Archiv für die Kategorie ‘Fuerteventura’

Auf nach Gran Canaria

Sonntag, 07. März 2010

Es geht endlich weiter! Heute (Sonntag gegen Mittag) machen wir die Leinen los und setzen Kurs auf den Süden von Gran Canaria ab. Die Wetterfrösche haben leichten Wind aus NW angesagt. Kaum aus dem Hafen raus, werden sie Segel ausgepackt und für die erste Stunde stimmt die Wettervorhersage auch. Begrüsst wurden wir natürlich wieder mal von einer Schule Delfinen, die um unser Schiff tobten. Später denn, ein Walblas in circa 500m Entfernung. Eine Zeitlang begleitet er uns an der Backbordseite, leider kommt er aber nicht näher. Die gezückten Foto- und Filmkameras blieben somit leer. Doch dann nimmt der Wind beständig zu und wir rauschen mit 6 kn und halbem Wind vorwärts. In der Nacht kommen wir dann in die bekannte Düse zwischen den Inseln und der Wind nimmt noch mehr zu. Wir nehmen den Besan weg und binden ein Reff ins Groß. Trotzdem sausen wir mit teilweise fast 9 kn weiter. Durch den Schutz von Gran Canaria haben wir lediglich 1 m Welle und so kann unser „Meerbaer“ ungezügelt losbrausen. Herrlich!!! Nur bei dem Tempo kommen wir natürlich schon im Dunkeln an, was wir an sich nicht so gerne machen. Aber egal, wann hat man schon mal so gute Segelbedingungen. Ca. 8 sm vor dem Ziel ist auf einmal Schluss mit Wind, als hätte jemand den Schalter umgelegt und wir müssen tatsächlich die letzten Meilen mit Motor fahren.  (dafür sind die Batterien dann wieder voll). Um 03.20 Uhr liegt unser Anker auf 9 m im Sand gut eingebuddelt in der Bucht von Posito Blanco. Wir genehmigen uns ein schönes kaltes Bier und dann geht es ab in die Koje.

Immer noch in Gran Tarajal

Dienstag, 02. März 2010

Eigentlich wollten wir ja morgen weiter Richtung Gran Canaria. Die ganze Woche über wurde uns von den Wetterfröschen ab Sonntag beständiger ONO-Wind versprochen, aber seit gestern ist auf einmal wieder alles ganz anders. Was stört uns unser Geschwätz von den letzten Tagen? Jetzt ist für Dienstag mal wieder Starkwind aus SW angesagt! Wenn wir morgen fahren würden, kämen wir zwar im Laufe des Montags auf Gran Canaria an, ab er was ist, wenn das Wetter schneller kommt als vorhergesagt? Das wollen wir uns nicht antun, also bleiben wir noch ein paar Tage hier. Ist ja zum Glück recht preiswert.

Der Artikel ist zwar schon drei Tage alt, aber immer noch aktuell. Ein Tief nach dem anderen kommt über den Atlantik gerauscht. Erinnert ein wenig an Süd- England! Aber gottseidank viel wärmer und so gut wie kein Regen.

Fuerteventura mit dem Auto

Sonntag, 28. Februar 2010

3. Tag (Halbinsel Jandia) Heute geht es noch einmal Richtung Südküste bis an die äußerste südwestliche Ecke von Fuerteventura. Auf einmal endet die asphaltierte Straße und wird zu einer Art Piste.

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Wir hätten hierfür wohl doch besser einen Geländewagen gemietet. Wir werden durchgeschüttelt wie ein guter Cocktail, und das 20 km lang. Hier wächst so gut wie nichts. Bis auf ein paar verstreute harte Büsche nur Geröll und Steine. Am Leuchtturm angekommen können wie sehen, wie der Atlantik sich an die Küste wirft.

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Es ist wenig Wind und trotzdem türmen sich die Wellen, sobald sie auf das flache Wasser treffen, bestimmt 3-4 m hoch. Ein Paradies für Wellenreiter.

Fuerteventura mit dem Auto

Mittwoch, 24. Februar 2010

Tag 2 (Betancuria)

Eigentlich wollten wir schon früh losfahren, aber nach einer schlechten Nacht (keiner weiß, warum wir beide so schlecht schlafen konnten), sind wir mal wieder erst um 10 Uhr aus dem Bett gekrochen. Nach dem Frühstück ging es dann los Richtung Inselmittel zur historischen Stadt Betancuria aus dem 15. Jahrhundert. Alleine die Fahrt dorthin ist schon ein Erlebnis.

Erdhörnchen im Innern von Fuerte

Die schmale Straße windet sich in engen Serpentinen den Berg hinauf und auf der anderen Seite wieder herunter. Und überall sind Radfahrer, die tatsächlich die Berge rauf radeln. Bewundernswert, aber nix für uns. An einem Aussichtspunkt in den Bergen haben wir angehalten, um ein paar Fotos zu machen. Auf einmal kommt Bewegung in den Hang. Überall kleine Erdhörnchen, die uns neugierig besuchen. Sie kommen zwar nicht ganz so nah, aber für das eine oder andere Foto reicht der Abstand.

In Betancuria finden wir auch sofort einen Parkplatz und machen uns auf den Weg in die historische Altstadt. Rainer weiß vor Begeisterung gar nicht, wo er zuerst fotografieren soll.

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Blütenpracht in Betancuria

In der alten Kirche ist zwar fotografieren verboten, aber Rainer erschleicht sich ein paar eigene Bilder (allerdings ohne Blitz).

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Historisches Gemäuer, sehr eindrucksvoll

Nach einem kleinen Imbiss geht die Fahrt weiter Richtung Puerto del Rosario, wo wir vor 10 Tagen für eine Nacht vor Anker gelegen haben. Am Hafen tobt der Bär. Hier ist gerade der Karneval gestartet und die Uferstraße wurde für den Umzug gesperrt. Der ist zwar schon vorbei, als wir ankommen, aber es sind jede Menge verkleidete Leute unterwegs und am Hafen wird noch Lifemusik gespielt.

Fuerteventura mit dem Auto

Montag, 22. Februar 2010

Tag 1 (Morro Jable)

Um die Insel zu erkunden, haben wir uns für 3 Tage ein Auto gemietet. Heute Mittag wurden wir zur Anmietstation abgeholt und sind dann erst einmal nach Morro Jable im Süden der Insel gefahren, um uns die Sturmschäden der vergangenen Tage einmal mit eigenen Augen anzusehen. Wir haben dort auch mit einem Segler gesprochen, der dort fest mit seinem Katamaran liegt. Er erzählte uns, dass er in der Sturmnacht die ganze Zeit über seine beiden Maschinen volle Kraft voraus gegen die anstürmenden Wellen laufen hatte. Andere größere Boote haben auf ähnliche Weise versucht, das Schlimmste abzuwenden. An anderer Stelle wurden mehrere Stege förmlich auseinander genommen und zwei Boote sollen tatsächlich auf Grund gegangen sein. Wir sind mal wieder froh, dass wie während des Sturms in Gran Tarajal zwar sehr unruhig, aber trotzdem sicher lagen.

Sturm im Paradies

Donnerstag, 18. Februar 2010

Wie vorhergesagt, war in der letzten Nacht nicht an Schlaf zu denken. Am Nachmittag fing es bereits an zu blasen und in der Nacht wurde es dann richtig heftig. Gemessene 8 Bf hinter der Hafenmole. Das Wasser schoß über die Mole und in der Hafeneinfahrt stand ca. 4-5 m Welle. Wir hatten unseren Meerbaer vorsorglich mit diversen zusätzlichen Festmachern gesichert. Gut so! Eine Leine wurde durchgescheuert und das Schiff hüpfte am Steg, als wollte es Samba tanzen.  Zum Glück hatten wir einen neuen und stabilen Anleger erwischt. Weiter draußen wurde die Steganlage auseinander genommen. Den ganzen Tag über waren Seenotrettung, Feuerwehr und Rotes Kreuz damit beschäftigt, die größeren Schiffe von den zu kleinen Stegen zu verlegen.

Die Retter im Einsatz

Da hatte Rainer mal wieder die richtige Nase bei der Wahl des Liegeplatzes! Heute Abend soll der Wind dann nachlassen und wir können mal wieder so richtig ausschlafen.

Vom Winde verweht

Dienstag, 16. Februar 2010

Eigentlich wollten wir nur eine Woche in Gran Tarajal bleiben und dann weiter nach Morro Jable segeln. Aber der Windgott will es mal wieder anders. Es bläst hier derzeit mit über 30 Knoten über den Hafen und es soll auch noch bis Anfang der nächsten Woche so bleiben. Da werden wir wohl am Donnerstag zum Hafenmeister marschieren und noch ein paar Tage verlängern. Macht aber nichts, es ist hier sicher, ruhig und angenehm. Wir können Rad fahren und es fehlt uns an (fast) nichts. Nur das Internet will nicht so wie wir wollen. Die Verbindungen sind hier eher mäßig. Deshalb wird unsere Website auch eher unregelmäßig aktualisiert.