr, auch mit Fotos.




