Lissabon bis Algarve

Am nächsten Tag  geht es mit der Metro nach Lissabon. Die Stadt ist faszinierend. Wir wollen die Altstadt zu Fuß erobern und diesmal nicht mit dem Touristenbus fahren.

Die Bimmelbahn

Die Bimmelbahn

Stattdessen nehmen wir die alte Bimmelbahn von 1892, die uns in 3 Minuten dicht an Haustüren und Fenstern vorbei nach oben bringt.

beeindruckender Fahrstuhl in der Altstadt

beeindruckender Fahrstuhl in der Altstadt

Von da aus arbeiten wir uns zu Fuß wieder nach unten, bis wir in den restaurierten Teil von Lissabon kommen. Am nächsten Tag müssen wir erst einmal unsere platten Füße schonen und gehen gar nicht erst von Bord.

Vor malerischer Kulisse Ankerplatz Cascais

Vor malerischer Kulisse Ankerplatz Cascais

Bunte Oldtimer in Cascais

Bunte Oldtimer in Cascais

Aber am Sonntag wollen wir noch einmal nach Lissabon rein. Wir möchten uns das Ozeanarium ansehen mit dem größten Meerwasserbecken Europas. Die Fahrt hat sich gelohnt. Das Aquarium war beeindruckend. Das können wir nur jedem empfehlen. Leider darf man nicht fotografieren. Schade.

Weiter geht es über Sesimbra nach Sines. Sines ist ein kleines, verschlafenes Nest am Hang, das heißt, jedes Mal, wenn wir einkaufen wollen, ca. 100 Stufen aufwärts. Das hält angeblich fit.

Am 11.09.2009 wollen wir endlich zur Algarve aufbrechen. Natürlich ist mal wieder kein Wind und wir müssen motoren. Zur Entschädigung toben jede Menge Delfine um unser Schiff. Wir freuen uns und vergessen natürlich wieder, die Show zu filmen.

Capo San Vincente kurz vor der Algarve

Capo San Vincente kurz vor der Algarve

Kurz vor Cabo Sao Vicente nimmt der Wind zu und wir können endlich mal wieder segeln. Die letzten 2 Stunden vergehen wie im Flug. In der Ensenada de Baleeira wollen wir für die Nacht vor Anker gehen, aber als der Anker nach dem dritten Versuch immer noch nicht hält, fahren wir ein Stück weiter und in einem Pool zwischen zwei Flachs geht unser Anker in 7 m Wassertiefe auf Grund. Wir liegen herrlich ruhig und vor allen Dingen alleine. Der Pool ist nur groß genug für ein Schiff. Herrlich. Es ist so schön, dass wir noch einen Tag länger bleiben und die Seele baumeln lassen.

Am Sonntag, dem 13.09.2009 gehen wir Anker auf und fahren bis zum Rio de Alvor. Hier ist das Wasser endlich 24 Grad warm und wir springen vom Ankerplatz aus hinein.

Ankerplatz vor Alvor

Ankerplatz vor Alvor

Die Zufahrt zum Ort Alvor ist ziemlich versandet und wir beobachten erst einmal die anderen Schiffe, wie sie Kurs nehmen. Am nächsten Tag 2 Std. vor Hochwasser wagen auch wir uns rein. Es klappt besser als gedacht, obwohl die Fahrrinne nicht betonnt ist. Das Echolot zeigt allerdings zwischendurch auch mal nur 20 cm unter dem Kiel. Ist doch ganz schön knapp. Aber es lohnt sich. Der Ankerplatz vor Alvor ist wunderbar ruhig und geschützt und mit dem Dingi ist man ruckzuck im Ort.

Sonnenuntergang im Alvor

Sonnenuntergang im Alvor

Auf meinem Geburtstag gehen wir abends in einem typisch portugiesischen Lokal essen und speisen für wenig Geld wie die Fürsten. Der Tipp von einer deutschen Fußpflegerin, die sich hier in Alvor niedergelassen hat, war goldrichtig.

So langsam müssen wir uns um einen Liegeplatz für Meerbaer kümmern für die Zeit, in der wir in Deutschland sind. Wir haben uns Albufeira ausgesucht. Hier ist es relativ preiswert gegenüber den anderen Häfen. Die Marina liegt ganz geschützt zwischen Hügeln und ist gut bewacht. Wir buchen sofort für die 2 Wochen, die wir nach Deutschland wollen und segeln am nächsten Tag weiter bis zur Lagune von Olhao. Vor der Ilha da Coulatra gehen wir vor Anker und genießen ein paar Tage die Ruhe.

Am 23.09. müssen wir uns so langsam wieder auf den Rückweg nach Albufeira machen. Vorher noch eine Nacht nach Villamoura. Hier gibt es einen Segelmacher für unseren Blister und außerdem eine Waschmaschine für unsere Bettwäsche und die Handtücher. Aber was für ein Schock: die Marina kostet pro Nacht über 50 €. Dafür wimmelt es hier von lauten Engländern und englischen Motoryachten in allen erdenklichen Größen. Das ist nun wirklich nichts für uns. Am nächsten Morgen fliehen wir schon früh und fahren nach Albufeira, um den Meerbaer für die 2 Wochen Liegezeit vorzubereiten und unsere Koffer für den Flug nach Deutschland zu packen.

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