Der Leidensweg einer Genua…..

Sie hatte den gefährlichen Transport von Hongkong nach La Gomera gut, wenn auch verspätet, überstanden. Wurde an der neue Vorsegel-Rollanlage hoch gezogen. Der Wind war ein bischen böhig. Wollte der Dame aus Hongkong gleich zeigen, wie es so abgeht in den Düsen zwischen den kanarischen Inseln!

Genua, die Erste!!

Schnell stellte sich heraus: Das Vorliek ist zulange! Fast genau ein halber Meter hing es unten über die Trommel der Rollanlage.

Der Segelmacher guckt….guckt ein zweites mal mit ersauntem Blick. Sie wurde denn wieder abgeschlagen, auf dem Steg zusammen gefaltet und zur Werkstatt des Segelmachers gekarrt. Schon wieder ein schwieriger und gefährlicher Transport über Land, mit der Schubkarre der Marina. Gefahrvoller Weg, bedeutet einfach, dass es viele Kneipen und Cafes, in denen nette Leute sitzen, gibt.

Nun wurde zwei Tage an ihr rumgechnippelt und rumgenäht. Mühsam wieder über den gefahrvollen Weg zur Marina gebracht. Mit viel Schwung und Elan eingefädelt und nach oben gezogen! Kritische Augen folgten dem verkürzten Vorliek!!

Soweit passte nun zumindestens das. Schnell die Schoten angeschlagen und veruscht sie etwas dichter zu ziehen! Die Schiene war aber leider irgendwann zuende und das Unterliek bleib schlaff und ungespannt. Oh weh, soweit waren wir bei der ersten Anprobe garnicht gekommen!! Das Unterliek also auch definitiv  zu lange.

Der Segelmacher ganz spontan: Das geht ja wohl garnicht! Ihr bekommt ein neues Segel! Hut ab! Ohne das wir irgend etwas dazu bemerkten! Das nennen wir Schneid und Einsicht. Da Capo! Könnten sich einige Handwerker und Dienstleister einiges abschneiden von.

Hut ab, Thomas vom Butterfly Sail Service.

So in ca 4 Wochen gibt es denn die Neue – wieder aus Hongkong (vorher wird selbstverständlich noch einmal genauestens gemessen) –

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