Wetterleuchten über dem Festland.

Wenn es nicht noch ein paar zig Meilen wären, könnte man meinen man riecht es schon! Was man sich so alles einbilden kann, nach 18 Tagen auf See. Zum Beispiel hört man gerade Nachts menschliche Stimmen. Viele von den Geräuschen setzt das menschliche Gehirn wohl als Stimmen oder menschliche Laute um! Schon irre! Wir haben es bald geschafft. Wollen den Tag nicht schon vor dem Abend loben, aber es nähert sich das Ende unserer bisher längsten Reise. Resümee wird aber erst nach dem Ankommen gezogen. Drückt uns die Daumen, dass wir ohne Motor und ohne den Kahn irgendwo raufzunageln heil ankommen. Als besonderes Schmankerl gibt es auch noch in Küstennähe die berüchtigten Jangadas. Das sind kleine flache besegelte Fischerboote. Natürlich unbeleuchtet – höchstens befunzelt – und auf dem Radar so gut wie nicht zu sehen. Von AIS natürlich ganz zu schweigen. Die treiben sich so ab der 500m Tiefenlinie rum. Hofffentlich erwischen wir von den Jungs nicht welche. Aber wie immer! Bange machen iss nicht.

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Ein Kommentar zu Wetterleuchten über dem Festland.

  1. Pierre witschger sagt:

    Liebe Anne und Rainer, mit grossem Interesse haben wir Eure Reiseberichte verfolgt und bewundern Euch grenzenlos. Obwohl der Anker noch nicht auf Grund ist, gratulieren wir Euch schon jetzt ganz herzlich zu diesem Abenteuer und zu Eurem Mut. Wegen des Motors habt Ihr sicher viele Tips erhalten, offenbar waren sie alle falsch. Wir aber kennen den wahren Grund: Rainer hat sicher an der Tankstelle am Äquator Benzin statt Diesel getankt (..wenn man nachts Stimmen hört, soll auch das vorkommen..!). Nun, wie wir Euch kennnen, werdet Ihr das auch ohne eiserne Genua schaffen. Und wenn Ihr irgend ein Teil benötigt, das wir auftreiben sollen, meldet Euch ruhig, wir haben Zeit für sowas. Wir sitzen wieder in EL ROMPIDO (Südspanien) nach unserem ausgedehnten Schweiz-Besuch, wo wir nicht nur 5 Kg zugenommen haben, sondern auch alle Freunde besucht haben, inkl. Zahnarzt (nicht so hübsch wie Eure Zahnärztin in den Kapverden, aber auch o.k.) etc. etc. Sobald das Wetter warm ist, geht es über Sevilla nach Gibraltar Richtung Griechenland. Wir werden uns melden, machts gut und tragt weiterhin Sorge zueinander. Pierre und Madeleine von der MANATI