Wir trödeln Richtung Lautoka

Nach 2 schönen Tagen in der Albert Cove ging es zuerst mal Richtung Nordspitze der Insel Taveuni. Hier gibt es einen schönen, von einem großen Riff geschützten Ankerplatz. Mit dem Dinghi mussten wir um die Korallenköpfe kurven, um an Land zu kommen. Hier gibt es einen kleinen, gut sortierten „Supermarkt“, wo wir unsere Vorräte ein wenig auffrischen konnten. Auf die Frage, ob es denn keine Papaya zu kaufen gäbe, sagte man uns, es stehen doch genug Bäume an der Straße, wir sollen uns doch einfach bedienen. Super! Wenn die Dinger nur nicht so hoch hängen würden. Aber zu guter Letzt haben wir doch noch einen Baum gefunden, an dem die Früchte in greifbarer Nähe zu ernten waren. Zum ersten Mal haben wir mal eine grüne, unreife Papaya mitgenommen. Wir wollen mal versuchen, daraus einen Salat zu machen. Der soll angeblich echt lecker sein.

Am nächsten Morgen ging es dann mal eben um die Ecke, weil Südostwind angesagt war und wir befürchteten, dass der Ankerplatz vielleicht bei dieser Windrichtung doch nicht so ruhig ist. Leider war es auf der Westseite auch nicht ruhiger. Die Nacht war ziemlich schaukelig. Wir mussten sogar die Besteckschubladen verriegeln, weil die immer wieder auf und zu gegangen sind und dabei ordentlich gescheppert haben.

Morgens dann wieder Anker hoch und einen kurzen Stopp in Somosomo gemacht, um auf dem Straßenmarkt ein paar frische Sachen zu kaufen. Nur auf unsere heißgeliebten Äpfel müssen wir an  den kommenden Tage verzichten. Die Fähre mit der neuen Lieferung kommt erst in 2 Tagen und so lange wollen wir nicht warten. Mittags dann wieder Anker auf und die paar Meilen bis zur Südspitze von Taveuni vor das Paradise Resort. Die freien Moorings waren alle besetzt, aber wir haben einen guten Sandflecken gefunden, auf dem wir unseren Anker verbuddeln konnten.

Morgens dann ein schmuddeliges Erwachen. Vor ein paar Tagen ist in Vanuatu ein Vulkan ausgebrochen und hat anscheinend seine Asche mit dem Jetstream in unsere Richtung gepustet. In der Nacht ist der ganze Dreck vom Himmel gefallen und hat alles mit einer grauen Schmierschicht überzogen. Die Luft war ganz trübe und mal hatte das Gefühl, dass das Atmen irgendwie nicht so richtig gut war. Also nix wie weg! Anker hoch. Nächstes Ziel: Koro Island. Die ganze Zeit über haben wir die Anger hinterher gezerrt, aber kein Fisch hat sich erbarmt, obwohl es gerade in der Somosomo Strait von Fischen nur so wimmelt.

Eine Nacht auf Koro reichte, morgens wieder Anker hoch und raus Richtung Naigani Island, zu einem unserer Lieblingsankerplätze. Wir waren kaum 20 Minuten unterwegs, da rauschte auch schon die Angel los. Fisch!!! Endlich! Nach einem ordentlichen Kampf konnten wir dann gemeinsam einen schönen Mahimahi an Deck ziehen. Das gibt mal wieder Leckerchen für mindestens 4 Tage! Der kam genau richtig, denn wir angeln nur, wenn der Kühlschrank leer ist und nicht nur um des Angelns willen!

Großer Mann am dicken Fisch

 

Mahimahi satt für 4 Tage

Nach einem herrlichen Segeltag sind wir dann um 16 Uhr auf Naigani angekommen. am nächsten Morgen ein kleiner Ausflug an den Strand zum Muscheln und Schnecken sammeln. Vor lauter Einsammeln kommt man kaum von der Stelle. Hier liegen die schönsten Muscheln in rauen Mengen rum.

Naigani Island

ein wirklich schönes Exemplar!

Abends dann die erste Portion Fisch:

Fischfilet mit Reis, Orangensauce und Papayasalat – super lecker!!!

 

Am nächsten Morgen dann Anker auf und Richtung Viti Levu. Das Schöne an dieser Strecke ist, dass der Wind eigentlich immer dem Küstenverlauf folgt und wir so trotz Kursänderungen immer schönen Segelwind hatten.

Nach 28 sm waren wir kurz vor unserem ausgesuchten Ankerplatz in der Viti Levu Bay und wollten zum Ansteuern den Motor starten. Nur sagte der keinen Mucks. Beim Starten saugte irgendetwas so viel Strom aus der Batterie, dass sogar das Funkgerät und die Logge wegen Unterspannung abschalteten. Alles Probieren und Suchen nach dem Fehler brachte nichts. Zum Glück haben wir ein Segelboot und konnte so den Ankerplatz ohne Probleme erreichen. Mein Käpt’n ging gleich auf Fehlersuche und hatte auch schnell den Übeltäter gefunden: der Anlasser. Ausbauen, auseinander nehmen, Fehler gefunden: die Kohlen waren fast runter und ein Kabel abgegammelt. Ist leider mit Bordmitteln nicht so ohne Weiteres zu reparieren. Unser Plan: wir segeln die ca. 60 sm nach Lautoka und suchen uns da einen „Spezialisten“. Zum Glück sind die Handwerker hier auf Fiji es gewohnt, aus Alt (fast) Neu zu basteln. Falls das doch nicht klappen sollte, müssen wir uns eben einen neuen Anlasser schicken lassen. Hoffen wir mal, dass die Reparatur in Ordnung geht, sonst hängen wir 2 Wochen vor Lautoka ohne funktionierende Maschine rum, bis das Teil hier eintrudelt.

 

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