Frankreich bis Nordspanien

Am 01.08.2009 gegen Mittag gehen wir Anker auf im Helford River und der Wind kommt tatsächlich, wie von den Wetterfröschen vorhergesagt, aus nördlicher Richtung.  Also Segel hoch und ab geht die Lucie. Lange Strecken segeln wir mit über 8 kn. Wir fliegen nur so dahin. Dies hat natürlich zur Folge, dass wir viel zu früh am Chenal du Four ankommen. Es ist noch dunkel und mit der Durchfahrt ist nicht zu  spaßen. Zum Glück ist die Tide mit uns und bald wird es heller und wir können Landmarken und Betonnung ausmachen.

Nach der Durchfahrt steuern wir die Bucht von Camaret sur Mer an und vor dem Yachthafen fällt unser Anker am 02.08. um 09.00 Uhr auf Grund. Nach dem Aufklaren geht es erst einmal in die Koje. Am Nachmittag erfolgt der erste Landgang und wir entern den ersten französischen Supermarkt auf unserer Reise. Wir kommen uns vor wie im Schlaraffenland. Das Obst- und Gemüseangebot, die Käsevielfalt, die Baguettes und Croissants und und und… Da war England die reinste Diaspora. Wir kaufen wie die Wilden, als hätten wir schon lange gehungert. Da macht einkaufen wieder richtig Spaß.

Am Donnerstag, dem 06.08.2009 gegen 10.30 Uhr geht es weiter Richtung Süden. Die berüchtigte Biskaya zeigt sich uns als so harmlos, dass wir sogar insgesamt 50 Stunden lang den Motor mitlaufen lassen müssen, um überhaupt voran zu kommen. Aber das ist immer noch besser als Starkwind von vorne. Die Nächte sind traumhaft klar und die Sternschnuppen fallen nur so vom Himmel, dass man kaum weiß, was man sich so schnell wünschen soll.

Besuch mitten in der Biskaya

Besuch mitten in der Biskaya

Am zweiten Tag sehen wir die ersten Delfine. Eine Schule von bestimmt 30 Tieren tummelt sich um unser Boot. Wir stehen am Bug und sehen dem Spiel mit großen Augen zu. Da fühlt man sich auf einmal wieder wie ein Kind und freut sich. Rainer schießt einige schöne Fotos, aber als ich mit der Videokamera komme, sind die Delfine auf einmal alle weg. Die sind wohl kamerascheu.

Der Wind lässt immer noch auf sich warten. Er hat auf NO gedreht, die Dünung kommt aus NW und der Strom vor vorne. Ganz schön schaukelig. Aber egal, die Sonne scheint und die Stimmung ist bestens.

Am Sonntag, dem 09.08.2009 um 15.00 Uhr runden wir Cabo Villano. Wir sind kam um die Ecke, da bläst es uns mit 6 Bf entgegen. Das ist ein Phänomen, das wir in ganz Nordspanien immer wieder bemerken. Aus allen Rias weht es beständig und heftig aus NO. Etwas oberhalb von Camarinas geht unser Ankert in 6 m Wassertiefe auf Grund. Trotz des starken Windes liegen wir ruhig und sicher.

Die Biskaya ist geschafft Cammarinas liegt vor uns

Die Biskaya ist geschafft Cammarinas liegt vor uns

Wir haben Spanien erreicht!

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