280 sm in 80 Stunden!

Naja, ein Fußgänger ist zwar schneller, aber sicher nicht so ausdauernd.  Wir haben uns standhaft geweigert, den Motor anzuwerfen, wenn noch irgendetwas Fahrt im Schiff war.  Aber bei weniger als 1,5 kn streikt dann auch Aries und von Hand steuern bei Flaute ist auch nicht gerade ein Vergnügen. Da musste dann doch unser alter Herr Perkins ran. Sobald ein neuer Windhauch zu spüren war, ging es dann auch wieder unter Segeln weiter. Im Großen und Ganzen ein schöner Segelabschnitt. DerMittwoch Abend begann mit heftigem Wetterleuchten, das sich dann zu einem ausgewachsenen Gewitter entwickelte. Dabei Platzregen, dass es eine Freude war zu sehen, wie unser Meerbaer gewaschen wurde. Wir allerdings auch, denn es war mal wieder reffen angesagt, weil der Wind stetig zunahm. Natürlich hatten wir uns gerade wieder trocken gelegt, da war das Gewitter weg und mit ihm auch der Wind. Also wieder raus, Reff ausschütteln, damit Fahrt im Schiff blieb (der Regen blieb uns selbstverständlich erhalten, so waren wir zum zweiten Mal klatschnass).

Klamottentrocknen!

Der Donnerstag bescherte uns dann noch Dauerregen mit wenig Wind , sodass wir motoren mussten. Zur Krönung streikte dann ca. 6 Std. vor Porto Belo der Autopilot und wir durften abwechseln im strömenden Regen Ruder gehen. Ist das Seglerleben nicht schön?!

Nun liegen wir vor dem kleinen Fischerdorf in der Nähe von Porto Belo vor Anker und legen bei strahlendem Sonnenschein unsere Plünnen wieder trocken.

Gestern Abend hatten wir noch ein Highlight. Wir lagen gerade im Tiefschlaf und hatten die Fenster im Heck leicht geöffnet, da raste ein Powerboat an uns vorbei und schickte uns eine Welle genau in die Fenster. Fazit: Bettzeug nass, Matratze nass, wir stinkesauer und der Typ war natürlich weg und hat sich sicherlich eins ins Fäustchen gelacht.

Ankerbucht Eseada Caixa d'Aco mit dem Ponton von Erick im Hintergrund

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